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Starker Sommer für den Nightjet


LOK Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 16.07.2021

ÖSTERREICHISCHE BUNDESBAHNEN

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verzeichneten Anfang Juni 2021 steigende Buchungszahlen für den Nightjet. Ende Mai 2021 hatten die ÖBB ihr internationales Nachtzug-Angebot wieder hochgefahren. Danach verzeichnete sie nach eigenen Angaben „von Woche zu Woche steigende Buchungszahlen“. So seien alleine in den ersten beiden Juniwochen fast 50.000 Tickets gebucht worden.

Amsterdam-Zug als „Turbo“

Besonders die Nightjets nach Amsterdam, Rom und Venedig erfreuten sich demnach großer Beliebtheit und seien in den Sommermonaten stark nachgefragt. Ein besonderer „Turbo“ war die medienträchtige Aufnahme der Verbindung von Wien und Innsbruck in die Niederlande. Das Interesse an der neuen Nightjet-Verbindung sei überwältigend gewesen, bilanzierte die ÖBB-Pressestelle, zahlreiche österreichische sowie niederländische Medien berichteten rund um die Premierenfahrt. Die ÖBB ...

Artikelbild für den Artikel "Starker Sommer für den Nightjet" aus der Ausgabe 8/2021 von LOK Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LOK Magazin, Ausgabe 8/2021

Am 31. Mai 2021 ist 1016 048 vor dem NJ 446 eingeteilt, der wegen Bauarbeiten nicht nach Bregenz, sondern nach Dornbirn fährt. Die ÖBB verzeichnen starke Nachfrage nach dem Nightjet
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... starteten das Angebot am 24. Mai 2021. Gleichzeitig mit der Einführung des Zuges nach Arnhem, Utrecht und Amsterdam wurde auch die Fahrplanlage der Wagengruppe nach Brüssel verbessert. Dennoch sind die Ankunftszeiten mit 9:58 Uhr in Amsterdam beziehungsweise 9:55 Uhr in Brüssel relativ spät. Die Züge werden bis Köln mit ÖBB-Loks gefahren, ab Köln zum Endbahnhof gelangen NS- Vectrons zum Einsatz. Ebenfalls neu ist die am 18. Juni gestartete saisonale Nightjet-Verbindung Bratislava – Wien – Split, die bis 10./11. September fahren wird.

Mit weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen in den Nachbarländern und der fortschreitenden Impfung in Europa erwarten die ÖBB einen starken Sommer für die Nightjets. Um mehr Privatsphäre zu ermöglichen, gibt es in allen Zügen die Möglichkeit, ein Privatabteil zu buchen. Hier können Fahrgäste mit ihrer Familie oder ihren Freunden allein in einem Abteil der drei Komfortkategorien (Sitz-, Liege- und Schlafwagen) reisen, ohne dieses mit fremden Mitreisenden zu teilen.

Neu: ÖBB-Nightjet-Vectron

Die ÖBB bewerben ihr Nachtzugangebot inzwischen auf mehreren Werbeloks. Neu im Reigen ist 1216 012, die als ÖBB-Nightjet-Lok vorzugsweise im Brenner-EC-Verkehr zu sehen ist.

Überraschend ist auch die Beklebung der Vectron-Lok 1293 200 als Nightjet-Werbelok, obwohl die Reihe 1293 im Güterverkehr eingesetzt wird. Unklar war die Situation der 1216 019 bei Redaktionsschluss; gemunkelt wird, dass auch sie zur Nightjet-Lok wird.

MI/LM

RAIL CARGO GROUP

Kooperation mit Lamborghini

Die Güterverkehrstochter der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Rail Cargo Group (RCG), und Lamborghini haben ein neues Transportkonzept auf die Schiene gebracht. Dabei werden URUS-Karosserien von Lamborghini innerhalb von nur 48 Stunden vom VW-Werk in Zwickau (Deutschland) zum Lamborghini-Stammwerk in Sant'Agata Bolognese (Italien) transportiert. Dabei wird der Straßentransport nahezu vollständig durch die Schiene ersetzt. Nur die letzten 21 der rund 1.000 Kilometer Fahrstrecke legt das Transportgut per Gas-Lkw auf der Straße zurück.

LM

ÖSTERREICH | NEWS

Brennertunnel wird später eröffnet

Die Fertigstellung des Brennerbasistunnels (BBT) könnte sich massiv ver - zögern. Die ursprüngliche Fertig - stellung des mit 64 Kilometern Länge künftig längsten Tunnel der Welt war zunächst für 2028 angedacht. Neue Sitzungsprotokolle des BBT-Aufsichts - rates sprechen nunmehr von einer Inbetriebnahme frühestens 2032, möglicherweise sogar 2034. Ursache dafür ist die Auflösung des Bauver - trages mit dem vom Porr-Konzern angeführten Konsortium, das für die Ausführung des Bauloses Pfons – Brenner zuständig gewesen wäre. Damit einher gehen auch massive Mehrkosten und Einnahmeausfälle.

MI

Wien Süd erweitert

Die Österreichischen Bundesbahnen haben die zweite Ausbaustufe an ihrem Güterverkehrs-Terminal Wien Süd abgeschlossen. Es entstand ein Umschlagmodul für den Staplerbetrieb mit zwei 700 Meter langen Ladegleisen sowie zwei Hochleistungsstaplern für Intermodale Transporteinheiten (ITE) wie Container. Die Umschlagkapazität wird um rund 50 Prozent erhöht. Ab sofort können 310.000 ITE pro Jahr umgeschlagen werden. Mit der geplanten dritten Ausbaustufe soll die Kapazität in den nächsten Jahren auf 400.000 ITE erhöht werden.

LM/PM

ÖSTERREICH | TICKER

Neuer EC Wien – Triest

Die ÖBB haben in Zusammenarbeit mit der SŽ und Rail Cargo Carrier Italy am 11. Juni 2021 ein neues EC-Paar Wien – Triest gestartet. Dabei wird EC 150/151 über Ljubljana hinaus als EC 134/135 in die italienische Hafenstadt verlängert. Die Fahrzeit beträgt rund neun Stunden.

AWA

„Fahrrad am Bahnhof“ kehrt zurück

Das Konzept „Fahrrad am Bahnhof“ kehrt zurück. Noch bis Ende des 20. Jahrhunderts konnte man in allen größeren Fremdenverkehrsregionen dieses Serviceangebot nutzen. Dann wurde das Angebot ersatzlos gestrich -en oder ausgelagert. Mit Blick auf den Klimawandel kommt das Fahrrad- Angebot jetzt zurück. In Kooperation mit externen Fahrradverleihfirmen können normale Fahrräder, Mountain - bikes oder E-Bikes ausgeliehen werden. Allerdings ist die Servicedichte recht unterschiedlich: Während es in Niederösterreich und Burgenland 59 Verleihstationen gibt, existieren in Tirol gerade einmal drei.

MI

Neue Betriebsleitung für Achenseebahn

Mit Wirkung vom 19. Mai 2021 hat die neue Achenseebahn Betriebs-und Infrastruktur GmbH alle Berechtigungen zum Betrieb der Achenseebahn erhalten. Damit endete die Betriebs -leitung durch die bisherige insolvente Achenseebahn AG.

GM

WESTBAHN

CRRC-Züge aus China vorgestellt

Der chinesische Schienenfahrzeughersteller CRRC Zhuzhou Locomotive Co., Ltd. hat Ende Mai 2021 überraschend einen Doppelstock- Triebzug für das österreichische Bahnunternehmen Westbahn vorgestellt. Die Präsentation des auf eigene Rechnung konstruierten und gefertigten Fahrzeuges erfolgte am 31. Mai 2021 in Zhouhou (Provinz Hunan) im Beisein von Politik, Hersteller und Bahnverantwortlichen.

Die Konstruktion basiert auf der in Österreich und Europa geltenden TSI-Norm, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Das Fahrzeug kann unter den Stromsystemen 15 kV/16,7 Hz und 25 kV/50 Hz eingesetzt werden.

Bekannte Komponenten

Der Zug verfügt über bewährte Komponenten wie Traktionsumrichter, Traktionstrafo und Motoren. Die Hochgeschwindigkeitsdrehgestelle sind mit einem zweistufigen Schwingungsdämpfungssystem ausgestattet. Die Karosserie besteht aus einer Aluminiumlegierung und ist insgesamt als tragende Struktur konzipiert. Zudem verfügt das Fahrzeug über Fernüberwachungssysteme für das Wartungszentrum und integrierte Echtzeitsysteme. Auch die von der Westbahn bekannte Inneneinrichtung mit Multi-Informations-Service-System samt Onboard-Ticketing, Sitzplatzreservierung, Verkaufsautomaten und Kaffeemaschinen ist integriert. Freizeit- und Rollstuhlbereiche runden die neuen Anforderungen des Fahrzeuges ab. Optisch weist die Neukonstruktion sehr viele von der bisherigen Flotte bekannte Designelemente auf.

Mit der Überstellung des Neubaufahrzeuges wird das Zulassungsverfahren eingeläutet, das im Herbst 2023 abgeschlossen werden soll. An eine Übernahme der Fahrzeuge ist nicht gedacht, die Westbahn GmbH wird vier Triebzüge dieses Typs von CRRC anmieten. Drei weitere derartige Fahrzeuge sind für Serbien vorgesehen.

MI

SCHWEIZ | TICKER

Thurbo: Erster GTW verschrottet

Die älteste Fahrzeuggeneration an Elektrotriebzügen der ostschweizerischen Bahngesellschaft Thurbo steht vor der Verschrottung. So wurden als erste Fahrzeuge der GTW 2/6 (RABe 526) 680 und ein Steuerwagen Ende April 2021 zum Schrotthändler überführt. Die GTW 2/6 standen nur rund zwei Jahrzehnte im Einsatz.

FFÖ

Streit verzögert Tunnelsanierung

Wegen eines laufenden Beschwerde -verfahrens verzögert sich die Sanierung des Weissensteintunnels zwischen Solothurn und Moutier sowie der beiden angrenzenden Bahnhöfe Ober -dorf und Gänsbrunnen erneut. Die BLS rechnet damit, mit den Arbeiten frü -hestens 2023 starten zu können. Um den Tunnel bis dahin sicher weiterzu -betreiben, intensiviert die BLS die Inspektionen.

LM/PM

S-Bahn Romanshorn – Lindau-Insel kommt im Dezember 2021

Die bereits seit Längerem angekündigte S7 Romanshorn – Lindau-Insel startet im Dezember 2021. Sie dient in diesem Abschnitt der Verdichtung des zwei - stündlichen EC-Angebots Zürich – Lindau auf einen Stundentakt. Als Express wird nur in St. Margrethen, Bregenz und Lindau-Reutin gehalten. Allerdings wird vorerst nur am Wochen - ende gefahren. Eine Umsetzung von Montag bis Freitag scheitert an einer Zugbeschränkung im Abschnitt Lindau- Reutin – Lindau-Insel.

AWA

SCHWEIZERISCHE BUNDESBAHNEN

FV-Dosto mit Zuverlässigkeitsrekord

Die aktuell 43 FV-Dosto der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verzeichneten auch im Frühjahr 2021 steigende Zuverlässigkeitswerte. Im April erreichten sie einen neuen Höchststand: Im Schnitt 11.294 Kilometer konnte ein Triebzug ohne größere Störungen zurücklegen. Dieser Wert liegt gar über dem Durchschnitt aller SBB- Fernverkehrszüge. Von den 43 vorhandenen FV-Dosto sind zurzeit 30 im täglichen Fahrplaneinsatz. Im Juni 2022 soll der 62. und letzte Triebzug an die SBB übergeben werden.

FFÖ

SCHIENENVERKEHR IN DER SCHWEIZ

Fahrplanentwurf für 2022 liegt vor

Der im Mai veröffentlichte Fahrplanentwurf 2022 für die Schweiz zeigt wie gewohnt die Fahrplanänderungen ab Dezember 2021. Ab diesem Zeitpunkt wird der IC 5 Genf – Zürich – St. Gallen nach Rorschach verlängert und eine neu verknüpfte Interregio-Linie 35 Bern – Burgdorf – Olten – Zürich – Ziegelbrücke – Chur eingeführt. Diese stündliche Linie wird durch die Südostbahn (SOB) unter Konzession der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrieben. Zum Einsatz kommen Traverso-Triebzüge der SOB sowie SBB-Doppelstockzüge für mehr Kapazitäten. Außerdem wird die Kantonshauptstadt Altdorf am Nordportal des Gotthard-Basistunnel 2022 einen zweistündlichen Halt des IC 2 Lugano – Zürich erhalten, womit der Kanton Uri Fernverkehrsanschluss erhält. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit ÖBB und DB ein täglicher Nachtzug Zürich – Amsterdam sowie eine Fahrzeitverkürzung Zürich – München auf 3,5 Stunden umgesetzt. Weitere Angebotsverbesserungen finden sich in der Zentralschweiz mit einem umfangreicheren Nachtverkehr an Wochenenden sowie auf der Simplonachse mit dem Einsatz neuer Doppelstockzüge. Zahlreiche kleinere Fahrplananpassungen und touristische Zusatzzüge sind ebenfalls vorgesehen.

FFÖ