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STARTSCHUSS: DER ERSTE BLINKER


Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 11.01.2019

1969 war ein bewegtes Jahr. Neil Armstrong macht einen großen Schritt für die Menschheit, mit Woodstock findet die Hippie-Bewegung ihren Höhepunkt, Willy Brandt wird Bundeskanzler – und derBLINKER erblickt das Licht der Welt.


Artikelbild für den Artikel "STARTSCHUSS: DER ERSTE BLINKER" aus der Ausgabe 20/2019 von Blinker. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blinker, Ausgabe 20/2019

AUSGABE 01/1969

Anfangs ist das Magazin noch von Berichten über die Lachs- und Forellenangelei geprägt. In Kombination mit Reiseberichten aus Skandinavien und weiteren Ländern hat der BLINKER von damals Ähnlichkeiten mit einem Lifestyle-Magazin der heutigen Zeit.

Der BLINKER feiert goldenes Jubiläum! Ein halbes Jahrhundert voller Praxisberichte, Expertenwissen aus erster Hand und ...

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... vielen weiteren Geschichten rund um das schönste Hobby der Welt. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und haben unseren Erstling unter die Lupe genommen. Was machte dieses neue Magazin aus? Um welche Themen ging es, und wen sollten sie ansprechen?

AUF IN DEN NORDEN

Dezent und fast schon unscheinbar kommt der erste BLINKER daher. Vorne eine Blondine mit Lachs, hinten Werbung für einen mittlerweile vermutlich verrosteten Shakespeare-Spinner, und dazwischen 60 Seiten mit sehr viel Text und einzelnen, eingestreuten Fotos, natürlich in schwarz-weiß. Fünf Jahrzehnte sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Vergilbtes Papier, gelegentlich ein Eselsohr, aber sonst hat er sich gut gehalten. Der BLINKER ’69. Die Nummer eins.

Was sich auf dem Titel schon andeutet, wird spätestens im Inhaltsverzeichnis klar: der erste BLINKER ist ein Reiseheft für den Angler, der es sich leisten kann. Über Norwegen, Schweden und Dänemark gab es damals ebenso viel zu erzählen wie heute, doch auch Finnland, Irland und Island kommen nicht zu kurz. Deutsche Gewässer sucht man dagegen vergeblich. Abgerundet wird das Heft von Tipps zum Knoten- und Fliegenbinden, Fischrezepten von Starkoch Vico Torriani und natürlich einem Kreuzworträtsel – das gehört schon damals zum guten Ton.


„DIE THEMEN DER ERSTAUSGABE WAREN VOR ALLEM REISEN NACH SKANDINAVIEN UND DAS ANGELN AUF LACHS UND MEERFORELLE.“


INHALT

Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Irland und Island – betrachtet man die Reiseziele im Inhalt des ersten Heftes, so hätte aus dem Blinker leicht eine Zeitschrift für den angelnden Globetrotter werden können. Es kam jedoch anders: Ab Januar 1973 hatte der BLINKER auch Reportagen über das Angeln an deutschen Gewässern parat – die maßgeblich zu seinem Erfolg beigetragen haben dürften.

RETTET SALMO SALAR!

Zielfisch im BLINKER ist vor allem, wie es sich für den gehobenen Angleradel gehört, der Lachs. Nicht umsonst heißt der erste Artikel des neugeborenen Magazins „Rettet Salmo Salar!“ – ein entschiedener Aufruf zum Schutz des Atlantischen Lachses. Redakteur Detlev Balkenhohl beschreibt gleich zwei Schreckensszenarien: einerseits die Ausbreitung einer Hautkrankheit, die seit 1965 zahllose Fische dahingerafft hatte, und andererseits die Gefährdung durch die Berufsfischerei, die in dieser Zeit einen enormen Anstieg verzeichnete. Von einem regelrechten „Raubbau“ an den Beständen wird gesprochen, wenn Millionen Tonnen mit Fangnetzen gelandet werden. Für den waidmännischen Angler an den Flüssen Norwegens blieb da nicht mehr viel übrig. Zwar ist von den Auswirkungen auf Deutschland keine direkte Rede, doch auch heute können wir noch ein Lied von diesem Thema singen …

EDITORIAL 1969

Schon damals war es in Deutschland schwieriger zu angeln und zu fangen als an anderen Orten. Entsprechend wollte die neue Zeitschrift über Länder berichten, in denen „echte Fischwaid“ noch möglich war. Von „ Landstrichen, die es in sich haben“ war die Rede – so auch von Finnland, wo das Angeln laut eigener Aussage noch „ganze Kerle“ fordere. Pro Ausgabe sollte ein Gewässer besonders intensiv vorgestellt werden. Ein Vorläufer des Revierreports, wie wir ihn heute noch kennen.
Auch sollte ein Teil der Ausgabe sich „lehrreichen Abhandlungen“ widmen, die von Könnern für Könner, aber auch für Anfänger geschrieben wurden. Die anglerische Praxis kam also auch ganz am Anfang nicht zu kurz – war es doch die erklärte Absicht der Redaktion, die „Erfolge an der Angelrute zu mehren“. Auch heute haben wir diese Absicht nicht vergessen, ganz gleich, ob in Skandinavien oder am heimischen Vereinsteich.

DAS TITELTHEMA

Das Thema „Rettet Salmo Salar“ sorgte auch für ein internationales Echo. Fliegenfischer-Legende Charles Ritz bedankte sich aus Paris mit den Worten: „Bravo! Ich bin mit allem einverstanden, was Sie geschrieben haben.“

STETIGE VERÄNDERUNGEN

In dieser Form erschien der BLINKER, der anfänglich zum Heideverlag gehörte, nur dreimal. Im Jahr 1971 geschah bereits der erste Umbruch in der Geschichte des noch jungen Angelmagazins – es wechselte zum Jahr-Verlag, bekam ein neues Layout und neue Inhalte. Auch in den kommenden Jahren veränderte sich der BLINKER stetig, nicht zuletzt dank des beherzten und begeisterten Einsatzes von Karl Koch, der die Geschichte des Magazins als Chefredakteur entscheidend prägte. Mehr dazu lesen Sie auf den folgenden Seiten von Martin Wehrle.

Zwischen dem BLINKER von damals und Europas großer Angelzeitschrift von heute liegen jedoch mehr als nur 50 Jahre. Thematisch haben wir uns im Laufe dieser Zeit stets weiterentwickelt. Es geht längst nicht mehr nur um Skandinavien. Natürlich ist uns die Faszination geblieben, wie Sie auch in dieser Ausgabe sehen können – doch die heimischen Gewässer mit all ihren Fischen und Finessen haben mittlerweile ebenfalls ihren festen Platz im BLINKER. Was als exklusives Reiseheft für den Lachsfischer von Welt begann, ist heute ein Magazin für alle, die eine Begeisterung teilen: das Angeln.


„DER WANDEL BEGANN BEIM BLINKER SCHON AB DEN 1970ER JAHREN UND WIRD WOHL NIE ABGESCHLOSSEN SEIN.“


FOTOS: BLINKER

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