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STELLPLATZ-CHECK: Wachau:Köstliche Wachau


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 03.03.2020

Tour von Melk nach Krems – an der schönen blauen Donau


Artikelbild für den Artikel "STELLPLATZ-CHECK: Wachau:Köstliche Wachau" aus der Ausgabe 4/2020 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 4/2020

Charmante Winzerörtchen, imposante Burgen, weltberühmte Klöster, steile Weinhänge und blühende Obstgärten – wer auf kleinem Raum eine große Vielfalt an landschaftlichen, kulinarischen und kulturellen Reizen sucht, wird sich in der Wachau im Paradies wähnen. Auf mobile Reisende warten herrlich gelegene Stellund Campingplätze.

STELLPLATZTESTERIN

Jutta Neumann ließ sich von den Köstlichkeiten und der traumhaften Landschaft der Wachau und ihrer liebenswerten Bewohner begeistern.

10 geprüfte Stell- und 6 geprüfte Campingplätze

Die als UNESCO-Weltkulturerbe ...

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... ausgezeichnete Kulturlandschaft liegt in Niederösterreich zwischen Melk und Krems, rund 80 Kilometer westlich von Wien, und schmiegt sich zu beiden Seiten der Donau in eine malerische Landschaft, die besonders im Frühling mit ihren blühenden Obstgärten verzaubert. Berühmt ist hier vor allem die Wachauer Marille, eine europaweit bekannte Spezialität, die als eigene Marke geschützt ist. Schon ab Mitte März verwandelt sie die Wachau in ein prächtiges zartrosa-weißes Blütenmeer. Ab Mitte Juli werden die saftig-aromatischen, orangenen Aprikosenfrüchte geerntet und zu Köstlichkeiten wie Marillenknödel, Marillenschnaps oder Marillenmarmelade verarbeitet. Die Region eignet sich bestens für aktive Genießer. Wer den berühmten Welterbesteig begeht, vorbei an sonnendurchfluteten Wein hängen, durch Eichenwälder und entlang schroffer Felsen, wird mit himmlischer Ruhe und herrlichen Aussichten auf das zauberhafte Donautal belohnt. Der Wanderweg verbindet in vierzehn Etappen über rund 180 Kilometer die schönsten Plätze der Wachau – wie beispielsweise die eindrucksvolle Burgruine Aggstein oder die Stifte Göttweig und Melk, von denen aus Pilger auch gerne in den niederöster- reichischen Teil des Jakobwegs einsteigen. Wieder am Fluss angekommen, lässt sich die Rückreise zum Stellplatz entweder mit dem Schiff bewerkstelligen, mit der Bahn, dem Bus oder Rädern, die an rund 40 Nextbike-Stationen entlang des idyllischen Donauradwegs unkompliziert und preisgünstig ausgeliehen werden können. Als Belohnung nach Wanderung oder Radtour warten überall Heurige mit gemütlichen Gastgärten und verwöhnen die Besucher mit heimischen Spezialitäten und köstlichen Weinen. Das berühmteste Weinbaugebiet Österreichs verdankt seine edlen Tropfen nicht nur der Klasse der vielen Winzer, sondern auch dem besonderen, leicht mediterranen Klima. Auf den typischen Urgesteinsterrassen gedeihen vor allem Weißweine von Weltrang.

Imposant: Eines der berühmtesten Klöster der Welt spiegelt sich bei Melk in der Donau. Das Stift gehört zu den größten Barockensembles in Europa


Einladend: der hübsche Marktplatz von Tulln


Melk: das Tor zur Wachau

Tourstart ist in Melk. Der Ort ist berühmt für das riesige Kloster, das unübersehbar auf einem Felsen über der hübschen Altstadt und der Donau thront. Es gilt als eines der schönsten und größten Barockensembles in Europa und zählt wegen seiner einmaligen Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe. Seit 1089 wirken hier Benediktinermönche und bis heute gilt die Abtei weltweit als spiritueller Treffpunkt – mit viel Raum für Kunst, Kultur und Wissenschaft. Besucher zieht es vor allem in den einzigartigen Marmorsaal, die prächtige Stiftskirche mit dem eindrucksvollen Hochaltar sowie in den auf mehreren Etagen angelegten Park mit dem barocken Gartenpavillon und seinen exotischen Fresken. Sehr sehenswert ist auch die mit herrlichen Intarsien ausgeschmückte Bibliothek mit 100.000 Bänden, darunter vielen kostbaren mittelalterlichen Handschriften.

Saftige Kostbarkeit und Spezialität der Wachau: Im Frühling verzaubern blühende Marillenbäume das Land mit einem zartrosaweißen Kleid. Ab Juli werden die aromatischen, orangenen Aprikosenfrüchte dann geerntet und zu Marillenknödeln, Marillenmarmelade oder Marillenlikör verarbeitet.


Auch die Stadt selbst lädt auf Anhieb zum ausgiebigen Bummeln ein – vom Kloster über die Stadtmauer zum alten Brauhof, durch das Cottage-Viertel mit seinen stattlichen Villen bis zum Schiffsanleger an der Donau. Wer will, lässt sich von den farblich markierten Pflastersteinen leiten, die als Markierungen für vier verschiedene Themenwege dienen. Für Durchreisende bietet sich der Wohnmobilstellplatz auf dem großen Parkplatz unterhalb des Klosters an. Er ist günstig, sehr zentral und mit Wasser und Strom ausgestattet. Wer länger bleibt, steht ruhi- ger und idyllischer auf dem Campingplatz beim Fährhaus an der Donau, am Ende einer Sackgasse auf einer kleinen Halbinsel.

Schönbühel: Ritterburg wird Kloster

Weiter geht’s am rechten Donau-Ufer entlang auf der B33 stromabwärts in Richtung Wien – die Donau ist der einzige größere Fluss in Europa, der von Westen nach Osten fließt – zum verträumt über dem Donaustrand liegenden Schloss Schönbühel. Es ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden, ist aber ein beliebtes Wachau-Fotomotiv.

Urlauber, die sich beim idyllisch am Wasser gelegenen Camping Stumpfer niederlassen, haben es direkt im Blickfeld. Nur ein paar Gehminuten weiter, wartet ein weiteres Schmuckstück, das malerisch auf einem Felsen über dem Fluss errichtete ehemalige Kloster Schönbühel, an dessen Fuß Besucher eine in Stein gehauene Nachbildung der Geburtsgrotte von Jesu bewundern können. Der Legende nach stand hier einst eine verfallene Ritterburg, in der Geister ihr Unwesen getrieben haben sollen. Der fromme Graf Starhemberg, seinerzeit Schlossherr von Schönbühel, ließ dort dann das kleine Serviten-Kloster bauen, um den Spuk zu beenden.

Aggsbach Dorf: spektakuläre Aussichten

Nur wenige Kilometer weiter ist das nächste Highlight der Tour erreicht. Kurz hinter Aggsbach Dorf windet sich ein Serpentinenweg hinauf zur Ruine Aggstein. Die sagenumwobene ehemalige Raubritterburg sitzt wie ein Falkennest 300 Meter über der Donau auf einem Felssporn und bietet einen spektakulären Rundumblick. Ein Rundgang durch das 150 Meter lange Areal mit seinen versteckten Stiegen, Höfen und Türmen versetzt die Besucher zurück ins Mittelalter. Wegen des Gruselfaktors vor allem bei Kindern beliebt: das „unentrinnbare Gefängnis“ und der Rittersaal. Verliebte zieht es eher in die romantische Kapelle – gern genutzt für Hochzeiten und Taufen. Hungrige, die Burg Aggstein zu Fuß vom Jakobsweg aus erklimmen, belohnen sich im Burggasthaus mit hausgemachten Mehlspeisen.

Panoramaweg: Der rund 180 Kilometer lange Welterbesteig Wachau belohnt immer wieder mit herrlichen Ausblicken über das Donautal, wie hier auf die charmanten Winzerörtchen Spitz und Oberarnsdorf.


Wer noch etwas Kondition hat, wandert von da etwa eine Stunde weiter zur Wallfahrtskirche Maria Langegg, beliebtes Ziel zahlreicher Pilger. Nach Aggsbach Dorf sind es von der Burg etwa eineinhalb Stunden zu Fuß. Der Stellplatz am Hotel Donauterrasse ist nicht sonderlich attraktiv, daher geht es direkt weiter nach Rossatzbach, wo gleich zwei weitere Übernachtungsmöglichkeiten locken – und vor allem: Österreichs längste Marillenmeile.

Spektakulär: Die Ruine der ehemaligen Raubritterburg Aggstein thront 300 Meter über der Donau.


Rossatz-Arnsdorf: Marillen in Hülle und Fülle

Die Fahrt an der Donau und endlosen Obstgärten entlang ist ein Genuss. Rossatz gilt als größte Marillenanbaugemeinde Österreichs. Ob im Frühjahr, wenn die Bäume in voller Blüte stehen oder im Sommer, wenn sie ihre orangenen Früchte präsentieren – bei diesem Anblick geht einem das Herz auf. Ich gehe vom Gas und stelle das Reisemobil auf dem idyllisch zwischen Obstbäumen und direkt am Donaustrand gelegenen Campingplatz in Rossatzbach ab. Lage und Ausblick sind nicht zu toppen – der örtliche Badestrand und der dazugehörige nette Kiosk sind direkt nebenan – Sonnenanbeter und Badegäste genießen von hieraus einen tollen Blick auf das inoffizielle Wahrzeichen der Wachau – den blau-weißen Glockenturm des Stifts von Dürnstein auf der gegenüberliegenden Donauseite.

Wem der Blick aus der Ferne nicht reicht, läuft ein paar Meter zum Fähranleger und setzt über auf die andere Seite. Dürnstein gehört zu den bekanntesten Orten der Wachau – unter anderem, weil hier der englische König Richard Löwenherz eingekerkert war – und ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Ich hebe mir das für die Rückfahrt auf und wandle stattdessen durch die Marillenmeile – ein traumhafter Wanderweg durch die üppigen Obstgärten. Marillenbauer verkaufen hier ihre wertvollen Früchte und alles, was sich daraus machen lässt. Am Ortsausgang befindet sich der ebenfalls liebevoll angelegte Wohnmobilstellplatz mit Vinothek – eine gute Alternative – nicht nur, wenn der Campingplatz voll ist.

Besuchermagnet: Der Ort Melk lockt nicht nur wegen des berühmten Benediktinerklosters, sondern auch wegen seiner sehenswerten Altstadt und den urigen Gasthäusern mit Wachauer Spezialitäten zahlreiche Gäste an.


Traismauer: auf den Spuren der Römer

Bevor es weitergeht nach Krems auf die andere Donauseite, erlaube ich mir noch einen Abstecher nach Traismauer. Der Ort ist gut 20 Kilometer entfernt und gehört nicht mehr zur Wachau, aber es soll dort einen schönen Stellplatz geben, an einem von drei Naturbadeseen – sehr verlockend. Und tatsächlich, der Platz – eigentlich nur ein Parkplatz für Besucher des Beach-Restaurants – liegt idyllisch und absolut ruhig auf einer Wiese unter Bäumen – teilweise mit Blick auf’s Wasser.

Von hier aus lässt sich die 2.000 Jahre alte Stadt bestens mit dem Rad erkunden. Der Weg führt durch grüne Auen und an der Traisen entlang entweder an die Marina an der Donau oder in der anderen Richtung in die pittoreske Altstadt. Einlass gewährt das mächtige Römertor mit den beiden Hufeisentürmen. Auch der Hungerturm und die Reste der alten Stadtmauer zeugen von der langjährigen Geschichte der Stadt – ebenso wie das gut erhaltene Schloss mitten im Zentrum. Heute dienen die atmosphärischen alten Gemäuer als Museum, Konzertsaal und Vinothek.

Langenlois: größte Weinstadt Österreichs

Die nächste Station der Stellplatztour führt in eine weitere Hochburg der Weinkultur. Die Fahrt führt auf der S33 über die Donau bis Grafenwörth und durch das malerische Kamptal bis nach Langenlois – der größten Weinstadt Österreichs.

Sanft geschwungene Weinberge und verwunschene Kellergassen verweisen auf das traditionelle Winzerleben vergangener Epochen. Hochmoderne Weintempel sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen zeugen davon, wie gut die Synthese aus Alt und Neu hier gelungen ist. Eindrucksvollstes Beispiel und zeitgenössisches Wahrzeichen der Stadt: der futuristische Bau der "Loisium WeinWelt", eine Kombination aus Museum, Erlebniswelt und Vinothek, mit dem sich der New Yorker Stararchitekt Steven Holls hier verewigt hat. Der moderne Kubus ist mit einem eineinhalb Kilometer langen und bis zu 900 Jahre alten Labyrinth aus Kellergängen verbunden, die sich unter den Langenloiser Weinbergen entlang schlängeln (siehe Tipp der Autorin).

Der idyllisch am Stadtrand verortete Stellplatz beim Schloss Haindorf liegt umgeben von blühenden Obst- und Weingärten. Die Einrichtungen des Schlosshotels, wie der Wellnessbereich, dürfen genutzt werden. Zu Fuß laufen Wohnmobilgäste in rund 20 Minuten am Loisbach entlang in die wunderschöne Altstadt.

Weintempel: Unter dem futuristischen Bau der "Loisium WeinWelt" befinden sich 900 Jahre alte Kellergänge.


Krems: Hotspot für Kunstfreunde

Elf Kilometer weiter ist die Universitätsstadt Krems erreicht – ein Musterbeispiel der Denkmalpflege. Die Stadt beeindruckt mit zahlreichen Museen, internationalen Ausstellungen und Festivals. Allein das Karikaturmuseum – Österreichs einziges Museum für Karikatur, Bildsatire, Comic und Cartoon – lockt jährlich Tausende Besucher in die Wachau.

Mobil mit Aussicht: ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Reisemobil. In der Wachau warten an jeder Ecke sehenswerte Kulturdenkmäler, wie Schloss Schönbühel oder das Renaissanceschloss Schallaburg.


Auch die in der historischen Tabakfabrik untergebrachte Kunsthalle Krems, die 2020 ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, ist weit über das Land hinaus bekannt für Ausstellungen mit Werken internationaler, zeitgenössischer Künstler.

Wer also etwas Zeit übrig hat, kann sie hier aufs Schönste verbummeln – nicht nur im Museum, sondern auch bei einem Spaziergang durch die zum UNESCO Weltkulturerbe Wachau gehörende barocke Altstadt mit ihren stimmungsvollen Gässchen und den vielen schönen Plätzen oder bei einer Wanderung durch die sonnigen Weinrieden. Für Gaumenfreunde warten an jeder Ecke urige Heurigen- Lokale, gemütliche Landgasthäuser oder Haubenrestaurants.

Mobile Reisende nächtigen relativ zentral auf dem Campingplatz in der Nähe des Jachthafens. Wer Glück hat, ergattert einen Platz mit Panoramablick auf die Donau und das gegenüberliegende Stift Göttweig. Alternativ bietet sich der ruhig gelegene Stellplatz am Weingut Rosenberger etwa vier Kilometer entfernt an.

Tipp: "Alles Marille" – das Genuss- und Kulturfest wird vom 10. bis 12. Juli 2020 in der historischen Altstadt gefeiert: Auf dem Programm stehen das Marillenschnapsbrennen, das Einkochen von Marmelade und ein Weltrekordversuch im Backen des längsten Marillenstrudels und eine Trachtenmodenschau: www.alles-marille.at

Aggsbach Markt: Fundort einer Sensation

Ab jetzt geht es am linken Donau-Ufer entlang wieder zurück in Richtung Heimat. Auf dem Weg bieten sich mehrere Zwischenstopps an – zum Beispiel in den für die Wachau so typischen schmucken Winzerörtchen Weißenkirchen und Spitz.

Aggsbach Markt selbst hat es vor allem wegen einer elf Zentimeter großen Kalksteinfigur zu Berühmtheit gebracht: 1908 wurde bei Bahnarbeiten zufällig die Venus von Willendorf entdeckt – damals wie heute eine archäologische Sensation. Nur wenige Schritte vom Fundort präsentiert das „Venusium“ Fundstücke der Ausgrabungsarbeiten und Wissenswertes über die ersten Frauenfiguren der Menschheitsgeschichte in der Steinzeit. Das Original der Venus befindet sich im Naturhistorischen Museum in Wien.

Der Stellplatz lässt keine Wünsche offen. Er liegt direkt am Donaustrand mit Blick auf Burg Aggstein am gegenüberliegenden Ufer und einem Strandcafé nebenan.

Emmersdorf-Pömling: auf dem Dach der Donau

Letzte Station ist in Emmersdorf am Fuß des Jauerlings – dem Wachauer Hausberg. Hier schließt sich der Kreis einer rund- um köstlichen Gourmet-Tour durch das schöne Wachauer Land – der Ort bietet einen letzten Blick auf Stift Melk, wo die Tour begann. Von hier aus geht es steil den Berg hinauf in den Ortsteil Pömling zum Bauer Langthaler, bei dem auch Reisemobile willkommen sind. Mobile Besucher nächtigen hier absolut idyllisch und mit einem Weitblick über das liebevoll angelegte Gelände mit vielen Tieren, netten Wirtsleuten und gutem Essen.

Ein schönerer Abschluss lässt sich kaum ausdenken. Und wer sich vor der Heimreise noch ein paar Marillenknödel-Pfunde abtrainieren will, hat hier beste Gelegenheit. Der Jauerling – auch Dach der Donau genannt – ist immerhin 960 Meter hoch und bietet erlebnisreiche Wanderrouten mit traumhaften Ausblicken auf Weinterrassen, Wiesen, Wälder und den Fluss.

INFO

Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Regionalbüro Wachau-Nibelungengau Kremstal, Schlossgasse 3, A-3620 Spitz, Tel.: 0043/2713- 3006060, www.donau.com

Tipp der Autorin

"Loisium WeinWelt": Tour durch das Kellerlabyrinth für Weinenthusiasten und jene, die es werden wollen. In dem futuristischen Bau erleben Besucher Tradition und Moderne der Kamptaler Weinkultur bei einer außergewöhnlichen Reise mit elf Stationen: Mit dem Lift geht es in die unterirdischen Kellergänge zu einer knapp neunzigminütigen Tour, bei der Besucher sich virtuell von einer Traube in Wein verwandeln. Geboten sind unter anderem eine spektakuläre Lasershow, eine unterirdische Basilika, eine Riechstation, ein privater Weinkeller mit Veltlinerflaschen aus den 30er-Jahren, Einblicke in die Arbeit der Sektproduktion des Weinguts Steininger, in dessen Weingarten das Loisium steht. Als Abschluss bietet sich eine Verkostung der edlen Tropfen in der Vinothek an.

Kontakt: "Loisium WeinWelt", Loisium Allee 1, A-3550 Langenlois, Tel: 0043/2734-322400, www.loisium.com; Weingut Steininger, Walterstraße 2, A-3550 Langenlois, Tel.: 0043/02734-2372, www.weingut-steininger.at


Fotos: J. Neumann, Schallaburg/R.Newman, Stadt Tulln, Donau Niederösterreich: F. Hauleitner

Fotos: S. Haider, www.extremfotos.com; Niederösterreich-Werbung: M. Liebert, A.Hofer, S. Fürtbauer; Kubus_LOISIUM_Weinerlebniswelt