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Steuern, Abgaben, Fördergelder: Was sich 2021 ändert


mein schönes zuhause³ - epaper ⋅ Ausgabe 2/2021 vom 09.12.2020

Selten war die Zukunft unsicherer als heute. Niemand weiß, welche Zumutungen uns die Pandemie noch bringen wird! Da ist es schön, dass einige Neuerungen im Jahr 2021 jetzt schon sicher sind! Viele bringen Vorteile für Baufamilien und Hausbesitzer.


STEUERERKLÄRUNG

Homeoffice dank Corona absetzbar

Was bisher nur in seltenen Ausnahmefällen möglich war, wird in der Steuererklärung nächstes Jahr Hunderttausende erfreuen: Sie können Arbeitszimmer, Internet-Anschluss, sogar Laptops von der Steuer absetzen. Wer Corona-bedingt im Homeoffice arbeiten muss, kann so einige Tausend Euro geltend machen, rechnen ...

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Bildquelle: mein schönes zuhause³, Ausgabe 2/2021

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... Steuerexperten vor: Denn die anteilige Warmmiete, Wohn- und Gebäudeversicherungen sowie Re-novier ungen fallen unter die absetzbaren Kosten.


Wichtig: Der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit muss im Homeoffice liegen; das gilt ab drei von fünf Werktagen als erfüllt.


Bei den Internetkosten akzeptieren die Finanzämter 20 Euro pro Monat pauschal. Beruflich genutzte Laptops, Drucker oder Headsets für Videokonferenzen können steuerentlastend geltend gemacht werden – mindestens mit 50 Prozent der Anschaffungskosten, wenn sie teilweise auch privat genutzt werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich ein weiterer Computer, Drucker et cetera im Haushalt befindet, der der privaten Nutzung dient.

Bis zu 800 Euro netto können so auf einen Schlag abgesetzt werden; höhere Beträge müssen auf mehrere Jahre verteilt werden.

FAMILIEN-FÖRDERUNG

Baukindergeld gibt es noch bis Ende März

Gute Nachricht aus Berlin: Das Baukindergeld, das eigentlich zum Jahresende 2020 auslaufen sollte, wird um drei Monate verlängert. Bauwillige Familien können die staatliche Unterstützung von bis zu 12.000 Euro pro Kind also noch bis 31. März beantragen. Konkret bedeutet dies, dass innerhalb dieser Frist eine Baugenehmigung oder ein Kaufvertrag vorgelegt werden kann. Das Baukindergeld wurde 2018 eingeführt, um Familien beim Kauf ihres ersten Wohneigentums zu entlasten. Die staatliche Unterstützung erstreckt sich über zehn Jahre (also maximal 1.200 Euro pro Kind und Jahr).


Das lohnt sich! Bei zwei Kindern zahlt der Staat bis zu 24.000 Euro Zuschüsse.


In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 230.000 Familien Baukindergeld beantragt.

Gesundheit bleibt auch 2021 das höchste Gut – wenn es zusätzlich noch mehr Geld für Familien gibt, umso schöner!


Foto: Schwörerhaus

ABGABEN I

Mehrwertsteuer steigt wieder auf 19 Prozent

Wer zwischen Juli und Dezember 2020 sein neues Eigenheim übernahm, hatte Glück: Er (oder sie) kam – ohne es beim früheren Vertragsabschluss zu ahnen – in den Genuss der auf 16 Prozent gesenkten Mehrwertsteuer, zahlte also unter dem Strich einige tausend Euro weniger als kalkuliert. Denn die konjunkturfördernde Steuersenkung kann auf die gesamten Hauskosten angewendet werden:


Der niedrigere Satz gilt rückwirkend auch auf zuvor geleistete Abschlagszahlungen


Manchen Bauherren dürfte diese befristete Steuersenkung auch veranlasst haben, die Abnahme seines neuen Hauses noch unbedingt bis Dezember über die Bühne zu bringen. Denn ab Januar 2021 ist damit Schluss. Wer sein neues Haus nach dem Jahreswechsel abnimmt, muss auf die gesamte Bausumme wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen.

ABGABEN II

CO₂-Steuer startet im Januar

Heizen mit Öl und Gas wird teurer. Schuld daran ist die neue CO2-Steuer. Das Klimapaket der Bundesregierung zielt darauf, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren. Dafür tritt am 1. Januar 2021 die erste Stufe der CO2-Steuer in Kraft: Für die Emission von einer Tonne Kohlendioxid werden dann 25 Euro fällig – und in den beiden folgenden Jahren jeweils 5 Euro mehr.


Besitzer von Öl- und Gasheizungen werden zur Kasse gebeten.


Beispielrechnung: Stößt eine Gasheizung pro Kilowattstunde 247 Gramm Kohlendioxid aus, liegen die Emissionen bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr bei knapp 5 Tonnen CO2, dafür kassiert der Fiskus etwa 125 Euro. 2025 werden die Mehrkosten schon auf 270 Euro steigen. Es lohnt sich also jedes Jahr mehr, sein Haus klimafreundlich zu beheizen.

ARCHITEKTEN-HONORARE Ab 2021 frei verhandelbar

Wer ab Januar 2021 einen Architekten engagiert, wird mit ihm anders als bisher über Geld reden müssen. Denn die in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) verankerten Honorarsätze sind ab sofort nicht mehr verbindlich, sondern nur noch eine Empfehlung. Damit kann jeder Bauherr die Bezahlung mit seinem Architekten frei aushandeln.


Branchenkenner erwarten in der Regel leicht steigende Honorarforderungen freier Architekten.


Bislang musste sich das Salär zwischen einer in der HOAI-Honorartafel genannten Ober- und Untergrenze bewegen. Mit der Gesetzes- änderung folgte der Bundestag einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

NEBENKOSTEN

Maklerprovision neu geregelt

Ab 23. Dezember 2020 ist die Verteilung der Courtage beim Immobilienkauf neu geregelt: Verkäufer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung müssen nun mindestens die Hälfte der Maklerprovision tragen. So steht es im neuen „Gesetz über die Verteilung der Makler kosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ (BGB § 656, a-d).


Mit der Neufassung will der Gesetzgeber private Käufer von Wohnimmobilien bei den Kaufneben kosten entlasten.


Das bedeutet konkret: Wird ein Makler aufgrund zweier Maklerverträge sowohl im Auftrag des Käufers als auch für den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung nur von beiden Parteien zu je 50 Prozent verlangen. Hat hingegen nur eine Partei den Makler beauftragt, muss diese die Provision zunächst in voller Höhe bezahlen. Wenn der Auftraggeber die Courtage bezahlt hat, kann er von der anderen Partei deren Anteil verlangen.

Das Gesetz enthält auch eine neue Formvorschrift für Maklerverträge: Verträge, die den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zum Inhalt haben, bedürfen nun der Textform, dazu zählt auch eine E-Mail. Mündliche Absprachen oder auch der sprichwörtliche Handschlag reichen also in Zukunft nicht mehr als Vertragsgrundlage aus.

GRUNDSTÜCKSPREISE Bauland so teuer wie nie

Die Preise für Baugrundstücke kennen weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Dies ist auch eine Folge der Corona-Krise: Bewohner von Stadtwohnungen drängen aus den Corona-Hotspots der großen Städte hinaus ins Grüne, wie mehrere Studien in den vergangenen Monaten übereinstimmend feststellten. Mittlerweile sagen 20 Prozent der Deutschen, sie wollten nach der Pandemie in ein Haus im Grünen umziehen. So das Ergebnis unserer großen Umfrage zu aktuellen Wohnwünschen aus dem Mai 2020:


Rund 1 Million Haushalte in Deutschland planen infolge der Corona-Erfahrungen den Bau eines Eigenheims.


Die Folge: Die Grundstückspreise werden auch 2021 weiter steigen. Im statistischen Durchschnitt kostet der Quadratmeter Bauland aktuell 189,78 Euro. Verglichen mit dem Preisniveau von vor 10 Jahren – damals 122 Euro – ist das eine Preissteigerung von über 55 Prozent.

Natürlich geht es bei Grundstücken um Lage, Lage, Lage. Daher klafft die Preisspanne extrem weit auseinander: zum einen je nach Bundesland, zum anderen entsprechend der Gemeindegröße. In den Flächenstaaten reicht das Spektrum von unter 50 Euro in Thüringen bis über 300 Euro in Bayern (siehe Karte). Im Osten ist Brandenburg mit seinem Berliner Speckgürtel das teuerste Pflaster, im Westen das Saarland das billigste.

Preisexplosion in Berlin

Nirgendwo anders ist der Preis für baufertiges Land in den vergangenen Jahren derart in die Höhe geschossen wie in Berlin: Zwischen 2010 und 2019 hat sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis für baufertiges Land in der Hauptstadt mehr als verfünffacht: von 241 auf 1.328 Euro. Berlin hat damit sogar den kleineren, aber reicheren Stadtstaat Hamburg klar überflügelt. Teuerste Großstadt bleibt laut Statistischem Bundesamt jedoch mit Abstand München, mit einem abenteuerlichen Quadratmeterpreis von 2.182 Euro, vor Stuttgart mit 1.570 Euro.

Geschlossene Bauweise kommt teurer

Ob in einem Baugebiet offen oder geschlossen gebaut werden darf, hat erheblichen Einfluss auf den Grundstückspreis. Bei geschlossener Bauweise, also etwa Reihenhäusern, kostet ein Quadratmeter Grund durchschnittlich 285,76 Euro, und damit 76 Euro mehr als der für offene Bauweise, also freistehende Einzelhäuser mit seitlichem Grenzabstand.

Gutachter helfen weiter

Gutachterausschüsse in allen Kreisen und kreisfreien Städten sind eine verlässliche Quelle für aktuelle Grundstückspreise. Denn sie erhalten Abschriften aller Immobilien-Kaufverträge in der Region. Die Gutachterausschüsse veröffentlichen regelmäßig – zunehmend auch online – die aktuellen Bodenrichtwerte. Viele Ergebnisse stehen bereits auf den jeweiligen Landesportalen kostenlos zur Verfügung. Diesen Service sollte man unbedingt nutzen, wenn man ein Grundstück kaufen will.

Foto: iStock_Nuthawut Somsuk

Quelle: Statistisches Bundesamt

46,5 %

... beträgt die Eigentumsquote im Bundesdurchschnitt: Also knapp die Hälfte aller Bürger wohnt im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Einen deutlichen Anstieg zeigen die vergangenen beiden Jahrzehnte: 1998 lag die Eigentumsquote erst bei 40,9 Prozent. Ein weiteres Ansteigen wird allgemein erwartet.

Regional gibt es aber gewaltige Unterschiede: Am höchsten ist die Eigentumsquote im Saarland (64,7 Prozent) und in Rheinland-Pflanz (58 Prozent), am niedrigsten wie zu erwarten in den Stadtstaaten Berlin (17,4 Prozent) und in Hamburg (23,9 Prozent). Die neuen Bundes länder holen auf: Brandenburg hatte in den vergangenen 20 Jahren den stärksten Anstieg bei der Eigentums quote, nämlich von 35,5 auf 47,8 Prozent.