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Stimmt das wirklich


LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 13.06.2018

Ein Tapas-Abend oder eine Grillfeier ohne Knoblauch – einfach unvorstellbar. Wäre da nur nicht die fiese Fahne am nächsten Tag …Hilft Petersilie und Milch gegen Knoblauchgeruch?


Artikelbild für den Artikel "Stimmt das wirklich" aus der Ausgabe 3/2018 von LandApotheke. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 3/2018

Mein Tipp: Knoblauch mitbraten, dann aber aus der Pfanne entfernen


Neulich saßen wir in großer Runde in einem Münchener Tapas-Restaurant – der Tisch brach beinahe zusammen unter den verschiedensten Schälchen, Brotkörben und Tellern. Es duftete ...

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... verführerisch und schmeckte hervorragend. Ich glaube, wir leerten allein vier Aioli-Schalen zur Vorspeise (die leckere Knoblauch-Mayonnaise macht einfach süchtig). Sie ahnen es vielleicht schon: Der nächste Morgen war weder für mich noch für meine Arbeitskollegen ein Genuss: die Flasche Rotwein hämmerte in meinem Kopf und die Knoblauchfahne führte dazu, dass ich meine Themen in der Redaktionskonferenz lieber für mich behielt. Meinem Mann und unseren Freunden erging es nicht besser. Und in unserem Gruppenchat entbrannte eine wilde Diskussion, was denn nun am schnellsten gegen den üblen Geruch helfen könne.

SCHULD IST DAS ALLICIN

Wird die Knoblauchzehe zerdrückt, gebissen oder klein geschnitten, entsteht Allicin – eine schwefelhaltige Substanz, die sich im Körper ausbreitet. Sie ist Freud und Leid zugleich, wirkt sie doch antiseptisch und antibakteriell. Das macht Knoblauch zum natürlichen Antibiotikum. Zugleich ist Allicin jedoch für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich. Es wandert in den Magen, von dort in die Speiseröhre und den Mundraum, in die Lunge und den gesamten Blutkreislauf. Tatsächlich strömt die Knoblauchfahne am nächsten Tag also aus jeder Pore. Interessant ist, dass unsere Nase Gerüche nur ca. 20 Sekunden in voller Intensität wahrnehmen kann, wenn sie sich nicht verändern. Deshalb merken wir selbst oft nicht, dass wir nach Knoblauch riechen. Auch die Knoblauchfahnen anderer Leute treten hinter dem eigenen Geruch zurück.

EIN GLAS MILCH, BITTE

Doch was hilft nun? Bei vielen geht der erste Griff zum Kaugummi. Keine schlechte Idee, denn die ätherischen Öle der Minze, aber auch von Petersilie oder Ingwer können den Mundgeruch mildern (nicht aber die Ausdünstungen über die Haut). Auch ein Glas Milch neutralisiert dank Wasser-Fett-Gemisch zumindest kurzfristig den schwefelhaltigen Gestank. Laut einer amerikanischen Studie ist es am wirksamsten, die Milch schon beim Essen zu sich zu nehmen. Eine tolle Lösung, ließen sich doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: kein Knoblauchgeruch und keine Kopfschmerzen vom Wein. Mir persönlich gefällt das Ergebnis unseres Gruppenchats besser: Der nächste Tapas-Abend findet an einem Freitag statt.

Redakteurin Lina Eberl liebt die mediterrane Küche und ist froh, dass ihr Mann genauso gern Knoblauch isst wie sie


FOTOS: SHUTTERSTOCK (1), LANDIDEE (1)