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Stör-Gründe


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 80/2021 vom 03.10.2021

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Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 80/2021

Ein Fisch mit vielen Vorzügen: Der Stör beißt (fast) immer und lässt sich mit einfachen Montagen und leicht zu beschaffenden Ködern fangen.

Wie der Begriff „Forellensee“ schon sagt, sind Salmoniden die Leitfische in unserem Angelseen. Allerdings haben sich im Laufe der letzten Jahre auch andere Fische in unseren Angelseen und Angelteichen etabliert. Der Stör ist hier eindeutig zuerst zu nennen. Diese urigen Fische sind bei Anglern und Anlagenbetreibern gleichermaßenbeliebt, weil sie zum einen ordentlich Spaß an der Angel und auf dem Teller machen und andererseits nahezu ganzjährig gut beißen – auch im Sommer und im frühen Herbst, wenn die Wassertemperaturen noch recht hoch und die Forellen manchmal noch zickig sind.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der vielen Anglern beim Stör- Angeln entgegenkommt: Ein Versuch auf Stör ist gleichzusetzen mit Ansitzangeln, also Posen- oder Grundfischen. Man muss keine Teigpropeller durchs Wasser kurbeln und auch keinen Spoon zig Mal auswerfen und einholen. Stör-Angeln ist einfach eine gemütliche ...

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... Sache und genau richtig für einen entspannten Angeltag.

Ansitzangeln auf Stör bedeutet Fischen mit Naturködern. Die Faust- regel bei der Wahl eines Stör-Köders lautet: Er muss stark riechen. Denn Störe lassen sich bei der Futtersuche von ihrem Geruchssinn leiten. Sie schwimmmen knapp über dem Boden und saugen attraktiv riechende Nahrung ein. Hier ein Überblick über die bekanntesten und bewährtesten Köder fürs Angeln auf diese urigen Fische:

RÄUCHERLACHS

Dieser Köder ist mittlerweile so bekannt, dass er zu den Klassikern fürs Stör-Angeln zählt. Ein Paket Räucherlachs ist leicht zu beschaffen, denn man bekommt es in nahezu jedem Supermarkt und auch an einigen Angelteichen kann man die Filets mit dem rauchigen Aroma kaufen. Der Duft von geräuchertem Lachs ist für die Störe äußerst attraktiv und lockt sie sicher an den Haken.

Die Anköderung der Filets ist ganz einfach. Einfach ein Stück vom Filet lösen, es zusammenrollen oder zusammenfalten und auf den Haken stecken. Der super fängige Räucherlachs hat allerdings auch Nachteile: Er ist ziemlich weich und zerfasert schnell. Daher wird er nicht selten zur Beute von gierigen Weißfischen, die sich den Lachs ebenfalls gerne schmecken lassen. Wer mit Räucherlachs angelt, sollte den Köder regelmäßig kontrollieren bzw. erneuern. Eine Möglichkeit, den Lachs am Haken zu sichern besteht darin, ihn nach der Anköderung mit Bait Band, auch Bait Elastic genannt, zu umwickeln. So hält das Filetstückchen besser am Haken, wird nicht so schnell abgefressen und der Angler muss beim Auswerfen auch nicht so vorsichtig zu Werke gehen.

MATJES

Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen einfach zu beschaffenden „Supermarkt-Köder“. Matjes ist nicht so bekannt oder beliebt wie Räucherlachs – allerdings völlig zu unrecht. Denn mit den durchgegorenen Heringsfilets fängt man in den meisten Fällen genauso gut wie mit Räucherlachs. Der Köder hat sogar einen gewaltigen Vorteil gegenüber dem Lachs: Matjes riechen nicht nur genauso intensiv, sondern weisen eine deutlich festere Konsistenz auf als Räucherlachs. Deshalb fallen Matjes-Stücke nicht so schnell Weißfisch-Attacken zum Opfer. Man kann den Köder also etwas länger im Wasser lassen als Räucherlachs, ohne ihn kontrollieren zu müssen.

Die Anköderung ist ähnlich einfach wie beim Lachs. Mit Hilfe eines Messers wird ein Stück Matjes abgetrennt und auf den Haken gesteckt. Auch den Matjes kann man zur Sicherheit noch mit Bait Band am Ha- ken sichern. Fressen die Störe gierig, kann der Köder ruhig etwas größer ausfallen. Sind die Fische hingegen vorsichtig, sollte man ein kleineres Stück Matjes anködern. Dann darf man schon mal auf Daumennagelgröße heruntergehen. Wer es auf schöne Störe abgesehen hat, sollte Matjes als Alternative zum Räucherlachs auf jeden Fall in der Angeltasche haben

WÜRMER UND TEIG

An manchen Tagen fahren die Störe total auf Würmer ab. Es gibt Phasen, an denen Würmer den beliebten Räucherlachs absolut in den Schatten stellen. Fürs Stör-Angeln eignen sich sowohl Tauwürmer als auch Dendrobena-Würmer. Beide Wurm-Sorten bekommt man im Angelladen oder auch im Ködershop vieler Angelseen. Für größere Köderportionen bietet sich ein Tauwurm an, möchte man die Ködergröße minimieren, sollte man einen halben Tauwurm anbieten. Ein oder mehrere Tauwurmstücke bieten darüber hinaus den Vorteil, dass mehr Aromen ans Wasser abgegeben werden als bei einem ganzen intakten Tauwurm. Dendrobena-Würmer bewegen sich im Vergleich zum Tauwurm etwas lebhafter und lassen sich auch gut als Bündel anködern.

Auch Teig kann Störe an den Haken bringen. Allerdings kommt fürs Stör-Angeln nicht die für Forellen gedachte meist schwimmende Paste an den Haken. Um Störe zum Biss zu verleiten, eignet sich ein stark duftender sinkender Teig. Man kann sich die Paste selbst herstellen, etwas aus gemahlenen oder eingeweichten Pellets oder man verwendet speziell fürs Stör-Angeln hergestellte Teig-Sorten. Wie Räucherlachs ist Teig nicht besonders widerstandsfähig und man muss mit Beifängen rechnen und den Köder regelmäßig erneuern.

ROLLMOPS, SCHINKEN, KÄSE

Ähnliche Eigenschaften wie Matjes bietet Rollmops. Auch diese würzigen Filets bekommt man im Glas im Supermarkt. Rollmops genauso einsetzt wie Matjes.

Eine fleischige Alternative zum Räucherlachs ist geräucherter Schinken, der häufig als „Bauernschinken“ verkauft wird. Durch das Räuchern ist der Schinken ähnlich aromatisch wie Räucherlachs. Man sollte darauf achten, nicht die harten „Karten“ des Schinkens zu verwenden, sondern stattdessen die weichen, mittleren Bereiche der Schinkenscheiben. Sie duften intensiver und lassen sich besser anködern. Wer ein Stück Schinken anködert, unterscheidet sich auf jeden Fall von den anderen Anglern – und das kann manchmal auch den Unterschied beim Fang ausmachen.

Es gibt einige Angler, die ihr Glück auf Störe auch gerne mit einem Stückchen Käse versuchen. Auch hier sollte man nach dem Leitsatz „Viel (Aroma) hilft viel“ verfahren und Käse-Sorten wählen, die ordentlich „Duft“ ans Wasser abgeben.

RICHTIG MONTIERT

Jetzt haben Sie einen Überblick über die gängigsten und fängigsten Köder fürs Stör-Angeln. Kommen wir nun noch kurz zu den Montagen für einen erfolgreichen Stör-Ansitz. Dass dies Grund- oder Posen-Angeln bedeutet, wurde eingangs bereits erwähnt. Die Grundmontage fällt sehr einfach aus, es genügt eine simple Laufblei- Montage. Das Blei läuft entweder frei auf der Hauptschnur oder wird mittels eines Feeder- oder Anti-Tangle Booms auf der Hauptschnur angebracht.

Das Vorfach ist zwischen 50 und 100 cm lang. Die Hakengröße liegt je nach Köder bzw. Ködergröße zwischen 4 und 8. Für Störe in „Normal- Größe“ sind eine monofile 0,22er oder 0,25er Hauptschnur und ein etwas dünneres Vorfach angebracht. Es gibt auch Angler, die gerne mit geflochtener Hauptschnur und geflochtenen Vorfächern fischen. Auch dies ist möglich. Die Schnurstärken können dann etwas dünner gewählt werden.

Nach dem Auswerfen kann man die Rute am besten möglichst waa- gerecht auf Erdspieße ablegen oder einen Rod Pod, wie ihn die Karpfenangler benutzen. Elektronische Bissanzeiger und/oder Einhänge-Bissanzeiger helfen dem Angler dabei, stets auf dem Laufenden zu sein, wenn sich am Köder etwas tut. Stellen Sie die Rollenbremse bzw. den Freilauf der Rolle so ein, dass der Fisch beim Biss relativ widerstandslos Schnur abziehen kann.

MIT POSE

Auch das Posen-Angeln auf Stör ist keine Hexerei und es sind keine komplizierten Montagen erforderlich. Eine Sache ist allerdings zu beachten: Stellen Sie die Montage so ein, dass das Vorfach komplett auf dem Boden liegt. Für diese Methode ist eine Laufposen-Montage ideal geeignet mit einer geballten Bebleiung direkt oberhalb des Wirbels, der Hauptschnur und Vorfach verbindet. Schieben Sie die Pose bzw. die Stopper der Laufposen-Montage so weit auf der Schnur nach oben, dass das Blei auf dem Gewässergrund liegt. Bei dieser Vorgehensweise ist es auch nicht nachteilig, wenn die Pose überbleit ist, also das Gewicht die Posentragkraft überschreitet. Denn das Blei liegt ja sowieso auf dem Gewässerboden.

Auf eine Sache sollten Sie sich beim Stör-Angeln einstellen: Man hat es häufiger mal mit „Fehlbissen“ zu tun. Hierbei wandert die Pose, oder beim Grundangeln läuft die Schnur von der Rolle – aber der Anhieb geht ins Leere. Bei diesem Szenario haben Sie nicht zwingend etwas falsch gemacht. Höchstwahrscheinlich hat ein knapp über dem Grund schwimmender Stör nur die Schnur „eingesammelt“. Ärgern Sie sich nicht, sondern bleiben Sie konzentriert bei der Sache. Dann klappt es früher oder später auch mit dem schönen Stör aus dem „Forellensee“.