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STRATEGIEN WORK-LIFE-BALANCE:Zeit macht glücklich


Harvard Businessmanager - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 16.07.2019

Warum Sie nicht froh werden, wenn Sie nur dem Geld hinterherlaufen – und wie Sie in Beruf und Privatleben wahre Erfüllung finden. Erkenntnisse aus der Harvard-Glücksforschung.


Artikelbild für den Artikel "STRATEGIEN WORK-LIFE-BALANCE:Zeit macht glücklich" aus der Ausgabe 8/2019 von Harvard Businessmanager. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Harvard Businessmanager, Ausgabe 8/2019

Strategien

Adam – seine Geschichte ist wahr, sein Name geändert – war ein guter Mitarbeiter, dem ein Traumprojekt übertragen wurde. Er glaubte, dass es ihm eine Beförderung und eine Gehaltserhöhung einbringen könnte. Es zu übernehmen schien für ihn der sprichwörtliche Selbstläufer zu sein: Arbeite hart, erledige den Auftrag, erhalte mehr Geld. Er wusste, er würde bis in den Abend und auch am Wochenende mehrere Stunden arbeiten ...

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... müssen, was bedeutete, dass er Zeit mit seiner jungen Familie würde opfern müssen. Er wusste, dass es stressig werden würde, die Fristen einzuhalten und mit den Menschen und Erwartungen umzugehen, die mit dem Projekt verbunden waren. Er wusste aber auch, dass er am Ende belohnt werden würde und die verlorene Zeit wieder wettmachen konnte.

Das Problem war nur: Die Belohnung blieb aus. Obwohl sein Projekt ein Erfolg wurde, bekam jemand anderes aus einem anderen Projekt die Beförderung und die Gehaltserhöhung. Auch er hatte sie sich verdient. Adam erhielt Lob für die gute Arbeit, er führte sein Projekt erfolgreich weiter, doch er war nicht glücklich. Abends stand er im Stau, Stoßstange an Stoßstange, und grübelte, was da eigentlich passiert war. Er rechnete all die Stunden zusammen, die er investiert hatte. Wofür das alles? Er hatte das Gefühl, wertvolle Zeit verschwendet – nein, verloren – zu haben.

Sicher hat Adam recht. Doch die Forschung zeigt, dass er womöglich genauso unzufrieden gewesen wäre, wenn er die Beförderung und Gehaltserhöhung bekommen hätte. Egal was unsere Bemühungen bringen: Wir alle haben zunehmend das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben. Häufig machen uns die Dinge, von denen wir denken, dass sie uns glücklich machen müssten – die Erfolge, für die wir so hart arbeiten – alles andere als glücklich. Und ganz sicher geben sie uns nicht die Zeit mit unseren Familien und Freunden zurück oder Zeit für uns selbst.

DEUTSCHLAND MACHT PAUSE
heißt die Fotoserie des hannoverschen FotojournalistenFrank Schinski . Dafür fotografierte er Menschen während ihrer Pausenzeiten: Angestellte im Commerzbank- Tower, Trockenbauer, einen Unfallchirurgen, Putzkräfte im Naturkundemuseum und Azubis bei VW.

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass das Gefühl, genug Zeit zu haben („Zeitreichtum“) in den Vereinigten Staaten aktuell auf dem Tiefststand angelangt ist. Als mein Team und ich eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup unter 2,5 Millionen Amerikanern analysierten, stellten wir fest, dass 80 Prozent aller Befragten nicht genug Zeit hatten, um jeden Tag alles zu erledigen, was sie sich vorgenommen hatten. Die Lage ist so ernst, dass sie sogar als regelrechte „Zeitnot“ beschrieben werden kann, als kollektives, kulturelles Scheitern daran, unsere kostbarste Ressource effektiv zu managen: Zeit.

Zeitmangel gibt es in allen Wirtschaftsschichten, und er hat tief greifende Auswirkungen. Die Forschung zeigt, dass jene, die sich arm an Zeit fühlen, weniger Glück und stattdessen mehr Angst, Depressionen und Stress erleben. Sie empfinden weniger Freude. Sie lachen weniger. Sie treiben weniger Sport und sind weniger gesund. Ihre Arbeitsproduktivität ist beeinträchtigt. Sie lassen sich eher scheiden. Bei unserer Analyse der Gallup-Umfrage fanden mein Team und ich sogar heraus, dass Zeitstress sich stärker negativ auf das persönliche Glück auswirkt als Arbeitslosigkeit.

In einem größeren Zusammenhang gesehen, kostet Zeitarmut Unternehmen jedes Jahr Milliarden Dollar an Produktivität, und die Folgekosten betragen ein Vielfaches. Experten des öffentlichen Gesundheitswesens sehen in ihr einen der wichtigsten Faktoren für die Zunahme von Fettleibigkeit. Wissenschaftler schätzen die Gesundheitskosten von Zeitstress auf 48 Milliarden Dollar pro Jahr.

Das Paradoxe ist, dass – entgegen der Wahrnehmung, dass Menschen heute länger arbeiten, – den meisten von uns in Wahrheit mehr Zeit zur freien Verfügung steht als jemals zuvor. Warum fühlen wir uns dann so sehr unter Zeitdruck?

Die Antwort: Es liegt am Geld. Wie Adam tappen die meisten von uns in die Falle, Zeit für Geld zu opfern, weil wir glauben, dass Geld uns langfristig glücklicher macht.

Dieses Denken ist rückständig. Tatsächlich zeigen Forschungsergebnisse durch die Bank, dass die glücklichsten Menschen jene sind, die ihr Geld dazu nutzen, sich Zeit zu erkaufen. Meine Kollegen und ich haben uns das Leben von fast 100.000 erwerbstätigen Erwachsenen weltweit angesehen, auf ursächliche Zusammenhänge hin, im Zeitverlauf und in Experimenten. Immer wieder kamen wir zu dem Ergebnis, dass Menschen, die bereit sind, Geld zugunsten von mehr Freizeit zu opfern – zum Beispiel indem sie weniger arbeiten oder ungeliebte Tätigkeiten auslagern –, erfülltere soziale Beziehungen haben, mit ihrer Karriere zufriedener sind, mehr Freude erleben, ja insgesamt ein glücklicheres Leben führen.

Wenn es einen Vorsatz gibt, den Sie in diesem Jahr umsetzen sollten, dann den, Ihre Entscheidungen so zu treffen, dass Sie dabei Ihre Zeit im Blick haben, nicht Ihr Geld. Das ist schwer, denn unsere ganze Welt, ja selbst unsere Gehirne sind darauf gepolt, als Erstes aufs Geld zu achten. Doch es ist machbar, und in diesem Artikel werde ich ein paar clevere Strategien vorstellen, die Sie noch heute anwenden können.

Warum uns Geld wichtiger scheint

Die offensichtlichste Erklärung für unseren aktuellen Zeitmangel ist, dass wir einfach mehr Stunden damit zubringen, Routineaufgaben zu erledigen und zu arbeiten. Doch für diese Annahme gibt es nur sehr wenige Belege. Einige sehr gute Tagebuchstudien deuten darauf hin, dass in den USA Männer in den vergangenen 50 Jahren sechs bis neun Stunden Freizeit pro Woche dazugewonnen haben, Frauen immerhin vier bis acht Stunden. Nach Angaben der Industrieländerorganisation OECD arbeiteten die Menschen in den USA im Jahr 1950 durchschnittlich 37,8 Stunden pro Woche. 2017 waren es nur noch 34,2 Stunden.

Alles deutet darauf hin, dass andere Ursachen für die Zeitarmut verantwortlich sind: Wohlstand auf der einen Seite und finanzielle Unsicherheit auf der anderen. In Studien mit Menschen mittlerer und höherer Einkommen aus den unterschiedlichsten Kulturen in Europa, Asien und Nordamerika gaben die Besserverdienenden an, stärker unter Zeitdruck zu stehen. So gingen beispielsweise in einer Untersuchung mit 30.000 Teilnehmern in Australien höhere Einkommen mit höherem Zeitstress einher. Die zusätzliche Arbeit, die höhere Bezüge mit sich bringen, konnte diesen Effekt nicht erklären. Bedenkt man, dass wohlhabendere Menschen es sich leisten können, Putzkräfte anzuheuern oder ein Taxi statt öffentlicher Verkehrsmittel zu nehmen, wirkt es unlogisch, dass sie über stärkeren Zeitmangel klagen.

All das ergibt allerdings dann einen Sinn, wenn Sie die Gütertheorie verstehen (eine Ende der 60er Jahre von Timothy Brock entwickelte Theorie aus der Sozialpsychologie –Anm. d. Red. ), der zufolge jede Ressource, die als wertvoll gilt, auch als knapp wahrgenommen wird. Je besser wir also für unsere Zeit bezahlt werden, desto mehr schätzen wir sie und desto intensiver empfinden wir den Verlust jedes Moments.

Auch das Gefühl finanzieller Unsicherheit kann (unabhängig vom tatsächlichen Wohlstand) dazu führen, dass Menschen Zeitmangel stärker empfinden. Denn wer sich nicht sicher ist, ob er oder sie in Zukunft den gleichen Job und ein ähnliches Einkommen haben wird, dem ist es wichtiger, mehr Geld zu haben – auch wenn es Zeit kostet.

Trotz der gegenläufigen Beziehung von Wohlstand und Zeitreichtum streben die meisten von uns danach, mehr Geld zu verdienen. In den Untersuchungen meines Teams gaben nur 48 Prozent der Befragten an, dass sie lieber mehr Zeit als mehr Geld hätten. Selbst die Menschen, die mehr als alle anderen unter Zeitmangel litten – Eltern mit Vollzeitjobs und kleinen Kindern –, teilten diese Präferenz mehrheitlich.


Tina schätzt ihre Zeit mehr als ihr Geld. Sie ist bereit, Geld zu opfern, um mehr Zeit zu haben. Tina würde zum Beispiel lieber weniger Stunden arbeiten und weniger Geld verdienen, als mehr Stunden zu arbeiten und mehr Geld zu verdienen.


Maggie schätzt ihr Geld mehr als ihre Zeit. Sie ist bereit, Zeit zu opfern, um mehr Geld zu haben. Maggie würde zum Beispiel lieber mehr Stunden arbeiten und mehr Geld verdienen, als weniger Stunden zu arbeiten und mehr Freizeit zu haben.


Auch sehr wohlhabende Menschen stellten ihre Zeit nicht immer über das Geld. Fast die Hälfte der 818 Millionäre, die wir untersuchten, sagten, dass sie kein Geld dafür ausgeben, ungeliebte Aufgaben an andere zu delegieren. Als wir 98 berufstätige Erwachsene fragten, wie sie unerwartet gewonnene 40 Dollar ausgeben würden, um ihr Glück zu maximieren, gaben nur zwei an, dass sie damit etwas bezahlen würden, was ihnen Zeit spare. Zudem fragten wir 300 Erwachsene, die in einer Beziehung lebten, was sie mit 40 Dollar anstellen würden, um ihrem Partner etwas Gutes zu tun. Nur drei antworteten, dass sie das Geld dafür nutzen würden, ihren Partnern Zeit zu schenken.

Es ist keineswegs so, dass Menschen keine Ideen haben, wie sich Zeit sparen ließe: In einer Studie konnten 99 Prozent der Befragten eine lästige Pflicht nennen, die sie gern gegen Bezahlung loswerden würden. Etliche andere Studien zeigten indes, dass nur 17 Prozent der Befragten auch tatsächlich Geld dafür ausgaben. Dabei ist es nicht so, dass Menschen sich nichts Besseres vorstellen können: Die meisten nannten mehrere Aktivitäten, für die sie gern mehr Zeit hätten. Doch nur sehr wenige erkauften sich tatsächlich die Zeit dafür.

Wer Zeitmangel und Unzufriedenheit bekämpfen will, steht vor allem vor einem Problem – und das ist nicht finanzieller, sondern psychologischer Natur: der Irrglaube, dass finanzieller Reichtum unser Leben besser mache. Selbst Personen mit einem frei verfügbaren Vermögen von zehn Millionen Dollar glauben, dass sie ihr Vermögen dramatisch steigern müssten, um glücklicher zu sein. So zeigen Untersuchungen, dass Arbeitnehmer häufig den Wert der Vergütung überschätzen, wenn sie überlegen, welche Stelle sie annehmen sollen. Sie glauben, dass Gehalt, Versicherungen und andere finanzielle Leistungen wie Altersvorsorge beeinflussen, wie hoch ihre Zufriedenheit mit dem Job sein wird. Zugleich unterschätzen sie den Wert von Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten.

Meine Mitarbeiter und ich haben 42.721 Meldungen analysiert, die aus einer Untersuchung von Glassdoor (einer Website zur Bewertung von Arbeitgebern –Anm. d. Red. ) stammten. Dabei fanden wir heraus, dass sich Sachleistungen wie gemeinschaftliche Erlebnisse und die Möglichkeit, Auszeiten zu nehmen, stärker auf die Arbeitszufriedenheit auswirkten als Geld. In einer Studie hatten – unter sonst gleichen Voraussetzungen – Vergünstigungen wie großzügig gewährte Elternzeiten, flexible Arbeitszeiten und Krankheitstage einen größeren Effekt auf die Arbeitszufriedenheit als weitere 60.000 Dollar Gehalt pro Jahr (zusätzlich zu einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 48.000 Dollar). An diesem Ergebnis änderte sich auch dann nichts, als die Resultate auf Unterschiede bei Einkommen, Alter, Geschlecht, Bildung, Branche, Arbeitgeber, Unternehmensgröße und Firmenumsatz hin geprüft wurden.

Die Forschung zeigt, dass Menschen durch zusätzliches Geld nicht zwingend glücklicher werden, sobald sie mehr als genug verdienen, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Trotzdem ignorieren wir mit unseren Entscheidungen diese Tatsache immer und immer wieder.

Warum Zeit wichtiger ist

Natürlich sollten wir im Blick haben, dass einige Menschen – besonders solche, die kaum über die Runden kommen oder Angst um ihre finanzielle Zukunft haben – sich tatsächlich glücklicher fühlen, wenn sie dem Geld Vorrang vor ihrer Zeit einräumen. Doch es ist ebenso klar, dass diejenigen unter uns, denen es besser geht, ihre Prioritäten womöglich überdenken sollten.

Um zu verstehen, welche Menschen glücklich sind und wie diese Zeit und Geld gegeneinander abwägen, haben mein Team und ich Tausenden Studienteilnehmern die folgenden Beschreibungen zweier Personen vorgelegt (deren geänderter Name immer dem Geschlecht der Befragten entsprach): Anschließend fragten wir die Teilnehmer, welcher Person sie am meisten ähnelten. Schon die Kenntnis ihrer Antworten reichte uns, um vorherzusagen, welche Entscheidung sie treffen würden, wenn sie zwischen einem günstigeren Flug mit längerem Zwischenstopp oder einem teureren Direktflug zu wählen hatten. Oder zwischen einem Gutschein für einen Hausputz und einem Geldpreis.


Ich gestehe: Selbst bei meiner Hochzeit habe ich (gar nicht mal so heimlich) gearbeitet.


Wir stellten zudem fest, dass Menschen, die mehr Wert auf Zeit legten (die Tinas), älter waren, weniger arbeiteten, sich eher ehrenamtlich betätigten und gesellschaftlich engagierten. Wichtiger noch: Auf einer Glücksskala von 1 bis 10 Punkten waren sie um etwa 0,5 Punkte glücklicher. Dieser Unterschied entspricht ungefähr der Hälfte des durchschnittlichen Glückszuwachses, den Menschen durch ihre Hochzeit erleben.

Aus dieser und vielen, vielen anderen Studien können wir zudem folgern:

Zeit macht glücklich. Dass die Tinas sich insgesamt besser fühlen, lässt sich nicht durch Einkommen, Bildung, Alter, Beziehungsstatus, Zahl der zu Hause lebenden Kinder oder die Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden erklären. Es ist die generelle Tendenz, der Zeit mehr Priorität einzuräumen, die den Unterschied machte.

Als meine Kollegen und ich mehr als 6000 erwerbstätige Erwachsene in den Niederlanden, Dänemark, den Vereinigten Staaten und Kanada befragten, stellten wir fest, dass Menschen, die Geld für Dienstleistungen ausgaben, mit denen sie Zeit sparten, mit ihrem Leben zufriedener waren. Diese Dienste in Anspruch zu nehmen half ihnen, Stress abzubauen und sich von ihren To-do-Listen weniger überfordert zu fühlen. Das galt selbst für relative kleine, einmalige Fälle.

Zeit macht gesellig. In drei Studien, die ich zusammen mit Professorin Elizabeth Dunn von der University of British Columbia in Vancouver durchgeführt habe, pflegten Menschen, die Zeit dem Geld vorziehen, mehr soziale Kontakte zu Freunden und Gleichgesinnten. In einer der Studien verbrachten sie 18 Prozent mehr Zeit im Kontakt mit einem neuen Bekannten als Personen, die Geld bevorzugten. Dieser Unterschied ist wichtig, denn wie andere Forscher herausgefunden haben, können selbst flüchtige soziale Interaktionen eine überraschend große Rolle dabei spielen, Stress zu reduzieren und Glücksgefühle zu fördern.

In einer weiteren Untersuchung unter fast 40.000 Amerikanern stellte sich heraus, dass jene Menschen, die samstags oder sonntags zeitsparende Dienstleistungen kauften, rund 30 Minuten mehr mit Freunden und Familie verbrachten als jene, die sich keine Zeitersparnis leisteten. Das wiederum führte dazu, dass sie letztlich mehr Glück empfanden. Diese Menschen waren nicht nur glücklicher, weil sie ein geselligeres Leben führten, sondern auch weil sie daraus mehr Freude schöpften.

In neun Studien mit insgesamt 4300 Amerikanern in festen Beziehungen sahen meine Kollegen und ich, dass es Paare näher zusammenbrachte, wenn sie Zeit dem Geld vorzogen. Jene, die mehr Geld für zeitsparende Dienstleistungen ausgaben, berichteten, dass sie mehr schöne Stunden miteinander verbrachten und aus ihren Beziehungen größere Zufriedenheit zogen. Wenn Paare unter Stress standen, war der Nutzen zeitsparender Ausgaben (wie Essen zum Mitnehmen) größer als der Nutzen von Ausgaben für neue Erlebnisse (wie ein schönes Abendessen im Restaurant, das mehr Planung, Entscheidungen und Fahrerei erfordert). Zeitsparende Ausgaben glichen sogar einiges von der Unzufriedenheit aus, die ein im Haushalt wenig helfender Partner verursacht. Anders ausgedrückt: Eine Putzhilfe zu engagieren hat für Ihre Ehe einen ebenso positiven Effekt wie zu lernen, Ihrem Partner besser zuzuhören.

Zeit führt zu sinnvolleren Karrieren. Menschen, die ihre Zeit wertschätzen, werden eher einen Karriereweg einschlagen, den sie lieben. In einer weiteren Studie fanden Elizabeth Dunn und ich heraus, dass Universitätsabsolventen, denen Zeit wichtiger war als Geld, eher eine Karriere einschlugen, die intrinsische Belohnungen bot. Im Ergebnis waren sie ein Jahr nach Abschluss des Studiums signifikant glücklicher. Das hieß keineswegs, dass sie weniger arbeiteten. Haben Menschen aber einen Job, der ihnen wirklich Spaß bringt und sie glücklicher macht, empfinden sie Stress als weniger belastend. Sie sind produktiver, sie sind kreativer und kündigen seltener (siehe auch den Kasten „Auf lange Sicht“ oben.)

Warum wir uns damit schwer tun

Wenn es so einfach ist, Zeitmangel zu beheben, warum sind wir dann alle immer noch so gestresst? Warum treffen wir nicht einfach Entscheidungen, die uns mehr Zeit verschaffen?

Ich bin Glücksforscherin. Ich sollte es besser wissen und nicht all meine Freizeit opfern, um zu arbeiten und Geld zu verdienen. Trotzdem habe ich das Gefühl, ständig auf Abruf bereitstehen zu müssen, um mit den Herausforderungen der Arbeit Schritt zu halten. Deshalb schreibe ich E-Mails oder telefoniere auf dem Weg ins Büro, beim Sport, am Strand, ja selbst auf einer Safari. Man konnte mich sogar beobachten, wie ich in der Umkleide eines Fitnessstudios auf meinem Laptop herumtippte. Und ich gestehe: Ich habe sogar bei meiner eigenen Hochzeitsfeier (gar nicht mal so heimlich) eineinhalb Stunden gearbeitet.

Jahre der Forschung über Kompromisse zwischen Zeit und Geld haben mir gezeigt, dass ich nicht die Einzige bin, die suboptimale Entscheidungen über ihre Zeit trifft. Es ist nicht leicht, eine andere zu Wahl zu treffen. Womöglich entspricht es noch nicht einmal unseren natürlichen Vorlieben.

Es gibt zahllose Gründe dafür, warum wir so sehr nach finanziellem Reichtum streben. Sie lassen sich in zwei Kategorien fassen:

Verhaltensfaktoren. Mehrere kognitive Vorlieben lassen Geld reizvoller erscheinen als Zeit. Amerikaner zum Beispiel glauben, dass es einen höheren sozialen Status signalisiere, wenn man sehr beschäftigt ist. Der Wunsch, sich wichtig zu fühlen, ist ein starkes Motiv, das unser Eigeninteresse untergraben kann.

Meine Recherchen legen nahe, dass Menschen sich schuldiger fühlen, wenn sie Geld ausgeben, um mehr Zeit zu haben, als wenn sie Geld ausgeben, um materielle Güter zu kaufen. Jemanden dafür zu bezahlen, dass er Aufgaben erledigt, die wir selbst nicht mögen, kann dazu führen, dass wir uns faul fühlen. Um das zu vermeiden, verzichten wir darauf.

Weil wir zudem überschätzen, wie viel Zeit wir brauchen, um ein Erlebnis zu genießen, verschwenden wir letztlich auch kleine Pausen, statt sie effektiv zu nutzen. Fünf Minuten, die wir in der Gesellschaft eines Kollegen verbringen, oder 20 Minuten auf einem Crosstrainer im Fitnessstudio heitern uns häufig weit stärker auf, als wir erwarten.

Und zu guter Letzt leiden wir an etwas, das Forscher „Future Time Slack“ nennen (zu verstehen als „Irrtum künftigen Leerlaufs“ –Anm. d. Red. ) – der Glaube, dass wir in der Zukunft mehr Zeit haben werden als jetzt gerade. Daher beschließen wir, jetzt einige Opfer zu bringen, in der Annahme, später mehr Zeit zu genießen. Natürlich haben wir aber dann, wenn die Zukunft da ist, keineswegs mehr Zeit. Wir wiederholen nur den gleichen Fehler.

Organisatorische Faktoren. Personalabteilungen mögen denken, dass die Frage, wie Mitarbeiter sich zwischen Zeit und Geld entscheiden, wenig mit ihnen zu tun habe. Eine Vielzahl von Studien zeigt jedoch, dass organisatorische Faktoren prägen, wie Mitarbeiter ihre Zeit wahrnehmen. Sie können ihr Stressgefühl verstärken, soziale Kontakte und Glücksgefühle schwächen.

Aus jahrzehntelanger Forschung wissen wir beispielsweise, dass finanzielle Anreize Menschen dazu bringen, mehr zu leisten. Wir wissen inzwischen aber auch, dass sie bei Mitarbeitern eine wahre Geldbesessenheit auslösen können. In sechs Studien kam Julia Hur, Professorin an der New York University, zu dem Schluss, dass Arbeitnehmer, die für bessere Leistungen bezahlt wurden, sehr viel stärker nach Geld verlangten und sich deutlich mehr anstrengten, um zusätzliche Vergütungen zu erhalten. Sie konzentrierten sich zudem mehr auf sich selbst und waren weniger bereit, Geld für wohltätige Zwecke zu spenden – ein Zeichen, dass sie sich von Aktivitäten abwenden, von denen wir wissen, dass sie Glück erzeugen.

Aufbauend auf dieser Forschung analysierten Julia Hur, meine Studentin Alice Lee-Yoon und ich einen öffentlich zugänglichen Datensatz, um zu sehen, wie Leistungsanreize das Verhalten jenseits der Arbeit veränderten. Es zeigte sich, dass Arbeitnehmer, die nach Leistung bezahlt wurden, spürbar weniger Zeit darauf verwendeten, sich mit Freunden und Familie zu treffen. Dafür verbrachten sie deutlich mehr Zeit mit ihren Kunden und Kollegen. Dies galt unabhängig davon, wie viele Stunden pro Woche der Einzelne arbeitete oder in welcher Branche er tätig war.

Ergänzende Studien von uns stützten diese Resultate. Sie zeigten ebenfalls, dass Angestellte, die nach Leistung bezahlt wurden, ihre Zeit eher mit Bekannten aus dem Arbeitsumfeld verbringen wollten als mit Freunden und Familie. Der Grund: Arbeitsbeziehungen erschienen ihnen „produktiver“ und „hilfreicher“, um beruflich voranzukommen. Allerdings genossen sie diese Zeit mit ihren beruflichen Kontakten nicht in einem höheren Ausmaß. Unabhängig von ihrer Gehaltsstufe oder der Art ihrer Arbeit sagten Mitarbeiter, die nach Leistung bezahlt wurden, sie hätten mehr Freude daran, Zeit mit Freunden zu verbringen. Nur leider kamen sie nicht so oft dazu, diese zu treffen.

Auch Arbeitsrichtlinien, die Angestellte auf den finanziellen Wert ihrer Zeit hinweisen, erzeugen Zeitstress. So neigen nach Stunden bezahlte Arbeitnehmer eher dazu, ihre Zeit wie Geld zu betrachten. Sie machen sich eher Gedanken, ob sie Zeit verschwenden, Zeit sparen oder Zeit gewinnbringend nutzen. In einem Experiment fanden Dana Carney von der Haas School of Business und Jeffrey Pfeffer von der Stanford Graduate School of Business heraus, dass schon die Bitte, ihren Stundenlohn zu berechnen, bei Arbeitnehmern zu einem deutlich erhöhten Cortisol- Spiegel führte – einem Hormon, das mit Stress in Verbindung gebracht wird.

In ähnlichen Untersuchungen kamen Sanford DeVoe von der Anderson School of Management und sein ehemaliger Doktorand Julian House zu dem Ergebnis, dass Menschen, die den ökonomischen Wert ihrer Zeit berechnen sollten, ungeduldiger wurden. Dies untergrub sowohl ihre Fähigkeit, ihre Freizeit zu genießen, als auch ihren Wunsch, sich freiwillig für andere einzusetzen. In einer weiteren Studie beobachteten Elizabeth Dunn und ich ebenfalls Menschen, die zuvor den Wert ihrer Zeit berechnen sollten. Es zeigte sich, dass sie weniger bereit waren, auch nur zwei Sekunden Zeit und Mühe dafür zu opfern, der Umwelt durch Recycling zu helfen.

Was wir selbst ändern können

Auch wenn Ihr Gehirn und Ihr Arbeitgeber sich womöglich verschworen haben, Ihnen Geld zulasten der Zeit schmackhaft zu machen: Schon ein paar tägliche Rituale können Ihnen helfen, Ihre Denkweise zu ändern. Die folgenden simplen Strategien können Ihren Zeitmangel mindern und dazu beitragen, dass Sie die Hoheit über Ihren Terminkalender zurückgewinnen.

1. Persönliche Aktivitäten

Planen Sie Ihre Zeit in der Zukunft. Was die Freizeit betrifft, legen unsere vorläufigen Daten nahe, dass Menschen eine natürliche Vorliebe für Spontaneität haben: Wir wollen nicht das Gefühl haben, dass unsere Freizeit zu sehr verplant ist. Daher überlassen wir so etwas wie Wochenendausflüge dem Zufall – was damit endet, dass wir die Wochenenden letztlich zum Großteil verschwenden. Tatsächlich aber macht es uns glücklicher, wenn wir Pläne schmieden und die Zeit nicht verplempern.

Seien Sie aktiver. Persönliche Aktivitäten, wie ehrenamtlich zu arbeiten, unter Leute zu gehen oder Sport zu treiben, können Menschen tief greifend verändern. Unsere Forschung zeigt, dass aktive Freizeitgestaltung deutlich mehr dabei hilft, Zeitstress zu bekämpfen, als passive Freizeit wie Fernsehen oder einfache Entspannung. Als ich mit meinen Kollegen – Pauls Smeets von der Maastricht University, Rene Bekkers von der Vrije Universiteit Amsterdam, Michael Norton von der Harvard Business School – bei einer Studie in den Niederlanden Millionäre mit Menschen verglich, die über ein durchschnittliches Vermögen von 37.500 Dollar verfügten, sahen wir, dass die Millionäre glücklicher waren – aber nicht nur, weil sie mehr Geld hatten. Sondern sie verbrachten pro Tag 30 Minuten mehr mit aktiver Freizeit und 40 Minuten weniger mit passiver Freizeit.

Verbringen Sie mehr Zeit mit Essen. Als Romain Cadario, Professor an der IÉSEG School of Management in Paris, und ich kürzlich 12.000 erwachsene Franzosen und US-Amerikaner zu ihren Essgewohnheiten befragten, stellten wir fest, dass die Franzosen im Durchschnitt wesentlich mehr Zeit mit Essen verbrachten. Die Amerikaner verbrachten sogar mehr Zeit damit, ihre Gerichte auszuwählen, als sie dann tatsächlich zu genießen. Weil sie ihr Essen mehr würdigten, zogen die Franzosen daraus eine größere Befriedigung – was wiederum ihren Stress reduzierte.

Lernen Sie Leute kennen, und helfen Sie anderen. Auch wenn es schwerfällt, ein Gespräch mit jemandem zu beginnen, den Sie nicht kennen: Beiläufige soziale Interaktionen mit Fremden erhöhen das persönliche Glück erheblich. Und ehrenamtlich zu arbeiten erzeugt nicht nur größeres Glück, sondern verstärkt auch das Gefühl, genügend Zeit zu haben. Das erscheint zunächst widersinnig, denn es kostet Sie ja Zeit, sich freiwillig zu engagieren. Doch anderen Zeit zu schenken gibt Ihnen tatsächlich das Gefühl, eher Herr Ihrer Zeit zu sein.

Verbringen Sie mehr Zeit mit Staunen. Staunen ist eine positive Emotion, die wir empfinden, wenn wir etwas Großem, Weitem begegnen, etwa bei einem Panoramablick auf das Meer. Es kann unser Gefühl verstärken, genug Zeit zu haben. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass Wanderungen in malerischer Landschaft, Urlaube in den Tropen oder auch nur ein paar Momente, in denen wir hoch zum Himmel schauen, uns verjüngen können.

Nehmen Sie mehr Urlaub. Es ist fast zu offensichtlich, doch gerade in den USA werden Urlaubstage viel zu selten auch tatsächlich in Anspruch genommen. Dies hängt vermutlich mit unserem Gefühl zusammen, dass es Zeichen eines niedrigeren sozialen Status ist, wenn wir Arbeit verpassen oder es uns „leisten“ können, Urlaub zu nehmen. Wichtige Menschen sind dafür ja zu beschäftigt. Erste Recherchen mit meiner Studentin Hanne Collins zeigen aber, dass Arbeitnehmer, die mehr Urlaub nehmen, mit ihrem Leben zufriedener sind. Diese Ergebnisse haben auch dann Bestand, wenn wir den Einfluss von Unterschieden bei Alter, Geschlecht, Familienstand und Arbeitszeiten ausschließen. Trotzdem gaben 15 Prozent aller Arbeitnehmer in den USA an, dass sie im vergangenen Jahr keinen Urlaub genommen haben, und nur 40 Prozent, dass sie alle Urlaubstage verbraucht haben.


Schon die Bitte, ihren Stundenlohn zu berechnen, erhöhte bei Arbeitnehmern den Spiegel des Stresshormons Cortisol.


2. Zeit erkaufen

Bei der Frage, wie sich Geld einsetzen lässt, um unser Glück zu steigern, denken die meisten von uns daran, es für positive Erlebnisse wie einen Urlaub auf Hawaii auszugeben. Doch wir sollten auch darüber nachdenken, wie wir negative Erlebnisse aus unserem Tag verbannen. Meine Forschungen legen nahe, dass Menschen sich damit sehr schwertun. Hier sind ein paar Ideen, womit Sie beginnen können:

Lagern Sie lästige Pflichten aus. In der Sharing Economy bieten Unternehmen wie das Haushaltshilfeportal Angie’s List, der Outfitverleiher Rent the Runway Unlimited und TaskRabbit, ein Marktplatz für lokale Minijobs, Verbrauchern die Möglichkeit, sich zu erschwinglichen Preisen Zeit zu erkaufen, indem sie ungeliebte Aufgaben von anderen Menschen erledigen lassen. Sie können Leute anheuern, die Ihren Hund ausführen, Ihre Möbel zusammenbauen, Ihre Kleidung aussuchen, Ihre Kinder zu ihren Sportaktivitäten chauffieren, Ihr Heim entrümpeln oder gar für Sie in der Warteschlange für Karten anstehen.

Doch solche Dienste in Anspruch zu nehmen ist für viele Menschen ein großer Schritt, denn sie empfinden dies als extravagant oder unbezahlbar. Es ist die Money-first-Haltung, die sie das glauben lässt. Tatsächlich kann es aber Stress reduzieren und das Glücksempfinden steigern, wenn jemand Geld für zeitsparende Dienste wie Einkaufen, Putzen oder Waschen ausgibt. Das gilt selbst für Menschen mit niedrigen Einkommen (siehe auch den Kasten „Warum Sie kein schlechtes Gewissen haben müssen“ auf Seite 46).

Es gibt allerdings eine Einschränkung: Meine noch laufende Forschung liefert Anzeichen dafür, dass Menschen, die zu viel auslagern, womöglich den Eindruck bekommen, dass ihre Zeitpläne außer Kontrolle geraten sind. Dies wiederum senkt die Zufriedenheit.

Überlegen Sie genau, was Sie auslagern wollen. Häufig ist es so, dass wir bestimmte Aspekte einer Tätigkeit nicht mögen, andere aber schon. In neuen Studien mit der App Joy zum Beispiel stellten Elizabeth Dunn und ich fest, dass Menschen, die sich vorbereitete Zutaten mit den dazugehörigen Rezepten liefern lassen (etwa von Blue Apron oder HelloFresh), zufriedener waren als Menschen, die sich fertiges Essen bringen lassen. Das liegt vermutlich daran, dass die meisten Menschen zwar gern kochen, es aber lästig finden, überlegen zu müssen, was sie machen wollen, dann ins Geschäft zu laufen und dort genau die richtige Menge jeder Zutat zu kaufen. Das bringt uns wieder zu einem grundlegenderen Punkt: Konzentrieren Sie sich darauf, vor allem solche Aufgaben oder Teile von Aufgaben auszulagern, die Sie besonders unangenehm finden. So können Sie sich mehr mit dem Teil Ihrer täglichen Aktivitäten beschäftigen, der Ihnen Spaß macht.

Vergleichen Sie weniger beim Einkaufen. Die Zeit, die Sie für die Suche nach dem besten Preis brauchen, ist häufig wertvoller als alles Geld, das Sie dadurch sparen. Weiter zu fahren, um billigeres Benzin zu tanken, oder von Geschäft zu Geschäft zu wandern, um das gleiche Outfit zum niedrigsten Preis zu kaufen, ist die Mühe wahrscheinlich nicht wert. Ähnlich ist es oft auch mit der günstigsten Reisemöglichkeit. Flüge mit einem Zwischenstopp kosten Reisende viel Zeit, vor allem wenn sie ihren Anschluss verpassen oder dieser sich verspätet, sparen oft aber sehr wenig Geld. Ordnen Sie Ihre Prioritäten neu, sodass der Preis nicht die einzige Überlegung bleibt. Es ist völlig in Ordnung, mehr Geld auszugeben, um Zeit zu gewinnen.

Erkaufen Sie sich bessere Zeit. Sobald Sie lästige Hausarbeiten ausgelagert haben, sollten Sie die frisch gewonnene Zeit mit Dingen verbringen, die Sie glücklicher machen, beispielsweise mit Aktivitäten mit Ihren Freunden und Ihrer Familie. Bitte verbringen Sie nicht die ganze Zeit auf dem Sofa. Und fragen Sie sich jedes Mal, wenn Sie Ihre Brieftasche öffnen: Wird dieser Kauf meine Zeitnutzung auf positive Art verändern? Lautet die Antwort Nein, sollten Sie Ihren Einkauf möglicherweise überdenken.

3. Arbeitsalltag

Auch wenn es so scheint, als könnten Sie bei der Arbeit nur schwer Zeit gewinnen, gibt es doch überraschend viele Möglichkeiten, Ihren Arbeitsalltag zu verändern.

Erkaufen Sie sich Zeit auf dem Arbeitsweg. Überlegen Sie, ob Sie einmal die Woche öffentliche Verkehrsmittel oder einen Fahrdienst wie Uber nutzen können, um zur Arbeit zu kommen. Statt auf den Verkehr zu achten, können Sie diese Zeit mit einer Freizeitbeschäftigung wie Lesen verbringen. Und wenn Sie die Zeit zum Arbeiten nutzen, können Sie abends das Büro früher verlassen und mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Schon eine Stunde pro Woche macht über ein Jahr gesehen eine ganze Menge aus.

Bitten Sie um mehr Zeit. Eine Hauptursache für Zeitmangel sind knappe Deadlines. Eine einfache, aber wirkungsvolle Lösung besteht darin, die Verantwortlichen um eine Verschiebung der Frist zu bitten. Jaewon Moon, Doktorandin an der Harvard Business School (HBS), Professor Grant Donnelly vom Fisher College of Business an der Ohio State University und ich haben dazu zehn Studien mit Tausenden Arbeitnehmern und Managern durchgeführt (siehe auch die Meldung „Fragen kostet nichts“, Harvard Business Manager Juli 2019). Wir fanden heraus, dass Arbeitnehmer im Zeitstress nur ungern nach einer Fristverlängerung fragten – auch dann nicht, wenn die Fristen flexibel waren. Bei Frauen war dieses Phänomen noch stärker ausgeprägt. Arbeitnehmer fürchten, als weniger kompetent und motiviert angesehen zu werden, wenn sie um mehr Zeit bitten – auch wenn unsere Daten zeigen, dass dies keineswegs immer der Fall ist. Offenbar überschätzen sie mögliche negative Reaktionen ihrer Chefs.

Wenn Arbeitnehmer sich zeitlich unter Druck fühlten, aber nicht um mehr Spielraum baten, lieferten sie am Ende suboptimale Arbeit ab. Sie waren unzufrieden und enttäuschten ihre Vorgesetzten (verursachten also genau das, was sie vermeiden wollten). Die Ergebnisse legen nahe, dass Sie bei flexiblen Fristen ruhig um mehr Zeit bitten können, sofern Sie diese benötigen. Ihr Vorgesetzter wird sie Ihnen wahrscheinlich gewähren, ohne es Ihnen übel zu nehmen. Wichtiger noch: Die Fristverlängerung gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Bestes zu geben. Und sofern Sie der Vorgesetzte sind: Überlegen Sie, wie Sie Ihren Mitarbeitern helfen können, um die notwendige Zeit für optimale Arbeitsergebnisse zu bitten, ohne dass sie ein hartes Urteil fürchten müssten.

Lernen, Sie Nein zu sagen, aber benutzen Sie Zeitmangel nicht als Entschuldigung. Es mag verlockend sein, Anfragen bei der Arbeit (oder im Leben generell) abzulehnen, um Zeitdruck zu bekämpfen. Es mag sogar noch verlockender sein, dies mit starkem Zeitmangel zu begründen. Doch solche Ausreden haben hohe soziale Kosten. Professor Grant Donnelly, HBS-Doktorandin Anne Wilson, HBS-Professor Michael Norton und ich haben in neuen Studien festgestellt, dass Menschen, die solche Gründe anführen, als weniger sympathisch und weniger vertrauenswürdig wahrgenommen werden. Denn Zeit gilt als etwas, das der persönlichen Kontrolle unterliegt. (Wir alle haben schließlich 24 Stunden am Tag zur Verfügung, oder?) Unsere Forschungsergebnisse legen nahe, dass Menschen weit wohlwollender auf Personen reagieren, die Anfragen aus Geldgründen ablehnen oder überhaupt keine Begründung nennen.

Sofern Sie tatsächlich keine Zeit haben, versuchen Sie deutlich zu machen, dass der Grund dafür außerhalb Ihrer persönlichen Kontrolle liegt, zum Beispiel in familiären Verpflichtungen oder einer unerwarteten Reise.


Weiter zu fahren, um billigeres Benzin zu tanken, ist die Mühe wahrscheinlich nicht wert.


Wie Arbeitgeber helfen können

Personalabteilungen haben hervorragende Möglichkeiten, Recruiting und Mitarbeiterbindung zu verbessern, indem sie Angestellten beim Zeitsparen helfen und Jobkandidaten klarmachen, dass das Unternehmen bei seinen Mitarbeitern auf ausreichende Zeitbudgets achtet.

Belohnen Sie Ihre Angestellten mit Zeit, nicht mit Geld. Meine Forschung – und die anderer Wissenschaftler – zeigt, dass Arbeitgeber von dieser Idee profitieren, weil Mitarbeiter, die sich regelmäßig freinehmen, engagierter, kreativer und produktiver sind. Doch viele nehmen nicht alle Tage frei, die ihnen zustehen. Und wenn sie zwischen zeitsparenden und materiellen Belohnungen wählen können, bevorzugen die meisten letztere.

Kürzlich erhielt ich Daten aus 207 Unternehmen, die in den USA insgesamt mehr als 200.000 Mitarbeiter beschäftigen und über interne Belohnungsprogramme verfügen. 37 Prozent dieser Unternehmen erlaubten ihren Mitarbeitern, Prämien gegen zeitsparende Dienstleistungen wie Putzhilfen einzutauschen. Aber nur 3,2 Prozent der Beschäftigten nutzten diese Möglichkeit, während 67 Prozent ihre Punkte für materielle Güter einlösten, zum Beispiel für Bücher. Weitere 16,5 Prozent tauschten sie gegen Erlebnisse ein; 13,3 Prozent spendeten ihre Prämien für wohltätige Zwecke.

Hier könnte es helfen, die Wahlmöglichkeiten von Mitarbeitern einzuschränken. Forscher der Stanford University führten eine Pilotstudie durch, bei der Ärzte mit Gutscheinen für zeitsparende Dienstleistungen belohnt wurden. Jene, die sie erhielten, berichteten anschließend von einer besseren Work-Life-Balance als andere Ärzte, und sie neigten auch weniger dazu, ihren Job zu kündigen. Wenn Unternehmen also zeitsparende Belohnungen möglichst optimal einsetzen wollen, sollten sie es vermeiden, diese nur optional anzubieten.

Zeigen Sie, wie viel Geld eine Zeitprämie wert wäre. Eine andere Strategie besteht darin, das Money- first-Denkmuster zu nutzen und freier Zeit den Anschein eines finanziellen Vorteils zu geben. Ein Personalchef aus dem Silicon Valley schlug mir vor: „Wenn wir die Leute stärker motivieren wollen, sich auf Jobs mit weniger Gehalt und mehr Freizeit zu bewerben, sollten wir ihnen nicht nur das Gehalt nennen, sondern das gesamte Vergütungspaket: auch den Wert der Krankenversicherung, Kinderbetreuung, Zuschüsse für öffentliche Verkehrsmittel, Urlaub und Krankentage. So wissen Arbeitnehmer, wie viel sie tatsächlich verdienen.“

Interessieren sich Arbeitnehmer wirklich stärker für Sachprämien, wenn sie mit einem konkreten Geldwert daherkommen? Um das herauszufinden, habe ich zusammen mit Kollegen acht Studien unter insgesamt mehr als 3000 Amerikanern durchgeführt. Wenig überraschend entschieden sich Jobkandidaten, die zwischen zwei fast identischen Stellen wählen sollten – einem Job mit 100.000 Dollar Gehalt und zwei Wochen Urlaub sowie einem mit 90.000 Dollar und drei Wochen Urlaub –, mit einer klaren Mehrheit von 75 Prozent für den höher bezahlten Job. Noch einmal wurden sie vor die gleiche Wahl gestellt – nur dass diesmal der Urlaub einen monetären Wert erhielt. In dieser Runde sank der Anteil derer, die sich für das höhere Gehalt entschieden, auf 50 Prozent.

In einer anderen Studie sollten Jobkandidaten zwischen zwei Arbeitsplätzen mit einem Gehalt von jeweils 100.000 Dollar wählen. Job A war mit vier Vergünstigungen verbunden, Job B mit dreien. Wenig überraschend entschieden sich in der Kontrollstudie mehr als 80 Prozent der Befragten für Job A. Wurden jedoch die Vergünstigungen von Job B mit einem Geldwert versehen, die von Job A hingegen nicht, wählten 50 Prozent der Befragten Job B – die Stelle mit weniger Vergünstigungen und gleichem Gehalt. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Bei Jobs mit niedrigen Einstiegsgehältern brachte es keinen Vorteil, den Geldwert zeitlicher Vergünstigungen hervorzuheben – ein Resultat, das mit anderen Untersuchungen übereinstimmt.

Zeit so zu vermarkten, als wäre sie Geld, könnte sich als wichtige Strategie beim Recruiting neuer Talente erweisen. In all diesen Studien haben die monetär bewerteten Vergünstigungen den Blick auf das Unternehmen positiv verändert: Jobsuchende fanden, dass diese Arbeitgeber sich wirklich um ihre Angestellten kümmerten und mehr Rücksicht auf Work-Life-Balance nahmen. Unternehmen könnten einen weiteren Nutzen daraus ziehen: größere Vielfalt. Frauen betrachten Führungspositionen häufig als gleichermaßen erreichbar, aber weniger erstrebenswert. Diese so einfache wie kostenlose Maßnahme könnte mehr Frauen in den Bewerberpool locken, weil sie ein Unternehmen familienfreundlicher erscheinen lässt.

Fazit

Es ist inzwischen fast 20 Jahre her, dass Professorin Leslie Perlow von der Harvard Business School den Begriff „Time Famine“ – Zeitmangel – populär machte. Seither haben wir eine Menge über die psychologischen Aspekte dieses Phänomens gelernt. Nun ist es an jedem von uns, diese Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Michael Porter, Professor an der HBS, und Nitin Nohria, Dean der HBS, formulierten es in der Harvard Business Review kürzlich so: „Zeit ist die knappste Ressource, die Führungskräfte haben. Wie sie diese einsetzen, spielt eine Rolle – eine große Rolle.“ Meiner Meinung nach ist der Wert, den wir der Zeit im Verhältnis zum Geld beimessen, ein wichtiger Indikator dafür, ob wir unsere Zeit optimal nutzen.

Wir haben Zeit nur selten auf der Rechnung. Schnell wird sie verbraucht, verschwendet und verloren. Sie erfährt weit weniger Beachtung als Geld. Nur wenige von uns planen sorgfältig, wie wir unsere nächste zufällige Pause verbringen. Wir machen uns Gedanken darüber, dass wir Geld verschwenden, wenn wir jeden Tag eine Tasse Kaffee kaufen, und wie sich das über die Zeit addiert. Dabei sollten wir uns genau so viele Gedanken über all die Minuten machen, die wir vergeudet haben, statt sie für etwas zu nutzen, das uns glücklicher macht. Und nur sehr wenige planen einen größeren Abschnitt freier Zeit für die Zukunft ein, um sich vielleicht einem lohnenswerten Projekt zu widmen oder einen langen Familienurlaub zu genießen.

Lassen Sie uns in diesem Jahr alle beschließen, genauso bewusst mit Zeit umzugehen wie mit Geld und Arbeit. Bevor Sie den nächsten Cent ausgeben, überlegen Sie, ob Sie durch diesen Kauf Zeit sparen. Denken Sie vor Ihrer nächsten beruflichen Entscheidung darüber nach, welche Folgen diese für Ihre Zeit mit der Familie haben wird, und wie sehr Sie es genießen werden, Zeit mit Ihren Lieben zu verbringen. Erinnern Sie sich selbst daran, dass der Satz „Später ist auch noch Zeit“ einfach nicht wahr ist.

Als Führungskraft sollten Sie überdenken, welche Signale Prämien und Anreize Ihren Mitarbeitern senden. Fragen Sie sich, ob Sie es ihnen leicht machen, um zusätzliche Zeit für ihr Projekt zu bitten, weniger Zeit im Stau zu verbringen oder weniger Zeit dadurch zu verlieren, dass sie billigere Flüge mit Zwischenstopps buchen müssen. Denn all das könnte ihren Stress reduzieren und ihre Produktivität erhöhen. Alle Daten, die ich über viele Jahre und Länder hinweg gesammelt habe, legen nahe, dass Ihr Glück und Ihre Gesundheit – wie auch die Gesundheit Ihres Unternehmens – von den Kompromissen abhängen, die Sie jeden Tag treffen (und die zu treffen Sie Ihren Mitarbeitern helfen).

Unser allumfassender Fokus auf finanzielle Vorteile hat ökonomisches Wachstum geschaffen, doch er hat seinen Preis. Wir alle – Mitarbeiter und Vorgesetzte – sollten erwägen, auf Geld zu verzichten, um mehr und qualitativ bessere Zeit zu gewinnen. Zeit ist eine kostbare Ressource. Wenn wir prüfen, welchen Wert wir ihr beimessen, können wir eine noch viel grundlegendere Frage beantworten: Wie können wir das individuelle und gesellschaftliche Wohlergehen maximieren und den Stressfallen des Alltags entkommen?

© HBP 2019 siehe Seite 102

Kompakt

DAS PROBLEM
Viele Arbeitnehmer leiden unter Zeitmangel, quer durch alle Wirtschaftsschichten. Die Folgen sind gravierend: Angst, Depressionen, Stress, gesundheitliche Probleme, höhere Scheidungsraten, geringere Produktivität.

DIE URSACHE
Menschen entscheiden sich oft für die Alternative, die ihnen Geld bringt oder spart. Viele setzen materiellen Reichtum mit Glück und höherem sozialen Status gleich. Sie geben Geld bevorzugt für Konsum aus, statt dafür, sich Zeit zu verschaffen.

DIE LÖSUNG
Erkaufen Sie sich Zeit, indem Sie weniger arbeiten, ungeliebte Tätigkeiten auslagern oder beim Einkaufen weniger vergleichen. Nutzen Sie die gewonnene Zeit für Aktivitäten, die das persönliche Glück fördern: Freunde und Familie treffen, anderen helfen, Sport treiben, mehr Zeit mit Essen verbringen. Als Arbeitgeber sollten Sie gute Leistungen mit Zeit statt mit Geld belohnen.

Auf lange Sicht

Lassen Sie uns einmal darüber nachdenken, wie sich unsere Geld- und Zeitentscheidungen auf unser künftiges Glück auswirken. Wählen wir einen Job, bei dem wir viel Geld verdienen, aber 80 Stunden in der Woche arbeiten, könnten unsere sozialen Beziehungen und unser Glücksempfinden langfristig leiden. Meine Daten deuten darauf hin, dass Studenten, die sich für eine Karriere mit höherem Gehalt, aber weniger Freizeit entscheiden, ein oder zwei Jahre nach dem Abschluss erheblich unglücklicher sind. Über viele Jahre hinweg betrachtet, könnten sich die negativen Auswirkungen solcher wichtigen Lebensentscheidungen addieren.

Daher ist es so wichtig, dass Sie sich über die anderen Ziele (neben dem Geldverdienen) klar werden, die Sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren erreichen wollen. Möchten Sie Kinder haben? Wenn ja, sollten Sie Zeit häufiger dem Geld vorziehen, um Konflikte zwischen Arbeit und Privatleben zu minimieren. Zudem werden sich Ihre Werte im Laufe des Lebens verändern. Meine Studien zeigen, dass Menschen mit zunehmendem Alter und objektiv weniger verbleibender Lebenszeit ganz natürlich in ihren Entscheidungen mehr Wert auf Zeit als auf Geld legen. Andere Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ältere Menschen stärker darauf achten, sinnvolle Erfahrungen zu sammeln, statt mehr Geld zu verdienen.

Autorin

ASHLEY WHILLANS
ist Assistant Professor im Bereich Verhandlungsführung, Unternehmen und Märkte an der Harvard Business School. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Frage, wie Menschen in ihrem Leben Kompromisse zwischen Zeit und Geld finden.


FOTOS: FRANK SCHINKSI / OSTKREUZ

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