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Streaming-Dienste im Test: MEHR MUSIK


PC Go - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Musik-Streaming-Dienste bieten eine riesige Auswahl und viele Möglichkeiten, neue Musik zu entdecken. Aber welcher Anbieter ist der beste? › von Claudia Frickel


Artikelbild für den Artikel "Streaming-Dienste im Test: MEHR MUSIK" aus der Ausgabe 6/2018 von PC Go. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Go, Ausgabe 6/2018

CDs im Schrank braucht heute eigentlich niemand mehr, und kaufen muss man Songs auch nicht. Viel bequemer ist es, Lieder und ganze Alben zu streamen und dafür ein monatliches Abo abzuschließen. Diverse Anbieter buhlen um Kunden. Alle haben eine riesige Musikbibliothek mit mindestens 35 Millionen Songs im Programm. Aber es gibt große Unterschiede bei den sonstigen Funktionen, bei der Bedienbarkeit und der Vernetzung. Wir haben zehn Dienste ...

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... getestet.

Amazon: Vorteil für Prime-Kunden

Amazons Streamingdienst kann zwar jeder nutzen, für Prime-Kunden ist eine abgespeckte Variante gratis. Mehr gibt‘s im Unlimited-Paket mit ähnlichen Funktionen wie die Konkurrenz. Ein paar Features fehlen, etwa Künstler-Bios oder die Möglichkeit, diesen zu folgen. Dafür gibt es Radiosender auch für Sparten wie Gothic & Wave und Bundesliga-Livestreams. Den Dienst steuert man über die Alexa-Assistentin, es gibt auch sonst Schnittstellen zu hauseigenen Geräten. Leider kann man nicht länger die eigene Musikbibliothek in die Cloud laden.

Apple Music: nur mit iTunes

Der Streamingdienst lässt sich am Computer nur zusammen mit iTunes nutzen – das nervt. Auch die Vernetzungsmöglichkeiten konzentrieren sich auf die hauseigenen Geräte Apple TV, Apple Watch und Home Pod. Das Streamen via Airplay ist aber ebenso möglich wie die Nutzung auf Sonos- und Android-Geräten. Apple Music lässt sich auch über Siri steuern. Viele Features sind aber erst nach mehreren Klicks erreichbar. Apple Music zeigt Biografien an und schlägt ähnliche Künstler vor. Zudem kann man ein Radio starten, das sich an Band, Song, Genre oder aktueller Aktivität orientiert. Nutzer folgen Bands sowie Mitgliedern und ergänzen bis zu 100.000 Titel von der Festplatte. Apple setzt zudem auf handverlesene Empfehlungen, die man beiFür Dich findet.

Nutzer können bei Amazon Music Unlimited auch ein automatisches Radio starten, das auf dem eigenen Geschmack basiert.


Deezer: der Herausforderer

Der größte Konkurrent für Spotify im Test ist der Anbieter Deezer mit ähnlichem Angebot. Es gibt Radioprogramme, die auf Künstlern oder Genres basieren oder Playlists fürs Fitness-Workout. Der Player ist zwar übersichtlich, einige Funktionen sind aber versteckt. Die Vernetzung über Apps und mit anderen Geräten ist vielfältig. Ein paar Spotify-Funktionen fehlen, etwa Playlists nach Tageszeit. Dafür bringt DeezerFlow mit, einen persönlichen Soundtrack aus bekannten und vorgeschlagenen Liedern. Außerdem ist es einfacher, Songs von der Festplatte auch auf anderen Geräten zu hören: Sie fügen sie in der Software überMeine Musik – Mehr – Meine MP3s hinzu. Wie groß der Speicher dafür ist, verrät Deezer nicht. Eine Besonderheit ist der HiFi-Tarif für 20 Euro: Songs werden verlustfrei im Flac-Format abgespielt.

Google Play Music: ganz persönlich

Googles Musikdienst ist der Dienst, der am besten auf die Bedürfnisse der Nutzer reagiert. Play Musik erstellt Radioprogramme und Playlists nach Stimmung, Tageszeit und Standort – je nachdem, ob man zu Hause, im Auto oder im Fitnesstudio ist, gibt’s andere Songs. So gut kann das kein anderer Anbieter. Ebenfalls top: Nutzer können Songs von der Festplatte in die Cloud laden. Google bietet Platz für 50.000 Songs. Google Play Music gibt‘s nicht als Software, nur als Chrome-App. Die Funktionen des Players sind minimalistisch: Nutzer generieren zwar ein Radio, das auf Band oder Song basiert. Man kann aber Lieder nicht in Warteschlangen einreihen und Musikern nicht folgen. Songs streamt man via Googles Chromecast-Stick an andere Geräte, darüber hinaus wird wenig Hardware unterstützt.

Juke: einfach gestrickt

Beim Streaming-Portal von Media-Saturn gibt es Abstriche bei der Bedienung. Webseite und Apps sind unübersichtlich und einfach gestrickt. Beim Klick aufGenres erscheinen Kacheln wieReggae oderBlues . Wenig intuitiv: Soll ein automatisches Programm basierend auf einem Genre ablaufen, muss man aufRadios klicken. Infos zu Interpreten, Texte oder mehr gibt es nicht. Juke liefert nur ähnliche Künstler. Eigene Songs lassen sich nicht hochladen. Das größte Problem im Test war, dass die Wiedergabe oft abbrach und der Dienst langsam reagierte.

Apple Music ist nahtlos in iTunes integriert. Einige Funktionen sind aber nur umständlich erreichbar.


Bei Deezer gibt es zu zahlreichen Songs die passenden Liedtexte.


Napster/Aldi Life Musik: wie Klone

Aldi Life Musik hat den billigsten Monatstarif im Programm. Der Dienst kooperiert mit Napster und hat fast die gleichen Inhalte und Funktionen. Der Player als Windows-App ist wenig ansprechend: Es ist nicht möglich, Songs in Warteschlangen einzureihen und nacheinander abzuspielen. Das Angebot ist allerdings gut: Wer will, startet einen Sender anhand eines Songs oder eines Künstlers. Leider kann man Künstlern nicht folgen und keine eigene Musik hochladen. Empfehlungen fallen sparsam aus. Napster kann auf mehr Geräten im Wohnzimmer genutzt werden, unter anderem werden Geräte von Yamaha, Teufel und Samsung unterstützt.

Qobuz: für Anspruchsvolle

Die Zielgruppe von Qobuz sind anspruchsvolle Hörer. Der Streamingdienst setzt auf handverlesene Tipps und ein redaktionelles Magazin mit Artikeln zu Künstlern, Genres und Labels. Bei den sonstigen Funktionen ist Qobuz allerdings minimalistisch: Man erstellt Playlists und teilt Songs. Ein passendes Radio zu Bands oder Songs gibt es nicht, eigene Songs kann man nicht ergänzen.

Spotify: der Alleskönner

Der Platzhirsch trumpft durch viele Funktionen und eine sehr gute Vernetzung auf. Es gibt diverse Apps und fast jede aktuelle Audioanlage bzw. jeder Smart TV sind kompatibel. Spotify macht es Abonnenten einfach, neue Musik zu entdecken. Nutzer können zu jedem Künstler, Genre oder Lied ein Radioprogramm starten. Zudem generiert Spotify auf Basis des eigenen Geschmacks einen wöchentlichen Mix der Woche. Eine weitere Besonderheit: Man hört Musik passend zu Stimmung, Aktivität oder Tageszeit, etwa bei schlechter Laune oder Kaffee trinken am Morgen. Zu jeder Band gibt es Infos, neben der Biografie auch anstehende Konzerte und ähnliche Künstler. Ebenso folgen Abonnenten einer Band sowie Nutzern und empfehlen Lieder via Social Media. Sie können Playlists gemeinsam mit Freunden bearbeiten. Spotify bietet einen Gratistarif mit Werbung und schlechterer Soundqualität. Einziges Manko: Die eigene Song-Bibliothek lässt sich zwar in die Software integrieren. Um die Songs auch mobil zu hören, muss man sie aus Playlists auf das Telefon herunterladen.

Tidal: Kuratiertes und Exklusives

Die Anteilseigner von Tidal wie Jay-Z, Jack White und Daft Punk wollen vieles anders machen: Der Dienst punktet mit exklusiven Inhalten. Zudem hat Tidal auch Musikvideos im Programm und setzt auf kuratierte Inhalte. Wie Deezer bietet Tidal einen HiFi-Tarif mit verlustfreier Musik im Flac-Format. Tidal liefert Biografien von Künstlern, zeigt deren Social-Media-Inhalte im Player an und spielt ein Radioprogramm anhand von Band, Song, Genre oder Aktivität. Außerdem kann man Tickets kaufen, Bands und Nutzern folgen und Lieder empfehlen. Ebenfalls gut ist die Vernetzung mit anderen Geräten.

Spotify liefert jede Menge Empfehlungen, so wie den wechselnden Mix der Woche.


Eine Besonderheit bei Tidal sind die integrierten Videos – neben kuratierten und exklusiven Inhalten.

TESTVERFAHREN STREAMING-DIENSTE

Das Herz eines Musik-Streamingportals ist der Musikkatalog. Dafür gab es im Test 40 Punkte. Eine Rolle spielten nicht nur die Anzahl der Songs und die Frage, ob es Zusatzangebote wie Podcasts gibt. Wichtig waren außerdem die maximale Datenrate und die Empfehlungen, die automatisch auf Basis des Geschmacks generiert werden.

25 Kriterien für die Funktionen
In die Note für die Bedienung (30 Punkte) floss ein, wie intuitiv sich der Player in Software, Apps und im Web steuern lässt und ob alle Funktionen leicht gefunden werden. Bei den Funktionen war es wichtig, ob es möglich ist, eigene Songs zu importieren, welche automatischen Programme generiert werden können, wie viele Schnittstellen es gibt, welche Infos die Dienste mit der Musik liefern und wie es mit sozialen Features aussieht. Mehr als 25 Kriterien lagen hier zugrunde, die nicht alle in der Tabelle zu sehen sind.

Vorbildliche Funktionen: Bei Spotify ordnet man Songs in Warteschlangen, teilt sie und startet ein passendes Radio.


Claudia Frickel, Autorin PCgo


EXPERTEN-MEINUNG Ein Abo bei einem Streaming-Portal lohnt sich für alle, die öfter als gelegentlich Musik hören oder die das immer gleiche Radioprogramm langweilt. Einen unschlagbaren Vorteil gegenüber CDs haben die Plattformen, wenn es um die Inspiration geht: Sie empfehlen Songs, die dem Nutzer gefallen könnten. Der musikalische Horizont wird so immer mehr erweitert. Manche Anbieter wie Google Play Music oder Spotify bringen hier mehr Möglichkeiten mit. Zwar kann man einige der Dienste auch gratis nutzen, aber die Vorteile der Bezahlversionen überwiegen – schließlich kann man Songs dann auch offline, ohne Werbung und in besserer Qualität hören.

INFO WAS NETZBETREIBER FÜRS MUSIK-STREAMING BIETEN

Wer die Telekom-OptionStreamOn verwendet, kann unbesorgt Songs hören: Die Nutzung wird nicht auf das Datenvolumen angerechnet. 144 Musik-Dienste sind integriert, darunter bis auf Google Play Music alle aus unserem Test. Dazu kommen 64 Services für Video-Streaming wie Netflix. Die Option ist bei bestimmten Tarifen kostenlos zubuchbar. Vodafone hat mitPass ein ähnliches Angebot, allerdings sind nur neun Musik-Streaming-Dienste dabei, darunter Spotify, Deezer und Tidal. Doch Vorsicht: Das Laden weiterer Inhalte wie Cover oder Musikvideos gehen trotzdem zulasten des Datenvolumens.

Rabatte beim Mobilfunk
Die Mobilfunkbetreiber bieten auch Vergünstigungen für Streaming-Dienste: Wer Apple Music über die Telekom bucht, nutzt es sechs Monate kostenlos. Deezer gibt’s bei Vodafone in einigen Tarifen drei Monate gratis, Tidal bei manchen Congstar-Tarifen sechs Monate kostenlos. Auch Lidl, GMX und Web.de bieten Vergünstigungen.

Bei Telekoms Gratisoption StreamOn wird das Streamen nicht aufs Datenvolumen angerechnet.