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Stress, lass nach!


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 42/2022 vom 12.10.2022

GESUNDHEIT

Artikelbild für den Artikel "Stress, lass nach!" aus der Ausgabe 42/2022 von Frau im Spiegel. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 42/2022

MUTIGE FRAU Sophia Thiel stärkt ihre Psyche mit Bädern in eiskaltem Wasser

Sophia Thiel, 27

Bleibt in guter Balance

„Eisbaden hält mich mental und körperlich gesund“

Der Influencerin bläst viel Gegenwind entgegen, seit sie sich nicht mehr superschlank zeigt. Eine ihrer Strategien, trotz allem mental und körperlich gesund zu bleiben, ist Eisbaden. Sie zeigte sich sowohl auf YouTube als auch auf Instagram in der kalten Wanne. Um sich das Eintauchen zu erleichtern, wendet sie die Wim-Hof-Methode an. Die spezielle Atemtechnik ließ sie sich von dem niederländischen Extremsportler höchstpersönlich beibringen.

Der Tag war übervoll: mit Terminen, Telefonaten, E-Mails. In der digitalen Welt sind wir ständig einer Fülle von Reizen ausgesetzt, die Energie rauben. Doch wer es schafft, seinen Kopf fürs Wesentliche frei zu bekommen, wird belohnt: mit weniger Stress, höherer Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, einem besseren Gedächtnis und mehr Lebensfreude. Wie ...

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... ist das zu schaffen? „Dazu brauchen wir Kopffrei-Räume, Zeit, Geduld und den Mut, etwas Neues auszuprobieren“, schreibt Prof. Volker Busch, Neurologe und Psychiater an der Universität Regensburg, in seinem Ratgeber „Kopf frei“ (Droemer Verlag, 18 Euro). Drei Faktoren sind dabei besonders wichtig.

Präziser wahrnehmen, das Gedächtnis verbessern

„Manchmal habe ich das Gefühl, als würde man mir morgens einen riesigen Trichter ins Gehirn stecken und tonnenweise Geräusche, Bilder, Termine, Aufgaben und anderen Informationsmüll hineinkippen.“ So wie diesem Patienten von Prof. Busch geht es vielen Menschen. Eine Masse an Informationen – der Kopf fühlt sich voll an, kein klarer Gedanke ist mehr möglich. Eine häufige Folge ist Vergesslichkeit. Man kann sich kaum einen Namen merken und weiß nicht mehr, was vor einer Stunde am Telefon besprochen wurde. Dahinter steckt eine Überlastung des Arbeitsgedächtnisses, lokalisiert im präfrontalen Kortex des Gehirns. Hier muss alles durch, ehe es im Langzeitgedächtnis archiviert werden kann. Doch der Speicherplatz ist dort knapp, ebenso die Zeit, die für eine neue Information zur Verfügung gestellt wird. „Je mehr wir uns gleichzeitig abverlangen, desto oberflächlicher arbeitet daher unser Arbeitsgedächtnis mit den bruchstückhaften Informationen, und die Spuren zerfallen rasch wieder“, erläutert Prof. Volker Busch.

Der Experte

PROF. VOLKER BUSCH Der Neurologe, Psychiater und Autor ist seit 20 Jahren an der Uni Regensburg tätig

Das hilft: „Seien Sie geistig ganz bei dem, was Sie gerade tun, etwa wenn Sie Ihren Mitmenschen zuhören, etwas Interessantes lesen oder den Tagesablauf planen“, rät Volker Busch. „Wenden Sie sich nicht zu vielen Dingen auf einmal zu, sondern ausschließlich dem, was gerade wichtig ist.“ Die Präzision der Wahrnehmung erhöht sich dann automatisch und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass deutlich mehr hängen bleibt. Eine gute Übung ist, sich jeden Tag 15 bis 30 Minuten Zeit zu nehmen, um innezuhalten. Das kann im Café, im Stadtpark oder im Büro sein. „Beobachten Sie einmal ganz bewusst Ihre Umgebung und Ihre Mitmenschen. Was hören und sehen Sie?“, empfiehlt der Neurologe. Auch eine Gedächtnisübung wie diese schult die bewusstere Wahrnehmung: Dazu 15 bis 20 Gegenstände nebeneinander auf einen Tisch legen und diese 60 Sekunden lang betrachten. Dann zudecken. An welche Objekte erinnern Sie sich?

Die Konzentration steigern und Fehler vermeiden

„Wer zwei Hasen gleichzeitig jagt, wird keinen davon fangen“, wusste bereits der chinesische Philosoph Konfuzius (551–479 v. Chr.). Trotzdem tun wir genau dies immer wieder – im Beruf wie im Privaten. Multitasking nennt sich das heute. „Unsere Lebens- und Arbeitswelt ist dichter, schneller und komplizierter geworden – und zunehmend fragmentiert“, sagt Prof. Busch. Stress, Hektik, permanente Störungen und Ablenkungen gehören bei vielen Menschen zum typischen Alltag, führen aber zu Fehleranfälligkeiten – und damit nur l zu noch mehr Stress. Das hilft: Multitasking sollte man möglichst vermeiden. Nur ist das nicht immer möglich. In diesem Fall empfiehlt Prof. Busch: „Wechseln Sie nicht direkt von einer Sache zur nächsten, sondern lehnen Sie sich im Stuhl zurück, atmen Sie dreimal durch, und schauen Sie ein paar Sekunden lang aus dem Fenster.“ Bereits die winzige Pause gibt dem inneren Scheinwerfer ausreichend Zeit, seinen Spot auf das neue Ziel auszurichten. Die Konzentrationsfähigkeit lässt sich zudem trainieren: „Beginnen Sie damit, dass Sie sich eine Stunde pro Tag nehmen, in der Sie etwas tun, was Ihnen besonders wichtig ist“, schlägt Volker Busch vor. Der Neurologe nennt dies die „tiefe Stunde“, in der man seine volle Konzentration etwa dem Lesen eines Buchs widmet, Rätselaufgaben löst oder andere geistig anspruchsvolle Arbeiten verrichtet. Dabei gilt: Störungen sind unerwünscht, darum: Radio, Fernseher und Smartphone ausschalten.

Robert Pattinson, 36

Batman machte Stress

„Klavier zu spielen entspannt mich“

Der Schauspieler schlüpfte Anfang des Jahres für Dreharbeiten in die Rolle des Batman. Er erzählte, dass ihn diese Arbeit sehr unter Druck setzte. Wie er sich davon erholte? „Indem ich Klavier spielte. Das entspannt mich richtig. Ich habe schon mit vier Jahren damit begonnen und lange davon geträumt, Konzertpianist zu werden.“

LAVENDELÖL LINDERT ÄNGSTE

Dauerstress führt bei immer mehr Frauen zu Ängsten und damit zu Schlaflosigkeit. Dagegen ist ein Kraut gewachsen, genauer gesagt: Lavendel. .

Wirkt beruhigend Ängste entstehen durch eine Überproduktion von nervenerregenden Botenstoffen im Gehirn. Silexan, ein Wirkstoff des Lavendels (z. B. Lasea, rezeptfrei, Apotheke) normalisiert deren Ausschüttung. Dann lässt die innere Anspannung nach. In der Folge verbessert sich auch der Schlaf.

. Gut verträglich Silexan hat seine Wirksamkeit und Verträglichkeit in mehr als 15 klinischen Studien mit über 2500 Teilnehmern bewiesen.

Das Lavendelöl macht im Gegensatz zu manchen synthetischen Beruhigungsmitteln nicht abhängig. Aufmerksamkeit und Fahrtüchtigkeit sind nicht eingeschränkt.

Zahl der Woche

53 Prozent der deutschen Frauen fühlen sich heute gestresster als vor 15 bis 20 Jahren

Bessere Entscheidungen treffen, kreativ sein

Gerade wenn man eine gute Idee braucht, fällt einem nichts ein. Auch im Treffen von Entscheidungen tun sich viele schwer. Ist ein Mangel an Kreativität daran schuld? Keineswegs. Aber wer zu angestrengt über einem Problem grübelt, kommt oft nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Unser Gehirn funktioniert eben nicht auf Knopfdruck.

Das hilft: „Viele kommen meist dann auf gute Ideen, wenn sie sich mit etwas anderem als ihrer Arbeit beschäftigen“, weiß Prof. Busch. Denn genügend Zerstreuung ist wichtig: In diesen Phasen richtet sich die Aufmerksamkeit nach innen und nicht mehr nach außen. Die Gedanken gehen auf Wanderschaft. „Auf diese Weise entstehen kreative Räume für Ideenfindung, Problemlösung und Möglichkeiten zur Selbstreflexion“, so Neurowissenschaftler Busch. In solchen Situationen sind wir nicht etwa geistesabwesend. Im Gegenteil: Das Gehirn ist präsent. Frei von sämtlichen Ablenkungen und ohne Druck von außen springt das sogenannte Ruhezustandsnetzwerk an. Diverse Hirnregionen interagieren nun besser miteinander, bilden Assoziationen, lassen Geistesblitze entstehen. Ein kreativer Prozess, der von allein in Gang kommt und keiner Anstrengung bedarf. Auch hier rät Prof. Busch regelmäßig zur „tiefen Stunde“, um diesen Zustand gezielt herbeizuführen. Viele Dinge erscheinen dann in anderem Licht. Statt Probleme sieht man Lösungen, und der Stress ist weg.

Mariah Carey, 53

Brauchte ärztliche Hilfe

„Konnte keine Musik machen“

War’s die Arbeit oder die Trennung von Popstar Luis Miguel? Unbekannt. 2001 musste die Sängerin in die Psychiatrie. Ihre Sprecherin teilte mit, Mariah Carey habe einen schweren Nervenzusammenbruch. Zuvor hatte sie auf ihrer Website geschrieben: „Ich versuche, das Leben richtig zu verstehen, und spüre, ich sollte jetzt erst mal keine Musik machen.“

DAS NEUE PHÄNOMEN: „BURN ON“

Chefarzt Prof. Dr. Bert te Wildt und sein Kollege Timo Schiele von der Psychosomatischen Klinik im Kloster Dießen am Ammersee haben ein neues Beschwerdebild ausgemacht: Burn on.

. Weiterbrennen statt ausbrennen Damit gemeint ist ein Zustand von Dauerstress immer kurz vor dem Zusammenbruch, der psychische und physische Beschwerden verursacht. Typische

Symptome sind z. B. Kopfschmerzen, Verspannungen und Schlafprobleme. Im Ratgeber „Burn on“ beschreiben die Experten, wie man der Stress-Spirale entkommt (Droemer Verlag, 20 Euro).