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Strom für die Heizung


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Bauen & Renovieren - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 23.10.2021

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Bildquelle: Bauen & Renovieren, Ausgabe 12/2021

Strom ist ein verbindendes Element im Eigenheim. Eine immer größere Rolle spielt er bei der Heizung und der E-Mobilität.

Das Zeitalter der fossilenEnergieträger geht zu Ende. Spätestens mit Einführung der CO 2 -Abgabe ist klar geworden, dass sich Gas, Öl und Kohle kontinuierlich weiter verteuern werden. Im gleichen Zug soll der Energieträger Strom künftig durch den Wegfall der EEG-Umlage in Höhe von rund 6 Ct./kWh günstiger werden. Parallel wächst der Anteil „grün erzeugten Stroms“ kontinuierlich weiter. Gut die Hälfte der in Deutschland verbrauchten elektrischen Energie stammt mittlerweile aus erneuerbaren Quellen wie Windund Wasserkraft sowie Photovoltaik. Und das Ziel ist vom Gesetzgeber klar definiert: Die Klimaneutralität soll spätestens 2045 erreicht werden. Gleichzeitig hat elektrische Energie bereits vor Jahren zwei neue Aufgabenfelder erhalten: die Wärmeversorgung in Gebäuden über Wärmepumpen und die Energieversorgung in der Elektromobilität.

Strom nimmt insofern eine zentrale Rolle in unserer aktuellen und ...

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... künftigen Energieversorgung ein. Grund genug, sich insbesondere im eigenen Gebäude ganzheitlich Gedanken über die technische Gebäudeausrüstung zu machen. Hier ist Strom ein verbindendes Element, das quasi in jedem Raum zu finden ist und unterschiedlichste Aufgaben hat. „Deswegen sollte man sich gerade in puncto Heizung und Warmwasserversorgung nicht mehr isoliert Gedanken machen, sondern sie in ein ganzheitliches Licht rücken“, erläutert dazu Michael Lechte, Manager Product Marketing bei Mitsubishi Electric, Living Environment Systems.

Denn genau wie die gesamte technische Gebäudeausrüstung – vom Fernseher über den Kühlschrank bis hin zum PC – funktionieren auch Wärmepumpen mit Strom als Antriebsenergie. Strom, der sich idealerweise über eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Hausdach kostengünstig selber produzieren lässt. Anders als die Solarthermie, die ebenfalls mit Modulen auf dem Hausdach funktioniert, ist der von Photovoltaikanlagen erzeugte Strom jedoch universell nutzbar. Solarthermieanlagen erzeugen dagegen Wärme, die sich ausschließlich für die reine Warmwasser- oder ggf. Wärmeversorgung verwenden lässt.

„Die Nutzung einer Photovoltaikanlage bringt insofern eine deutlich höhere Flexibilität. Denn, wofür der selbst erzeugte Strom letztendlich genutzt wird, ist egal – es werden immer zahlreiche Abnehmer zur Verfügung stehen“, so Lechte weiter. Und so wird auch die Verbindung einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage zu einer zukunftsfähigen Kombination, die CO 2 -Emissionen für die Wärme-und Warmwasserversorgung minimieren kann.

Photovoltaik einbinden

Doch wie lassen sich Wärmepumpe und Photovoltaik sinnvoll verbinden? Denn die Hersteller halten eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an Photovoltaikmodulen, Wechselrichtern und Regelungen sowie Steuerungen parat.

Dabei stehen dem Hausund Wohnungseigentümer grundsätzlich zwei Varianten offen: Komplettanlagen mit „allem Drum und Dran“ und individuell zusammengestellte Systemlösungen. Komplettanlagen haben dabei den unbestreitbaren Vorteil, dass sie ein fix und fertiges Set bilden, das sich in der zur Verfügung stehenden Konfiguration installieren lässt. Das Problem dabei: Es sind weder Modifikationen noch eventuell notwendige Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse möglich. Und auch der ganzheitliche Ansatz der Energieversorgung im Gebäude steht damit nicht im Fokus.

Bei der individuellen Zusammenstellung einer Systemlösung für das jeweilige Objekt lassen sich jedoch genau die Bedürfnisse der Nutzer und die Voraussetzungen des jeweiligen Gebäudes berücksichtigen. Denn am Markt gibt es Spezialisten und Profis, die Photovoltaik anbieten genauso wie solche, die ihr ganzes Know-how in Wechselrichter investiert haben. Andere Hersteller wiederum sind seit Jahrzehnten führend auf dem Gebiet der Wärmepumpen oder auch Klimaanlagen.

Deswegen setzen solche Hersteller wie beispielsweise Mitsubishi Electric auf universelle Kommunikationsadapter, die in der Lage sind, die Daten ihrer Wärmepumpen quasi als Universalübersetzer an übergeordnete Regelungen und weitere Systembestandteile weiterzugeben. Der klare Vorteil: Jeder Nutzer ist damit in der Lage, sich genau das gewünschte System zusammenstellen zu lassen – der Fachhandwerker kann damit stets auf die besten Komponenten im jeweiligen Bereich zurückgreifen statt sich auf eine fertig konfigurierte Standardanlage verlassen zu müssen.

Das erhöht gleichzeitig die Effizienz des Gesamtsystems. Denn durch den offenen Einsatz derartiger Kommunikationsadapter kann individuell festgelegt werden, in welchen Situationen welche Verbraucher den zur Verfügung stehenden, selbst erzeugten Strom nutzen können. So kann der Kommunikationsadapter zum Beispiel Informationen darüber erhalten, ob der Warmwasserspeicher der Wärmepumpe noch aufnahmebereit für Wärmeenergie ist, wenn ansonsten kein Strombedarf im Haus besteht. Oder der selbst produzierte Strom kann zu vorab definierten Zeiten vorrangig für Wasch- und Spülmaschine verwendet werden.

Darüber hinaus sind derartige Lösungen besonders zukunftsfähig, denn sie lassen Raum für weitere Einbindungsmöglichkeiten elektrisch betriebener Anwendungen, die aktuell noch nicht im Fokus stehen – wie beispielsweise eine eigene Ladebox für den elektrisch betriebenen PKW. Und auch moderne Luft/Luft- Wärmepumpen lassen sich in derartige Systeme einbinden. Was Luft/Luft-Wärmepumpen sind? Nichts anderes als Klimageräte, die nicht nur in den Sommermonaten kühlen, sondern in den Übergangs-Jahreszeiten auch hoch effizient heizen können. Kein Wunder also, dass die Anschlusszahlen von Klimageräten im Durchschnitt um jährlich mehr als 30 Prozent gestiegen sind.

Ein Tipp für den Haus- und Wohnungseigentümer: Die innovativen Alleskönner gehören technisch gesehen zur Gattung der Luft/Luft-Wärmepumpen, weil sie ihre Wärmeenergie genauso wie Luft/Wasser-Wärmepumpen zu einem großen Teil aus der Solarenergie holen, die in der Luft gespeichert ist. Deswegen werden sie nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – mit 35 % der Investitionssumme – explizit wegen der Beheizungsfunktion der Räume – staatlich gefördert. Und auch der Heizungstausch von Heizgeräten, die mit fossilen Energieträgern funktionieren hin zu einer Wärmepumpe wird genauso gefördert wie unter bestimmten Voraussetzungen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage.

Fazit

Strom ist in den letzten Jahren insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel zur wichtigsten Energiequelle geworden, die sich ohne CO 2 -Emissionen erzeugen lässt.

Vor allen Dingen die Wärme- und Warmwasserversorgung in Gebäuden mit ihrer traditionell geprägten fossilen Energienutzung wird immer mehr durch umweltfreundliche Wärmepumpen umgesetzt. Im System ist für die Wärmepumpe eine Photovoltaikanlage der perfekte Partner. Doch weil Energiekonzepte für ein Gebäude immer mehr ganzheitlich gedacht werden müssen, ist es wichtig, auf individuell zusammengestellte Anlagentechnik zu achten, die Platz für Neues lässt.