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Studie: Anwender wollen mit Rise with SAP den Transformationsturbo zünden


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Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 29/2022 vom 15.07.2022

Die digitale Transformation verlangt Unternehmen ein hohes Maß an Agilität und Effizienz ab, um ihre Prozesse schnell an Marktveränderungen anpassen und neue datenbasierte Geschäftsmodelle umsetzen zu können. Erfolge lassen sich hier nur mit einer modernen IT-Landschaft erzielen. Ihr Herzstück sollte eine integrierte ERP-Software der neuesten Generation bilden. Im SAP-Umfeld übernimmt die ERP-Suite SAP S/4HANA diese Rolle, die mit In-Memory-Technologie arbeitet. Der Wille in den Unternehmen ist offensichtlich vorhanden, ihre IT- beziehungsweise SAP-Landschaft durch die Implementierung dieser ERP-Suite zu modernisieren.

35 Prozent der deutschen Unternehmen setzen SAP S/4HANA bereits ein, 37 Prozent planen die Implementierung. Das ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie mit dem Titel „SAP S/4HANA“, die CIO, CSO und COMPUTER-WOCHE mit Unterstützung der Partner Scheer, SNP Schneider-Neureither & ...

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Bildquelle: Computerwoche, Ausgabe 29/2022

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... Partner, All for One Group, Celonis, Lufthansa Industry Solutions und Spirit/21 umgesetzt haben. An der studienbegleitenden Umfrage nahmen 340 Geschäfts- und IT-Entscheiderinnen und -entscheider auf C-Level teil, außerdem weitere IT- und Fachbereichsverantwortliche aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen, Größen und Umsatzklassen in Deutschland.

Wie 81 Prozent der Umfrageteilnehmer bekunden, findet der Wechsel auf S/4HANA bei ihnen unter „Handlungsdruck“ statt. Das lässt allerdings Spielraum für Interpretationen. Als die drei wichtigsten Gründe für den Umstieg auf die neueste ERP-Suite von SAP werden genannt:

→ Prozesse optimieren und geschäftliche sowie digitale Transformation vorantreiben (25 Prozent),

→ neueste SAP-Funktionen nutzen (23 Prozent) und

→ das vorhandene ERP-System ersetzen, weil die Wartung oder der Support auslaufen (17 Prozent).

Der Wechsel erfolgt dabei von einem nicht mehr zukunftsfähigen SAP-R/3-System, wie es 42 Prozent der Befragten offenbar noch nutzen, von veralteter ERP-Software eines Drittherstellers oder von einer Eigenentwicklung.

Digitale Transformation voranbringen

81 Prozent der Befragten sagen, dass der Einsatz von S/4HANA für ihre digitale Transformation von entscheidender, sehr großer oder großer Bedeutung sei. Das erklärt sich auch insofern, als knapp drei Viertel der Befragten glauben, dass die ERP-Suite maßgeblich Unterstützung beim Umsetzen digitaler End-to-End-Prozesse und datenbasierter Geschäftsmodelle leisten könne.

Passend dazu erwarten 87 Prozent einen konkreten Mehrwert für ihr Business durch S/4HANA. Konkret versprechen sie sich vom Einsatz der Software Überraschend groß ist indes die Skepsis der – gesondert ausgewerteten – Fachbereichs- Entscheider, von denen nur 29 Prozent mit einem sehr großen oder großen Mehrwert für das Business rechnen.

→ eine schnelle und flexible Anpassung des gesamten Unternehmens an neue geschäftliche Herausforderungen (57 Prozent),

→ deutlich vereinfachte und effizientere Geschäftsprozesse (49 Prozent),

→ Kosteneinsparungen (47 Prozent) und

→ eine Verbesserung beim Datenmanagement (35 Prozent).

Fach- und IT-Wissen größte Challenge beim SAP-S/4HANA-Umstieg

All das zeigt: An die neue ERP-Suite von SAP knüpfen die Unternehmen hohe Erwartungen.

Umso wichtiger ist es, dass der Umstieg glatt verläuft und mit Erfolg abgeschlossen wird.

Weder ein Systemwechsel nach dem Brownfield-Ansatz noch eine Neuimplementierung nach dem Greenfield-Ansatz gelten dabei als einfach.

Rund 40 Prozent der Befragten glauben, dass fehlendes Fach- und IT-Wissen die größte Herausforderung für die Transformation der ERP-Welt darstellen. Dabei ist sogar mehr als die Hälfte der befragten Fachbereichs-Entscheider skeptisch (52 Prozent). 32 Prozent sehen zudem ein Problem im fehlenden Know-how für den Betrieb von S/4HANA. Kaum weniger (31 Prozent) sehen im ihrer Ansicht nach unzureichendem Know-how der Fachbereiche, wenn es um die neuen S/4HANA-Funktionen geht, das größte Problem.

Einführungsstrategien unterscheiden sich

Die meisten Betriebe gehen den Wechsel auf SAP S/4HANA strategisch an. 37 Prozent verfolgen sogar eine dedizierte Strategie bezüglich des Betriebs und der Weiterentwicklung ihrer neuen ERP-Suite. Weitere 17 Prozent stecken dafür noch in der Planung. Zwei von fünf Unternehmen vollziehen den Umstieg im Rahmen ihrer allgemeinen SAP-Strategie.

In 86 Prozent der Unternehmen ist die Migration beziehungsweise die Einführung der ERP-Suite Bestandteil eines umfassenden Changeprogramms. Das lässt den Schluss zu, dass S/4HANA einen wichtigen Baustein in der Geschäfts- und Digitalisierungsstrategie bildet.

Studiensteckbrief

Herausgeber: CIO, CSO und COMPUTERWOCHE Platin-Partner: Scheer; SNP Schneider-Neureither & Partner Gold-Partner: All for One Steeb c/o All for One Group; Celonis Deutschland; Lufthansa Industry Solutions; SPIRIT/21 Grundgesamtheit: Oberste (IT-)

Verantwortliche von Unternehmen in der DACH-Region: strategische (IT-)Entscheider im C-Level-Bereich und in den Fachbereichen (LoBs), IT-Entscheider und IT-Spezialisten aus dem IT-Bereich Teilnehmergenerierung: Persönliche E-Mail-Einladung über die Entscheiderdatenbank von CIO, CSO und COMPUTERWOCHE sowie – zur Erfüllung von Quotenvorgaben – über externe Online-Access-Panels Gesamtstichprobe: 340 abgeschlossene und qualifizierte Interviews Untersuchungszeitraum: 30. März bis 6. April 2022

Methode: Online-Umfrage (CAWI)

Fragebogenentwicklung & Durchführung: Custom Research Team von CIO, CSO und COMPUTER-WOCHE in Abstimmung mit den Studienpartnern Die Studie erhalten Sie im Onlineshop der COMPUTERWOCHE: shop.computerwoche.de

Die Verantwortung für den Wechsel auf die neue Software liegt im Allgemeinen bei der internen IT-Organisation (56 Prozent). Fachabteilungen (13 Prozent) sowie Geschäftsführung und Vorstand (jeweils zwölf Prozent) sitzen hier deutlich seltener im Driver Seat. In den allermeisten Fällen ziehen Unternehmen hierfür auch einen oder mehrere IT-Dienstleister im SAP-Umfeld hinzu – entweder längerfristig (34 Prozent) oder aber wenigstens für den Einführungszeitraum (44 Prozent). Offensichtlich ist ein Umstieg in Eigenregie den meisten zu umfangreich und zu kompliziert.

Der Colourfield-Ansatz überzeugt

Auf dem Weg zu SAP S/4HANA bevorzugt ein Drittel der Befragten einen Mix aus Greenfieldund Brownfield-Methode, den sogenannten Colourfield-Ansatz, der die Vorteile beider Vorgehensweisen kombinieren soll. 31 Prozent entscheiden sich für eine technische System Conversion (Brownfield-Ansatz), 22 Prozent für eine komplette Neueinführung (Greenfield-Ansatz). Letztere kommt für Betriebe infrage, die bislang keine SAP-Software eingesetzt haben, oder für Anwenderfirmen mit einer Multi-ERP-Umgebung. Auffallend ist, dass vor allem die nach Größe (bis 499 Beschäftigte) und Umsatz (bis 99 Millionen Euro) kleineren Betriebe SAP S/4HANA nach dem Greenfield-Ansatz neu einführen. Das deutet daraufhin, dass dort bislang keine SAP-Software im Einsatz war.

Rise with SAP wird zum New Normal

Besonders interessant: Das Programm „Rise with SAP“, mit dem SAP seine Kunden und andere Unternehmen bei der Einführung von S/4HANA in der Cloud-Welt unterstützen will, gewinnt immer mehr Anhänger. Zur Wahl stehen eine SaaS-Lösung in der Public Cloud und eine Private Cloud Edition. Nutzen gegenwärtig 29 Prozent der Befragten dieses Business-Transformation-as-a-Service-Programm, planen 42 Prozent dies für die Zukunft. Der Mittelstand ist hier besonders interessiert.

Das starke Interesse kleiner und mittlerer Betriebe hängt möglicherweise damit zusammen, dass SAP dort eine schnellere Einführung verspricht als mit den klassischen Methoden Brownfield, Greenfield und Colourfield. Vorteilhaft dürfte ihnen auch erscheinen, dass die einzelnen Komponenten in einem Paket (One Offer) und Vertrag (One Contract) gebündelt sind. Die Umfrage zeigt denn auch, dass Firmen, die RISE with SAP bereits nutzen, besonders das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis (46 Prozent) und den einfacheren SAP-S/4HANA-Umstieg beziehungsweise -Einstieg (43 Prozent) hervorheben.

Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg einer S/4HANA-Migration oder -Einführung ist eine möglichst optimale Vorbereitung. Zu den zentralen Aufgaben gehören unter anderem Prozess- und Workflowanalysen im Vorfeld.

Mehr als neun von zehn Befragten (91 Prozent) führen solche Analysen durch, ein Drittel durchleuchtet sogar alle Prozesse und Workflows „grundlegend“. Auffallend ist, dass der Anteil kleinerer Betriebe (bis 499 Beschäftigte), die Prozesse und Workflows „grundlegend“ analysieren, mit 37 Prozent deutlich höher ausfällt als der von mittleren Unternehmen mit 500 bis 999 Beschäftigten (26 Prozent) und von großen Konzernen mit 1.000 und mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (28 Prozent).

Die Rolle der SAP BTP – heute und in Zukunft

Die Studie beleuchtet auch die Rolle der SAP Business Technology Platform (SAP BTP). Gegenwärtig wird die SAP BTP in erster Linie zur Integration standardisierter Business-Services genutzt (43 Prozent). Jeweils 35 Prozent der Befragten entwickeln auf Basis dieser Plattform neue Cloud-Lösungen, die den ERP-Kern erweitern, oder nutzen die bereitgestelltem Data-Warehouse- und Analysetools (SAP Analytics Cloud, SAP Data Warehouse Cloud, SAP HANA Cloud).

32 Prozent setzen Tools und Services der SAP BTP für künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML), robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) oder das Internet der Dinge (IoT) ein. 28 Prozent verwenden ihre Integrationsservices, um Drittsoftware zu integrieren. Nur sechs Prozent der Befragten planen gegenwärtig keinen SAP-BTP-Einsatz.

Geht es um die Entwicklung neuer Cloud-Lösungen, etwa im Rahmen von Digitalisierungsvorhaben, finden die wichtigsten IT- und Software-Innovationen nur zum Teil innerhalb der SAP-Welt statt. In vielen Fällen nutzen Unternehmen dafür Entwicklungswerkzeuge außerhalb der SAP-Welt, beispielsweise eine No-Code- oder Low-Code-Plattform.

(hv)