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SUCHE JOB MIT 1-A-ÖKOBILANZ


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 42/2022 vom 13.10.2022
Artikelbild für den Artikel "SUCHE JOB MIT 1-A-ÖKOBILANZ" aus der Ausgabe 42/2022 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 42/2022

Diese Promi-Frauen machen Öko-Business

Umweltschützerin Emma Watson (31) sitzt ab sofort im Aufsichtsrat eines Modekonzerns. Auch Schauspielerin Jessica Alba (40) hat umgesattelt – und macht mittlerweile Millionen mit ihrer Honest Company, die Baby- und Reinigungsprodukte auf Pflanzenbasis herstellt. Model Gisele Bündchen (41) startete auch eine Zweitkarriere: mit ihrem nachhaltigen Beauty-Label Sejaa Pure.

ERDE AN EMMA: BIST DU NOCH DA?

Es ist zuletzt still geworden um die „Harry Potter“-Darstellerin. Laut Moviedatenbank imdb hat das Prada-Testimonial keine neuen Filme am Start. „Das bedeutet aber nicht, dass ich keinen Bock mehr habe oder mir Schauspielerei egal wäre“, stellt die 32-Jährige klar. „Ich habe einfach neue Prioritäten gesetzt: weniger Red Carpets und mehr Konferenzen.“ Emma wurde nämlich gerade zum jüngsten Vorstandsmitglied des Gucci-Mutterkonzerns Kering gewählt. ...

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... Ihre Aufgabe: Fashion nachhaltiger zu machen, neue Umweltziele auszubaldowern und die Arbeitsbedingungen der Näherinnen zu verbessern. „Während der Pandemie hatte ich Zeit, darüber nachzudenken, was für mich in Zukunft von Bedeutung ist“, berichtet Emma. Ihr wurde klar: Das oberflächliche Filmbusiness füllt sie nicht aus. Sie will auch etwas Sinnstiftendes tun, etwas, das die Welt verbessert und auf das sie stolz sein kann.

DAS KOMMT IHNEN BEKANNT VOR?

Willkommen im Club: Laut einer Studie ist der Faktor „Nachhaltigkeit“ für Frauen auf Jobsuche zum wichtigsten Kriterium geworden – und rangiert damit noch vor dem Gehalt! Das bestätigt Aileen Moeck aus Berlin. Die 31-Jährige forscht über die Arbeitswelt von morgen und weiß um die Zukunftsaussichten und Relevanz von grünen Jobs. Sie sagt im Interview: „Wir stehen vor einem krassen Wandel: raus aus der Angestelltenkultur, rein in die berufliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Eigenständigkeit bekommt immer mehr Relevanz.“ Moeck erklärt: „In Zukunft werden noch mehr Maschinen unseren Joballtag erleichtern. Umso wichtiger werden Aufgaben, die nicht von Robotern übernommen werden können – also alles, wozu man Empathie, Individualität und Kreativität braucht.“ Auch im Bereich Aufforstung und Stadtgestaltung, in der Pflege und beim Coaching sieht die Expertin großes Potenzial. „Das Zwischenmenschliche hat an Bedeutung gewonnen. In Zukunft werden viele Unternehmen Berater einstellen, die für ein gesundes Betriebsklima und eine bessere Ökobilanz sorgen.“

… UND WAS MACHEN SIE BERUFLICH?

Diese drei arbeiten in ganz verschiedenen Branchen, hätten auf die Frage aber eine gemeinsame Antwort, nämlich: „Etwas mit Umwelt!“

Erklären Sie mal, was Sie machen! Die Umweltpsychologie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung vom Menschen und seiner Umwelt. Zum Beispiel geht es darum, inwiefern Grünflächen in den Städten gesundheitsförderlich für uns Menschen sind. Ich denke, dass inzwischen die Mehrzahl weiß, dass es den Klimawandel gibt und dass er durch menschliche Hand verursacht wurde. Psychologisch ist das ein spannendes Thema, weil der Mensch zugleich Ursache, aber vielleicht auch die Lösung des Problems ist. Hat Ihre Forschung ein Ziel? Wissenschaftler wollen, so banal das klingt, Wissen schaffen. Unsere Frage ist: Wann verhalten sich Menschen umweltbewusst – und wann eher nicht? An den Ergebnissen orientieren sich politische Entscheidungen.

Welche Motivation steckt hinter Ihrer Berufswahl? Ich liebe Sprache. Und ich halte Umwelt- und Klimaschutz für existenziell wichtig. Ich wusste schon ziemlich früh, dass ich schreiben, Geschichten erzählen will. Und gleichzeitig bewegt mich auch das Thema Verantwortung für unseren Planeten schon lange. In meinem Job kann ich beides zusammenbringen und mit journalistischen Mitteln Menschen für Umweltthemen sensibilisieren. Was tun Sie privat in Sachen Umweltschutz? Ich lebe zum Beispiel vegetarisch, beziehe Ökostrom, lege die meisten Wege mit dem Fahrrad oder der Bahn zurück, versuche, Plastik- verpackungen zu reduzieren, und kaufe Kleidung secondhand. Das sin dDinge, die fast jede/r tun kann.

SIE WOLLEN SICH AUCH UMORIENTIEREN?

Wer unzufrieden ist, muss sich hinterfragen. Und wie? „Mit Ikigai“, sagt Moeck. Iki… was?! Sie erklärt: „Das ist eine japanische Lebensphilosophie, die besagt, dass es im Job nicht nur ums Geldverdienen, sondern um Selbstverwirklichung geht. Das Ikigai gestaltet sich aus vier Fragen: Was liebe ich? Was kann ich gut? Was braucht die Welt? Und: Wofür kann ich bezahlt werden? Wer das beantwortet, kommt seinem Ikigai Stück für Stück näher.“ Das ist übrigens ein ständiger Prozess. Beruflich werden wir in Zukunft viele verschiedene Wege einschlagen, Quereinstiege werden immer selbstverständlicher, sagt die Expertin voraus. Wer seinem Werdegang einen grünen Touch verpassen will, sollte es mal hiermit probieren: „Gucken Sie sich die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO an. Welches davon finden Sie besonders spannend?“ Noch ein Tipp: Auf der Plattform findet man Inspiration und Stellenangebote für grüne und sinnstiftende

Sie bauen ökologische Tiny Homes, weil… ? Ich möchte Menschen helfen, die nach dem Downsizing-Prinzip leben wollen. Ich schaffe Wohnräume, die auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnitten sind, und verbaue nur Naturmaterialien, in denen ich selbst leben möchte. Wie sieht Ihr Alltag aus? Mein Job besteht aus ganz verschiedenen Bereichen. Zum einen natürlich der Modul- und Maschinenbau. Ich habe aber auch eine Bürotätigkeit, wo es um Konstruktion und Vertrieb geht. Im Montagebereich arbeiten jetzt inzwischen acht Angestellte – und die zu koordinieren und für eine gute Arbeitsatmosphäre zu sorgen ist eine weitere Aufgabe. Hat Ihr Job Zukunft? Auf jeden Fall! Weil es viele Menschen gibt, die individueller und naturnah leben wollen.