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SUCHMASCHINEN: Such dir mal ’ne Neue


Guter Rat - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 18.07.2019
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FOTO: ISTOCKPHOTO. ILLUSTRATION: ISTOCKPHOTO

»Googeln« ist längst zum Synonym für die Begriffsuche im Internet geworden – unbestritten liefert Google gute Ergebnisse. Doch viele Nutzer stören sich am wachsenden Block von Werbeanzeigen in der Ergebnisliste und fürchten um den Schutz von Daten und Privatsphäre. Zeit, zur Konkurrenz zu wechseln, denn Internetsuche geht nicht nur sicherer und fairer, sondern auch umweltfreundlicher als beim Marktführer

Die Grüne ecosia.org

Problem Internet und Umweltschutz gehen normalerweise nicht eben Hand in Hand: Allein in Deutschland müssen etliche Kraftwerke nur für ...

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Problem Internet und Umweltschutz gehen normalerweise nicht eben Hand in Hand: Allein in Deutschland müssen etliche Kraftwerke nur für die Internetnutzung laufen. 33 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr bringt das mit sich.
Idee Die ökologische Suchmaschine Ecosia leistet Wiedergutmachung, indem der Berliner Betreiber 80 Prozent seiner Werbegewinne an Aufforstungsprojekte spendet. So beteiligen sich die Nutzer kostenlos mit jeder Suche daran, neue Bäume zu pflanzen. Anfang Juli 2019 waren es über 60 Millionen, bis 2020 soll eine Milliarde junger Bäume wachsen. Um transparent zu bleiben, veröffentlicht Ecosia sämtliche Finanzberichte. Die Suchmaschine lässt sich in der Webversion nutzen und für alle gängigen Browser installieren. Sie nutzt die Technologie der Suchmaschine Bing von Microsoft.
Nachteil Suchergebnisse nicht ganz so überzeugend wie bei Google.
Fazit Suchen und nebenher spenden: empfehlenswerte grüne Alternative zu Google.

Die Diskrete qwant.com

Problem Dass konventionelle Suchdienste nur vermeintlich kostenlos sind, dürfte inzwischen jedem bewusst sein – zahlen tut der Nutzer hier mit seinen Daten, denn mit jeder Nutzung informiert man die Unternehmen auch über persönliche Gewohnheiten,Vorlieben und Interessen. Für Google und Co. sind diese Daten Gold wert.
Idee Wie Cliqz garantiert auch Qwant, die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren. Aus diesem Grund zeichnet die französische Suchmaschine Suchanfragen nicht auf und erstellt keine Nutzerprofile anhand des Surfverhaltens. Im Gegensatz zu Cliqz braucht man für Qwant auch keinen gesonderten Browser herunterzuladen, sondern kann die Maschine in den schon vorhandenen installieren.
Nachteil Keine personalisierten Suchergebnisse. Das ist einerseits gut, weil man so eine größere Auswahl bekommt, andererseits passen die Ergebnisse weniger zu einem als bei Google.
Fazit Einfach auszuprobieren, da mit keinerlei Aufwand verbunden.

Die Wohltätige gexsi.com

Problem Klassische Suchmaschinen generieren über Werbeanzeigen und die Vermarktung von wertvollen Nutzerdaten hohe Gewinne, die sie in aller Regel für sich behalten. Das ist ihr gutes Recht und nachvollziehbar – es geht aber auch anders, wie Gexsi zeigt.
Idee Sie bezeichnet sich selbst als »Suchmaschine mit Sinn«: Jeder Klick auf eine Werbeanzeige setzt sich in Geld um, mit dem Gexsi etwa Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte oder humanitäre Hilfe in der Dritten Welt unterstützt. 100 Prozent der Gewinne sollen für gemeinnützige Zwecke eingesetzt werden. Gexsi nutzt dabei ebenfalls die Suchergebnisse des Google-Konkurrenten Bing und ist für alle Browser nutzbar. Aufgexsi.com kann man sehen, welche Projekte momentan gefördert werden, und auch eigene vorschlagen.
Nachteil Weniger Suchfunktionen als Google.
Fazit Mal kurz die Welt retten – oder zumindest einen kleinen Beitrag leisten –, ohne auf gute Suchergebnisse verzichten zu müssen.

Der Geheimtipp startpage.com

Problem Eine Kombination aus den aktuellsten Suchergebnissen, der angenehmsten Seitenbedienung und umfassendem Datenschutz haben viele Nutzer bisher oft vergeblich gesucht.
Idee Startpage will genau das bieten: Sie bezeichnet sich selbst als »diskreteste Suchmaschine der Welt«, sammelt und vermarktet also auch keine Nutzerdaten und finanziert sich über nicht personalisierte Werbung. Dabei greift der niederländische Anbieter auf die perfektionierte Suchtechnologie von Google zurück, bereinigt die Ergebnisse aber um die bereits beschriebenen Tracker. Über das Bedienungsextra »Anonyme Ansicht« kann man schließlich auch Webseiten aus der Suchergebnisliste anklicken, ohne Daten über sich preiszugeben und Spuren zu hinterlassen.
Nachteil Keine Newsund Shoppingsuche.
Fazit Am besten Startpage, Qwant und Cliqz ausprobieren, um für sich herauszufinden, wer Datenschutz und gute Suchergebnisse ideal kombiniert.

Die Verschwiegene cliqz.com

Problem Google-Nutzer kennen das Phänomen: Man sucht nach einem Stichwort und bekommt plötzlich auf etlichen Seiten hierzu passende Werbung angezeigt. Diese Datenvermarktung löst bei vielen Nutzern Unbehagen aus.
Idee Bei dem deutschen Browser Cliqz mit integrierter Suchmaschine ist der Schutz persönlicher Daten oberstes Gebot. Hier wird also nichts gespeichert, was Rückschlüsse auf den Nutzer oder sein Surfverhalten zulassen würde. Sogenannte Tracker, die auf vielen Webseiten nutzeridentifizierende Daten erheben, blockiert Cliqz. Auch Werbung kann man ausschalten. Herunterladbar für Windows (ab Version 7) und Mac (ab Version OS X 10.9).
Nachteil Bisher gibt es für alle, die ihren gewohnten Browser behalten wollen, von Cliqz nur ein Add-on für Mozilla Firefox. Ab Herbst soll es aber eine eigenständige Suchmaschine ohne Browser von Cliqz geben.
Fazit Wichtiger Schritt, um die Autonomie über die eigenen Daten zurückzugewinnen.

Die Altersgerechten

fragfinn.de

blinde- kuh.de

Problem Über konventionelle Suchmaschinen werden – ohne Rücksicht auf das Alter der Nutzer – auch Gewaltdarstellungen, Pornomaterial, beleidigende Inhalte und unseriöse Kaufangebote in den Ergebnislisten gezeigt. Besonders die Bildersuche liefert oft hoch problematische Resultate.
Idee Die deutschen Suchmaschinenfragfinn. de undblinde-kuh.de bieten einen Online- Schutzraum für Kinder zwischen 6 und 13 ren: Hier werden nur altersgerechte, von Medienpädagogen redaktionell geprüfte Internetseiten aufgelistet, spezielle Kinderseiten stehen dabei ganz oben. Eltern finden hier Tipps zur Medienerziehung.
Nachteil Seitengestaltung auf Blinde Kuh wirkt etwas unübersichtlich und altbacken.
Fazit Gut, um Kinder an das Internet heranzuführen – allerdings dürften 13-Jährige andere Wege finden, an Erwachseneninhalte zu kommen.

FÜR KINDER