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SÜSSES FEST zum Nikolaus


Meine gute Landküche - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 26.10.2018

Marita Thiel aus Glonn lädt am 6. Dezember ihre Freundinnen zu selbst gebackenen Plätzchen ein


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Bildquelle: Meine gute Landküche, Ausgabe 6/2018

ZUM NACHMACHEN SCHÖN
Marita Thiel hat auch ein Händchen für stimmungsvolle Deko. Zwischen silbrigen Lamettabäumchen, roten Christsternen, Zapfen und Zweigen funkeln Windlichter und Kerzen in bestrickenden Haltern (rechts)

Wenn ich es recht bedenke, fällt zu keiner Zeit das Wort „Tradition“ so häufig wie im Dezember. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist um Weihnachten herum in vielen deutschen Wohnzimmern ebenso Tradition wie „Sissi“. Die gebratene Gans kehrt alle Jahre vom Ofen auf die Teller wieder und ...

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Wenn ich es recht bedenke, fällt zu keiner Zeit das Wort „Tradition“ so häufig wie im Dezember. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist um Weihnachten herum in vielen deutschen Wohnzimmern ebenso Tradition wie „Sissi“. Die gebratene Gans kehrt alle Jahre vom Ofen auf die Teller wieder und Menschen, die man sonst nur selten spricht, werden mit seelenvollen Karten bedacht. Man träumt vom langen Spaziergang durch tiefen Schnee und hinterher den Traum von Wärme und Glühwein. Lichter strahlen auf, Kugeln glitzern, Tannengrün schmückt Fenster und Hauseingänge. Schöne Erinnerungen an glückliche Kindheitsmomente. Die Sehnsucht nach Aufgehobensein und Wohligkeit bleibt für immer und hält alte Traditionen aufrecht.
Auch im oberbayerischen Glonn hat sich eine Frau einer Tradition verschrieben. Seit drei Jahren pünktlich zum Nikolausabend am 6. Dezember lädt Marita Thiel ihre Freundinnen ein. Zu Plätzchen und zu Punsch und zu kleinen Deftigkeiten hinterher. Dafür backt und kocht sie tagelang, putzt und schmückt nicht nur das Haus, sondern obendrein die Terrasse, denn auch die wird später bevölkert werden. Marita Thiel wälzt Rezepte, schreibt Kärtchen und wartet am Ende mit einer Weihnachtstafel auf, die in diesem Jahr besondere Beachtung findet. „Mein Gott, so schön wie in einer Zeitschrift“, ruft eine der Damen irgendwann sinnigerweise aus und hat die Lacher damit auf ihrer Seite. Zugegeben: Einladungen sind tatsächlich mit viel Schufterei verbunden. Zumindest dann, wenn es schön und lecker werden soll. Wir alle wissen das. „Aber mir ist es das wert“, sagt Marita. Sie stammt ursprünglich aus dem Rheinland und hat getreu der dort ansässigen Frohnatur weder etwas gegen das Zupacken noch etwas gegen das Lachen. „Ich finde es einfach schön, meine Liebsten um mich zu versammeln, ich mag es, wenn Menschen sich bei mir wohlfühlen und gekocht und gebacken hab ich auch schon immer gern. Von Zeit zu Zeit muss so eine kleine Ver anstaltung eben sein.“


Mit Herz und Hand: Hier ist alles selbst gemacht


Und so strahlt und duftet dann auch das ganze Haus, als es um sechs Uhr abends klingelt und eine Freundin nach der anderen in Daunenjacke und mit rot gefrorenen Wangen Maritas kerzenerleuchtetes Wohnzimmer betritt. Ein bisschen erinnern die Frauen, wie sie mit glänzenden Augen die Köstlichkeiten auf der Tafel betrachten, nun an kleine Mädchen. Ahs und Ohs schwirren durch den Raum, jemand summt beschwingt eine Weihnachtsmelodie, eine vorwitzige Stimme fragt, ob man denn mal probieren dürfe. „Natürlich“, ruft Marita aus der Küche, wo der Punsch leise auf dem Herd köchelt, „dafür ist es doch da! Und es gibt jede Menge Nachschub.“ Was sich als ziemlich vorausschauend erweist. Denn nachdem die erste Zurückhaltung einmal aufgegeben und das Gemurmel von Kalorien und Kohlenhydraten verstummt ist, leeren sich die Platten und Etageren voller Plätzchen zügig. Was mich, die den ganzen Tag über der Versuchung ohnehin nicht widerstehen konnte, keinesfalls wundert.
Zarte Vanillekipferln häufen sich neben liebe voll verzierten SafranHonigTannenbäumchen. Prächtige Datteln in Marzipan und Schokolade stehen in Konkurrenz zu leckerknus prigen EspressoCantuccini, Erd nuss Fleckerl locken mit buttrigem Schmelz, der Weihnachtskuchen, bestäubt mit Puderzucker und in Form eines Sterns, ist fast zu schön, um ihn anzuschneiden. Da ist es kaum zu glauben, dass all diese Schätze aus Maritas wunderbarer Weihnachtsbäckerei noch übertroffen werden könnten. Doch genau so ist es, denn für die Bayerischen Herzen, jene feinen Plätzchen aus Butter, gerösteten Haselnüssen, Schokolade und sahnig-feinem Nugat, würde ich meinen inneren Schweinehund immer wieder opfern. Und tue es auch allzu gern!

MIT ALPENBLICK Der malerische Marktflecken Glonn liegt idyllisch zwischen bewaldeten Hügeln, mit Fernblick auf die Bayerischen Alpen. Hier wohnt Marita Thiel mit ihren zwei Söhnen und lässt, jedes Jahr am Nikolaus-Abend, eine Tradition hochleben: Sie lädt Freundinnen zum Plätzchen-Abend ein. Dass sie dafür tagelang viel vorbereitet, ist ihr egal: „Das ist es mir wert“

GENÜSSLICHES BEISAMMENSEIN Die Plätzchen wollen alle probiert sein. Von klassischen Vanillekipferln bis zu liebevoll verzierten Safran-Honig-Bäumchen und königlichen Datteln im Schoko- und Marzipanmantel bleibt den acht Freundinnen von Marita Thiel (Foto linke Seite) am Abend nur eins: zu schwelgen

Karamelltaler


Safran-Honig-Bäumchen


Bayerische Herzen


Es ist im Übrigen nicht das einzige Mal an diesem denkwürdigen Abend. Denn wie immer nach zu viel Süßem steht den Beteiligten ja meist der Sinn nach Herzhaftem. Und auch das hat Marita vorausgesehen. Für die Damen heißt das: „Jacken anziehen und mitkommen.“ Hinaus auf die Terrasse. Und auch wenn es drinnen wunderschön gewesen ist, hier draußen ist es fast noch schöner. Schneeduft liegt in der klaren Luft, die Lichter am Tannenbaum erhellen die Nacht, in einer großen Feuerschale verbrennt wärmend und knisternd eine Ladung Holz. Der Tisch ist über und über mit Kerzen und Tannenzweigen bedeckt und der Punsch, der lange gezogen hat, dampft nun in einem Kristallkrug. Daneben wartet auf einem Holzbrett selbst gebackenes Bauernbrot auf uns, außen kross und innen weich, dazu Schälchen mit hausge machtem Enten-Rillette und auf etlichen Platten Maritas selbst kreierte Lachsschnitten. Ingwer und Meerrettich sind ihr delikates Geheimnis. Gekicher und Gespräche verstummen, den Damen schmeckt es.

Espresso-Cantuccini


Vanillekipferln


Dattelpralinen


Fotos: MLK/Michael Gregonowits

„Wir können nur hoffen“, wendet sich nun Ninette, eine enge Freundin des Hauses, enthusiastisch an mich, „dass Marita diese Tradition noch lange aufrechterhält. Sie macht das so toll, es ist wieder ein so gelungener Abend.“ Und Marita? Sie lacht zufrieden und beruhigt uns. Klar werde sie mit dieser Tradition nicht brechen, Schufterei hin oder her. Sie sei eben ein Seelenmensch, der solche Tage brauche. Richtig bewusst sei ihr das geworden, nachdem ihre Ehe in die Brüche gegangen und sie mit ihren beiden Söhnen in dem Glonner Haus plötzlich allein war. Eine, die sich auf Dauer verkriecht, sei sie nun mal nicht. Eine, die anpacken und sich kümmern will, aber schon. Und als das erste Weihnachten in einer Welt drohte, die gänzlich aus den Fugen geraten war, musste etwas Neues her. So wurden wieder Plätzchen gebacken und das Haus geschmückt, der Tisch gedeckt, Holz gestapelt. Und herein stapften am 6. Dezember vor drei Jahren zum ersten Mal acht hungrige Freundinnen, mit denen nach wie vor zu rechnen ist. Das Leben geht eben immer weiter. Manchmal sogar mit dem Hurra des Neuen.

Weihnachtskuchen


Zuckersüßes fürs Auge und den Gaumen


Weihnachtskuchen

Foto links

Für 1 Kuchen
• 350 g Dinkelmehl (Type 630) • 1 Pck. Backpulver • 250 g brauner Zucker • 1 Pck. Vanillezucker • 1 Pr. Salz • 100 g gemahlene Haselnüsse • 1 Pck. Lebkuchengewürz • 125 ml Milch • 125 ml kohlensäurehaltiges

Mineralwasser
• 150 g weiche Butter • 2 EL Honig • 4 Eier • 2–3 EL Puderzucker

1. Backofen auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) vorheizen. Sternbackform (Ø 28–30 cm) sehr gut fetten.
2. Für den Teig Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Nüsse und Lebkuchengewürz mischen. Milch, Mineralwasser, Butter, Honig und Eier miteinander verrühren.
3. Die Mehlmischung mit der Buttermischung gut vermengen. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 60–70 Minuten backen. Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen, nach Wunsch garnieren.

TIPP: Der Kuchen schmeckt noch besser, wenn er vor dem Garnieren eine Nacht durch gezogen ist.

Apfel-Johannisbeer-Punsch

Foto rechts oben

Für 5 Portionen
• 1 l naturtrüber Apfelsaft • Saft von 1 Zitrone • 250 ml Johannisbeersirup • 3 Zimtstangen • 3 Beutel Früchtetee (z. B. Apfelstrudel- oder Apfel-Zimt-Aroma) • 150 ml Rum

1. Apfelund Zitronensaft sowie den Johannisbeersirup in einen Topf geben und erhitzen. Zimtstangen sowie die Teebeutel hinzufügen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.
2. Anschließend Zimtstangen sowie Teebeutel entfernen. Rum in den Punsch geben, evtl. nochmals erhitzen (nicht kochen), heiß servieren.

Karamelltaler

Für ca. 30 Stück
• 60 g weiche Butter • 60 g brauner Zucker • 1 Eigelb • 50 ml Karamellsoße (Fertigprodukt oder selbst gemacht) • 100 g Dinkelmehl (Type 630) • 1 TL Backpulver • 200 g Walnusskerne • 150 g dunkle Kuvertüre

1. Alle Zutaten bis auf die Nüsse und die Kuvertüre zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen auf einer bemehlten Fläche zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie verpackt 1 Stunde kühl stellen.
2. Den Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Nüsse hacken und auf einen flachen Teller geben.
3. Die Teigrolle in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Taler mit je einer Seite in die Nüsse drücken, dann mit der NussSeite nach oben auf das Blech legen – dabei ausreichend Abstand zwischen den Talern lassen. Taler 10–15 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
4. Die Kuvertüre grob raspeln und im warmen Wasserbad schmelzen. Kuvertüre über die Taler sprenkeln.

Safran-Honig-Bäumchen

Für ca. 30 Stück Für den Teig:
• 220 g Dinkelmehl (Type 630) • 1 Döschen Safran • 1 TL Zimt • 20 g Rohrzucker • 1 TL Kardamompulver • 100 g gemahlene Haselnüsse • 1 Prise Salz • 1 Ei • 150 g weiche Butter • 80 g Waldhonig

Für den Guss:
• 100 g Puderzucker • 2 TL Zitronensaft • Zuckerdeko

1. Für den Teig Mehl, Safran, Zimt, Zucker, Kardamom, Nüsse und Salz mischen. Ei, Butter sowie Honig hinzufügen und unterkneten. Den Teig in Folie ca. 2 Stunden kühl stellen.
2. Den Backofen auf 160 Grad (Umluft 140 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 4 mm dick ausrollen und Bäume daraus ausstechen. Die Bäumchen auf das Blech legen und 12–15 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, auf einem Gitter abkühlen lassen.
3. Für den Guss den Puderzucker mit Zitronensaft verrühren. Die Plätzchen mit dem Guss bestreichen und mit der Zuckerdeko verzieren.

Bayerische Herzen

Für ca. 25 Stück
• 150 g gemahlene Haselnüsse • 250 g Dinkelmehl (Type 630) • ½ TL Backpulver • 80 g brauner Zucker • 1 Pck. Vanillezucker • 1 Ei • 200 g Butter • 200 g Nugat • 2 TL lösliches Espressopulver • 150 g Zartbitterkuvertüre

1. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Fettzugabe leicht rösten, dann abkühlen lassen. Mehl und Backpulver mischen. Nüsse, Zucker, Vanillezucker, Ei und Butter hinzufügen. Alles gut verkneten. Den Teig etwa 1 Stunde kühl stellen.
2. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. 3. Den Teig auf bemehlter Fläche ca. 3 mm dick ausrollen und Herzen ausstechen. Die Herzen auf das Blech legen und 10–15 Minuten backen. Dann abkühlen lassen.
4. Nugat schmelzen und mit dem Espressopulver mischen. Die Masse etwas abkühlen lassen. Jeweils etwas Nugat auf die Hälfte der Herzen streichen, die übrigen Herzen auflegen und leicht andrücken. Die Nugatmasse fest werden lassen.
5. Kuvertüre grob raspeln und im Wasserbad schmelzen. Die Herzspitzen in die Kuvertüre tauchen, auf Backpapier abtrocknen lassen.

Espresso-Cantuccini

Für ca. 25 Stück

• 100 g geschälte Mandelkerne • 130 g Dinkelmehl (Type 630) • 70 g brauner Zucker • ½ TL Backpulver • 2 TL lösliches Espressopulver • 1 EL Kaffeelikör • 50 g Marzipan rohmasse • 20 g Butter • 1 Ei

1. Mandeln in einer Pfanne ohne Fettzugabe rösten, abkühlen lassen. Dann die Mandeln mit Mehl, Zucker und Backpulver mischen.
2. Espressopulver und Likör verrühren. Marzipanmasse auf einer Reibe grob raspeln. Espressomischung, Marzipan, Butter sowie das Ei zum Mehlmix geben und gut verkneten.
3. Den Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Den Teig auf bemehlter Fläche zu einer ca. 40 cm langen Rolle formen. Die Rolle auf das Blech legen, 20–25 Minuten backen, leicht abkühlen lassen.
4. Die lauwarme Rolle mit einer glatten Messerklinge schräg in ca. 1 ½ cm breite Scheiben schneiden. Die Cantuccini auf dem Blech weitere 10–15 Minuten backen.

Vanillekipferln

Für ca. 30 Stück

Für den Teig:
• 200 g Butter • 100 g brauner Zucker • Mark von 1 Vanille schote • 280 g Dinkelmehl • 200 g gemahlene Mandeln • 1 TL Backpulver

Außerdem:
• 150g Puderzucker • 2 EL brauner Zucker • Mark von 1 Vanilleschote

1. Butter, Zucker und Vanillemark vermengen. Mehl, Mandeln und Backpulver unterkneten. Teig in Folie ca. 1 ½ Stunden kühlen.
2. Backofen auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) vorheizen. Teig zu daumendicken Rollen formen, in Scheiben schneiden, und Kipferln daraus formen. Diese auf Blech mit Backpapier 12–15 Minuten backen. Lauwarm abkühlen lassen. Puderzucker, Zucker und Vanillemark mischen. Kipferln in der Mischung wälzen.

Dattelpralinen

Für 16 Stück
• 16 getrocknete, kernlose Datteln • 150 ml Cognac • 16 geschälte Mandelkerne • 200 g Marzipanrohmasse • 200 g dunkle Kuvertüre

1. Die Datteln mit Cognac übergießen und ca. 1 Stunde ziehen lassen.
2. Dann die Datteln abtropfen lassen und trocken tupfen. Je 1 Mandelkern in jede Dattel stecken.
3. Marzipan in 16 Portionen teilen und so um die Datteln formen, dass diese nicht mehr zu sehen sind.
4. Kuvertüre grob raspeln und im warmen Wasser schmelzen lassen. Datteln in die Kuvertüre tauchen, auf Backpapier abtrocknen lassen. Nach Wunsch mit Puderzucker oder Kakaopulver bestäuben.

Lachsschnitten mit Meerrettich

Foto rechts oben

Für 4–5 Portionen
• 12 Scheiben Baguette • 200 g Frischkäse mit Joghurt • 1 TL Senf • 2 TL scharfer Meerrettich • Salz, Pfeffer • 12 Scheiben geräucherter Lachs • 1 Beet Kresse • 12 Scheiben eingelegter Ingwer

1. Brotscheiben im Toaster kurz rösten. Frischkäse, Senf, Meerrettich verrühren. Creme mit Salz, Pfeffer würzen, auf die Brote streichen.
2. Je 1 Scheibe Lachs auflegen. Brote mit Kresse und Ingwer garnieren.

Bauernbrot

Foto ganz rechts oben

Für 1 Laib
• 1 Pck. Trockenhefe • 380 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser (lauwarm) • 400 g Dinkelmehl (Type 630) • 350 g Roggenmehl (Type 1150) • ½ EL Zucker • 1 EL Salz • 1 EL Honig • 2 EL Olivenöl

1. Die Hefe mit 100 ml Mineralwasser und 20 g Dinkelmehl zu einem Vorteig verrühren. Den Vorteig ca. 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.
2. Rest Dinkelmehl, Roggenmehl, Zucker, Salz, Honig und Öl zum Vorteig geben. Übriges Mineralwasser zufügen und alles gut verkneten. Zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen.
3. Den Backofen auf 240 Grad (Umluft 220 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf bemehlter Fläche nochmals kräftig mit den Händen durch kneten. Den Teig zu einem Brotlaib formen, auf das Blech setzen. Den Laib evtl. mit etwas Mehl bestreuen.
4. Brot 20 Minuten backen. Ofentemperatur auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) reduzieren. Bauernbrot weitere 35–40 Minuten backen.

Enten-Rillette

Foto ganz rechts oben

Für 7 Gläser à 150 g
• 1 Zwiebel • ½ Bund Majoran • ½ Bund Thymian • 600 g Entenbrustfilet • Salz, Pfeffer • 1 TL brauner Zucker • 150 g Gänseschmalz (alternativ Schweineschmalz) • 100 ml Entenfond (alternativ Gänsefond) • 75 ml Cognac • 100 ml trockener Weißwein • 2 Lorbeerblätter

1. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Kräuter abbrausen und trocken schütteln. Die Blättchen von den Stielen zupfen und fein hacken. Das Fleisch abbrausen und trocken tupfen. Fett und Sehnen entfernen und beiseitelegen.
2. Zwiebel, Kräuter, Salz, Pfeffer und Zucker mischen. Das Fleisch mit der Mischung einreiben. Dann in Frischhaltefolie wickeln und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
3. Das abgelöste Entenfett in einem gusseisernen Topf schmelzen lassen. Schmalz hinzufügen, ebenfalls schmelzen. Fond, Cognac und Wein angießen. Lorbeer hinzufügen.
4. Fleisch aus der Folie nehmen, im Fettsud 4–5 Stunden köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren.
5. Dann das Fleisch aus dem Sud heben und mit einer Gabel zerpflücken. Den Sud mit Salz, Pfeffer abschmecken. Das Fleisch wieder in den Sud geben und alles verrühren.
6. Mischung in vorbereitete Gläser geben. Dabei darauf achten, dass alles mit einer Fettschicht bedeckt ist. Gläser verschließen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Lachsschnitten mit Meerrettich


… und etwas Herzhaftes zum Schluss


Bauernbrot mit Enten-Rillette


Fotos: MLK/Michael Gregonowits; Karte: MLK/Claudine Panagopoulos

Fotos: MLK/Michael Gregonowits