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SÜSSWASSER 40 ZIELE: 40 JAHRE TAUCHEN: 40 SÜSSWASSERTIPPS FÜR TAUCHER


TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 15.06.2018

Auf der ganzen Welt verteilt liegen schönste Süßwasser-Spots – und inSeen, Flüssen und Höhlen abzutauchen hat seine ganz eigene Faszination. Kommen Sie mit auf Weltreise: Wir stellen 40 absolute Topspots vor, die Sie nach einem Besuch garantiert nicht mehr vergessen werden.


AUSTRALIEN

EWENS PONDS & PICCANINNIE PONDS

Artikelbild für den Artikel "SÜSSWASSER 40 ZIELE: 40 JAHRE TAUCHEN: 40 SÜSSWASSERTIPPS FÜR TAUCHER" aus der Ausgabe 70/2018 von TAUCHEN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

FOTO: WWW.REEF2RIDGE.COM

In der Stadt Mount Gambier in Südaustralien liegen die vielleicht besten Süßwasser-Tauchund Schnorchelspots des Kontinents. Mehrere Sinkholes im Kalksteinsockel der Region sind gefüllt mit glasklarem Wasser und schon lange als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Bei ...

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In der Stadt Mount Gambier in Südaustralien liegen die vielleicht besten Süßwasser-Tauchund Schnorchelspots des Kontinents. Mehrere Sinkholes im Kalksteinsockel der Region sind gefüllt mit glasklarem Wasser und schon lange als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Bei Sichtweiten bis über 50 Meter fühlt man sich gleichsam wie in einem wunderschön bepflanzten Aquarium. An Tieren gibt’s vor allem Barben, Aale und Flusskrebse zu sehen. Einziges Manko sind die bescheidenen Wassertemperaturen von 10 bis 15 Grad Celsius. Die drei überschaubaren bis zu zehn Meter tiefen Ewens Ponds sind für Taucher und Schnorchler frei zugänglich. Bei den Piccaninnie Ponds ist eine Genehmigung einzuholen. Der Quellsee geht nämlich in ein Höhlensystem über, das schon einige Todesopfer gefordert hat.
www.reef2ridge.com

BRASILIEN

BONITO

FOTO: F. BANFI

Das südamerikanische Pantanal ist eines der größten und am wenigsten erschlossenen Feuchtgebiet der Erde und UNESCO-Weltnaturerbe. Die Flüsse um die brasilianische Kleinstadt Bonito gehören zu den klarsten der Welt und sind von großer Bedeutung für den örtlichen Ökotourismus. Der stark kalkhaltige Boden und diverse Quelltöpfe sorgen für das unwahrscheinlich transparente, aber dennoch von bunten Fischen bevölkerte Wasser. Hier zu schnorcheln zählt zu den faszinierendsten Erlebnissen, die ein Süßwasserfan je machen kann! Zusätzlich kann man unweit von Bonito in zwei Karstdolinen mit Tropfsteinhöhlen tauchen. Beide sind für OWD-Taucher zugänglich. Beste Reisezeit ist von Juni bis September. Weitere Infos von Franco Banfi, e-Mail: tour@banfi.ch

DEUTSCHLAND

BODENSEE

Der Bodensee wäre alleine von seiner Größe und Vielfältigkeit her das ideale Tauchgewässer, wären da nicht unzählige Uferverbauungen und lokale sowie zeitlich beschränkte Tauchverbote. So sind die meisten seiner unglaublichen rund 100 Tauchplätze nur sehr schwierig oder ausschließlich mit dem Boot erreichbar. Dennoch ist der größte Trinkwasserspeicher Europas mit seiner beachtlichen Tiefe von über 250 Metern ein hervorragendes Tauchziel. Neben einer ganzen Reihe flacher, fisch- und pflanzenreicher Uferzonen ist der Bodensee jedoch vor allem für erfahrene Taucher geeignet. Faszinierende Felsformationen, atemberaubende Steilwände sowie sein bekanntestes Wrack – die „Jura“ – locken alle in größere Tiefen. Die besten Sichtweiten mit oftmals über 20 Metern herrschen allerdings nur im Winter.
www.tauchschule-meersburg.de

ECHINGER WEIHER

Im Speckgürtel der bayerischen Millionenmetropole München vermutet man kein herausragendes Tauchgewässer. Dennoch findet sich genau so etwas im Echinger Weiher, keine 25 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Von der A9 aus nicht einsehbar liegt der unscheinbare kleine See mitten im Landschaftsschutzgebiet. Die ehemalige Kiesgrube wird durch eine Vielzahl winziger Quellen reinsten Trinkwassers gespeist, das in zwei kleinen Bächlein abfließt und die Temperatur ganzjährig bei rund zehn Grad Celsius hält. Dafür ist die Sicht mit meist deutlich mehr als zehn Metern hervorragend. Im etwa 250 mal 100 Meter großen See schwebt man über leuchtend grüne Armleuchteralgen-Wiesen, dichte Pflanzenbestände in Ufernähe, versunkene Bäume und bizarr anmutende Äste. An Fischen gibt’s hauptsächlich Barsche, einige Hechte sowie ab und zu eine scheue Forelle zu sehen. Nachttauchen ist in dem acht Meter tiefen See leider nicht gestattet.
www.echingerweiher.simdif.com

DEUTSCHLAND

HEMMOOR

Die ehemalige Kreidegrube in Niedersachsen hat sich nach Beendigung des Kalk-Abbaus in den 70er-Jahren mit Wasser gefüllt. Ergebnis ist nicht nur eine auch für Tekkies interessante Tiefe von 55 Metern, sondern auch noch ganzjährig hervorragende Sichtweiten von bis zu 25 Metern. Neben einer Vielzahl an Relikten aus der Bergbauzeit wie Förderband, Lastwagen, Straße und natürlich dem berühmten Rüttler – einer Kiesschütte aus Beton mit anschließender Brücke – wurden in den letzten Jahren auch allerlei Wracks versenkt. Sieben Einstiege und weit über zwei Dutzend Tauchspots führen in den tiefsten See Norddeutschlands.
www.kreideseetaucher.de

NORDHAUSEN

Die Nordhäuser Seenplatte ist „der“ Hotspot im Dreiländereck Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Mit Recht, denn der gut 30 Meter tiefe Sundhäuser und der benachbarte bis zu 45 Meter tiefe Möwensee bestechen durch gute Sichtweiten und enormen Fischreichtum. Aufrecht stehende Bäume, ein halbes Dutzend Schiffswracks sowie jede Menge Ausbildungsplattformen wurden hier versenkt. Am Nordende des Sees liegt ein Unterwassermuseum aus nachgebildeten Gemäuern der Reichsstadt Nordhausen.
www.actionsport-nordhausen.de

GROSSER STECHLINSEE

Das klarste Tauchgewässer von Brandenburg ist über 400 Hektar groß und liegt im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Tauchen ist ausschließlich von der Badebucht in Neuglobsow aus erlaubt. Kennzeichnend sind sein Pflanzen- und Fischreichtum sowie seine überdurchschnittliche Sicht, die im Herbst und Winter auf 15 Meter steigen kann. Man schwebt durch einen Dschungel aus Laichkräutern voller Hechte, Barsche, Schleien, Rotaugen, Aale und Flusskrebse sowie über endlose Wiesen von Armleuchteralgen.
www.tauchbasis-stechlinsee.de

TAUCHERKESSEL LÖBEJÜN

Bestes Steinbruchtauchen bei überdurchschnittlich guten Sichtweiten in Sachsen-Anhalt nahe der Stadt Halle an der Saale: Auf einem Privatgelände hat man die Wahl zwischen drei ehemaligen Kesselsteinbrüchen. Stufenförmig abfallende Steilwände aus rotem Porphyr bis zu 22 Meter Tiefe geben eine wunderbare Kulisse ab für diverse Artefakte aus der Bergbauzeit sowie ein versenktes Boot und einen Hängegleiter. Weitere Hauptattraktion sind die Fische wie Barsch und Hecht, einige teils handzahme Störe sowie jede Menge Galizische Sumpfkrebse.
www.taucherkessel.com

SCHIEFERBERGWERK NUTTLAR

Höhlentaucher kommen bei Bestwig im nordrhein-westfälischen Sauerland voll auf ihre Kosten. Nach über 100-jähriger Bergbauzeit wurden 1985 Licht und Pumpen abgestellt und das Stollensystem hat sich auf einer Länge von zwölf Kilometern mit Wasser gefüllt. Nahezu alles an Arbeitsgerät wie Schienen, Loren, Werkzeuge, aber auch persönliche Gegenstände blieben unverändert erhalten und sind im sieben Grad kalten und kristallklaren Wasser konserviert. Sporttaucher können hier unter Führung Höhlenerfahrung sammeln.
www.bergwerktauchen.de

WALCHENSEE

Als einer der tiefsten (190 Meter) Alpenseen Deutschlands ist der bayerische Walchensee bei Garmisch-Partenkirchen vor allem bei erfahrenen Tauchern und Tekkies beliebt. Faszinierende Felsformationen, atemberaubende Steilwände und einige Boots- und Autowracks lassen bei überdurchschnittlichen Sichtweiten jedes Taucherherz höher schlagen. Im Herbst und Winter verbessert sich seine Transparenz auf sensationelle Werte von bis zu 30 Meter. Anspruchsvolle Spots mit senkrechten Steilwänden bis in 95 Meter Tiefe liegen zwischen den Orten Urfeld und Walchensee. Flachere Plätze befinden sich am Südufer.
www.walchensee.net/de/tauchen.php

FINNLAND

OJAMO-MINE

Etwa 60 Kilometer westlich von Helsinki liegt der mittlerweile bekannteste Tauchspot des Landes. In der Mine wurde im 19. Jahrhundert Kalkstein abgebaut. Nach Einstellung des Bergbaubetriebs Mitte der 60er-Jahre füllte sich das viele Kilometer lange, weit verzweigte Stollensystem mit Wasser und sieht heute wie ein unscheinbarer See im Wald aus. Der Mineneingang liegt auf 28 Metern Tiefe (im Winter muss man erst eine Viertelstunde im zugefrorenen See bis zum Eingang tauchen). Danach folgt eine Reihe von 13 teils gigantischen Hallen, die durch enge Stollen miteinander verbunden sind, bevor es auf die nächste Etage in 56 Metern Tiefe geht. 88 und 138 Meter markieren die nächsten Etagen. Innerhalb der Mine ist das Wasser kristallklar und ganzjährig vier Grad Celsius kalt.
www.ojamodive.fi

FOTO: J. SUHONEN

ITALIEN

FOTO: H. FREI

LAGO CAPO D’ACQUA

In den Abruzzen – nur eineinhalb Autostunden nordwestlich vom Lago di Fibreno – liegt der etwas bekanntere See im gleichnamigen Dorf. Der von mehreren Grundwasserquellen gespeiste See wurde in den frühen 60er-Jahren als Trinkwasserreservoir und zur Bewässerung der Felder künstlich aufgestaut. Highlight im maximal neun Meter tiefen Gewässer sind die Mauerreste zweier Mühlen aus dem Mittelalter, die allerdings wegen Einsturzgefahr nur mit etwas Abstand betaucht werden dürfen. Das Wasser herrlich klar und die Szenerie mit Ruinen vor stahlblauem Wasser und hellgrünem Pflanzenbewuchs kaum zu toppen. Der in einem Naturschutzgebiet liegende Privatsee ist derzeit an eine kleine Tauchbasis verpachtet und ausschließlich darüber betauchbar.
www.atlantidesub.com

ITALIEN

GARDASEE

Der größte See Italiens ist ein vorzügliches Tauchrevier. Vor allem der nördliche Teil wartet mit spektakulären Steilwänden, Überhängen, Untiefen, Canyons und Wracks auf. Das Wasser erreicht mit sensationellen 20 bis 25 Metern zwischen Herbst und Winter seine größte Transparenz, aber auch im Hochsommer ist es unterhalb von 20 Metern sehr klar. Die flachen Uferzonen werden oft von einem nahezu undurchdringlichen Pflanzendschungel überwuchert, wo man nicht nur Hechte, sondern auch Sonnenbarsche, Süßwasser-Schleimfische und Garnelen findet. In mittleren und größeren Tiefen überraschen auffallend große Exemplare von Aalrutten!
www.leonessadiving.com

LAGO DI FIBRENO

Am Fuße der Abruzzen liegt der lang gezogene, stark verkrautete See inmitten eines Naturschutzgebiets. Der einzig erlaubte Einstieg liegt im Ortszentrum von Posta di Fibreno. Der rund 50 mal 50 Meter große Quelltopf führt mit steilen Wänden bis in knapp 16 Meter Tiefe und begeistert mit kristallklarem, zehn Grad kaltem Wasser und einem riesigen, mit Algen überzogenen Metallkreuz. Eine Märchenlandschaft aus Wasserpflanzen und Schleimalgengeflechten erstreckt sich hoch bis über den Rand, erfordert jedoch perfekte Tarierkünste.
www.assoscuba.it

FOTOS: W. PÖLZER, H. FREI

KANADA

FOTO: W. THIELE

ADAMS RIVER

Etwa 450 Kilometer nordöstlich von Vancouver in British Columbia kann man alljährlich den „Salmon Run“ beobachten: Das sensationelle Naturschauspiel, bei dem rund 30 Millionen Lachse aus dem Pazifik in die Flüsse zu ihren Geburtsstätten aufsteigen, um dort gemeinschaftlich abzulaichen. Die schönsten und dann knallrot gefärbten Sockeye-Lachse findet man meist Anfang Oktober im Adams River. Fürs Schorcheln braucht man hier allerdings eine Sondergenehmigung. Ohne Genehmigung kann man flussabwärts ins Wasser, zum Beispiel im Mündungsbereich in den Adams Lake und in den Shuswap Lake.
www.waterworld.at

MALAWI

MALAWISEE

Wer im drittgrößten See Afrikas und neuntgrößten See der Welt abtaucht, fühlt sich wie in einem gigantischen Aquarium. Sagenhafte 450 Fischarten bevölkern den Millionen Jahre alten See in Ostafrika und haben ihn vor allem durch seine farbenfrohen, maulbrütenden Buntbarsche bei Aquarianern in aller Welt bekannt gemacht. Dass es an dem weit über 700 Meter tiefen, großteils kristallklaren See Touristenresorts mit malerischen Sandstränden, Felsinseln und Tauchbasen gibt, ist bislang jedoch kaum bekannt. Exklusives Tauchen mitten in Afrika entlang von faszinierenden Felsformationen und Canyons voller Buntbarsche, ellenlangen Welsen und anderen Aquarienfischen. Die teils riesigen Granitfelsen haben unzählige Löcher und Spalten, aber auch betauchbare Torbögen und Grotten – und allzeit wird man umringt von zahllosen vorwiegend endemischen Fischen.
www.waterworld.at

FOTO: D. ALLEN

MEXIKO

CENOTEN

FOTO: U. KUNZ

Der Begriff Cenote stammt von den Mayas auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan und bezeichnet ein dolinenartiges Einsturzloch, das mit Süßwasser gefüllt ist. Viele der weit über 1000 bekannten Cenoten in Mexiko sind nur die Einstiege in faszinierende, oft riesige Höhlensysteme voller bizarrer Tropfsteingebilde. Ihr meist völlig transparentes Wasser lässt einen durch märchenhafte Höhlenlandschaften schweben, die sich oft durch riesige Hallen und geräumige Gänge auszeichnen. Komplett finstere Regionen bleiben selbstverständlich ausgebildeten Höhlentauchern vorbehalten, während lichtdurchflutete Eingangsbereiche auch Sporttauchern und Schnorchlern offen stehen.
www.cenote-diving.com, www.yucatandivetrek.com, www.xtcdivecenter.com

NORWEGEN

LYNGSTØYLVATNET

Reste von neun Häusern, eine Brücke samt Straße und einen versunkenen Wald kann man in dem See Lyngstøylvatnet bestaunen, der in der Nähe des Nordangsdalen-Tals liegt und 1908 geflutet wurde. Die besten Sichtweiten mit über 40 Metern hat man im Herbst, die Tauchtiefe liegt bei rund neu Metern. Das Tauchen muss man allerdings selber organisieren, denn es gibt keine Tauchbasis in der Nähe.

FOTO: C. SKAUGE

ÖSTERREICH

ATTERSEE

FOTO: W. PÖLZER

Das „Meer der Alpen“ lockt zunehmend Taucher aus aller Herren Länder an. Zahllose, gut beschilderte Einstiegsstellen entlang der Uferstraße sowie kompetente Tauchbasen gibt es an dem See, der wunderschön gelegen ist. Obwohl gerade bei Tech-Tauchern hoch beliebt, hat der Attersee weit mehr zu bieten als spektakuläre Steilwände und große Tiefen in Ufernähe. Pflanzen- und fischreiche Flachwasserzonen, unzählige Wracks sowie interessante Felsformationen in Sporttauchtiefen und das alles bei ganzjährig überdurchschnittlich guten Sichtweiten. Der Attersee besitzt übrigens Trinkwasserqualität, gilt als größter, vollständig in Österreich liegende See und ist mit seinen 171 Meter auch einer der tiefsten des Landes.
www.u-p.at

ÖSTERREICH

ERLAUFSEE

In der Nähe von Mariazell in der Steiermark liegt der fischreiche Erlaufsee in 827 Metern Höhe. Barsche, Forellen, Schleien, Hechte und Rotfedern – in eindrucksvollen Schwärmen! – sind in dem maximal 38 Meter tiefen See zu beobachten. Der herrlich klare See hat im flacheren Uferbereich auch einen schönen Pflanzenbewuchs: Wiesen aus Armleuchteralgen leuchten in kräftigem Grün, während das höher wachsende Laichkraut den Fischen gute Versteckmöglichkeiten bietet. Die Sichtweiten liegen im Somer auch zwischen 10 und 15 Metern, im Herbst/Winter auch darüber.
www.tauchschule.co.at

GOSAUSEE

Ein Bergsee wie er im Buche steht! Unter Wasser gilt er vor allem ab Sommer als der klarste Tauchsee des Salzkammerguts und erreicht im Herbst sensationelle Werte von weit über 30 Metern Sicht! An Fischen bekommt man vorwiegend Barsche, winzige Groppen und ab und an auch mal eine scheue Seeforelle oder eine Quappe zu Gesicht. Die taucherischen Highlights sind vor allem die faszinierenden Felsformationen mit kleinen Steilwänden, riesigen Blöcken sowie uralten Wurzelstöcken. Tekkies schätzen die sensationellen Sichtbedingungen in größeren Tiefen.
www.dive-adventures.at

TRAUNFÄLLE

Keine 20 Kilometer nördlich vom Attersee lockt die beste Flusstauch-Location des Landes. Hier im Staubereich der Traun lässt sich nicht nur die für einen Fluss unglaubliche Tauchtiefe von knapp 20 Meter erreichen, sondern auch verschiedene Tunnel und Höhlen, ausgeschliffene Canyons, eingeklemmte Baumstämme, eine mittelalterliche Wehranlage sowie ein überflutetes Pumpenhäuschen besuchen. Für Abwechslung sorgt auch die reiche Tierwelt, die von Flusskrebs über Hecht und Karpfen bis zu riesigen Barben-Schwärmen reicht.
www.flusstauchen.at

FERNSTEIN- & SAMARANGER SEE

Die beiden überschaubaren Privatseen unterhalb vom Fernpass sind nichts für Tiefenjäger, sondern für Genießer, die sich an der wunderschönen Natur erfreuen können. Während man im sechs mal so großen Fernsteinsee von vier Einstiegsstellen aus über eine malerische Hügellandschaft aus Armleuchteralgen schweben kann, begeistert der benachbarte Samaranger See in erster Linie durch seine sensationellen Sichtweiten von bis zu 50 Meter mit Baumriesen, überfluteten Wiesen und kleinen Felsabbrüchen.
www.fernsteinsee.at

GRÜBLSEE

Das liebevoll als „Alpenaquarium“ bezeichnete Gewässer war ursprünglich nur ein Speicherteich zur Versorgung von Schneekanonen. Seit über 15 Jahren verwandelt sich das Becken nun aber regelmäßig zwischen Frühjahr und Winterbeginn in eine gestaltete Unterwasserlandschaft voller Fische und diverser Attraktionen, Skulpturen und künstlerischer Artefakte. Die Fische sind bereits nach wenigen Wochen so an Taucher gewöhnt, dass sie quasi handzahm aus nächster Nähe beobachtet werden können!
www.grueblsee.at

WEISSENSEE

Schmal und lang windet sich der Weißensee durch die gering besiedelte Berglandschaft der Drautaler Alpen im österreichischen Kärnten. Der Bergsee friert oft schon im Dezember zu und behält seine stabile Eisschicht bis in den März hinein. Seinen Ruf als bestes Eistauchgewässer des Landes haben ihm neben den sensationellen Sichtweiten die beiden Tauchbasen verschafft, die an Ost- und Westufer sitzen. Aber auch außerhalb der Eissaison beschert der See hervorragende Tauchbedingungen. Klares Wasser, jede Menge spektakuläre Steilwände, versunkene Bäume und ein großes Fischvorkommen.
www.yachtdiver.at, www.diving-weissensee.at

POLEN

JAWORZNO (GRODEK) QUARRY

Etwa 70 Kilometer westlich von Krakau liegt der ehemalige Dolomit-Steinbruch. Taucher können heute noch zwei riesige Löffelbagger, eine Pumpstation sowie eine Schutzhütte für den damaligen Sprengmeister erkunden. In Folge wurden noch zwei Autos und ein kleines Flugzeug als Attraktion versenkt sowie Barsche und Hechte eingesetzt. Die Sichtweiten in dem maximal 18 Meter tiefen See schwanken zwischen 5 Metern im Frühjahr und über 15 Meter unter Eis.
www.bestdivers.pl

FOTO: WWW.BESTDIVERS.PL

RUSSLAND

BAIKALSEE

Der größte und mit über 25 Millionen Jahren auch der älteste Süßwassersee der Erde hat ins Endlose abfallende Steilwände, Canyons und Grotten. Unglaubliche 1500 verschiedene Tierarten besiedeln den See. Taucher bekommen vor allem bis zu eineinhalb Meter hohe Schwämme, fingerlange Flohkrebse und viele Fische zu Gesicht. Die beste Sicht mit 30 Metern hat man im Juni.
www.waterworld.at

ORDA (ORDINSKAYA) CAVE

Die vor rund 260 Millionen Jahren entstandene Gipshöhle befindet sich westlich vom Uralgebirge nahe der Kleinstadt Orda in Russland. Teils geräumige Gänge und Hallen mit bis zu 60 Metern Durchmesser erstrecken sich auf einer Länge von fünf Kilometer und können bei Sichtweiten von über 60 Metern betaucht werden. Tropfsteingebilde sowie strahlend weiße Höhlenwände begeistern Höhlentaucher aus aller Welt. Das Wasser ist drei bis fünf Grad Celsius kalt, die Maximaltiefe beträgt 20 Meter. Verständlicherweise bleibt diese einzigartige Höhle ausschließlich qualifizierten Höhlentauchern vorbehalten.
www.ordacave.com

SCHWEIZ

LAGHETTO SUPERIORE

Auf sage und schreibe 2128 Metern Höhe liegt der See in der Nähe des Maggiatals. Glücklicherweise führt eine Asphaltstraße direkt am See vorbei. Je nach Schneelage ist die Straße jedoch meist nur zwischen Juni und Anfang September befahrbar, etwa die gleiche Zeit in der der Laghetto mehr oder weniger eisfrei ist. Als Besonderheit kann man nämlich in dem kristallklaren Natursee meist zu Sommerbeginn noch Eistauchen. Zumindest treiben dann oft noch teils riesige, höchst fotogene Eisschollen an der Wasseroberfläche.
www.subtenero.ch

VIERWALDSTÄTTERSEE

In traumhaft schöner Lage zwischen 2000 Meter hohen Bergen der Zentralschweiz gilt er zu Recht als einer der meistbetauchten Seen des Landes. Satte 162 Kilometer Uferlinie stehen für jede Menge spannender Tauchgründe, die von fischund pflanzenreichen Flachwasserzonen über faszinierende Felsformationen bis zu atemberaubenden Steilwänden reichen und mit einer Maximaltiefe von 214 Meter auch jedem Tekki genügen. Der See ist stark gegliedert, teilt sich in neun zusammenhängende Seebecken und wird von acht größeren Zuflüssen gespeist. Letzteres erklärt die bescheidenen Sichtweiten nach der Schneeschmelze im späten Frühjahr, die sich jedoch bis zum Herbst oft auf 15 Meter steigern. Lohnende und abwechslungsreiche Tauchspots finden sich etwa vor Parkplätzen entlang der Uferstraße zwischen den Orten Weggis und Viznau sowie bei Beckenried und Hergiswil. Ein besonderes Highlight sind Bootstauchgänge.
www.tauchschiff.ch, www.tauchenprodive.ch

VERZASCA & MAGGIA

Die malerische Schlucht der Verzasca nördlich vom Lago Maggiore im Tessin steht als Synonym fürs Flusstauchen. Höchst idyllisch gelegen zwischen den beiden Dörfern Lavertezzo und Brione finden sich rund ein halbes Dutzend Einstiegsstellen in den kristallklaren Gebirgsfluss mit seinen Granitfelsen. Ähnlich Flusstauchen kann man unweit im Paralleltal der Maggia. Die Einstiegsstellen liegen bei den Orten Ponte Brolla, Bignasco und Brontallo. Granitfelsen und Canyons begeistern hier genauso. Bei beiden Flüssen ist auf starke Strömungen zu achten!
www.aiposse.ch

WALENSEE

Nährstoffarmes Wasser mit einer Durchschnittstiefe von rund 100 Metern und eine Vielzahl faszinierender Steilwände sprechen vorwiegend erfahrene Taucher an. Auch die Fischwelt kann sich sehen lassen. Dafür begeistern in mittleren und größeren Tiefen sogenannte Ledi-Wracks: stattliche alte Transportschiffe aus Holz (bei Mols). Fährt man am südlichen Seeufer von Mühlehorn in Richtung Zürich, erreicht man kurz vor dem Tunnelportal einen weiteren Spot: Eine vorgelagerte Untiefe sieht von ihrer Form aus wie das Matterhorn.
www.tauchschule-h2o.ch

ZÜRICHSEE

Das Allround-Tauchgewässer hat für den Anfänger bis zum Tekki viel Abwechslung zu bieten. Interessante Felsformationen, die von glatt polierten Wänden über zerklüftete Canyons bis hin zu versunkenen Berggipfeln reichen, seine reiche Fischwelt und eine tolle Infrastruktur mit komfortablen Einstiegen machen ihn zum lohnenswerten Ziel. Im Flachwasser tummeln sich prächtige Sonnenbarsche (Foto). Dazu gibt es Kaulbarsche, Ohrschlamm- und Sumpfdeckelschnecken zu sehen. Tiefer unten finden sich viele Aalrutten. Das milde Klima und die sanfte Hügellandschaft voller Weinreben versprüht mediterranes Flair und begeistert mit guter Küche beim Apres-Dive.
www.tauchsport-roby.ch

SLOWAKEI

OPALMINE

FOTO: OPAL MINE PHOTOGRAPHY

Die Opalmine steht auf der Wunschliste vieler Höhlentaucher ganz oben. Sie liegt rund 20 Kilometer südöstlich von Presov (Preschau) und ist nach Voranmeldung für „Full Cave“-zertifizierte Taucher zugänglich. Nach Beendigung der Abbautätigkeit im Jahre 1920 haben sich die untersten 5 von insgesamt 17 Ebenen des Bergwerks mit Wasser gefüllt und können heute auf einer Gesamtlänge von rund fünf Kilometern betaucht werden. Dabei schwebt man durch ein Labyrinth von Gängen und Schächten, die in vielfältigen Farben von Gelb über Orange, Rot bis Purpur zu leuchten scheinen. Zusätzlich faszinieren Schienen, Loren, Schaufeln und allerlei Arbeitsgerät im kristallklaren kalten Wasser.
www.opalmine.eu

TANSANIA

TANGANJIKASEE

FOTO: B. HUMBERG

Individualtouristen, Biologen und Aquarianer werden vom Tanganjikasee magisch angezogen. Mehr als 200 verschiedene Buntbarsch-Arten leben in dem 25 bis 29 Grad Celsius warmen und kristallklaren Wasser. Die meisten Arten kommen nur in diesem Gewässer vor. Zahlreiche Vertreter werden seit Jahrzehnten als beliebte Aquarienfische regelrecht verehrt und sind für Biologen wichtige Vertreter für die Evolutionsforschung. Der See der Superlative ist mit zehn Millionen Jahren der älteste und zweitgrößte See Afrikas und mit 1470 Meter Maximaltiefe die Nummer zwei nach dem Baikal-See. Die touristische Infrastruktur steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Eigeninitialtive ist gefragt!
www.waterworld.at

URGARN

MOLNAR JANOS HÖHLE

Dass sich unmittelbar unter der Metropole Budapest auch ein Warmwasser-Eldorado für Höhlentaucher verbirgt, wissen die wenigsten. Erst seit 2015 gibt es eine gesetzliche Regelung, die es einer einzigen Tauchbasis erlaubt, regelmäßig Gäste mit in die Tiefe zu nehmen. Selbst Taucher ohne Höhlentauchausbildung können nun unter kundiger Führung einen Tauchgang im Eingangsbereich unternehmen. Qualifizierte Höhlentaucher mit Trimix-Schein können ebenfalls nur in Begleitung bis zu 90 Meter Tiefe tauchen. Bei ganzjährig nur tiefenabhängig wechselnden Temperaturen von 28 bis 20 Grad Celsius und Sichtweiten jenseits der 30 Meter schwebt man durch Gänge und riesige Hallen des mittlerweile auf sieben Kilometer Länge erforschten Höhlensystems.
www.mjcave.hu/en

FOTO: T. FRIEDRICH

USA

FOTOS: W. PÖLZER (2), B. K. SCHOTT (1), WIKIPEDIA (1)

CRYSTAL RIVER

Nirgendwo sonst auf der Welt lässt sich besser mit Seekühen schnorcheln als in dieser Kleinstadt an der Westküste von Florida. Zwischen November und März steigen die Manatees aus dem Meer in die dann wärmeren Flüsse und Quelltöpfe auf und verbringen hier den Winter. In dem weit verzweigten Sumpfland der Kings Bay kann man nahezu nach Belieben mit den knuddeligen Wonneproppen schnorcheln.
In einigen wenigen kristallklaren Quelltöpfen bestehen jedoch Schutz- und Rückzugsgebiete mit strengen Verhaltensregeln, bei deren Zuwiderhandlung die örtliche Polizei keinen Spaß versteht. Wesentlich lockerer geht es im wenige Kilometer südlich gelegenen Homosassa zu. Bei meist deutlich weniger Touristen kommt es oft zu Interaktionen mit den Seekühen, die es lieben, sich die Algen von Bauch und Rücken schubbern zu lassen. Zusätzliches Highlight in der Gegend: Tauchen oder Schnorcheln im Rainbow River, einem kristallklaren Urwaldfluss.
www.crystalriverdivers.com

GINNIE SPRINGS

Florida ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. In dem porösen Kalksteinsockel haben sich über die Jahrtausende Quelltöpfe gebildet, wovon mehr als 100 für Taucher erschlossen sind. Als einer der bekanntesten gilt Ginnie Springs. Der private Naturpark ist auf Taucher und Schnorchler ausgerichtet. Es locken sieben kristallklare Quelltöpfe für Tauchanfänger, teils mit Sonnenbarschen und scheuen Wasserschildkröten, aber auch kilometerlange Tunnelsysteme für qualifizierte Höhlentaucher.
www.ginniespringsoutdoors.com

GREAT LAKES

Die fünf Großen Seen, die sich vom Nordosten der USA bis nach Kanada erstrecken, gelten als die größte zusammenhängende Süßwasserfläche der Welt. Es sind dies der Größe nach gereiht: Lake Superior, Lake Huron, Lake Michigan, Lake Erie und Lake Ontario. Bis auf den mit 75 Metern vergleichsweise flachen Ontariosee sind alle übrigen mehr als 170 Meter tief. Die letzten Jahrhunderte haben nicht nur wirtschaftlich bedeutende Schiffsverbindungen geschaffen, sondern bescheren uns heute auch Hunderte an Wracks. Viele davon liegen in gut erreichbaren Sporttauchtiefen, andere, teils riesige Holzschiffe aus dem 19. Jahrhundert, bleiben Tech-Tauchern vorbehalten. Das durchwegs sehr klare und kalte Wasser hat die Schiffe perfekt konserviert und zieht mit einer guten taucherischen Infrastruktur unzählige Wracktaucher aus aller Welt an. Gute Anlaufstellen sind die kanadische Nationalpark-Halbinsel um den Ort Tobermory sowie Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin.
www.shipwreckexplorers.com, www.tobermory.com

LAKE TAHOE

Der auf knapp 1900 Meter liegende Bergsee in der Sierra Nevada ist nicht nur einer der höchstgelegenen Seen der USA, sondern mit über 500 Metern Wassertiefe auch der zweittiefste des Landes. Das rund 35 mal 20 Kilometer große Gewässer trennt die US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien. Atemberaubende Steilwände, versunkene Bäume sowie einige Wracks begeistern vor einem Bergpanorama mit Sichtweiten bis über 30 Meter. An tierischen Bewohnern begegnet man verschiedenen Forellenarten, Groppen und Flusskrebsen. Leicht erreichbare Einstiegsstellen mit Parkplätzen und oft auch Picknick-Zonen entlang der umlaufenden Küstenstraße machen den Bergsee mit seinen Steilwänden auch für Tekkies hoch interessant. Mehrere gute Tauchbasen findet man im 50 Kilometer entfernten Reno.
www.renoscuba.com, www.sierradive.com


FOTOS: W. PÖLZER, H. FREI

FOTOS: W. PÖLZER (2), O. KHAN, M. KRÜGER, DIRK KOBOW/WIKIPEDIA

FOTOS: W. ÖPLZER (5), G. NOWAK (1)

FOTOS: S. KERKAU (1), M. CZERMISNKI (1)

FOTOS: W. PÖLZER, (3), P. MUNZINGER, LUCA LORENZI/WIKIPEDIA