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Superbike-WM: präsentiert: „Langfristig möchten wir natürlich ganz vorne mitmischen“


Top Speed - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 30.01.2020

Die Situation vor der Superbike-WM 2020 und den Zielen von BMW


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Ab 2 020 neu im Kawasaki-Werksteam - Alex Lowes aus Großbritannien


Fotos: worldsbk.com (1), BMW Presse (1), Kawasaki (1), Yamaha Racing (1)

„Der erste Eindruck ist gut, das Motorrad ist toll. Das Team ist neu für mich, daran muss ich mich noch gewöhnen. Zuvor arbeitete ich sechs Jahre mit meiner ehemaligen Crew zusammen. Doch ich passe mich gut an das neue Motorrad an. Ich genieße das Fahren mit der Kawasaki, und ich habe das Gefühl, dass sie meinem Fahrstil entspricht“, sagte Alex Lowes nach den Kilometern auf der ZX-10RR. Lob erhielt der ...

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... Brite von seinem zukünftigen Crewchief Marcel Duinker: „Ich bin beeindruckt, wie schnell Alex gute Rundenzeiten erreichte. Er konnte uns sehr gute und punktgenaue Feedbacks liefern. So müssen wir arbeiten.“

Insofern bleibt die Frage nach der Konkurrenzfähigkeit des 29-jährigen Kawasaki-Rookies gegenüber dem neuen Teamkollegen nicht aus. Alex Lowes sitzt 2020 auf der gleichen Maschine wie der fünffache Superbike-Weltmeister Jonathan Rea. Der Nordire ist in punkto Titelgewinne seit 2015 ungeschlagen! Doch zu einem Fahrer mit hohem Niveau, welches Rea zweifellos besitzt, gehört auch ein perfektes Motorrad. Johnny nannte trotzdem einige Möglichkeiten zur Optimierung: „Wir suchen nach mehr Haftung in maximaler Schräglage. Unser Motorrad baut sehr viel mechanische Haftung auf und ist beim Bremsen sehr stabil. Das Reglement limitiert unsere Möglichkeiten. Dennoch müssen wir versuchen, dass das Motorrad in maximaler Schräglage besser durch die Kurven fährt. Gleichzeitig müssen wir weiter an unseren Stärken arbeiten. Beim Brems-verhalten sind wir ziemlich gut, können Wir arbeiten sehr eng mit Showa (Stoßdämpfer) zusammen und gehen Schritt für Schritt vor.“ Verbesserungen sind logischerweise auch das Ziel bei Ducati. Der leistungsstarke V4-Motor des Superbikes soll allerdings unverändert bleiben. Das Team aus Borgo Panigale konzentriert sich auf Verbesserungen am Fahrwerk. „Wir tüftelten weiter an unserer Basisabstimmung. Außerdem beschäftigten wir uns mit dem Heck der Maschine, um den Gewichtstransfer zu verringern“, berichtete Chaz Davies. 2020 bekommt der dreimalige World- SBK-Vize mit Scott Redding (siehe „Top Speed“ Januar/2020, Seiten 55 bis 57) ebenfalls einen neuen Boxenpartner. „Sein Level ist sehr hoch. Bautista kam als Rookie und gewann elf Rennen in Folge. Das zeigt das Niveau dieses Motorrades und des Teams. Ich glaube, sie erwarten von Redding, dass er das gleiche schafft“, urteilte der amtierende Champion der seriennahen Viertakter. Über die bisherige Karriere des Briten berichten wir in dieser Ausgabe auf den Seiten 54/55. Selbstverständlich wurde Scott von Ducati verpflichte, um die Mission Titelgewinn zu erfüllen. Sollte ihm dies tatsächlich gelingen, schließt der 27-Jährige eine Rückkehr in die MotoGP nicht aus: „Wenn ich die Superbike-Weltmeisterschaft mit der Ducati holen kann und sie sehen, was ich mit einem guten Paket umsetze, dann ziehen sie das vielleicht in Betracht. Es ist nichts vereinbart, aber man sollte niemals nie sagen. Ich glaube, es gibt ein paar Fahrer, die in den kommenden Jahren aufhören werden.“ Damit meint Redding in erster Linie Andrea Dovizioso, der MotoGP-Vize der letzten drei Jahre wird im kommenden März 34. Danilo Petrucci feiert im Oktober auch schon seinen 30. Geburtstag. Nicht jeder Italiener will sich mit über 40 immer noch um WMPunkte streiten. Derartige Spekulationen oder Hoffnungen spielen gegenwärtig keine Rolle, augenblicklich steht die am 28. Februar in Australien beginnende Superbike- Weltmeisterschaft 2020 im Mittelpunkt. Neben erfahrenen Cracks gehören auch einige jüngere und durchaus talentierte Racer zu dieser Kategorie. Toprak Razgatlioglu ist mit Sicherheit einer dieser Piloten. Der 23-Jährige erzielte in der letzten Saison seine ersten zwei Siege in der WorldSBK, in der finalen Tabelle belegte er einen beachtlichen fünften Platz. Ab der kommenden Saison sitzt der Türke auf einer Yamaha und wird damit neuer Partner des Niederländers Michael van der Mark. „Es ist das erste Mal, dass ich einen Teamkollegen habe. Es steigert den Druck, denn van der Mark ist schnell, doch das mag ich. Michael ist ein netter Kerl. Ich bin das erste Mal in einem Werksteam, und zum ersten Mal habe ich zwei Motorräder zur Verfügung. Mir gefällt das Team und die R1“, offenbarte Razgat-lioglu nach den ersten Testfahrten in Spanien. 2019 kehrte BMW in die Superbike-Weltmeisterschaft zurück. Wie oft konnte diese erfreuliche Tatsache erst nach einem Wechsel in der Führungsetage realisiert werden. Dr. Markus Schramm übernahm ab Mai 2018 die Funktion des BMW-Motorrad- Geschäftsführers. Der begeisterte Biker ermöglichte das Comeback des deutschen Motorradherstellers. In einem exklusiven Gespräch mit unseren Kollegen von ,Motorsport-Total.com‘ nannte Dr. Schramm interessante Details: „Mir stellte sich nicht die Frage, ob wir den Wiedereinstieg in die Superbike-WM wagen sollten. Das war absolut klar, denn der Motorsport ist ein Teil der DNA von BMW. Deshalb sollten wir auch vertreten sein.“ Warum Superbike-WM und nicht MotoGP? „Ein wichtiger Punkt ist, dass wir vom Kundensport kommen. In der abgelaufenen Saison haben 120 Kundenfahrer an 25 Meisterschaften teilgenommen und 250 Podestplätze, 90 Siege und neun Meisterschaften eingefahren. Das steht bei BMW im Zentrum. Die Superbike-WM ist die Spitze im serienmäßigen Motorradsport. In der Superbike-WM gibt es im Vergleich zur MotoGP stärkere technische Synergie- Effekte. Der zusätzliche Markeneffekt im Bereich Dynamik ist meiner Meinung nach in der MotoGP marginal. Es würde nicht den Aufwand rechtfertigen, den wir reinstecken müssten. Für uns stehen ganz klar Kundensport und die Superbike-WM im Vordergrund“, urteilte der leidenschaftliche Marathon-Läufer. Tom Sykes schaffte im letzten Jahr immerhin vier Positionen mit anschließender Teilnahme am Pokal-Ritual. Rang acht erreichte der 2013er- WorldSBK-Champion in der Gesamtwertung. Neben ihm wird Eugene Laverty eine S 1000 RR pilotieren. „Wir haben ganz klar gesagt, dass wir nicht kommen, um uns gleich wieder zu verabschieden. Es ist ein langfristiges Engagement. Deshalb haben wir auch die nötige Geduld, um das Projekt voranzubringen. Natürlich setzt man sich entsprechende Ziele, wenn man bestimmte Ziele bereits erreicht hat. Deshalb ist es unser Ziel, in der kommenden Saison auf den Erfolgen von 2019 aufzubauen und uns weiterzuentwickeln. Es muss also unser Ziel sein, das eine oder andere zusätzliche Podium einzufahren. Langfristig möchten wir natürlich ganz vorne mitmischen“, erklärte Dr. Markus Schramm. Mittlerweile steht auch fest, dass Markus Reiterberger ein Teil der Motorradmarke aus Deutschland bleibt. Der Bayer startet 2020 mit einer Superstock-Version der BMW S 1000 RR, und mit Unterstützung von BMW Motorrad Motorsport, in der Asia Road Racing Championship. „Ich bin schon sehr gespannt und freue mich darauf, dort in der kommenden Saison mit dem Onexox BMW TKKR Racing Team anzutreten. Diese Meisterschaft wird immer stärker und zieht immer mehr internationales Interesse, auch auf Seiten der Hersteller, auf sich. Das Team zeigt bereits in dieser Saison, dass es zu den besten Mannschaften in der Serie gehört. Ich denke, dass wir 2020 in der Asia Road Racing Championship viel erreichen können. Dass ich mit Superstock-Versionen der RR bestens zurechtkomme, habe ich nicht nur als Superstock-Europameister unter Beweis gestellt. Die Zutaten für eine starke Saison sind also gegeben, ich freue mich darauf, dass es losgeht“, meinte Reiterberger. Sandro Cortese übernahm bei den Testfahrten Ende Januar in Jerez de la Frontera die Barni-Ducati des noch nicht vollständig genesenen Briten Leon Camier. In welcher Serie der Deutsche 2020 generell fährt, ist noch nicht sicher (Stand 23. Januar 2020).

Chaz Davies wurde bislang dreimal WorldSBK-Vizechampion


Toprak Razgatlioglu sitzt in der neuen Saison auf einer Yamaha


Nach vier Podiumsplätzen will Tom Sykes 2020 mit BMW gewinnen