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SUPERTEST: Der große Bruder


Auto Bild allrad - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 01.02.2019

Wie schon der Skoda Kodiaq ist der neue Seat Tarraco eine verlängerte Variante des VW Tiguan. Findet auch er einen Platz in der Familie?


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SEAT TARRACO 2.0 TSI
40 380 Euro


Fotos: C. Börries, L. Willgalis

Ein ziemlich finsteres Uni-Grau ist die einzige Lackierung ohne Aufpreis. Fünf Metalliclacke kosten je 620 Euro, Metallic-Weiß und das Metallic-Grün des Testwagens 920 Euro extra

Nach Skoda Kodiaq (2017) und VW Tiguan Allspace (2018) kommt jetzt als Dritter im Bunde der Seat Tarraco zu den Händlern. Technisch gesehen basieren alle drei auf dem VW Tiguan von 2016, sind aber im Radstand um rund 11 Zentimeter ...

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... und in der Gesamtlänge um gut 20 Zentimeter verlängert worden.

Für die spanische VW-Tochter Seat ist der neue Tarraco schon deshalb etwas Besonderes, weil er nichts weniger darstellt als das neue Spitzenmodell der Marke. Nie zuvor gab es eine teurere Baureihe. Das passt, denn die derzeitigen Volkswagen- Oberen wollen ihrer spanische Marke ohnehin mehr Leben einhauchen: mehr Dynamik, mehr Emotion. Da passt es auch, dass Seat den ersten Tarraco- Testwagen als feurigen Benziner ausliefert: Zweiliter-Turbo, 190 PS Leistung, 320 Nm Drehmoment. Motoralternative im Tarraco wäre der Konzern-typische Zweiliter-Turbodiesel, hier wahlweise mit 150 PS oder 190 PS.


Gedrosselter 2.0-Turbo- Benziner mit 190 PS


Der Benziner ist aber schon deshalb hochinteressant, weil der VW-Konzern damit endlich eine echte Alternative zum prinzipbedingt verbrauchsgünstigen Diesel bieten will. Der neue Turbobenziner ist kein aus Altteilen zusammengestrickter Zweiliter, sondern das Ergebnis heftiger Denkarbeit. Die oblag wohl vor allem dem Audi-Motorenpapst Dr. Ralf Budack, weshalb der neue 2.0 TSI ihm zu Ehren BZyklus- Motor genannt wird. Ziele waren eine kraftvolle und gleichmäßige Leistungsabgabe bei niedrigen Werten für Emission und Benzinverbrauch. Dafür griff Budack tief in die Trickkiste der Motorentechnik: hohe Grundverdichtung (11,7:1) für niedrigen Verbrauch, superkurze Öffnungszeiten der Ventile für niedrige Emissionen und ebenfalls niedrigen Verbrauch, dazu ordentlich eingeschenkter Hubraum sowie hoher Ladedruck des Turboladers, um die Kraftverluste durch die kurzen Ventilöffnungszeiten zu kompensieren. Eine je nach Fahrzustand direkte und indirekte Benzineinspritzung vervollständigen die technische Sternstunde. Das Ergebnis: ein Drosselturbo mit nur 190 PS, aber schon bei dieselartigen 4200 Touren.

Nach dem Drücken der serienmäßig rot pulsierenden Starttaste auf der Mittelkonsole ist man etwas überrascht. Denn der neue 2.0 TSI ist kein seidig summender Komfortmotor, sondern ein tatendurstig brummender Vierzylinder – typisch für Benziner mit hoher Verdichtung. Schon beim Anfahren legt er sich ordentlich ins Zeug und reagiert richtig gut auf Gaspedalbewegungen; von Turbopause kaum eine Spur. Das passt gut zum neuen Feuer von Seat. Doch benzinertypische Drehwilligkeit zeigt der Drosselturbo nicht; oberhalb von 4500 Touren bringt weiteres Ausdrehen eigentlich nichts mehr. Die beim Tarraco in allen Motorversionen derzeit stets serienmäßige Doppelkupplungsautomatik mit sieben Gängen ist auf diese Leistungsentfaltung gut eingerichtet und hält die Motordrehzahlen meist zwischen 1500 und 3000 Umdrehungen, selbst auf alpinen Bergstrecken. So fühlt man sich stets gut, aber nicht umwerfend gut motorisiert.

Mit Skepsis beobachtet man während der Fahrt allerdings die – leider nur grob anzeigende – Tankuhr mit ihren nach und nach verlöschenden Lichtbalken. Kann der neue Benzinmotor beim Verbrauch wirklich einem Diesel nahekommen? Nein, kann er nicht. Gut, dieser Turbobenziner säuft bei schneller Autobahnfahrt tatsächlich nicht so dreist wie andere Vertreter dieser Motorenbauart. 14 bis 16 Liter/100 km sind typisch für einen mit Tempo 200 bewegten Turbobenziner im SUV-Gewand. Der Tarraco 2.0 TSI zapft unter diesem Umständen gemäßigte 12,5 Liter/100 km aus dem 60-Liter- Tank. Das ist ein respektabler Wert, aber ein Diesel gäbe sich mit 2,5 Litern weniger zufrieden.


Immer mit Bildschirminstrumenten


Bei vernünftiger Fahrweise ergibt sich unser Testdurchschnittsverbrauch von 9,5 Liter/ 100 km – immer noch 2,2 Liter über dem von Seat angegebenen Normverbrauch. An diese 7,3 Liter/ 100 km sind wir im Test aber selbst bei Schonfahrt nicht herangekommen. Weniger als 7,9 Liter/100 km wollten es nicht werden. Und das sind wiederum knapp 1,5 Liter/100 km mehr als das, was ein Diesel unter den gleichen Bedingungen verbrauchen würde.

Für Wenigfahrer kann der TSI-Benziner trotzdem interessant sein. Denn der leistungsgleiche 190-PS-Diesel kostet 3420 Euro Aufpreis und verschlingt obendrein deutlich mehr Geld für Kfz-Steuer und Versicherung. Wer nur 10 000 Kilometer oder etwas mehr pro Jahr unterwegs ist, fährt mit dem Benziner-Tarraco deshalb günstiger. Erst ab knapp 20 000 km/ Jahr holt der Diesel jedes Jahr ein ordentliches Stück seines Kaufpreisnachteils wieder herein.

Billig ist der Tarraco trotzdem nie. Der Kaufpreis lässt einen zunächst schlucken: 40 380 Euro – für einen Seat. Aber der Tarraco versteht sich als Inklusiv-Angebot ohne fiese Aufpreisfallen. Enthalten sind dabei bereits auch richtig teure Dinge wie 19-Zoll-Räder, elektrische Heckklappe, Einparkautomatik, Rückkamera, Dreizonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer und schlüsselloser Zugang. Der Skoda Kodiaq – die Alternative für den gern aufs Budget schauenden Autokäufer im VW-Konzern – wäre ausstattungsbereinigt auch nicht billiger. Fragt sich nur, ob jeder Käufer die ganze Inklusiv-Ausstattung des Seat will und braucht. Der Trost: Der VW Tiguan Allspace kommt noch einmal rund 1500 Euro teurer. Und er kann das nicht einmal mit einem heimischen Produktionsort rechtfertigen. Denn ausgerechnet der VW wird in dieser Langversion in Mexiko produziert. Und der Seat – obwohl die Spanier bei Barcelona ihr eigenes Werk Martorell unterhalten – im VW-Werk in Wolfsburg. Verkehrte Autowelt.


Spanische Marke, aber deutsche Produktion


Anders als beim VW gibt es beim Seat Tarraco nur wenige Individualisierungsmöglichkeiten per Aufpreisliste: Die 20- Zoll-Räder des Testwagens wären für 980 Euro bestellbar, verschlechtern aber spürbar den Abrollkomfort auf kurzen Unebenheiten. Schade, denn sonst wirkt der Seat annehmbar komfortabel mit seinem nicht zu laut tönenden Motor und der angenehm leichtgängigen Lenkung. Sonst stehen nur noch ein Glasschiebedach (1150 Euro) schwarze Ledersitze (1500-Euro- Paket), ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz (420 Euro) und Spielereien fürs Infotainment (siehe Kasten auf der linken Seite) zur Wahl.

Eine dritte Sitzreihe gäbe es auch. Ob man diese 800 Euro investieren sollte, ist reine Geschmacksache, denn viel Nutzwert bringen die beiden Zusatzsitze nicht. Man kann sie wirklich nur als Notbehelf auf kurzen Strecken nutzen, denn man sitzt dort sehr beengt und unkomfortabel mit stark angewinkelten Knien. Zudem kosten die im Laderaumboden versenkten Notsitze immerhin 60 Liter des Kofferraumvolumens.

Steigfähigkeit
Das nicht eben niedrigDas nicht eben niedrige Gewicht und ein nicht gerade kurzer erster Gang der serienmäßigen DSG-Automatik mit Reibkupplung im Ölbad begrenzen die Steigleistung. Mit 16 km/h rollt der Seat bei 2000/min im ersten Gang


Garagentauglichkeit
Mit noch gut überschaubaren 1,84 Meter Breite ohne Außenspiegel ist der Tarraco genauso breit wie der VW Tiguan, aber 4 cm schmäler als der Skoda Kodiaq. Mit Außenspiegeln (serienmäßig elektrisch anklappbar) wächst die Breite auf 2,12 Meter


Einparken
Mit 4,74 Metern ist der Tarraco 4 cm länger als sein Konzernbruder Skoda Kodiaq mit kürzerer Front. Nicht nur Parkpiepser vorn und hinten sind beim 2.0 TSI inklusive, sondern auch die Rückkamera


Gepäck- und Laderaum
Der Laderaum ist nicht nur sehr lang, sondern mit 780 mm auch recht hoch. Die elektrische Heckklappe gehört beim 2.0 TSI zur Serienausstattung. Unter ihr bleiben 1,92 Meter Stehhöhe


Davon gibt es allerdings reichlich. Und das ist zweifellos eine der großen Stärken des Tarraco. Selbst in der Siebensitzerversion fasst der Kofferraum bis zu 700 Liter, als Fünfsitzer 760 Liter. Die Rücksitzbank lässt sich längs verschieben und gänzlich umklappen, woraufhin einen ein Frachtraum von 1775 Liter Volumen angähnt. Ein über 20 000 Euro teurerer und 14 Zentimeter längerer VW Touareg bietet da kaum mehr.

Somit empfiehlt sich der Seat Tarraco für diejenigen, die wirklich etwas zu transportieren haben. 692 Kilogramm Zuladung und 2250 Kilogramm Anhängelast runden das Bild vom talentierten Transporteur ab. Doch nicht nur das Gepäck hat Platz, auch die Insassen. Auch mächtig gebaute Fahrer finden hinter dem Steuer eine passende Sitzposition – selbst dann, wenn das Glasschiebedach mitbestellt wurde. Des Fahrers Blick fällt auf eine Instrumenteneinheit, die aus einen Bildschirm besteht. Je nach Vorliebe und Laune gibt es drei unterschiedliche Grafiken für die Instrumente, unter denen der Fahrer wählen kann: klassisch aussehende Rundinstrumente oder wandernde Kurvengrafiken oder auch gar keine Instrumente und stattdessen nur eine Digitalanzeige der Geschwindigkeit. Die entstehende Freifläche auf dem Bildschirm der Instrumenteneinheit kann dann beispielsweise für eine zusätzliche Ansicht des Navigationssystems genutzt werden.

Im Fond mit seiner serienmäßig längs einstellbaren Sitzreihe herrscht ohnehin kein Mangel an Knieraum für Erwachsene. Hübsch eingerichtet ist der Tarraco zudem. Denoch: An Details sieht und fühlt man den unbedingten Sparwillen seiner Erbauer: Türinnengriffe aus billigstem Plastik, Navigation ohne EchtzeitStaumelder, Auspuffblenden nur Attrappen. Dennoch will der Seat kein reines Vernunftvehikel sein. Er überzeugt auch auf langen Strecken mit mehr als ausreichendem Federungskomfort, guter Geräuschdämmung und trotz der serienmäßigen Breiträder des 2.0 TSI mit stabilem Geradeauslauf. Als Kurvenkünstler wollten die Seat-Leute ihr Flaggschiff wohl nie sehen. Jedenfalls greift die elektronische Stabilisierungshilfe ESP bei flotten, aber eigentlich noch relativ harmlosen Kurvengeschwindigkeiten ein und nimmt Motorleistung weg. Wer die Grenzen des Tarraco etwas mehr ausloten will, kann einen Drehregler auf der Mittelkonsole in Richtung Sport justieren. Dann setzt das ESP seine Regelschwelle etwas höher an und gängelt den Fahrer weniger. Eine echte Abschaltmöglichkeit des ESP gibt es nicht.

Bodenfreiheit
Mit 190 mm Bodenfreiheit bewegt sich der Tarraco im typischen Bereich der SUV-Kompaktklasse, von der er konstruktiv abstammt. VW Tiguan /Skoda Kodiaq bieten den gleichen Wert


Böschungswinkel vorn
Die tiefe Frontschürze mit der zudem etwas vorspringenden und nur begrenzt nachgiebigen Spoilerlippe reduziert den vorderen Karosseriewinkel


Motor
Das ist der neue B-Zyklus-TSI von Audi-Motorentechniker Dr. Ralf Budack: Verdichtung und Ladedruck hoch, kurze Ventilöffnungszeit. Und ein Ölmessstab!


Innenraum
Im Fond sitzt man angenehm auf 385 mm Höhe über dem Boden. Der Mittelplatz: befriedigend


Sitzhöhe
Sitzhöhe vorn: 675 mm (VW Touareg: 740 mm); lässt sich per Höheneinstellung um 60 mm steigern


Böschungswinkel hinten
Ein relativ langer Hecküberhang und dazu die tiefe Heckschürze mit den unnötigen Auspuffattrappen schränken den hinteren Winkel stark ein



Der Offroad-Modus hilft tatsächlich richtig gut


Aber eine zusätzliche Offroad- Stellung. Die ist vor allem dann hilfreich, wenn es darauf ankommt, kraftvoll aus dem Stand anzufahren. Unsere Versuche zeigen, dass diese Stellung selbst auf griffigem Untergrund nützlich sein kann. Dann nämlich, wenn es gilt, an einer heftigen Steigung anzufahren. Im Normalmodus quält sich der Tarraco mit DSG-Automatik dann die ersten Meter nur zögerlich voran. Im Offroad-Modus dagegen fährt er willig an, scharrt dabei zwar oft kurz mit den entlasteten Vorderrädern, kommt aber dank konsequent mitanschiebendem Hinterradantrieb zuverlässig weiter. So funktioniert das auch gut, wenn man sich beispielsweise in einem Schneehaufen festgefahren hat oder man sich aus einer Parklücke befreien will, die zuvor der Räumdienst zugeschaufelt hat. Im Normalmodus ruckelt und zuckelt der Tarraco dann nur zentimeterweise vor und zurück. Im Offroad-Modus dagegen nimmt der Motor bereitwillig Gas an, und die Räder bahnen sich schneespritzend ihren Weg. Der ebenfalls anwählbare Schneemodus ist in solchen Fällen nicht hilfreich. Denn hier agiert der Seat erst recht sanft und vorsichtig. Dieser Modus hat aber trotzdem seine Berechtigung. Denn auf glatten, gar vereisten Wegstrecken ist er erste Wahl, weil er durch seine Sanftheit durchdrehende Räder verhindert und damit ein Schleudern vermeidet, noch bevor das ESP eingreift.

Bluetooth serienmäßig

Nicht nur die Freisprecheinrichtung wird in jeden Tarraco eingebaut, auch der Achtzoll-Bildschirm

Schon serienmäßig kommt der Tarraco mit einer ordentlichen Audioanlage zum Kunden. Das Radio wird über den Achtzoll-Berührbildschirm (Touchscreen) oder per Spachsteuerung bedient und tönt über acht Lautsprecher. Ebenfalls dabei: CDSpieler, USB-Buchse und Smartphone- Anbindung über An droid Auto/ Apple CarPlay. Gekoppelt wird das Smartphone via Blue tooth, ebenfalls ohne Aufpreis. Für 230 Euro extra lässt sich dieses kabellos (induktiv) aufladen. Digitaler Radioempfang (DAB+) kostet 220 Euro Aufpreis. Mehr Klang bringt ein Soundsystem für 550 Euro, das einen digitalen 12-Kanal-Verstärker mit 340 Watt Leistung sowie neun Lautsprecher umfasst, davon ein Tieftöner (Subwoofer). Das 420 Euro kostende Navigationssystem führt mittels einfachem TMC-Staumelder. Das teurere für 1140 Euro macht es nicht besser, bringt aber zusätzlich einen 10-GB-Festplattenspeicher für Musik und Daten sowie WLAN mit.

Links und rechts des Berührbildschirms finden sich die Pseudotasten der Menübereiche



Im Schneemodus fährt der Tarraco sehr sanft


190 mm Bodenfreiheit erweisen sich bei solchen Einsätzen als halbwegs ausreichend. Wesentlich problematischer ist die tiefe und weit vorragende Frontschürze; Eisbrocken können sie leicht beschädigen. Das haben die feurigen Spanier bei der Entwicklung wohl nicht bedacht.

Im Schnee fährt der Tarraco aus dem Stand nur im Offroad- Programm tatendurstig an


+ Recht großzügige Serienausstattung • reichlich Platz im Innen- und Laderaum • bei sanfter Fahrweise erträglicher Verbrauch • gute Fahrleistungen • munter wirkender Motor

- Relativ hoher Grundpreis • jährliche Wartung vorgeschrieben • nur zwei Jahre Garantie • derzeit ausschließlich mit Automatik lieferbar • erhöhter Verbrauch

Erstaunlich, wie viele Passanten Seat nicht kennen


Fazit: Gesamtwertung:★★★★★

Seat will nun auch Autos der gehobenen Preisklasse verkaufen, und da kommt der neue Tarraco gerade recht. Denn der dritte Ableger der verlängerten Tiguan-Plattform gefällt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und seinem riesigen Platzangebot. Der hochmoderne 190-PS-Benzinmotor empfiehlt sich für Wenigfahrer durchaus.