Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

Surface 2019 und 2020 – ein erster Blick auf Microsofts neue Mobilrechner


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 44/2019 vom 21.10.2019

Microsoft hat seine Surface-Familie aufgefrischt. Das Unternehmen wird teilweise Intel untreu und hat auch keine Hemmungen, auf seine neuen Smartphones der Reihe Surface Duo das Android-Betriebssystem aufzuspielen.


Artikelbild für den Artikel "Surface 2019 und 2020 – ein erster Blick auf Microsofts neue Mobilrechner" aus der Ausgabe 44/2019 von Computerwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computerwoche, Ausgabe 44/2019

Microsoft hat in New York City sein Surface-Portfolio für 2019 und 2020 präsentiert. Neben der erwarteten siebten Generation des Zwei-in-eins-Geräts Surface Pro gab es mit dem Surface Pro X eine Always-on-Variante mit LTE und einem gemeinsam mit Qualcomm entwickelten Mobile-Chipsatz zu sehen.

Surface Pro X mit ARM-Prozessor

Die Prognosen, dass Microsoft künftig neben den Prozessoren von Intel ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 10,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Computerwoche. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 44/2019 von SAP-Vorstände im Schatten von Hasso Plattner. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SAP-Vorstände im Schatten von Hasso Plattner
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von Der ITK-Verband Bitkom kürt die smartesten Städte Deutschlands. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Der ITK-Verband Bitkom kürt die smartesten Städte Deutschlands
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von CEO Bill McDermott verlässt SAP – Morgan und Klein übernehmen als Co-CEOs. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
CEO Bill McDermott verlässt SAP – Morgan und Klein übernehmen als Co-CEOs
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von SAP bringt die Business Technology Platform heraus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SAP bringt die Business Technology Platform heraus
Titelbild der Ausgabe 44/2019 von IT-Service-Management ist das Rückgrat jeder Transformation. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
IT-Service-Management ist das Rückgrat jeder Transformation
Vorheriger Artikel
IT-Service-Management ist das Rückgrat jeder Transformation
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel McAfee – neuer Fokus auf Sicherheit in und aus der Cloud
aus dieser Ausgabe

... auch auf andere Chips setzen würde, haben sich als zutreffend erwiesen. Mit dem Surface Pro X für Unternehmenskunden hat der Hersteller die Rechnerfamilie um ein Gerät ergänzt, das erstmals nicht mit einem x86-, sondern mit einem ARM-Chip geliefert wird. Dabei handelte es sich um die Neuentwicklung SQ1, die Microsoft und Qualcomm gemeinsam vorangetrieben haben. Der Chip ist mit Qualcomms Snapdragon 8cx verwandt und nutzt dessen „mobile DNA“, wie Panos Panay, Leiter der Microsoft Devices Group, versicherte. Er verwies auf den integrierten KI-Beschleuniger, die lange Akku-Laufzeit, den lüfterlosen Betrieb sowie die permanente Internet-Verbindung, die sich einem im SoC integrierten LTE-Modem verdankt.

Surface Laptop 3 mit AMD-Chip Ryzen

Erwartungsgemäß wurde auch der Surface Laptop 3 für das Consumer-Segment gezeigt – mit Metallgehäuse und in zwei Größen (13,5 und 15 Zoll). Microsoft plant hier offenbar einen Angriff auf Apples Macbook Pro und Macbook Air. Während das kleinere Modell mit einem Intel-Core-i5-Prozessor, 8 GB RAM und einem 128-GB-SSD-Speicher ab 1150 Euro zu haben ist, kostet die 15-Zoll-Ausführung mit 1350 Euro etwas mehr. Sie setzt auf einen angepassten AMD-Ryzen-Prozessor mit der integrierten Grafikeinheit Radeon RX Vega 11. Der Hauptspeicher fasst 8 GB in der Einstiegsversion, der SSD-Speicher 256 GB.

Die Surface Laptops 3 bieten neben einer USB-A-Buchse auch einen Typ-C-Anschluss. Binnen einer Stunde sollen die Tragbaren zu 80 Prozent aufgeladen sein, verspricht Microsoft. Surface Pro 7 mit Ice-Lake-Chip von Intel

Nur geringfügige Veränderungen gegenüber dem Vorgänger weist der Zwei-in-eins-Klassiker Surface Pro 7 auf. Markanteste Neuerung ist der verbaute Intel-Prozessor der zehnten Generation Ice Lake. Neu ist auch der USB-Typ-C-Anschluss und der Verzicht auf die ältere Mini-Displayport-Buchse. Größe, Bildschirmauflösung und Gewicht bleiben unverändert, allerdings gibt es zwei neue Type-Cover in Mohnrot und Hellblau. Die Preise beginnen bei 900 Euro.

Dual-Screen-Modelle zu Weihnachten 2020

Viel wurde über Microsofts angebliche Rückkehr ins Smartphone-Geschäft berichtet. Tatsächlich stellte das Unternehmen mit Surface Neo (neun Zoll) und Surface Duo (5,6 Zoll) zwei Geräte mit jeweils zwei Bildschirmen vor, die aber erst Ende 2020 auf den Markt kommen werden. Microsoft geht schon jetzt in die Marketing-Offensive, offensichtlich um Entwickler zu überzeugen. Das größere Modell arbeitet mit einer Windows-10-Variante, das kleinere – Überraschung! – mit Android. Die Screens sind nebeneinander angeordnet und durch ein 360-Grad-Scharnier voneinander getrennt. Es handelt sich also nicht um faltbare Touchscreens wie bei neuen Modellen und Prototypen von Samsung, Huawei, Xiaomi, Oppo, LG und Motorola. Stattdessen bleibt ein Spalt zwischen den Screens sichtbar, auch wenn dieser klein ist. Dreht man das Gerät, rotieren die Bildschirminhalte jeweils getrennt.

Vor allem das Surface Neo soll eine neue Gerätekategorie darstellen und sich sowohl als Tablet mit Doppel-Screen wie auch als Notebook einsetzen lassen. Als Prozessor soll Intels kommender x86-Stromsparchip Lakefield verbaut werden, der genügend Rechenleistung für Office-Aufgaben und Medienkonsum mitbringen dürfte. Als Betriebssystem läuft mit Windows 10X eine an Dual-Screen-Geräte angepasste Version der Windows-Software. Als Zubehör soll es den Eingabestift Slim Pen geben sowie eine magnetisch anheftbare Bluetooth-Tastatur. Sobald man diese über einen der beiden Screens klappt, schaltet das Gerät laut Hersteller in den Notebook-Betrieb um.

Earbuds für den richtigen Sound

In-Ear-Kopfhörer liegen im Trend, wozu Apple mit seinen Airpods maßgeblich beigetragen hat. Microsoft möchte auf diesen Zug aufspringen und bringt mit den Surface Earbuds ebenfalls kabellose Bluetooth-Kopfhörer zum Einschieben in die Gehörgänge heraus. Diese schlagen stilistisch einen etwas anderen Weg ein als die Konkurrenzprodukte. Im Test kommen unsere US-amerikanischen Kollegen von der „PC World“ zu einem positiven Urteil: Insbesondere die Funktionen im Zusammenspiel mit Office 365 könnten die Earbuds auch für Business-Zwecke interessant machen. Die Preisempfehlung von knapp 250 Dollar liegt allerdings deutlich über der von Apple, das seine Airpods ab 159 Dollar anbietet.

Nächstes Jahr sollen auch Surface-Modelle mit zwei Bildschirmen auf den Markt kommen.



Fotos: Microsoft