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Susanne (56) bereut, dass sie nicht auf ihr Herz gehört hat: „Ich habe den Falschen geheiratet“


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 46/2019 vom 06.11.2019

Tief im Innersten hat sie schon immer geahnt: Alex ist zwar ein guter Freund, aber der Funke ist nie übergesprungen. Jetzt sucht sie ihr Glück


Artikelbild für den Artikel "Susanne (56) bereut, dass sie nicht auf ihr Herz gehört hat: „Ich habe den Falschen geheiratet“" aus der Ausgabe 46/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 46/2019

Der Hochzeitswalzer von Susanne und Alex. Da war die Welt noch– fast– in Ordnung


Die Buchhändlerin steht an einem Scheideweg: Wohin sie geht, weiß sie noch nicht



Den Prinzen geheiratet, aber der entpuppt sich als Frosch? Laut Statistik ahnt jede Dritte, dass ihr Künftiger nicht der Richtige ist


Alex ist so verlässlich. Grundsolide, beständig, fürsorglich. Er sieht gut aus, ist groß, dunkel, sportlich. Ein Mann zum Heiraten. Das habe ich getan. Und es leider bereut. ...

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Kennengelernt habe ich ihn auf einer Party, 19 Jahre ist das jetzt her. Ich fand ihn sympathisch, wir haben uns toll unterhalten. Da kann vielleicht was draus werden, habe ich gedacht. Damals war ich 37 und hatte gerade eine Trennung hinter mir. Denn Sebastian hat keine Kinder gewollt. Stattdessen war sein Traum: reisen, ungebunden sein, beruflich ins Ausland gehen. Ich habe ihn geliebt– aber ich wünschte mir eine Familie mit allem Drum und Dran. Kinder, Haus, Hund, all das. Und mir lief die Zeit davon, denn mit 37 Jahren tickt nun mal die biologische Uhr schon ziemlich laut. Also habe ich mich getrennt und Ausschau gehalten nach einem Mann, der dasselbe will wie ich. Heute weiß ich, das war die reine Torschlusspanik.


Mit 37 Jahren tickt die biologische Uhr eben schon ganz schön laut


Ich hab mich in Alex verliebt. Besser: wollte mich in ihn verlie-ben. Er passte perfekt in meinen Lebensentwurf. Aber der Riesenfunke? Der ist nicht übergesprungen. Muss ja auch nicht unbedingt, habe ich damals gedacht. Wird schon. Man kann ja auch gut zusammenleben, wenn man sich was zu sagen hat, der Sex stimmt, gemeinsame Ziele und Pläne da sind.



Manchmal habe ich ihn heimlich angeguckt und dachte: Himmel!


Alex ist genauso alt wie ich, und damals wusste er nicht so recht, was er wollte. Dafür wusste ich es für uns beide umso genauer. Er hat’s halt nicht so mit der Spontaneität. Mit der Leidenschaft übrigens auch nicht. Obwohl er mich liebt. Ganz tief in mir drin habe ich eigentlich genau gewusst, dass er nicht der Richtige für mich ist.

Ich wurde dann ziemlich schnell schwanger, wir haben geheiratet, Vincent wird jetzt 18, Victoria 16. Wir lebten tatsächlich die klassische Familie, wie ich es mir gewünscht hatte: Kinder, Haus, Hund. Teilzeitjob in der Buchhandlung für mich, Vollzeitjob als Marketingleiter für ihn. Abends gemeinsames Essen, dann guckte Alex Fußball, ich habe gelesen, ab und zu mal ins Kino, Restaurant, Freunde treffen. Im Urlaub nichts Dolles, Mallorca oder so, wegen der Kinder. Kein Abenteuer, Entspannung statt Spannung. Klar geisterten mir da die Reisen mit Sebastian durch den Kopf. Wie aufregend alles mit ihm gewesen war, damals.

So plätscherte unser Leben vor sich hin. Es war nicht schlecht, das nicht. Aber es fehlte was. Manchmal habe ich ihn heimlich von der Seite angesehen und dachte: Himmel! Liebe ich diesen Mann eigentlich? Es gab Zeiten, da hat er mich extrem genervt. Sex hatten wir auch nicht mehr, ich habe das ehrlich gesagt nicht groß vermisst. Mit dem Gedanken an Trennung habe ich auch öfter mal gespielt. Aber dann dachte ich an die Alternative: Alleinerziehend mit zwei Kindern? Also bleiben. Auch, als mir mit der Zeit immer klarer wurde, dass ich den Falschen geheiratet hatte.

Die Kinder wurden größer, meistens waren wir abends allein. Und mir wurde bewusst: Ich kann nicht länger so leben. Ich konnte seine Gegenwart kaum noch ertragen. Schon der Gedanke an eine Trennung fühlte sich befreiend an. Vielleicht würde ich ja noch die große Liebe finden. Dann habe ich es tatsächlich getan, habe mich getrennt. Alex ist aus allen Wolken gefallen, hat es bis heute nicht verstanden.


Ich habe mich getrennt und vermisse die Kinder. Jetzt suche ich die Liebe


Seit einem Jahr lebe ich jetzt allein. Gerade habe ich mich mit Sebastian getroffen. Ein bisschen von dem alten Zauber war noch da. Wir haben gleich miteinander geschlafen, und es war toll– aber reicht das für eine Partnerschaft? Er möchte mit mir zusammen sein– aber will ich mit ihm alt werden?

Tatsächlich vermisse ich die Kinder, die sind bei Alex geblieben. Ich vermisse mein Haus. Ja, manchmal vermisse ich sogar Alex. 19 Jahre sind ja doch eine lange Zeit, und es war nicht alles schlecht.