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SUV oder nicht? Ford Fiesta Active: Mehr Schein ALS SEIN


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 13.08.2019

Der Fiesta ist der Renner bei Ford! Warum nicht noch mehr Kunden für sich gewinnen? Immerhin gibt es eine flotte ST-Version für die Sportlichen und den Ford Fiesta Active für die Abenteurer. Doch was macht letzteren eigentlich so aktiv?

Artikelbild für den Artikel "SUV oder nicht? Ford Fiesta Active: Mehr Schein ALS SEIN" aus der Ausgabe 4/2019 von SUV Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

FOTOS: Markus Kehl

DASS AUCH FORD SUV KANN, WISSEN WIR , hält die Produktpalette doch Ecosport, Kuga und Edge bereit. Noch in diesem Jahr sollen außerdem Explorer und der neue Puma folgen. Nein, keine Neuauflage von dem von 1997 bis 2001 gebauten Sportcoupé, sondern ein Klein-SUV auf Fiesta-Basis. Der Kleinwagen dient schon als Technikspender für den Ecosport – und ist ...

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DASS AUCH FORD SUV KANN, WISSEN WIR , hält die Produktpalette doch Ecosport, Kuga und Edge bereit. Noch in diesem Jahr sollen außerdem Explorer und der neue Puma folgen. Nein, keine Neuauflage von dem von 1997 bis 2001 gebauten Sportcoupé, sondern ein Klein-SUV auf Fiesta-Basis. Der Kleinwagen dient schon als Technikspender für den Ecosport – und ist selbst auch in der abenteuerlustigen Active-Version erhältlich. Doch in welche Kategorie soll man ihn einordnen? Er ist eben kein SUV. Und reichen die Active-Attribute aus, ihn Crossover zu nennen?
Seit 1976 ist der Fiesta fester Bestandteil im Programm von Ford. Und mit dem Kleinwagen brach man erstmals mit der Tradition, denn auch Ford musste anfangen, kleine und sparsame Fahrzeuge zu entwickeln. Dafür wich man vom einstigen Antriebskonzept ab: Bis dahin hatten fast alle Modelle einen Frontmotor und Hinterradantrieb. Mit dem Fiesta brach die Zeit der Fronttriebler bei Ford an. Nach 42 Jahren hat der Hersteller nun beschlossen: Es braucht auch eine offroadige Version des Dauerrenners, um wenigstens noch eine Alternative im Portfolio zu haben für all jene Kunden, die sich einfach nicht entscheiden können. Doch genug mit Geschichte, schauen wir uns den 120 PS starken Ford Fiesta Active 1.5 l TDCi, der in Köln gebaut wird, einmal genauer an.

>>> AUSSEHEN / ERSCHEINUNG

Aktuell: Auf Wunsch kann der Ford Fiesta Active mit einem Fernlichtassistenten bestückt werden.


Geschützt: Dank selbstausfahrenden Kappen wird die Türkante vor Parkremplern geschützt.


Abenteuerauftritt: Auch von hinten ist der Active leicht durch sein Kraxler-Outfit zu erkennen.


MEIN ERSTES AUTO WAR EIN FORD FIESTA. Und was für ein treuer Begleiter war er doch durch fast 10 Jahre – fast nie ging etwas kaputt. Dabei habe ich ihn nicht wirklich pfleglich behandelt. Nein, ich habe ihn getreten, was das Zeug hielt. Reparaturkosten gab es fast nie. Jetzt stehe ich vor einer viel neueren Generation und denke: Mann, da hat sich aber sehr viel getan. Mit dem einst kastig anmutenden Kleinwagen hat das hier nichts mehr zu tun. Der Fiesta ist über die Jahre deutlich dynamischer und schnittiger geworden. Passt zu ihm! Von außen betrachtet hat die fünftürige Limousine ein Kraxeldress angezogen. Das besteht aus den eigens für die Active-Variante designten Stoßfängern an Front und Heck, in die die Entwickler gekonnt die Nebelscheinwerfer eingepasst haben, Seitenschwellern in Schwarz mit silberfarbenen Einsätzen und der für Crossover typischen, ebenfalls schwarzen Rad kasten-Ver kleidung. Auch die Farbe passt. Mit der Metallic-Lackierung Silka-Gelb gibt es endlich mal ein Auto-Gelb, das nicht nach Postauto aussieht. Insgesamt stehen für den Ford Fiesta Active sogar zwölf Außenfarben zur Verfügung, ausschließlich für den Abenteurer und die ST-Version ist die Lackierung Blizzard-Grau vorgesehen. Zur Individualisierung kann der Kunde das Kontrastpaket ordern, dann sind Dach und Außenspiegelgehäuse in passender Kontrastfarbe lackiert.

MEHR BODENFREIHEIT

Aber es kommt nicht nur auf die Optik an! Auch untenrum musste sich etwas verändern: Ford stattete den Active mit 19 Millimeter mehr Bodenfreiheit aus. 18 Millimeter davon liefert das überarbeitete Fahrwerk, ein Extra-Millimeter kommt von den größeren Reifen (der Kraxel-Fiesta steht nämlich immer auf 17-Zoll-Leichtmetallrädern). In Sachen Antrieb kann der Kunde aus insgesamt sechs Motoren wählen: Vier Ein-Liter-Dreizylinder-Turbos mit Leistungen von 85 PS bis 140 PS und zwei 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder-Selbstzünder mit 85 respektive 120 PS stehen zur Verfügung. Mit einer kleinen Einschränkung: Alle sind nur mit Frontantrieb erhältlich.

Abmessungen und Gewichte

>>> KOMFORT / PLATZ

Übersicht: Die Sitzfläche befindet sich 540 mm über dem Asphalt – das geht besser!


ALLES WAS MAN BRAUCHT

Zum Test baten wir den 1,5-Liter-Diesel mit 120 PS und Sechsgang-Handschaltung; Automatik gibt es nur für den zweitstärksten Benziner. Serienmäßig sind alle Active-Modelle mit einer Fahrdynamik-Regelung mit drei Fahrmodi ausgestattet. Der Normalmodus ist, wie der Name schon sagt, für den täglichen Straßenverkehr ausgelegt. Der „Rutschig” -Modus sorgt für mehr Fahrstabilität auf beispielsweise verschneiter oder vereister Straße und wirkt durch kleine Brems- und Beschleunigungsimpulse in Kurven dem Über- und Untersteuern entgegen. Der Eco-Mode ändert dagegen das Motorverhalten und optimiert die Klimatisierung, um spritsparend unterwegs sein zu können. Zudem ist der Ford Fiesta Active mit allerhand Helfern ausgestattet. Angefangen beim Spurhalteassistenten über Fernlichtassistent, Querverkehrs warner bis hin zur adaptiven Geschwindig keits regel anlage ist vieles erhältlich. Auf der Straße hinterlässt der Selbstzünder einen ausgesprochen positiven Eindruck. Seine 270 Newtonmeter Drehmoment sind in dieser Klasse mehr als ausreichend, schon nach 9,5 Sekunden ist Tempo 100 erreicht. Und auch für einen kurzen Zwischensprint ist noch genügend Power in Reserve. Das Fahrwerk ist zwar etwas hart ausgelegt, doch das ist keineswegs störend. Bodenunebenheiten meistert er fast alle, ohne diese in die Rücken der Fahr zeuginsassen zu übertragen. Und Kurven flott zu durcheilen, ist mit dem Ford Fiesta Active überhaupt kein Problem, sondern bereitet jede Menge Spaß.

Abmessungen Innenraum

Gedrängte Sitzposition: Im Fond können große Passagiere kurze Strecken mitfahren.


Technische Daten

Testwerte

Geländewerte

>>> DYNAMIK / GELÄNDETAUGLICHKEIT

Schwach: Die minimale Bodenfreiheit beträgt nur 130 Millimeter.


LIEBER ÜBER KIESE ALS ÜBER STOCK UND STEIN. Dass er sich auf der Straße wohler fühlt als im Gelände, zeigt die Bodenfreiheit. Obwohl die erhöht wurde, hat der Ford Fiesta Active nur 130 Millimeter Luft unterm Bodenblech – weniger als ein herkömmlicher Polo, der sogar 14,3 Zentimeter Bodenfreiheit aufweisen kann. Mit diesem Wert ist die Active-Version nicht wirklich ein Crossover! Er mag zwar den Anschein erwecken, aber mehr dann auch nicht. Wen das nicht stört und wer nur die Abenteueroptik will, der ist dennoch bestens mit dem Pseudo-Kraxler bedient. Gerade die starke Diesel motorisierung steht ihm gut zu Gesicht und verspricht eine ordentliche Portion Fahrspaß im Alltag. Auch der Verbrauch passt. Ford gibt den Motor mit einem kombinierten Verbrauch von 3,6 Litern an. Im Schnitt lagen wir bei rund 5,3 Litern auf 100 Kilometer, was sich sehen lassen kann. Wer in dieser Fahrzeugklasse aber wirklich mehr als Kieselsteine unter den Rädern haben will, sollte doch auf den Ecosport zurückgreifen. Oder man wartet einfach auf den neuen Puma.

•FAZIT

Ist er ein SUV oder nicht? Diese Frage kann beim Fiesta mit einem Nein beantwortet werden. Zwei Sterne reichen eigentlich nicht mal für die Einstufung als Crossover.