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Switch: MARIO & SONIC


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 20.11.2019

BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN TOKYO 2020


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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 12/2019

Sportspiel Ein weiterer Eintrag in der langen Saga „Klempner gegen Igel“. Diesmal überraschen Mario und Sonic mit einer virtuellen Zeitreise ins Jahr 1964.

Alle Jahre wieder treffen die Gallionsfiguren der Marken Sega und Nintendo aufeinander, um sich im Wettkampf zu messen. Allerdings hat Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen mittlerweile gute 12 Jahre auf dem Buckel. Da kann man sich schon mal Sorgen machen, ob den beiden nicht langsam die Puste ausgeht. Glücklicherweise wurden in der aktuellen Iteration die Möglichkeiten genutzt, welche die Rückkehr der ...

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... Olympischen Spiele nach Tokyo bietet. Durch Besinnung auf ihre Retro-Wurzeln gelingt es den beiden Videospiel- Ikonen, zumindest stilistisch der alten Routine ein Stück weit zu entkommen.

Alles wie gewohnt?

Das Grundkonzept von Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen hat sich natürlich nicht groß geändert. Nach wie vor handelt es sich um eine Ansammlung von Minispielen – diesmal in satten 34 Disziplinen –, die größtenteils echten olympischen Sportarten nachempfunden sind. Eine Ausnahme stellen die sogenannten Traum-Disziplinen dar. Diese haben nur noch einen sehr losen Bezug zum Regelwerk ihrer Vorbilder aus der echten Welt, dafür aber integrieren sie Elemente wie Power-ups aus den Universen der beiden Maskottchen. In dem Tumult, der etwa beim Traum-Karate aufkommt, fühlt man sich auch schnell an ganz klassische Party- Games erinnert. Leider gibt es lediglich vier dieser Traum-Wettkämpfe. Unter den Disziplinen finden sich sowohl Klassiker wie Sprint, Hürdenlauf und Hammerwurf als auch Neuzugänge. Sportklettern, Karate, Skating und Fußball sind diesmal erstmals mit von der Partie. Steuern kann man die Athleten wahlwei- se klassisch mit Knöpfen oder mittels Bewegungssteuerung, wobei wir euch bei vielen Disziplinen Ersteres ans Herz legen würden. Die meisten Disziplinen lassen sich zwar auch mit Bewegungsteuerung meistern, ganz so präzise wie zu Wii-Sports-Resort- Zeiten fühlt sich das aber nie an. Diesmal treten je zehn bekannte Gesichter aus den Spielwelten von Mario respektive Sonic an. Die Charaktere sind in drei Gruppen eingeteilt, die in jeder Disziplin verschiedene Stärken und Schwächen haben. Viel getan hat sich seit Rio in dieser Hinsicht zwar nicht, aber trotzdem sind eigentlich alle Fan-Favoriten vertreten.

Disziplinen wie das Bogenschießen laufen im Zweispielermodus im Splitscreen ab. Unten sieht man, wie sich Metal-Sonic zu einem Superschuss bereitmacht.


Im Storymodus bewegen wir uns über diese Karte, um die vielen Stadien und Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Japans zu betreten.


Auch wenn Dr. Eggman innerhalb seiner eigenen Konsole gefangen ist, hat er natürlich einen Plan. Um zu entkommen, braucht es olympisches Gold.


In einer der Retro-Disziplinen schießen wir auf Tonscheiben. Mit dem Joystick wählen wir einen der neun Abschnitte, auf den wir schießen wollen.


Back to 1964

Was bei Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 wirklich heraussticht, ist das 1964-Motiv. In diesem Jahr fanden die Olympischen Spiele schon einmal in Tokio statt. Passend dazu gibt es also einen Tokyo-1964-Modus mit zehn eigenen Disziplinen. In diesem messen sich die 16-Bit-Modelle des Team Sonic – Sonic, Tails, Knuckles und Eggman – mit den 8-Bit-Athleten des Team Mario, bestehend aus Mario, Luigi, Peach und Bowser. Auch Soundtrack und Kommentator, welcher im „normalen“ Spiel übrigens nicht zu finden ist, klingen herrlich antiquiert. Mit dabei sind auch hier Hürdenlauf und Sprint. Mit Tonscheibenschießen, Judo und dem erstaunlich gut umgesetzten Marathon kommt noch mehr Abwechslung ins Spiel. All diese Disziplinen kann man nur alleine oder zu zweit spielen, auch die Bewegungssteuerung fällt weg. Diese vermisst man aber nicht wirklich.

Virtual Reality

Auch der Storymodus des Spiels bedient sich an Tokio 1964. In diesem versuchen Bowser und Dr. Eggman ihre Kontrahenten in eine magische Spielkonsole und somit die virtuelle Welt des Spiels „Tokyo 64“ zu verbannen. Wie zu erwarten, läuft das Ganze nicht hundertprozentig nach Plan. Nun finden sich Mario, Bowser, Dr. Eggman und Sonic alle in der Maschine gefangen. Es liegt an Luigi und Tails, die vier dort wieder rauszubekommen. Doch auch Dr. Eggman hat einen Plan, aus dem Spiel zu entkommen: Er hat eine Hintertür in das Spiel eingebaut. Um diese zu benutzen, braucht man Olympisches Gold. Schon bald treten Helden und Bösewichte im virtuellen Tokio gegeneinander an. Der Storymodus ist überraschend gehaltvoll: Man klappert eine virtuelle Karte von Tokio ab, besucht die Stadien und Sehenswürdigkeiten und bestreitet nach kurzen Dialogen Wettkämpfe mit anderen Charakteren. Zusätzlich sind überall auf der Karte – die auch Touristenattraktionen wie den Tokyo Tower bereithält – Trophäen verstreut. Beim Aufsammeln eines solchen Pokales wird ein kleines Trivia-Quiz angezeigt. Furchtbar inspirierend ist das zwar meistens nicht, ein netter Touch jedoch allemal. Darüber hinaus schalten wir im Laufe des Storymodus Minispiele frei, auf die wir später im Menü zugreifen können. Diese unterscheiden sich meist auf originelle Weise von den normalen Disziplinen und machen das Gameplay so um einiges abwechslungsreicher. Neue Charaktere lassen sich so zwar auch freischalten, allerdings sind diese je auf eine Disziplin beschränkt, was doch sehr schade ist. In dem Modus steckt also um einiges mehr Mühe, als wir erwartet hatten, auch wenn die Story selbst lediglich okay ist. Die häufigen und relativ langen Ladezeiten trüben die Erfahrung ein wenig.

Besiegen wir im Storymodus Zazz im Tischtennis, so können wir ihn später in dieser Disziplin selbst spielen. Eggman Nega mussten wir zuvor im Karate besiegen.


MEINUNG
Marius Heise

„Mario und Sonic geben trotz ihres fortgeschrittenen Alters eine sportliche Figur ab.“

Das Spielkonzept der Reihe wird mit Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 nicht revolutioniert. Furchtbar tiefgängig werden solche Minispiel-Sammlungen nie sein und viele der Spiele funktionieren sehr ähnlich. Ein längeres Investment des Spielers, wie es zum Beispiel Wii Sports Resort zumindest ansatzweise bieten konnte, ist bei Mario und Sonic nach Abschließen des Storymodus nicht gegeben. Trotzdem zeigt sich dieser Eintrag in der Reihe doch wesentlich inspirierter an als damals Rio 2016. Dank des liebevoll gestalteten Tokyo-64-Modus und der zusätzlichen Minispiele fühlt sich der Titel einfach viel abwechslungsreicher und voller an. Und für ein paar spaßige Runden im Freundeskreis taugt Mario und Sonic in Tokyo 2020 allemal.