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System-Influencer


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fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 100/2022 vom 13.09.2022

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Manchmal lohnt sich nicht nur der Wechsel des Objektivs, sondern auch der des Systems.

Kennen Sie das? Sie haben sich für ein Kamerasystem entschieden und schielen etwas neidisch auf das Objektivangebot der Konkurrenz. Klar, die beliebtesten Objektivtypen gibt es in ähnlicher Form für alle Systeme. Große Unterschiede gibt es aber beispielsweise beim Angebot von Fremdherstellern. Vor allem Sony erhält breite Unterstützung bspw. durch Tamron und Sigma, die ein großes Angebot mit auch preislich attraktiven Festbrennweiten und Zooms haben.

Für Canon RF und Nikon Z bieten die beiden großen Fremdhersteller keine Objektive, Tamron hat inzwischen immerhin zwei Zooms für Fujis X-System und Sigma drei Festbrennweiten für EOS M, MFT und Fuji im Angebot. Vom breiten Sigma-Angebot profitieren auch Leica-, Panasonic und Sigma-Fotografen mit L-Mount-Kameras. Immerhin wird das Angebot für Nikon Z und Canon EOS R in letzter Zeit zunehmend von kleineren Fremdherstellern wie Laowa, Viltrox ...

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... und Voigtländer erweitert – meist mit manuellen Festbrennweiten. Außerdem haben viele Kamerahersteller spezielle Objektive im Sortiment, die es so für andere Systeme nicht gibt.

Wir stellen – alphabetisch nach Herstellern – einige technisch und preislich spannende Angebote vor.

Canon

RF 2/28-70 mm L USM

• Straßenpreis: ca. 3450 Euro

• Test in fM 2/19, Super (99 %/ 89 %)*

Canon hat das lichtstärkste Standardzoom für das Vollformat im Sortiment. Das hat natürlich seinen Preis – nicht nur in Euro, sondern auch beim Gewicht (1430 Gramm). Außerdem steht weniger Weitwinkel im Vergleich zu den klassischen 2,8/24-70 mm-Zooms zur Verfügung. Die optische Leistung ist dafür herausragend: Bei 40 mm und 70 mm gibt es geringe Offenblendschwächen, doch schon bei Blende f/2,8 zeigt das Zoom ausgezeichnete Werte. Bei 28 mm erreicht die Auflösung sogar bei offener Blende fast den Maximalwert.

RF 11/600 mm IS STM UND RF 11/800 mm IS STM

• Straßenpreis: ca. 800 Euro (600 mm) und ca. 1020 Euro (800 mm)

• Test in fM 1/21, 600 mm: Gut (75 %/ 76 %); 800 mm: Gut (73 %/ 77 %)*

Festbrennweiten mit 600 mm oder mehr fürs Vollformat kosten normalerweise gehobene vierstellige bis fünfstellige Beträge und sind groß und schwer. Nicht so die beiden Superteles von Canon, die es für rund 800 bzw. gut 1000 Euro gibt. Mit einem Gewicht von 930 Gramm (600 mm, siehe Bild) und 1260 Gramm (800 mm) sind sie außerdem echte Leichtgewichte in ihrer Brennweitenklasse (das RF 5,6/800 mm L IS USM wiegt bspw. 3140 Gramm und kostet fast 20.000 Euro). Natürlich können die preiswerten Teles nicht mit ihren teureren Geschwistern mithalten. Wegen geringeren Lichtstärke benötigt der Fotograf viel Licht und im Test erreichten die Objektive nur die Note „Gut“. Trotzdem: Sie eröffnen für vergleichsweise kleines Geld den Einstieg bspw. in die Tierfotografie mit richtig „langen Tüten“.

Fujifilm

XF 2,8-4/18-55 mm R LM OIS

• Straßenpreis: ca. 800 Euro (450 Euro Aufpreis im Kit)

• Test in fM 10/13, Super (90 %/ 85 %)*

Während die meisten Kamerahersteller APS-C-Kameras mit lichtschwachen Kitobjektiven in Kunststoffbauweise ausliefern, bietet Fujifilm Kombinationen mit einem vergleichsweise lichtstarken 3fach-Zoom in Metallbauweise an. Das macht sich auch im fotoMAGAZIN-Test positiv bemerkbar, in dem das XF 2,8-4/18-55 mm die Bestnote „Super“ erreicht. Wer einen größeren Brennweitenbereich vorzieht, kann bei Fuji selber zum ebenfalls im Kit angebotenen XF 4/16-80 mm R OIS WR (Test in fM 7/22, Super, 84 %/ 89 %), dem lichtstarken XF 2,8/16-55 mm R LM WR (Test in fM 10/15, Super, 94 %/ 94 %, ) oder seit Juli 2022 zum Tamron 2,8/17-70 mm DI III-A VC RXD (siehe Seite 88) greifen. Unter dem Strich gibt es für Fujis X-System ungewöhnlich viele sehr gute Standardzooms.

Laowa

4,5/15 mm ZERO D-SHIFT

• Straßenpreis: ca. 1530 Euro

• Test in fM 3/22, Sehr gut (79 %/ 89 %)*

• Anschlüsse: Canon RF, Nikon Z, Sony E, für SLRs: EF, F, K

Laowa ist einer der wenigen Hersteller, der viele seiner Objektive neben Sony E auch für Nikon Z und Canon RF anbietet. Das 4,5/15 mm Zero D-Shift füllte eine Lücke bei Shift-Objektiven für spiegellose Vollformatkameras (Laowa bietet auch noch ein 4/20 mm Shift an). Mit 15 mm erfasst es am Vollformat einen ungewöhnlich großen Bildwinkel und eignet sich hervorragend beispielsweise für die Architekturfotografie, wo der Shift-Mechanismus stürzende Linien ausgleichen kann. Der fehlende Autofokus stört angesichts des Einsatzbereichs wenig. Mechanisch ist die Festbrennweite sehr hochwertig in Metall gefertigt. Bei der Auflösung erreicht sie leicht abgeblendet gute Werte.

Nikon

NIKKOR Z 4/24-120 mm S

• Straßenpreis: ca. 1300 Euro

• Test in fM 4/22, Super (91 %/ 90 %)*

Schon zu SLR-Zeiten hatte Nikon mit dem AF-S 4/24-120 mm G ED VR ein erweitertes Standardzoom mit mehr Tele im Angebot als die Konkurrenz. Das neue 4/24-120 mm für das Z-System überbietet im Test bei der optischen Performance nicht nur seinen SLR-Vorgänger (76 %/ 89 %), sondern auch die Konkurrenz für die spiegellosen Systeme von Canon (RF 4/24-105 mm IS: 87 %/ 87 %) und Sony (FE 4/24-105 mm OSS: 90 %/ 89 %). Lediglich bei 120 mm fällt die Auflösung etwas ab. Auch mechanisch ist das Zoom hervorragend und deutlich leichter als sein SLR-Vorgänger. Der fehlende Bildstabilisator lässt sich angesichts der kamerainternen Stabilisatoren in Nikons Vollformatkameras verschmerzen.

NIKKOR 4,5/400 mm VR S

• Straßenpreis: ca. 3700 Euro

• Ausführlicher Test voraussichtlich in fM 11/22, Super (87 %/ 92 %)*

Das brandneue Nikkor bietet aktuell eine einzigartige Mischung aus Lichtstärke, Brennweite, Größe und Gewicht. Mit 23 cm Länge und 1350 Gramm ist die Vollformat-Festbrennweite vergleichsweise kompakt und leicht. Zur sehr hochwertigen mechanischen Ausstattung gehören der VR mit 5,5 Blendenstufen Verwacklungsausgleich (6 Stufen an der Z 9), der Staub- und Spritzwasserschutz und der Stativring mit abnehmbarem Stativfuß. Bei offener Blende erreicht das Objektiv eine gute Auflösung, die sich durch Abblenden um ein bis zwei Stufen auf sehr gute bis ausgezeichnete Werte steigern lässt. Randabdunklung und Verzeichnung fallen gering aus.

Olympus (OM Digital Solutions)

M.ZUIKO DIGITAL 4/12-100 mm IS PRO

• Straßenpreis: ca. 1250 Euro

• Test in fM 12/17: Super (83 %/ 92 %)*

Das 4/12-100 mm hat trotz des großen Zoombereichs (24-200 mm beim Kleinbild) eine durchgängig gute Lichtstärke von 1:4. Die optische Leistung ist für ein Superzoom sehr gut und zeigt keine Offenblendeinschränkungen. Die robuste Bauweise mit Staub- und Spritzwasserschutz macht das M.Zuiko Digital auch für Profis zu einem ungewöhnlich guten Reiseobjektiv. Der integrierte Bildstabilisator lässt sich mit den IBIS-Systemen in den Kameras von Olympus bzw. OM Digital Solutions kombinieren und ermöglicht dann bis zu acht Blendenstufen Kompensationsleistung.

M.ZUIKO DIGITAL ED 5-6,3/100-400 mm ISṢ

• Straßenpreis: ca. 1250 Euro

• Test in fM 9/20, Super (84 %/ 92 %)*

Der kleine Micro-Four-Thirds-Sensor ermöglicht den Bau von kompakten und leichten Teleobjektiven, wie dem ED 5-6,3/100-400 mm IS (200-800 mm im Vergleich zum Kleinbild), das 20,6 cm lang ist und 1120 Gramm auf die Waage bringt. Das mechanisch hervorragende Objektiv (unter anderem Staub- und Spritzwasserschutz) besitzt einen Bildstabilisator und lässt sich mit Telekonvertern erweitern. Auch optisch kann es weitgehend überzeugen: Es ist offenblendtauglich und erreicht bei 100 und 200 mm eine sehr gute Auflösung, die bei 400 mm auf mittlere bis gute Werte abfällt. Verzeichnung und Randabdunklung sind sehr gut korrigiert.

M.ZUIKO DIGITAL ED 4,5/150-400 mm TC1.25X IS PRO

• Straßenpreis: ca. 7500 Euro

• Test in fM 3/21, Super (85 %/ 100 %)*

Mit einem Preis von 7500 Euro ist das M.Zuiko Digital ED 4,5/150-400 mm das mit Abstand teuerste Objektiv in unserer Übersicht, dafür bietet es aber auch einzigartige Leistungsdaten. Der Crop-Faktor macht aus dem Telezoom ein 300-800 mm im Vergleich zum Kleinbild, der integrierte Telekonverter verlängert diese Brennweite auf 1000 mm entsprechend Kleinbild. Mechanisch ist das Objektiv herausragend und auch optisch erreicht es sehr gute Werte mit einer hohen Auflösung schon bei offener Blende und in allen Brennweiten.

Panasonic

LUMIX S 3,5-5,6/20-60 mm

• Straßenpreis: ca. 670 Euro (im Kit mit S5 nur 290 Euro Aufpreis)

• Test: 5/21, Sehr gut (82 %/ 83 %)*

Wer sich – beispielsweise für die Architektur- und Landschaftsfotografie – ein Zoom mit mehr Weitwinkel als die gängigen Kitobjektive wünscht, wird bei Panasonic fündig: Das für lediglich 290 Euro Aufpreis mit der Vollformatkamera Lumix S5 gelieferte S 3,5-5,6/20-60 mm ist trotz des günstigen Preises sehr solide gefertigt und bringt ein Metallbajonett mit Dichtungslippe gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser mit. Bei der optischen Leistung zeigen sich dann allerdings leichte Schwächen. Vor allem bei 20 mm empfiehlt sich abblenden, um die Auflösung zu maximieren. Die Randabdunklung ist nur bei 20 mm und offener Blende sichtbar, die Verzeichnung fast komplett digital korrigiert.

Sigma

5-6,3/100-400 mm DG DN OS | CONTEMPORARY

• Straßenpreis: ca. 990 Euro

• Test in fM 10/20, Sehr gut (77 %/ 88 %)*

• Anschlüsse: Sony E, L (Leica, Panasonic, Sigma)

Sigma wartet mit preislich attraktiven Teleobjektiven für Sony E und das L-Bajonett auf, also für Kameras von Leica, Panasonic und aus dem eigenen Haus. Das 5-6,3/100-400 mm DG DN OS Contemporary gibt es bereits für unter 1000 Euro und es ist vergleichsweise kompakt und leicht (19,7 cm, 1135 g). Mit Staub- und Spritzwasserschutz ist es sehr gut ausgestattet und bewegt sich auch mechanisch auf einem hohen Niveau. Optisch zeigt es am Vollformat vor allem in der mittleren und langen Brennweite deutliche Offenblendeinschränkungen. Am APS-C-Sensor macht es eine bessere Figur.

5-6,3/150-600 mm DG DN OS | SPORTS

• Straßenpreis: ca. 1400 Euro

• Test in fM 9/22, Super (79 %/ 96 %)*

• Anschlüsse: Sony E, L (Leica, Panasonic, Sigma)

Wer etwas tiefer in die Tasche greift und vor der größeren und schwereren Bauweise (26 cm Länge, 1435 Gramm) nicht zurückschreckt, erhält mit dem 5-6,3/150- 600 mm DG DN OS Sports nicht nur mehr Tele, sondern auch eine herausragende Mechanik und eine höhere optische Performance. Die Auflösung ist am Vollformat in allen Brennweiten deutlich höher als beim 100-400 mm. Bei 150 mm ist das Zoom offenblendtauglich, sonst hilft abblenden um ein (600 mm) bis zwei Stufen (300 mm). Wie üblich, fällt die Auflösung in der längsten Brennweite etwas ab, bleibt aber auf gutem bis sehr gutem Niveau.

Sony

FE 5,6-6,3/200-600 mm G OSS

• Straßenpreis: ca. 1670 Euro

• Test in fM 9/19, Super (85 %/ 94 %)*

Preiswerte Telezooms für Vollformat müssen nicht unbedingt von Fremdherstellern kommen. Mit dem 5,6-6,3/200-600 mm G OSS hat Sony ein Objektiv im Angebot, das zwar 270 Euro teurer ist als das Sigma 150-600 mm (Seite 87), im Test aber besser abgeschnitten hat. Es überzeugt nicht nur bei Ausstattung und Mechanik, bspw. mit dreistufigem Bildstabilisator und Staub- und Spritzwasserschutz, sondern auch optisch mit einer Auflösung, die schon bei offener Blende hoch ist – bei 200 mm und 600 mm führt leichtes abblenden um eine Stufe zu hervorragenden Werten. Die Randabdunklung ist sehr gut korrigiert, die Verzeichnung ist allerdings sichtbar bis deutlich.

Tamron

2,8/17-70 mm DI III VC RXD

• Straßenpreise: ca. 755 Euro (Sony), ca. 930 (Fuji)

• Test in fM 6/21, Sehr gut (an Sony: 79 %/ 86 %)*

• Anschlüsse: Sony E, Fuji X

Wer ein Standardzoom mit mehr als dreifacher Vergrößerung und hoher Lichtstärke für APS-C sucht, kommt aktuell nicht an dem Tamron 2,8/17-70 mm Di III VC RXD vorbei (25,5-105 mm beim KB). Seit Anfang 2021 ist es für Sonys E-Mount erhältlich, seit Juli 2022 auch für Fuji X. Vor allem in der Sony-Variante ist auch der Preis attraktiv. Die Mechanik kann – unter anderem mit Spritzwasserschutz – überzeugen. Bei der Optik haben sich im Test an einer APS-C-Kamera von Sony bei 17 mm und 35 mm recht deutliche Offenblendeinschränkungen gezeigt, bei 70 mm ist die Auflösung auch bei offener Blende bereits gut und erreicht um eine Stufe abgeblendet sehr gute Werte.

2,8/28-75 mm DI III VXD G2

• Straßenpreis: ca. 920 Euro

• Test in fM 2/22, Sehr gut (83 %/ 88 %)*

• Anschlüsse: Sony E

Ein ungewöhnlich preiswertes 3fach-Standardzoom mit Lichtstärke 1:2,8 für Vollformat hat Tamron im Angebot – leider nur für Sony E. Die leicht verbesserte Generation 2 des 2,8/28-75 mm beeindruckt im Test mit hochwertiger Mechanik (unter anderem Staub- und Spritzwasserschutz). Bei offener Blende zeigen sich allerdings optische Schwächen, vor allem bei 28 mm. Um eine Stufe abgeblendet erreicht die Auflösung aber bereits sehr gute Werte. Die relativ starke Verzeichnung lässt sich in der Kamera digital korrigieren. Eine mit der ersten Generation bauähnliche Variante gibt es übrigens von Nikon für ca. 1000 Euro (Z 2,8/28-75 mm).

2-2,8/35-150 mm DI III VXD

• Straßenpreis: ca. 2000 Euro

• Test in fM 2/22, Super (85 %/ 90 %)*

• Anschlüsse: Sony E

Das 35-150 mm ist einzigartig: Ein Telezooom mit Lichtstärke 2,0-2,8 für Vollformat sucht man sonst vergeblich. Brennweite und Lichtstärke machen es zu einem herausragenden Zoom für Reportage, Events und Hochzeit. Ohne Objektivwechsel lassen sich sowohl Ganzkörperporträts als auch Headshots aufnehmen. Zur hochwertigen Mechanik trägt der Staub- und Spritzwasserschutz bei. Auf einen Bildstabilisator verzichtet Tamron, da die aktuellen Vollformatkameras von Sony mit einem Gehäusestabilisator ausgestattet sind. Die sehr hohe Lichtstärke führt – vor allem bei 35 mm – zu erwartbaren Offenblendeinschränkungen der ansonsten sehr guten Auflösung.

2,8/70-180 mm DI III VXD

• Straßenpreis: ca. 1130 Euro

• Test in fM 12/21, Super (89 %/ 87 %)*

• Anschlüsse: Sony E

Auch das 2,8/70-180 mm füllt geschickt eine Lücke im Telezoom-Angebot der Kamerahersteller. Durch die im Vergleich zum klassischen 2,8/70-200 mm verringerte Endbrennweite ist das Vollformatobjektiv etwas kürzer (Länge: ca. 15 cm) und leichter (Gewicht: 810 g), deckt aber die klassischen Porträtbrennweiten ab. Auch der Preis ist für ein 2,8er-Zoom sehr attraktiv. Trotzdem läuft es mechanisch (Staub- und Spritzwasserschutz, Zoom-Lock) und optisch zu hoher Form auf. Eine deutliche Offenblendeinschränkung zeigt sich primär bei 70 mm – hier ist abblenden auf f/4 empfehlenswert. Die anderen Brennweiten haben auch offenblendig bereits eine gute Auflösung, profitieren aber ebenfalls vom leichten abblenden. Der fehlende Stabilisator ist wegen der Gehäusestabilisierung bei Sony nur ein geringer Nachteil.

5-6,7/150-500 mm DI III VC VXD

• Straßenpreis: ca. 1230 Euro

• Test in fM 6/21, Super (78 %/ 97 %)*

• Anschlüsse: Sony E

Neben Sigma bietet auch Tamron ein attraktives Supertelezoom für Spiegellose an – leider nur für Sonys E-Bajonett. Das 5-6,7/150-500 mm Di III VC VXD ist relativ günstig, aber vergleichsweise schwer (1725 g). Dafür gibt es eine hervorragende Ausstattung und Mechanik (Bildstabilisator, Staub- und Spritzwasserschutz, abnehmbare Stativschelle). Optisch zeigen sich am Vollformat Offenblendeinschränkungen in allen gemessenen Brennweiten: Bei 200 und 500 mm reicht abblenden um eine Stufe für die maximale Auflösung, bei 150 mm zwei Stufen. Am APS-C-Sensor ist es dagegen fast offenblendtauglich. Auch Randabdunklung und Verzeichnung fallen am kleinen Sensor deutlich geringer aus. Unter dem Strich überzeugt das Telezoom vor allem an APS-C.