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TABLET VERGLEICHS: KAMPF DER GIGANTEN


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 24.05.2019

Die Tablets aus ApplesiPad -Serie sind top, aber teuer. Taugen SamsungsGalaxy-Tab - Modelle als preisgünstige Alternativen?


Artikelbild für den Artikel "TABLET VERGLEICHS: KAMPF DER GIGANTEN" aus der Ausgabe 12/2019 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 12/2019

Schnäppchen waren die iPads von Apple ja noch nie. Doch in letzter Zeit hat der Tablet-Pionier noch mal kräftig an der Preisschraube gedreht und verlangt bis zu 1900 Euro für ein Tablet in der Standardgröße um 10 Zoll. Samsungs aktuelle Modelle Galaxy Tab S5e und A (2019) sind deutlich günstiger. Lohnt sich die Mehrausgabe für ein Apple-Tablet? Das klärt der Test von COMPUTER BILD.

Genügend Tempo für wenig Geld

Früher waren günstige Tablets in der Regel lahm. Davon kann bei der ...

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... 2019er-Ausgabe des Galaxy Tab A keine Rede sein, es holte sich locker eine gute Note in den Tempomessungen. Einzige praktische Einschränkung gegenüber den vier teureren Tablets: Das Tab A spielt Videos nur in Full HD, nicht aber in 4K ab. Was verschmerzbar ist, weil das Display ohnehin nur 1920x1200 Pixel darstellt – genau richtig für Full-HDVideos mit ihrer Auflösung von 1920x1080 Pixeln. Die anderen vier Tablets haben Displays mit höherer Auflösung (ab 2048x1536 Pixeln) und können auch 4K-Videos wiedergeben. Die sehen dann noch etwas schärfer als Full-HD-Videos aus.

Überraschung bei den Tempomessungen: Das teurere Galaxy Tab S5e ist nur ein wenig schneller als das Tab A, es holte ebenfalls die Note „gut“. Die drei iPads fuhren dagegen die Bestnote „sehr gut“ ein und hängen die Galaxy Tabs locker ab.

Solange der Nutzer im Alltag etwa Videos guckt oder im Netz surft, spürt er davon allerdings wenig; die Extra-Power bemerkt er aber bei leistungshungrigen Apps wie Photoshop oder bei der Umwandlung von Video-Dateien umso deutlicher. Das iPad Pro ist dank Acht-Kern-Prozessor noch eine Ecke schneller als die beiden kleineren Modelle iPad Air und iPad mini mit ihren Sechs-Kern-Prozessoren. Das iPad Pro spielt mit seinem Tempo eher in der Liga ausgewachsener Notebooks.

Gutes Bild, besseres Bild

Schon im günstigen Galaxy Tab A steckt ein Display mit ordentlicher Bildqualität. Eine gute Note verpasste das Samsung-Tablet, weil es mit einer maximalen Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) etwas dunkel ist. In Innenräumen ohne Deckenlampen ist das kein großes Problem, beim Einsatz draußen, etwa auf dem Balkon, schon eher. Das teurere Galaxy Tab S5e ist mit maximal 359 cd/m2 sogar noch etwas dunkler, punktet dafür aber dank OLED-Technik mit einem riesigen Kontrastumfang und der größten Auflösung (2560x1600 Pixel).

Die iPads zeigen etwas weniger Pixel und sind weniger kontraststark, insgesamt ist ihre Bildqualität aber trotzdem absolut top. Zudem sind die Apple-Displays deutlich heller: Das iPad Pro schafft bis zu 634 cd/ m2, die kleineren Modelle Air und mini mehr als 520 cd/m2.

Anders als an das Bild dürfen Tablet-Käufer an den Ton keine allzu hohen Ansprüche stellen. Das iPad Pro und das Galaxy Tab S5e klingen dank aufwendigerer Technik mit bis zu vier Lautsprechern ganz ordentlich, die anderen drei dagegen ziemlich blechern. Richtig guten Ton gibt’s aber generell nur über Kopfgibt’s Kopfhörer oder externe Lautsprecher.

GRÖSSENVERGLEICH: BRAUCHE ICH NOCH EIN TABLET?

Smartphones werden immer größer. Besonders riesig sind die Aufklapp-Modelle von Huawei und Samsung. Das Galaxy Fold ist beispielsweise mit einer Bilddiagonale von 7,3 Zoll fast so groß wie das iPad mini. Als Ersatz fürs Tablet sind die Klapp-Handys aber zu teuer: Das Galaxy Fold soll 2000 Euro kosten, das Huawei Mate X sogar 2300 Euro.

Viel Speicher kontra Speicherkarte

Bei den iPads hat der Käufer die Wahl unter mehreren Speichergrößen, die kleinste Variante ist jeweils ein 64-Gigabyte-Modell. Bei Samsung gibt’s keine Speichervarianten: Das Tab S5e hat 64 Gigabyte, das Tab A 32 Gigabyte. Allerdings lässt sich der Speicher, anders als bei Apple, per microSD-Karte erweitern. Das ist zum einen deutlich günstiger als bei Apple, wo zum Beispiel der Aufpreis von 64 auf 256 Gigabyte 170 Euro beträgt. Zum anderen ist die Erweiterung per micro-SD-Karte jederzeit möglich.

Kleiner Nachteil des zweigeteilten Speichers: Apps muss der Nutzer auf den Samsung-Tablets standardmäßig auf dem internen Speicher installieren, er kann sie nur nachträglich auf die Speicherkarte verschieben. Zudem ist der eingebaute Speicher oft schneller als eine microSD-Karte. Das macht sich etwa beim Start von Apps bemerkbar. Keinen Unterschied merkt der Nutzer, wenn er Fotos, Videos oder Musik auf der microSD-Karte speichert und von dort aus wiedergibt.

Günstiger hält länger durch

In ihrer Akkulaufzeit unterscheiden sich die fünf Tablets deutlich (siehe Kasten rechts): Als erstes muss das Galaxy Tab S5e wieder ans Netzteil. Bei intensiver Nutzung hält es nur 8:43 Stunden durch, das iPad Air schafft mit dem dicksten Akku im Test (8134 Milliamperestunden) dagegen 14:23 Stunden. Das günstige Galaxy Tab A hält fast genauso lange (13:52 Stunden). Hier ist das einfachere Display ein Vorteil, weil es weniger Strom frisst.

Dicke und schwere Tablets sind Schnee von gestern. Das zeigt besonders das Galaxy Tab S5e, das nicht mal 400 Gramm wiegt und nur 6,6 Millimeter dick ist.

Breite Bildschirmränder gibt’s nur noch beim iPad Air und beim iPad mini. Die anderen drei verzichten auf eine Home-Taste unterm Display und setzen stattdessen auf eine Gestensteuerung (iPad Pro) oder auf eine seitliche Taste (Samsung). Dadurch lässt sich der größte Teil des Gehäuses fürs Display nutzen, und die Tablets fallen insgesamt kleiner aus.

TABLET PER STIFT BEDIENEN

Für manches ist ein Stift einfach besser, etwa für handschriftliche Notizen oder zum Zeichnen. Auch das pixelgenaue Bearbeiten von Fotos klappt mit einem Stift leichter. Schade nur, dass Samsung, anders als beim älteren Top-Modell Tab S4 (Bild rechts), die Stift-Bedienung bei beiden 2019er-Modellen gestrichen hat. Apple baut dagegen die Stift-Erkennung in alle aktuellen iPad-Modelle ein. Die hauseigenen Stifte sind sehr einfach in Betrieb zu nehmen. Beim iPad Pro reicht es, zum Koppeln und Aufladen den Stift ans Tablet zu legen, beim iPad Air oder iPad mini muss der Apple Pencil (siehe Bild unten) in die Lightning-Buchse des Tablets gesteckt werden. Für seine Stifte setzt Apple ebenfalls sehr hohe Preise an: Der Stift fürs Pro kostet 130 Euro. Für das Air und das mini gibt’s günstigere Alternativen, beispielsweise den Logitech Crayon (65 Euro).

Alle aktuellen iPads lassen sich auch mit dem Apple Pencil (ab 95 Euro) bedienen.


Tippen per Finger, Stift & Tasten

Die meisten Nutzer bedienen Tablets wie ein Smartphone per Fingerlets Fingertipp. Alle Tablet-Apps sind darauf ausgelegt. Apps wie Amazon Prime Video (siehe Randspalte rechts) nutzen die größere Bildfläche (siehe Bilder links) automatisch, etwa um Videos größer darzustellen. Es geht auch ganz ohne Fingertapsen auf dem Display: per Stift (siehe Kasten unten) oder per Tastatur (siehe Randspalte auf Seite 77).

Dreimal USB-C

USB-C mausert sich gerade zum Universalanschluss. Darüber lässt sich nicht nur das Tablet laden, sondern auch Zubehör anschließen, zum Beispiel ein aktueller Monitor. Zusammen mit einer Tastatur und einer Maus lässt sich das Tablet dann fast wie ein Schreibtisch-PC nutzen. Nur bei der Software muss sich der Nutzer weiterhin mit Apps begnügen. Samsung hat dafür den „DeX“-Modus entwickelt, der eine Windows-ähnliche Oberfläche samt Status-Leiste bietet.

Apple verbaut USB-C leider nur im Top-Modell iPad Pro. Die günstigeren Modelle iPad Air und iPad mini beschränken sich auf Lightning. Entsprechende Adapter und Anschlusskabel sind in begrenzter Auswahl verfügbar und obendrein sehr teuer: So kostet ein nur 1 Meter langes Schnellladekabel zur Verbindung mit einem USB-C-Netzteil 25 Euro, bei 2 Metern Länge sogar 39 Euro. Schade, denn per USB-C lassen sich die iPads mit bis zu 18 Watt laden. Das verkürzt das Aufladen um ein Drittel gemessen an der Ladedauer mit einem Standardnetzteil. Bei Samsung gibt’s ein USB-C-Netzteil serienmäßig, allerdings nutzt nur das Tab S5e USB-C wirklich konsequent: Seine Buchse arbeitet mit der schnellen USB-3.1-Technik, das mitgelieferte Netzteil lädt mit 15 Watt. Beim Galaxy Tab A dagegen hat Samsung gespart. Das Netzteil lädt nur mit 8 Watt, die Datenübertragung läuft lediglich mit USB-2.0- Tempo. In der Praxis dauert der Datentransfer auf das Tablet damit doppelt so lange.

Wer ein Samsung-Tablet mit Stift-Bedienung sucht, wird bei den 2019er-Modellen nicht fündig und muss zu älteren Modellen wie dem Galaxy Tab S4 (ab 540 Euro) greifen.


FAZIT

Der Testsieger von Apple ist klar das Maß der Dinge: Das iPad Pro ist extrem schnell, sehr vielseitig und hat ein erstklassiges Display. Allerdings kostet schon das Grundmodell über 800 Euro, die Top-Variante mit 1 Terabyte Speicher fast 1800 Euro. Da dürfte für die meisten Nutzer der Preis-Leistungs-Sieger die bessere Wahl sein: Das Samsung Galaxy Tab A kostet nur 260 Euro in der LTE-Variante. Da sind Abstriche bei Ausstattung oder Display zu verschmerzen.

TEMPO & AKKULAUFZEIT: DRÜCKT TEMPO AUF DIE AUSDAUER?

Stärkere Prozessoren reduzieren bei teureren Tablet-Modellen wie dem iPad Pro die Akkulaufzeit. Noch stärker macht sich aber der Bildschirm bemerkbar: Das tolle OLED-Display des Galaxy Tab S5e kostet fast fünf Stunden Akkulaufzeit im Vergleich mit dem Galaxy Tab A.

BESSER TIPPEN AM TABLET

Das Display eines Tablets ist zwar groß genug, um damit auch typische Büroaufgaben wie Tabellen rechnen oder Texte schreiben zu erledigen. Längere Texte über die Bildschirmtastatur einzugeben, macht aber wenig Spaß – so fehlt die physische Rückmeldung, ob eine Taste gedrückt wurde. Zudem deckt die virtuelle Tastatur einen großen Teil des Displays ab. Da ist eine externe Tastatur die bessere Wahl. COMPUTER BILD stellt die möglichen Alternativen vor.

Apple-Tastatur iPad Air
Für das iPad Air gibt’s die maßgeschneiderte Tastaturhülle. Das Smart Keyboard dockt über einen Spezialanschluss an. Vorteil: kein Einrichten, kein Aufladen. Diese Komfortlösung kostet aber satte 180 Euro.

Apple-Tastatur iPad Pro
Auch fürs iPad Pro gibt’s ein Smart Keyboard – für stolze 200 Euro. Es passt perfekt und hat wie die Air-Tastatur einen eingebauten Tablet-Halter. Es dockt ebenfalls per Spezialanschluss ans iPad an.

Samsung-Tastatur
Für das Galaxy Tab S5e bietet Samsung das Book Cover Keyboard an. Mit ähnlicher Technik (Spezialanschluss) und Funktion (Tablet-Halter) wie bei Apple, aber mit 130 Euro etwas günstiger.

Für alle Tablets: Bluetooth-Tastatur
Günstige Tablets wie das Galaxy Tab A verzichten auf einen Spezialanschluss für eine Tastaturhülle. Eine Tastatur findet aber problemlos per Bluetooth Anschluss. Das ist zwar etwas umständlicher, da die Tastatur einmal gekoppelt und immer wieder mal aufgeladen werden muss, aber viel günstiger. Gute Tastaturen wie die Rapoo 9300M gibt’s schon für 30 Euro.