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Tanzins Glück


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National Geographic Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 21.10.2022
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Bildquelle: National Geographic Deutschland, Ausgabe 11/2022

Die ganze Abschlussklasse des brasilianischen Boschoi-Ablegers hat auf den Tag der Abschlussvorführung hingefiebert, unter ihnen Giovanna Genovez. Die Nachwuchstänzerin träumt vom Engagement an einer großen Bühne in Europa.

MANCHMAL WIRKT SIE beim Üben, als hätte sie in eine Limette gebissen. Wenn Giovanna Genovez beim Ballett auf Zehenspitzen ihre Figuren tanzt, hat ihr Lächeln etwas Gequältes.

Joinville, Brasilien, Ende 2019. In Giovannas Kopf drückt ein Traum. Kann sie ihn wahrmachen, so wie es Rafael Pereira de Oliveira gelungen ist? Die beiden kennen sich kaum, doch auch er lernte in Joinville. Jetzt, Ende 2021, tanzt er über die Bühne des Bayerischen Nationaltheaters in München.

Giovanna, heute 22, und Rafael, 23, verbindet eine urbrasilianische Geschichte, eigentlich bekannt vom Fußball: Junge Menschen wollen den Aufstieg schaffen, durch Talent, Willen und Training. Giovanna lebt in einfachsten Verhältnissen und kämpft gegen das Schicksal der Armut. Rafael hat sich bereits hochgetanzt, als Absolvent der weltweit einzigen „Außenstelle“ des Moskauer Bolschoi-Balletts in Joinville, einer Stadt im Süden Brasiliens. ...

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Viele ihrer Kollegen aus der Abschlussklasse tanzen schlechter als sie, aber Giovanna fehlt Leichtigkeit. Im Training für die Abschlussvorstellung steht sie vor der Barre, der langen Stange, an der die Schülerinnen und Schüler üben können, und hält sich fest wie an einem Rettungsring. Während ihre Kollegen in der Pause blödeln, verharrt sie auf der anderen Seite des Saals allein im Schneidersitz. Spricht man sie an, gibt sie sich Mühe, dem Blick standzuhalten. Für sie komme im Ballett nur das Ausland infrage, wo man gut verdiene. „Das Royal Ballett in London ist mein Ziel“, sagt sie in schroffem Ton. Einen festen Freund habe sie nicht – das Ballett sei ihre Liebschaft. „Für diesen Traum musst du arbeiten“, sagt sie.

Ihre Kollegen träumen ähnlich. London, New York, Paris, Berlin, St. Petersburg. Oder eben Moskau. Das Bolschoi-Theater in der russischen Hauptstadt beschäftigt mit seinen über 200 Tänzerinnen und Tänzern das größte Ballett der Welt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Haus zu einer der ersten Adressen des klassischen Tanzes. Zu Sowjetzeiten begünstigten die Kader die Eliteschule. Der Mythos hat ihr

System überdauert. Während das Bolschoi-Ballett in Moskau seit Kriegsbeginn Ende Februar dieses Jahres deutlich seltener im Ausland gastiert und Tänzer verloren hat, gibt man sich in Brasilien zuversichtlich: Die Kunst, heißt es hier, überwinde alle Grenzen.

Drill herrscht auch im Übungssaal des Staatsballetts in München. Der Pianist spielt das Thema aus Star Wars. Auf Zehenspitzen tippeln die Tänzer durch den Raum, dann – wumms, wumms, wumms! – springen sie in kraftvollen Sätzen über den hellgrauen PVC-Boden. Unter ihnen: Rafael. 2018 hat er seine Ausbildung in Joinville abgeschlossen und ein Engagement beim Bayerischen Staatsballett bekommen. Von Minute zu Minute zeichnet der Schweiß neue Formen auf sein graues Achselshirt. Die Jogginghose hat er ausgezogen und tanzt in Shorts. Rafael genießt es, wenn man ihm zusieht. Sein Körper ist ihm Werkzeug und Freund.

Viado – etwa so nett wie „Schwuchtel“ – nennt man in Brasilien, Land des Machismo, häufig Homosexuelle. „Es war nicht einfach, mein Ich zu finden, die Person, die ich eigentlich bin. Die Kunst hat mir dabei geholfen“, sagt Rafael. Sein Engagement in Deutschland sei so etwas wie eine „Neugeburt“ gewesen.

Die Geschichte des brasilianischen Bolschoi begann 1996. Das Moskauer Ballett trat beim großen Tanzfestival auf, das jedes Jahr im Juni in Joinville stattfindet. Der Bürgermeister der Stadt sprach mit den Russen, und zusammen ersannen sie ihre Idee einer Dependance. Das Kalkül: In einem Land, in dem das Tanzen essenziell zur Kultur gehört und das viele „hungrige“ junge Schülerinnen und Schüler hervorbringt, kann das Ballett nur gewinnen. Die Escola do Teatro Bolshoi no Brasil feierte im März 2020 ihr 20-jähriges Bestehen. Das Geld, das die Schule zum Überleben braucht, bringen der Bundesstaat Santa Catarina und Sponsoren auf. Bolschoi Moskau steuert den Namen bei und entsendet russische Lehrer.

Über 400 Ballerinos und Ballerinas hat die Schule nach eigenen Angaben bisher ausgebildet, die heute auf fünf Kontinenten arbeiten, drei Viertel von ihnen als Profitänzer. „Deutschland gehört zu den wichtigsten Märkten, was Engagements angeht“, sagt Pavel Kazarian, Direktor der Schule. Bei deren Auswahlverfahren kommen im Schnitt auf einen Platz über 100 Bewerber. Für Ausbildung, Verpflegung und Kostüme müssen die Schüler nichts bezahlen. In Rente gehen Balletttänzer – auch das eine Analogie zum Fußball – spätestens mit Mitte 30.

Rafael, der Neu-Münchner, will danach Choreograf werden. Er hat große Vorbilder: David Dawson und Wayne McGregor, Männer, die sich nicht in Traditionen verlieren, sondern etwas Neues wagen. „Das ist das Ballett, das ich selbst am liebsten tanze. Irgendwo zwischen Klassik und Moderne“, sagt er.

Corona-Winter in Deutschland. In Rafaels Zwei-Zimmer-Wohnung im Münchner Stadtteil Neuhausen hängt eine Regenbogenfahne an der Wand. Am Regal klebt ein altes Kinderbild von ihm, zerknittert und abgegriffen. Sein Vater trug es im Portemonnaie bei sich, bis er 2017 starb. Aufgewachsen ist Rafael in der Stadt Paranavaí im Süden Brasiliens. Nach dem Tod des Vaters war seine Familie von Armut bedroht. Nur mit der Unterstützung von Verwandten konnten er, sein Bruder und drei Halbgeschwister überleben. Ballett war für ihn eine Art Exit-Strategie. Mit 13 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung am brasilianischen Bolschoi. Davor hatte er bereits andere Tanzstile trainiert, darunter Hip-Hop.

Zum Jahreswechsel in drei Wochen wird seine Mutter zum ersten Mal nach Deutschland zu Besuch kommen und einen Monat bleiben. In dieser Zeit will Rafael ihr zeigen, was es heißt, es nach Europa geschafft zu haben – vom Flanieren über den Marienplatz bis zum zünftigen Abendessen in einem traditionellen bayerischen Restaurant. „Ihr Ticket habe ich bezahlt“, sagt er. Der Stolz lässt ihn strahlen, so als schiene ihm die Sonne ins Gesicht.

Rafael ist nicht schüchtern, sondern fast ein Draufgänger. Wenn er von Brasilien erzählt, hört man heraus, unter welchen Zwängen die weniger Begüterten dort leben. Dass es keine Teilhabe für ihn gab, auch keine Perspektive. „Im Moment vermisse ich Brasilien nicht, mein Platz ist in München.“

Seit gut zwei Jahren lebt er in der Stadt. Die meiste Zeit musste er warten oder auf Vorstellungen tanzen, die – lockdownbedingt – nur im Netz übertragen wurden. Mit dem Deutsch hapert es noch. „Ich habe leider nicht so viel Zeit zu lernen. Aber ich arbeite daran – langsam“, sagt Rafael. Sechs Tage die Woche Ballett. Üben und Auftritte, endlich echte Auftritte. Und eine faire Bezahlung. Er nennt keine Zahlen, aber in Brasilien wäre sein jetziges Gehalt ein Vermögen. Rafael will für immer durchs Leben tanzen.

Wer es an die brasilianische Bolschoi-Schule geschafft hat, so wie Rafael und Giovanna, trainiert dort jeden Tag sechs Stunden. Neben dem klassischen Ballett mit seinen exakt reglementierten Bewegungsabläufen üben die Schüler auch zeitgenössischen Tanz, der weniger strikten Regeln folgt, außerdem Folkloretänze. Ergänzend wird Tanz- und Musikgeschichte, ich sonst nicht rauslassen kann“, sagt sie und hebt die Hände vors Kinn. Ihr Vorbild ist Misty Copeland, die afroamerikanische Balletttänzerin, die 2015 zur Primaballerina des American Ballet Theatre wurde. Giovannas Mutter sagte: „Wenn ein Schwarzer US-Präsident werden kann, kannst auch du alles erreichen.“ Nicht aufgeben. Sie will es. Unbedingt. Scheitern? Wird nicht passieren. Weil es nicht sein darf.

Joinville, gegründet 1851, zählt heute mehr als eine halbe Million Einwohner, unter ihnen viele Nachfahren deutscher Siedler. Hier gibt es keine favelas, Armenviertel, wie in anderen Großstädten Brasiliens. Trotzdem ist Giovannas Wohngegend einfach, ihr Kinderzimmer winzig. Im Regal steht eine Plastikpuppe, die ein Auge verloren hat. Ein ebenso kleines Schlafzimmer der Mutter und ein mickriger Flur, in dem ein Gasherd, ein Fernseher und ein Sofa Platz finden müssen, vervollständigen die Wohnung.

Giovanna trägt ihr Haar heute offen in schönen Locken. Sie wirkt auf einmal gelöst. Zu Klavier, Wissen über Anatomie und Ernährung vermittelt. Davon abgesehen, müssen die jungen Tänzer auch noch gute Schulnoten mit nach Hause bringen.

Viado (etwa „Schwuchtel“) nennt man in Brasilien Homosexuelle. Das Engagement in Bayern war für Rafael daher eine Art Neugeburt.

Das finale Training der Abschlussklasse ist noch härter als sonst. Die Choreografien werden im Stakkato durchgehechelt, immer wieder alles von vorn. „Tiefer!“ „Schneller!“ „Lächeln!“, rufen die Lehrer. Als Giovanna wieder tippelschreitend Spitze tanzt – vom Band läuft die Musik aus „Carmen“ – und dabei behutsam die Arme auf- und abbewegt, als zöge sie ihre Extremitäten durchs Wasser, blickt ihre Lehrerin kritisch. „Giovanna muss endlich das Feuer entfachen, das sie in sich trägt“, kommentiert die Russin.

Viele von Giovannas Klassenkameraden haben Eltern mit viel Geld. Giovanna hat viel Talent. Sie möchte ausbrechen. Weil ihre Mutter darauf besteht – Giovanna könnte sich schließlich jederzeit verletzen –, studiert sie parallel Maschinenbau. Den Aufnahmetest für die Uni bestand sie als eine der Besten. „Tanzen ist für mich alles. Mit Ballett drücke ich das aus, was

Hause ist sie eine junge Frau, die im Internet surft und lacht, wenn sie dort ein lustiges Video gefunden hat, oder für ihre neunjährige Schwester Ana Luisa eine Folge „Spongebob“ streamt. Ihre Mutter Edineide Assis, 47, kocht Reis und Bohnen, das brasilianische Alltagsgericht. „Dass Giovanna die Beste sein will, freut mich“, sagt die Mutter. „Aber egal, wie gut sie ist, ich bin hier der General!“ Edineide Assis lacht herzlich.

Als alleinerziehende Frisörin zog sie wegen Giovannas Balletttraum aus ihrer Heimat Bahia im Nordosten weg. „Ich habe drei Jobs, arbeite als Hauswirtschafterin, bin Produktionshelferin in einer Firma und schneide nebenbei Haare. Trotzdem reicht das Geld oft nicht bis zum Ende des Monats.“ Heißt: Giovanna muss liefern, was Rafael schon geliefert hat.

Abends trifft er Freunde beim Italiener im Zentrum Münchens. Es gibt Nudeln mit heller Soße und Gemüse, die meisten am Tisch sind Brasilianer. Ein Ballerino ist dabei, der im österreichischen Linz tanzt. Rafael sagt, dass er wenige deutsche Freunde habe – doch die möge er sehr gerne. Der Eindruck verfestigt sich: Es ist nicht wichtig, wo er jetzt lebt, sondern vielmehr, wo er nicht mehr lebt. Nach dem Essen raucht er eine Selbstgedrehte. Ohne Nikotin geht es bei ihm nicht. Vom bayerischen Bier dagegen hält er sich fern. „Macht zu schnell dick“, sagt er später.

Bei Giovanna zwickt der Oberschenkel – ausgerechnet jetzt, einen Tag vor dem großen Finale. Sie legt sich ein Kühlpad auf. Gleich wird sie massiert. Neben der Liege steht ein menschliches Skelett. Es trägt Ballettschläppchen über den zarten Fußknochen.

Während der Generalprobe wabert Disco-Nebel über der Bühne, Klassik-Techno bollert aus den Boxen. Wer jetzt nicht nervös ist, hat kein Herz. Noch mal wird die komplette Show für morgen geprobt, wieder und wieder. Blasen an den Füßen können echte Tänzer nicht aufhalten. Einer macht im Backstage-Bereich Liegestütze, damit die Armmuskeln beim Tanzen definierter aussehen. Ein anderer bekreuzigt sich vor seinem Einsatz. Es geht dann auch alles auf einmal schief. Wie es sich für eine Generalprobe gehört.

Dann ist der Tag der Abschlussvorstellung in Joinville. Jeder darf sich heute Abend zeigen. Die Show ist eine Eruption, ein getanztes Feuerwerk vor 500 Zuschauern. Vor dem Auftritt tigert Giovanna grell geschminkt hinter der Bühne hin und her. Sie redet nicht, hält sich meist fern von ihren Kameraden, die sich gegenseitig Mut zusprechen. Als ihr Name zum Auftakt der Show genannt wird, ist der Applaus dünner als bei den anderen.

Als sie das erste Mal im Tüllröckchen auf die Bühne tritt, zittert sie ein bisschen, während sie stehen bleibt, den Arm weit ausgestreckt. Auch die Mimik entgleitet ihr.

Aber dann, beim zeitgenössischen Teil, ist sie präsent. Sie blickt angriffslustig ins Publikum, setzt Schritt vor Schritt im Takt der harten Bassschläge. Sie wirft sich auf den Boden, robbt über die Bühne. Und als sie von ihrem Tanzpartner nach oben geworfen wird, dreht sie sich, als könne sie sich in die Luft hineinschrauben.

München, nach dem Essen beim Italiener. Rafael will noch mal zeigen, dass er etwas gelernt hat. Auf der Straße wirft er eine Tanzkumpanin, die beim Abendessen dabei war, in die Luft, fängt sie auf und zeigt eine Hebefigur. Verharrt in dieser Pose einige Sekunden, die Muskeln maximal gespannt. Alle klatschen und lachen. Ein Passant ist ebenso begeistert und drückt

Rafael kurzerhand eine Flasche Sekt in die Hände. Publikum ist überall.

In Joinville ist Giovannas Show vorbei. Ihre Mutter bleibt sitzen, als die Familien der anderen Tänzer nach vorne stürmen, um ihre Freude in wilden Umarmungen auszudrücken. Giovanna schlurft über die Bühne, allein, mit einer Rose in der Hand, die sie wie eine Waffe trägt. Zwei Tage später wird sie erfahren, dass sie eine Festanstellung beim hauseigenen, derzeit 16-köpfigen Ensemble von Bolschoi Brasilien bekommt. Sie wird mit manchen ihrer Mitschüler zu Shows im ganzen Land fahren und tanzen. Jeder Trippelschritt auf Zehenspitzen trägt sie dem Ziel ein Stückchen näher.

Zur Spielzeit 2022/23 hat sie ein Engagement am Philadelphia Ballet in den USA ergattert. Anmut statt Armut – sie gehört jetzt dazu. j

Für Autor Christoph Wöhrle war das Ballett eine neue Welt. Fotograf Evgeny Makarov schaute schon als Kind in St. Petersburg zu. Beide waren von der Körperbeherrschung der Tänzer beeindruckt.