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TASPO-Umfrage zu Pflanzenausfällen in Hecken


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 16/2019 vom 20.04.2019

Nach der Dürre des Jahres 2018 sind Pflanzenausfälle in Hecken überall immer wieder zu beobachten, insbesondere bei Thuja und Scheinzypressen. Auch ein Problem der Landschaftsgärtner? Wir fragten zwei von ihnen.


Artikelbild für den Artikel "TASPO-Umfrage zu Pflanzenausfällen in Hecken" aus der Ausgabe 16/2019 von TASPO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Liguster und Carpinus betulus in einem Neubaugebiet in Oldenburg im Frühjahr 2019 …


…Es sind keine Ausfälle zu erkennen.


Fotos: Renate Dierks


„,Sensibilisierung der Kunden‘ war 2018 unser Zauberwort. Wir hatten trotz großer Trockenheit sehr wenig Ausfall an Pflanzen.“
Dietmar Wildi, Wildigarten, Villingen-Schwenningen



„Wenn Sie nach einem heißen Sommertag so richtig Durst auf ein kühles Radler ...Christoph Schelhorn, Ginkgogarten, Coburg

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„Wenn Sie nach einem heißen Sommertag so richtig Durst auf ein kühles Radler haben, denken Sie auch an Ihre Hecke!“
Christoph Schelhorn, Ginkgogarten, Coburg


Werden Sie von Gartenbesitzern – ob Kunden oder Nichtkunden – verstärkt zu Schäden an Heckenpflanzungen angesprochen?
Dietmar Wildi: Nein, denn wir sind präventiv vorgegangen und haben während der Pflanzungen unsere Kunden immer gut über die weitere Pflege informiert und sensibilisiert. Deshalb wurden wir nicht verstärkt auf Trockenschäden angesprochen.
Christoph Schelhorn: Wir haben zwar einige trockenbedingte Pflanzenausfälle zu beklagen, aber die großen Probleme haben wir eher an Rasen und Bäumen, nicht so sehr an Hecken. Eine Hecke allerdings hat es auch getroffen. Hier aber keine Neupflanzung, sondern eine ältere Bestandshecke.

In Gärten, in denen Sie selbst für die Bewässerung verantwortlich waren, wird es sicherlich keine Probleme geben. Was aber, wenn Ihre Kunden die Pflanzungen selbst pflegen (wollen)?
Christoph Schelhorn: Ich sage meinen Kunden immer: Wenn Sie nach einem heißen Sommertag an einem schönen Sommerabend so richtig Durst auf ein kühles Radler haben und sich das dann auch einschenken, sich in den Garten setzen und mit Genuss trinken, dann denken Sie auch an Ihren Rasen, Ihre Bäume und Ihre Hecke! Die haben auch Durst!
Dietmar Wildi: Unser Berufsverband hat sehr schöne Pflegeanleitungen zu Gehölzen, Stauden und Rasenflächen für uns Mitgliedsbetriebe entwickelt.

Diese Pflegeanleitungen händigen unsere Teams den Kunden vor Ort aus. Kunden, die ihre Pflanzung selber pflegen, unterschreiben uns den Verzicht auf Fertigstellungspflege. Die daraus resultierende Verantwortung des Kunden wird ebenfalls von den Teams deutlich kommuniziert.

Aufgrund der Trockenheit in 2018 haben wir per Mail unsere Kunden zusätzlich auf die Wichtigkeit der Pflanzenpflege – besonders der Bewässerung – hingewiesen.

TASPO: Wann empfehlen Sie ein „Reparieren“ der Hecke, sprich Austauschen der ausgefallenen Pflanzen, und wie führen Sie den Austausch durch, damit er erfolgreich ist?
Dietmar Wildi: Für die Pflanzungen haben wir eine Austriebsgarantie. Der späteste Zeitpunkt für den Austrieb liegt bei Ende Juni. Zu diesem Zeitpunkt ist erkennbar, ob die Pflanze austreibt. „Sensibilisierung der Kunden“ war in 2018 unser Zauberwort. Wir hatten in 2018 trotz großer Trockenheit sehr wenig Ausfall an Pflanzen.

Mussten sie auch schon empfehlen, die komplette Hecke zu entfernen?
Dietmar Wildi: Das kam vor vielen Jahren schon mal vor. Es ist wichtig, die Verantwortungsbereiche vor einem möglichen Schaden zu klären. Dazu bedarf es der Kommunikation vor den Arbeiten durch den Baustellenleiter und auf der Baustelle durch den Vorarbeiter. Zu diesem Thema führen wir mit unseren Teams interne Schulungen durch.
Christoph Schelhorn: Wir bevorzugen bei der Pflanzplanung Mischhecken aus verschiedenen Gehölzen, die auch etwas versetzt gepflanzt werden. Diese Mischpflanzungen sind grundsätzlich weniger anfällig gegen Hitze- und Trockenschäden. Wohl deshalb ist es zu Totalausfällen noch nie gekommen. Die Mischpflanzung hat auch den positiven Nebeneffekt, dass die Pflanzfläche insgesamt breiter ist, es wird nicht soviel Nährstoff entzogen. Und man hat dadurch auch mehr Fläche für Mulch, der schützt zusätzlich vorm Trocknen.

Was ist Berechnungsgrundlage beim Austausch einzelner Pflanzen?
Dietmar Wildi: Es kommt auf die Vorbereitung und Ausführung an. Wurde alles richtig gemacht, so ist die Berechnungsgrundlage klar. Gibt es einen Fehler in der Kommunikations- und Beratungskette, so ist die Berechnungsgrundlage im Grunde auch klar. Dann ersetzen wir.

Kommt es auch schon mal zu Streitigkeiten über Haftungsfragen?
Dietmar Wildi: Wenn wir bei der Beratung und Ausführung alles richtig gemacht haben, gibt es keine Streitigkeiten. Streitigkeiten entstehen aufgrund unklarer Sach- und Faktenlage. Wir empfehlen, so viel wie möglich schriftlich festzuhalten.

Die Autorin

Heike Hoppe ,
TASPO-Redakteurin, guckte und hörte sich zum Thema Trockenschäden an Hecken um.