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TATTOOS: KÖRPER SPRACHE


tennisMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 19.06.2018

Ob künstlerisch, philosophisch oder animalisch: Tattoos sind auf den Centre Courts nicht mehr wegzudenken. Wir stellen die interessantesten Motive der Stars vor


Artikelbild für den Artikel "TATTOOS: KÖRPER SPRACHE" aus der Ausgabe 70/2018 von tennisMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: tennisMAGAZIN, Ausgabe 70/2018

POLONA HERCOG

Die Slowenin hat neben Tennis eine zweite Leidenschaft: Tattoos. Hercog witzelte, sie hoffe, dass ihre vielen Tattoos ihre Gegnerinnen einschüchtern würden. Auf ihrem rechten Arm sind ein Totenkopf, Rosen, Engelsflügel und eine Laterne zu sehen. Ihr linker Arm soll demnächst auch komplett bedeckt sein. „Einige Tattoos haben eine Bedeutung, andere nicht. Ich mag die Bilder, vor allem den Totenkopf und dessen gesamte Anatomie.“ ...

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Einen Spieler in der nordamerikanischen Basketballliga NBA sieht man kaum noch ohne. Die Fußballstars pflegen eine innige Beziehung zu ihnen. Die Rede ist von Tattoos. Auch auf der Tennistour nimmt der Körperschmuck immer mehr zu. Zwar sieht man viele Topstars der Szene wie Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Caroline Wozniacki oder Maria Sharapova gänzlich ohne Tattoos – uns sind jedenfalls keine bekannt –, für viele andere Spieler und Spielerinnen gehört die Bemalung der Haut mittlerweile dazu wie Erdbeeren zu Wimbledon. In Deutschland sind laut einer Studie knapp 20 Prozent der Erwachsenen tätowiert, in den USA sogar mehr als jeder Dritte.

Ziel der Tintenbilder: seine Individualität und Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen. Tattoos geben einen Einblick in die Persönlichkeitsstruktur ihrer Träger sowie deren Lebensweisheiten und Einstellungen. Die Liebe von Fans zu bestimmten Spielern geht ebenfalls unter die Haut. Tattoos mit dem Logo und dem Konterfei von Federer gibt es einige. Besonders skurril: Der Brite Will Hirons ließ sich nach Andy Murrays erstem Wimbledonsieg dessen Pokalbild auf die linke Pobacke tätowieren – wegen einer verlorenen Wette. Ob brüllender Tiger, Totenkopf oder eine philosophische Botschaft. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

FAN-TATTOOS: Roger Federer ist auf einigen Körpern verewigt. Andy Murray sogar an besonderen Stelle.


FOTOS: GETTY IMAGES, DATENBANK

DUSTIN BROWN

Als der Deutsche im Jahr 2015 auf dem Centre Court in Wimbledon Rafael Nadal besiegte, zeigte er stolz auf das Tattoo auf seinem Oberkörper. Der Mann mit den Rasta-Haaren, der den Bauch von „Dreddy“ ziert, ist allerdings nicht Bob Marley, sondern Browns Vater Leroy aus Jamaika. „Das war eines der Dinge, die ich schon schon lange machen wollte. Ich hatte die Möglichkeit, mit einem tollen Tattoo-Künstler in Köln zu arbeiten.“

ARYNA SABALENKA

Laut und wild geht es zu, wenn die Weißrussin auf dem Platz agiert. Sabalenka ist bekannt für ihr exzessives Stöhnen, was nicht jedem gefällt. Ihrem Spielstil angemessen hat sich die 20-Jährige das passende Tattoo auf ihrem linken Arm stechen lassen: ein brüllender Tiger mit fletschenden Zähnen. „Endlich wurde mein Wunsch wahr. Danke für dieses unglaubliche Motiv in einer tollen Atmosphäre“, freute sie sich über das Kunstwerk auf ihrer Haut.

ELINA SVITOLINA

Nur mit einem knappen Hemd und einem Tennisschläger bekleidet präsentierte sich die Ukrainerin in einem Männermagazin. Svitolina zeigte dabei auch stolz ihr Tiger-Tattoo auf ihrem Oberschenkel. Auf ihrer rechten Hand stehen zudem das Buddhismus-Symbol „Om“ und der Spruch „Carpe Diem“. „Ich war sehr emotional, als ich jung war. Ich konnte nicht ruhig bleiben“, sagt Svitolina. Was der Tiger bedeutet, wollte sie nicht verraten.

STAN WAWRINKA

Verliebe dich ins Scheitern! So lässt sich das Tattoo auf dem linken Arm des Schweizers zusammenfassen. „Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Versuch es wieder. Scheitere wieder. Scheitere besser.“ Es sind Worte des irischen Schriftstellers Samuel Beckett. „Das ist meine Lebensphilosophie, meine Philosophie als Tennisspieler“, sagt Wawrinka. Nachdem das Zitat auf seine Haut gestochen wurde, ging seine Karriere steil nach oben.

GAEL MONFILS

Der Franzose gilt als „Air Jordan“ des Tennis, weil er immer wieder spektakuläre Flugeinlagen zeigt. Monfils trägt das passende Motiv auf dem Rücken: zwei Flügel. Warum er sich diese tätowieren lassen hat? „Sie beschützen mich.“ Genie und Wahnsinn liegen bei Monfils dicht beieinander. „Am rechten Handgelenk habe ich auch Flügel. Sie illustrieren den ewigen Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen. Die Flügel auf meinem Rücken repräsentieren nur das Gute.“

SVETLANA KUZNETSOVA

Die zweimalige Grand Slam-Siegerin kennt sich mit Schmerzen aus und weiß, dass man auf dem Platz leiden muss, um erfolgreich zu sein. Kuznetsova trägt insgesamt vier Tattoos. Das prägnanteste ist auf ihrem rechten Oberarm. „Schmerz tötet mich nicht. Ich töte den Schmerz“, ist dort zu lesen. „Ein Tattoo ist so etwas wie die Geschichte deines Lebens und ich glaube daran“, sagt die Russin.


FOTOS: GETTY IMAGES