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TEAM AUBI IM AUFWIND


St.GEORG - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 25.06.2018

Volltreffer bei den Deutschen Meisterschaften: In der Dressurkür belegtenJESSICA VON BREDOWWERNDLund ihr BruderBENJAMIN.die Plätze drei, vier und fünf. Die Geschwister aus Aubenhausen haben sich als „Team Aubi“ einiges vorgenommen. Heute Oberbayern, morgen die Welt(-meisterschaften). Grund genug für einen Besuch in der ländlichen Idylle


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Bildquelle: St.GEORG, Ausgabe 70/2018

Blick von der Rennbahn auf das Dressurviereck in Aubenhausen.


Die Geschwister Benjamin und Jessica führen gemeinsam die Reitanlage „Aubenhausen – Home of the Dressage Horse“.


Dalera setzt zur Piaffe an. Der Betrachter bekommt Gänsehaut, oder er hält zumindest kurz im ...

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... Gespräch inne. Wie auch immer die Reaktion ausfällt, es wird sie garantiert geben. Wie die Stute mit ihren knapp 1,80 Metern Stockmaß in der Hüfte abkippt. Wie sie das „Kleiner werden“, an dem man doch die Versammlung erkennt, erlebbar macht, das kann niemanden kalt lassen. Es sei denn, er hat so gar keinen Sinn fürs Dressurreiten.

„KEINE HILFEN GESEHEN“ – SITZ: 10

Dann Passage! Man mag das Wort „Übergang“, das im Protokoll der Grand Prix-Prüfungen steht – und für das es eine extra Wertnote gibt – in Frage stellen. Es ist ein Hinübergleiten von der Bewegung auf der Stelle in die Erhabenheit. Jessica von Bredow-Werndl sitzt auf der großrahmigen Trakehner Stute. Alles sieht mühelos aus. „Dalera verdanke ich meine erste Zehn im Sitz“, sagt die Reiterin. Das war in München, drei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften. Und die Richterin war Dr. Evi Eisenhardt. Für überschwängliches Herumwerfen mit Noten ist die Medizinerin nicht bekannt.

Dalera, die elfjährige Trakehner Stute, in ihrer Paradelektion, der Piaffe.


„Piaffen sind für Dalera wie eine eigene Grundgangart, da entspannt sie.“
Jessica von Bredow-Werndl.


ZUR PERSON: JESSICA VON BREDOWWERNDL

Jahrgang 1986. Reitet seit ihrem vierten Lebensjahr. 2002 Europameisterin der Junioren mit Bonito, 2003, als Junge Reiterin hochgestuft, Teamgold und Einzelsilber mit Duchess, 2004 Doppelgold mit Bonito. B.A. in Marketing und Kommunikation im Fernstudium, anschließend Geschäftsführerin mehrerer Fitnessstudios parallel zum Reiten. Durchbruch bei den Senioren mit Unee BB, der von 2014 bis 2018 durchgängig für das Weltcup-Finale qualifiziert war und dreimal Dritter wurde. 2015 Team-Bronzemedaille bei der EM in Aachen. Mit ihrem Mann Max von Bredow hat Jessica den Sohn Moritz.
www.jessica-aubenhausen.de

Alex Psotta ist die gute Seele und betreut die Pferde von Jessica von Bredow-Werndl. Dazu gehört auch der Gang mit Dalera zur Weide.


Mit dem Gribaldi-Sohn Unee hat Jessica es in die Weltspitze geschafft. Sie hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie ihn gern auch ohne Sattel reitet.


Den Nachnamen „BB“, den mehrere Pferde tragen, verdanken sie ihrer Besitzerin Beatrice Bürchler-Keller. Die Schweizerin unterstützt die Werndls schon seit Längerem.


Social Media! Kaum eine deutsche Dressurreiterin ist so aktiv wie Jessica. Hier folgt ihr Bloggerin Veronika Reim, im Wortsinn …


Dalera im Grand Prix Special bei den Deutschen Meisterschaften. Anschließend war klar: Das Paar reitet in Aachen für Deutschland.


Schon gar nicht mit Zehnen. Die Idealnote vergibt sie mit Bedacht. „Ich habe keine Hilfen gesehen“, so Eisenhardt, die auch Mitglied im Dressurausschuss des Deutschen Olympiadekomitees für Reiterei (DOKR) ist. Dem Gremium also, das über die Nominierung der deutschen Championatsmannschaften befindet.

TRAUM VON TRYON

Unee BB macht alles mit – fünfmal in Folge war der Hengst qualifiziert für das Finale im Dressur-Weltcup.


Dalera kann beides: Zufrieden abschnauben, allen Bemühungen, ihre Ohren fotogen zu spitzen, mit der Arroganz einer Diva eine Absage erteilen und im nächsten Moment einen Bocksprung machen. Da war etwas! Den großen braunen Augen von Dalera entgeht nichts. Auch wenn sie, ganz Dame, im nächsten Moment einen Blick aufsetzt, der irgendwo zwischen Vamp und „habt doch Mitleid mit den Menschen, sie können ja nichts für ihre Einfältigkeit“ liegt. So schreitet sie dann entspannt an dem kleinen Birkenhain am Fuße hoch eingezäunter Koppeln entlang. Von hinten grüßen die Alpen – so schön ist Oberbayern. Kollegin Zaire steht dort und grast. Dalera geht gemessenen Schrittes weiter. Fotograf Jacques Toffi kniet sich ins noch morgendlich feuchte Gras. „Soll er doch“, scheint Dalera zu denken. Zeit für die Piaffe. Jessica von Bredow-Werndl, die „Tschessi“, wie der Bayer es korrekt ausspricht, nimmt die Zügel auf. Ein leises aufforderndes Schnalzen, mehr ist nicht wahrzunehmen und aus der schlendernden Dame wird im Sekundenbruchteil eine Athletin, eine Tänzerin. Wie viele der Pferde, die Jessi reitet, gehört Dalera BB, so der offizielle Turniername, Beatrice Bürchler-Keller. Die Schweizerin, früher internatjonale Richterin, in deren Besitz auch Unee steht, der Rapphengst, mit dem Jessi sich fünf Jahre in Folge für das Weltcup-Finale qualifizieren konnte, hat die Easy Game-Tochter als junges Pferd erworben. Zunächst stand die Stute noch in der Schweiz. Mit den fliegenden Galoppwechseln gab es Probleme. Achtjährig wechselte die Stute nach Aubenhausen, ins „Home of the Dressage Horse“, unter der die Anlage der Werndls firmiert. Es ist ein Kleinod – oder muss es anhand von 50 Pferden, die in unterschiedlichen Stalltrakten dort beheimatet sind, eher „Großod“ heißen? Große Reitplätze, eine Halle mit Glasfront, die den Blick über die Alpen schweifen lässt, Koppeln, Paddocks, Rennbahn, Führanlage, Aquatrainer. Alles wird modernsten Anforderungen gerecht, fügt sich in die Landschaft ein. Aubenhausen ist gewachsen.

Nächster Star in Lauerstellung: Ferdinand BB, Finalist bei der Weltmeisterschaft junger Dressurpferde, ist jetzt Grand Prix-reif – und wie!


#TEAMAUBI

Jessi hat Marketing und Kommunikation studiert, ihr zwei Jahre älterer Bruder Benjamin Wirtschaft. Parallel haben sie immer geritten. Stefan Münch war lange Zeit der Trainer der Geschwister, dann Isabell Werth. Der Sprung aus dem Nachwuchslager war kein einfacher, zumal stets der Ehrgeiz bestand, keine „fertigen“ Pferde zu kaufen, sondern sie selbst auszubilden. Das Projekt „HOME of the DRESSAGE HORSE“. Ein Ausbildungszentrum mit einer Mission. Präsent im Spitzensport, um vorzuleben, dass eine Ausbildung, die auf der Liebe zum Pferd und der Achtung vor der Kreatur basiert, durchaus zu Höchstleistungen in der Lage ist. Seit 2011 ist Co-Bundestrainer Jonny Hilberath der Mann, der vom Boden den beiden hilft. Außerdem noch Morthen Thomsen und Andreas Hausberger aus Wien. Und selbstverständlich unterstützen sich die Geschwister gegenseitig. In der, wenn auch kurzen, Babypause 2017 hatte Jessica Zeit, „ihre“ Pferde auch einmal von unten zu sehen. Auch so etwas schult. Benjamin ist der Geschäftsmann. Er kennt die Zahlen, die Kosten, die „#teamaubi“, so der Hashtag unter dem die neue Idee der Werndls firmiert, monatlich erwirtschaften muss. Immer pro Pferd – das kostet. Permanent werden Pferde auf Koppeln gebracht und wieder hereingeholt. Es wird geritten, geführt, longiert. Der Faktor Mensch ist wichtig. Und teuer.

TEAMWORK MAKES THE DREAM WORK

Spätestens seit der Deutschen Meisterschaft, bei der Jessica und Dalera für das Aachen-Team nominiert wurden und Bronze in der Kür gewannen, ist Team Aubi noch einen Schritt weiter. Der Traum vom WM-Start ist zum Greifen nahe gerückt. „Da halte ich meiner Schwester den Rücken frei“, sagt Benjamin. Beide sind Teamplayer, schon ihre Eltern waren auf Skiern und im Segelboot in der Nationalmannschaft. Und Team heißt auch: Jeder packt mit an. So wie Nachwuchsreiter Raphael, „Raffi“, Netz, der mit 19 Jahren schon sein Goldenes Reitabzeichen hat. Kollegin Julia Hamberger hat gerade vier S-Dressuren in Folge gewonnen. In Aubenhausen wird ausgebildet, auch wenn Benjamin und Jessica keine Berufsausbilder sind. Benjamin ist allerdings in der Trainerakademie des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) aufgenommen. Als Patin begleitet ihn Bundestrainerin Monica Theodorescu. Raffi konnte schon in den Grand Prix Sport hineinschnuppern. So versteht sich das Team Aubi. In der Gemeinschaft stark.

ZUR PERSON: BENJAMIN WERNDL

Famoso ist die große Nachwuchshoffnung von Bejamin Werndl. Der Oldenburger ist bereits Grand Prix-erfolgreich.


Jahrgang 1984. Als Junger Reiter Dreimal Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften, Vize-Europameister in der Einzelwertung, Deutscher Meister auf Sam. Bachelor in Betriebswirtschaft im Fernstudium. 2014 B-Kader, 2018 Mitglied im Perspektivkader, Fünfter der Deutschen Meisterschaften 2018 mit Daily Mirror. Im Programm der DOKR-Trainerakademie, Patin ist Monica Theodorescu. Lebt mit Frau Katrin und den gemeinsamen Töchtern in Aubenhausen.
www.benjamin-aubenhausen.de

Nina Neuer trainiert auch im „Team Aubi“. Mit dem Hannoveraner Hengst Don Darius hat sie es nach wenigen Wochen des gemeinsamen Trainings in den Piaff Förderpreis geschafft.


Noch einmal „Reitsportabteilung des FC Bayern“: Charlotte Rummenigge im Training


Die nächste Generation in Aubenhausen: Benjamin und Katrin Werndl mit ihren Töchtern.


Daily Mirror bescherte Benjamin Werndl einen fünften Platz bei den Deustchen Meisterschaften.


Auch in den „FC Bayern-Boxen“ wird selbst mit angefasst. Nina Neuer, Ehefrau von Nationaltorhüter Manuel Neuer, und Karl Heinz Rummenigges Tochter Charlotte, ehemals Deutsche Bank Reitsport Akademie, reiten wie andere Einsteller in Aubenhausen. Sie trainieren vornehmlich mit Benjamin. Der profitiert von dem Austausch mit den Sportlern. Manuel Neuer habe ihm mal erzählt, dass er als dritter Torwart in der Jugendmannschaft des FC Schalke nicht den Wunsch hatte, Welttorhüter zu werden, sondern erstmal die Nummer zwei im Tor seines Teams. „Schritt für Schritt, sich immer auf das nächste Ziel konzentrieren, das hilft auch in der Dressur“, sagt der 33-Jährige. Andere Sportler beobachten, Trainings verfolgen, das macht ihm Spaß. Carl Hester zählt zu denjenigen, denen er gern über die Schulter schaut. Er selbst jettet aber auch eben mal nach Südostasien, weil ein Schüler dort Qualifikation zu den Asian Games reitet. Und gewinnt. Bücher über Sportler hat er früher verschlungen. Auch eines von Tennislegende André Agassi. Dessen Credo lautet, grob vereinfacht, den Schüler zusammenzufalten nach allen Regeln der Kunst. „Benni hatte plötzlich einen forschen Ton. Ich wusste gar nicht, wie mir geschah“, so Jessica. „Wir haben dann beide schnell festgestellt, dass das nicht so funktioniert bei uns“, grinsen beide.

Die Piazza ist der zentrale Treffpunkt des Team Aubi.


Die Eltern Micaela und Klaus, beide Sportler durch und durch, haben ihre Kinder immer schon in deren Ambitionen unterstützt.


Max (groß) und Moritz von Bredow, Jessicas Männer.


Das Wohnhaus von Jessica und Max war früher ein Heustadl.


Jessica beim Yoga am Teich.


Zaire, hier im Training auf der Rennbahn, ist Jessicas zweites Top-Pferd, das schon Resultate über 80 Prozent erzielt hat. 1


YOGA + TURNMATTE = BESSER REITEN

Geschäfts- und Sportpartner: Benjamin und Jessica von Bredow-Werndl.


Einmal in der Woche steht Teamsport auf dem Programm. Jessica macht zusätzlich Yoga. Ihre Mutter Micaela ist Spezialistin dafür. Yoga ist bekanntlich nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Yoga, vor allem aber ihr Sohn Moritz, hätten ihr Reiten noch einmal verbessert, sagt Jessica. „Wenn du beim Abreiten dein gesundes Kind siehst, weißt du, was wirklich zählt.“ Dass sie nicht nur davon spricht, sondern es auch tut, können ihre mehr als 160.000 Fans auf Facebook und 92.000 auf Instagram nahezu im Stundentakt live miterleben. Ihre Idee vom Umgang mit dem Pferd im Spitzensport soll über die Grenzen Oberbayerns hinaus Schule machen. „Wir wollen die Leute inspirieren“, sagt Benjamin Werndl. Er wie auch der Rest des Teams muss wöchentlich einmal auf die Matte. Joggen, Dehnungsübungen und mehr – längst schon werden Turniere nicht mehr nur in Reithosen gewonnen. Noch etwas hat der Reiter von anderen Sportlern gelernt, den Umgang mit Niederlagen. Sie wegzustecken. Nach den Erfolgen im Nachwuchslager war erstmal Schluss. „Da sind wir durch ein Tal gegangen, aber das ist nicht schlimm für uns.“ Jetzt wüssten sie, wie dankbar sie sein können, weil sie so viele tolle Pferde hätten. Benjamin strahlt, wenn er von dem Talent für Piaffen und Passagen von Famoso spricht. Der gehört, wie viele Pferde, die Benjamin reitet, Flora Keller, der Halbschwester von Beatrice. Sie ist auch Besitzerin von Benjamins aktueller Nummer eins, Daily Mirror. Das heißt aber nicht, dass Jessica ausschließlich Pferde von Beatrice und Benjamin die von Flora reitet. Teamwork ist auch hier das Stichwort. Micaela Werndl sagt, sie sei jetzt wohl „hauptberuflich Turnier-Oma“ – Team Aubi halt. Die Plätze drei, vier und fünf bei der Deutschen Meisterschaft. Dalera im Team für Aachen – da vergisst man beinahe schon Zaire. Die drahtige Stute hat schon Weltcup-Prüfungen mit mehr als 80 Prozent bestritten. In jeder anderen Nation wäre sie damit der Superstar. Der ist sie auch. Einer unter mehreren. „Dass sie, die immer etwas ängstlich war, nun so verlässlich geworden ist, weil sie mir jetzt auch im Prüfungsviereck voll vertraut“, sei für sie ein „Geschenk“, sagt Jessica über die elegante Stute. Sohnemann Moritz, elf Monate alt, meldet sich. Mam ist zur Stelle. „Nach der Flutlichtkür in Wiesbaden mit Unee bin ich morgens ganz früh nach Hause gefahren“, erzählt sie. „Es war das erste Mal, dass Moritz nicht dabei war. Ich habe ihn so vermisst.“ Morgens waren Mutter und Sohn wiedervereint. Da schien schon die Sonne auf den Weiher und im Stall wurde Heu verteilt. Sollte es mit der Nominierung für die WM klappen, dann wird Moritz wohl gen USA fliegen. Und Team Aubi drückt aus der Ferne die Daumen.