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Team New Zealand bricht Verhandlungen ab


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segeln - epaper ⋅ Ausgabe 110/2021 vom 11.10.2021

AMERICA’S CUP

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Mark Dunphy machte bereits Schlagzeilen, indem er die Millionenzahlungen für die Regatta an die Bedingung knüpfte, Grant Dalton (Foto) zu feuern

Der vergangene America’s Cup hat schon fast vergessen lassen, wie schmutzig das Geschäft mit der Kanne sein kann. Im Ringen um den Austragungsort des 37. America’s Cups kam es zu bösen Anschuldigungen und Verschwörungstheorien.

Eigentlich wollte das Team New Zealand am 17. September bekannt geben, wo der nächste America’s Cup ausgerichtet wird. Aber verspätete Details zu einem Finanzierungsangebot aus Neuseeland sorgten laut TNZ-Pressemitteilung dafür, dass die Entscheidungsperiode verlängert wurde. Dabei wurde die Offerte des reichen Energieunternehmers Mark Dunphy, der sich laut eigener Website mit seiner Kiwi Home Defence an der Spitze einer „Gruppe stolzer Neuseeländer” sieht, die den AC37 auf heimischem Boden verteidigen wollen, zunehmend undurchsichtiger.

Grant Dalton hatte Dunphy schließlich öffentlich aufgefordert, wichtige Fragen zu beantworten. In einer Stellungnahme des Teams wurde klar, dass diese mit heftigen Anschuldigungen verbunden waren, die Dunphy in einer eigenen öffentlichen Erklärung von Kiwi Home Defence dann zurückwies.

Aber das Team New Zealand schien vom Gegenteil überzeugt. In einer Presseerklärung sagte Dalton, man sei Anfang September darüber informiert worden, dass Dunphy per Zoom-Call ein Mitglied des New York Yacht Clubs kontaktiert habe, einen der drei letzten Herausforderer mit dem American Magic Team. Dabei sei es um Themen gegangen, die auch in einer geleakten E-Mail behandelt werden, die das TNZ veröffentlichte. In der Mail soll Kiwi Home Defence den NYYC aufgefordert haben, vor dem New Yorker Supreme Court die Gültigkeit der englischen Royal Yacht Squadron (RYS) als Challenger of Record für den 37. America’s Cup anzufechten. „Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit würde den Auswahlprozess des Austragungsortes stören, der am 17. September 2021 bekannt gegeben werden soll”, heißt es in der Mail als Begründung.

Für Grant Dalton war die Sache klar. In seiner Erklärung hieß es: „Das Emirates Team New Zealand ist enttäuscht von Mark Dunphys hinterhältigen und betrügerischen Versuchen, die Interessen von RNZYS, ETNZ und der RYS mit seinen verachtenswerten Aktionen zu untergraben.“

Damit scheint eine Verteidigung des America’s Cups in Neuseeland wohl unmöglich geworden zu sein. Drei weitere Möglichkeiten waren Ende September noch auf dem Tisch: Cork in Südirland, Dschidda in Saudi-Arabien und nach dem Ausscheiden von Valencia eine Bewerbung für ganz Spanien, die sich auf Barcelona konzentriert.

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