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TECHNIK + DESIGN: Bosch – innovativ, jung, dynamisch … … und den Menschen zugewandt


küche + architektur - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 30.10.2020

Ende August befinden wir uns auf dem Weg ins baden-württembergische Waghäusel. Unser Ziel: Sallycon Valley, das Domizil der Bloggerin Sally, in dem die virtuelle Bosch Innovation-Show 2020 stattfindet. Hier, in dem neugebauten Wohn- und Gewerbeobjekt von Sally und Murat Özcan treffen wir uns mit Bosch-Geschäftsführer Harald Friedrich, Vertriebsleiter Antonio Terrada und Pressesprecherin Maria Beltrán.


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Bildquelle: küche + architektur, Ausgabe 5/2020

ZU BESUCH IM SALLYCON VALLEY – Bosch-Vertriebsleiter Antonio Terrada, Gastgeberin Sally Özcan und Bosch-Geschäftsführer Harald Friedrich (v. l. n. r.)


Das hohe Portal des im Industrial Style kreierten Hauses ...

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... ist weit geöffnet, und wir betreten das großzügige, loftige mit recyceltem Aluminium ummantelte Gebäude, dessen Fassade je nach Lichteinfall changiert. Vorbei an Sally’s Wall of Fame, mit unzähligen Prominenten, führt uns der Weg direkt in die Vorführküche der Unternehmerin – ausgestattet mit den neuesten Geräten der Marke Bosch.Als wir den Raum betreten, befinden sich unsere Gastgeber bereits im regen Austausch mit dem Bosch-Team. Die Dreharbeiten zur Bosch Neuheiten-Präsentation haben die Gruppe freundschaftlich miteinander verbunden. Stolz demonstriert uns Murat Özcan, in welcher Geschwindigkeit ein von Sally auf Instagram gepostetes Video, in dem sie mit der neuen Bosch Einbaukaffeemaschine ihren ganz persönlichen Kaffee zubereitet, Traffic generiert.„Sally hat eine ganz persönliche, kompetente und charmante Art der Kommunikation für sich entdeckt, um Verbrauchern den State of the Art der Technik, die ihn im Alltag unterstützt, nahezubringen“, betont Harald Friedrich, der sich mit der Kooperation von Bosch und Sally absolut zufrieden zeigt.Um das professionell zu realisieren, haben sich Sally und Murat für ein Leben in der Öffentlichkeit entschieden. Kochen, Backen, Wäschewaschen; Hausbauen, Einrichten und Relaxen, an alle dem lässt die 32-Jährige ihre über 1,6 Millionen Follower kontinuierlich teilhaben. Und das kommt an und zwar vor allem bei der jüngeren Generation. Dass die Marke Bosch heute bei Menschen im Alter bis zu 30 Jahren auf Rang eins der Hausgerätehersteller rangiert, dazu, da sind sich Harald Friedrich und Antonio Terrada einig, hat Sally beigetragen. Sally strahlt und bestätigt: „Ja, was Bosch anbelangt, sehe ich mich als Markenbotschafterin und binde die Bosch-Geräte aktiv in meinen Alltag ein.“ Anfragen ihrer Follower nimmt Sally sehr ernst. Ob es um Waschroutinen oder um das Gelingen eines neuen Rezepts geht, die sympathische Bloggerin versucht praxisorientierte Lösungsansätze zu finden. „Wir haben mit Bosch einen Partner gefunden, der vom Low Budget bis High End jeden Verbraucher bedienen kann. Die Studentenwohnung kann ebenso ausgestattet werden wie das Luxusappartement.“

MARKETINGEXPERTEN UNTER SICH: Harald Friedrich, Maria Beltrán und Sally mit Yvonne Zahn und Ralf Meusel vom Küchenstudio Proform, Weinheim


EMOTIONALE KOMPETENZ IN DESIGN UND KOMMUNIKATION

Ja, die Traditionsmarke Bosch entspricht mit ihrem Produktport folio in Design und Technik dem heutigen Zeitgeist und ist Symbol des modernen Lifestyles. Vor sechs Jahren revolutionierte die Hausgerätemarke mit der Lancierung ihrer neuen Gerätegeneration den Markt. „Unser Design ist seither emotionaler geworden“, betont Harald Friedrich, „und spricht die Menschen stärker an.“ Damit meint der sympathische Geschäftsführer Handelspartner und Endverbraucher gleichermaßen. „Was die Vermarktung anbelangt, so trägt unsere dezidierte Vertriebsmannschaft einen Großteil des Erfolgs mit.“ Ein gutes Beispiel dafür ist das accent line Premium-Segment carbon black, das für Furore und in Technik und Design überzeugte. Auf das Wesentliche reduziert, kommen die Nuancen im Zusammenspiel von schwarzem Glas und schwarzem gebürstetem Edelstahl elegant zur Geltung. Erhältlich sind diese Geräte übrigens nur über ausgesuchte Bosch-Partner im Küchenfachhandel.


Und selbstverständlich kann man diese Geräte auch bei Sally Özcan in Funktion bewundern, ob in ihrer eigenen Schüller-Küche, oder in dem ebenso mit Schüller-Komponenten geplanten Hauswirtschaftsraum: funktionale Möbel in Kombination mit modernster Technik und ansprechendem Design. In Waghäusel haben wir auch erstmals die Möglichkeit die neuen Waschmaschinen und Wäschetrockner der Serien 4 und 8 in Silber-Optik zu sehen. Auch sie werden von Sally aktiv in ihren Alltag als Hausfrau und Bloggerin eingebunden. Spätestens jetzt versteht jeder die intelligenten Programme oder die Bedeutung von Features wie Fleckenautomatik, Bügelhilfe oder auch die automatische Reinigung des Türsiebs oder die Verbindung mit Home Connect. Während uns Murat und Sally Özcan abwechselnd ihr Zuhause zeigen, führt uns der Rundgang an gewerblich genutzten Räumen vorbei. Rechts sitzen Photographen und Cutter, im Stockwerk darüber wird entwickelt und designt. Nicht zu vergessen die Anbauten, in denen das Ehepaar sein SallyconValley erweitern wird – Outdoor Living inklusive.
Der Raum, in dem das Gespräch und die Vorfüh rung der Show stattfinden, ist kein anderer als der private Küchen- und Wohnbereich des kreativen Ehepaars. Auch hier treffen wir auf bekannte Herstellernamen, neben Schüller auch Hülsta oder Bretz, um nur einige zu nennen. Dann ist es soweit, Film ab: Harald Friedrich, Antonio Terrada und Maria Beltrán starten die erste virtuelle Bosch Innovation-Show 2020.

LIVE PRÄSENTIERT VON SALLY: Der neue integrierte Glas Dunstabzug der accent line carbon black kann, wird er nicht gebraucht, per Knopfdruck in die Arbeitsplatte abgesenkt werden und ist dann fast unsichtbar. EcoSilence Drive, PerfectAir Luftgütesensor und Guided Air, eine besondere Führung des Luftstroms zeigt er in Aktion. Dekorativ: die Glasplatte wird über ein LED-Modul von unten angestrahlt.


DIGITAL VERSUS PHYSISCH? DIE KOMBINATION MACHT‘S

„Coronabedingt beschränkt sich die Neuheitenpräsentation allein auf digitale Medien. Es ist das erste Jahr ohne physische Veranstaltung“, stellt Harald Friedrich fest. In der Stimme des Managers schwingt etwas Wehmut mit. „Es geht nicht nach Berlin, man sieht sich nicht. Es fehlt das Wir. Außerdem ist es noch einmal etwas anderes auf seinem eigenen Messestand zu stehen, auf dem wir auf 3000 Quadratmeter Fläche unsere Neuheiten zeigen“, beschreibt der Manager seine Erfahrung. „Auf der IFA schaut man auch mal rechts und links, guckt was die anderen machen. Vor allem erlebt man die Produkte mit allen Sinnen: Hier wird gekocht und gebacken, man kann Produkte anschauen und anfassen.“
Dem kann sich Sally nur anschließen: „Mein Wunsch wäre es auch, wieder auf die Messe gehen“, betont sie, die den direkten Kontakt mit den Menschen vermisst. Was das Bosch-Team nur unterstreichen kann: „Unser Anspruch ist es Geräte zu lancieren, mit denen perfekte Ergebnisse erzielt werden. So stehen wir über unsere Info-Line im regen Austausch mit den Konsumenten, deren Anregungen und Fragen wir sehr ernst nehmen und in die Weiterentwicklung und Optimierung unserer Geräte mit einbringen.“

„Obwohl, in diesem Jahr hatte ich erstmals die Möglichkeit, mich wesentlich länger und intensiver mit den einzelnen Produktneuheiten auseinanderzusetzen“, erläutert uns die Unternehmerin. Als Protagonisten des virtuellen Bosch-Auftritts war Sally Özcan bereits frühzeitig bei der internen Vorstellung der neuen Bosch-Geräte dabei. „Ich finde das hochinteressant“, schwärmt sie „und zwar nicht nur die Präsentation, sondern auch die Möglichkeit, Fragen stellen oder Anregungen geben zu dürfen.“
„Vor allem aber beurteile ich die Geräte nie allein auf Basis ihrer technischen Features, sondern immer aus der Perspektive eines Anwenders bzw. aus der einer Hausfrau. Wenn es nach mir geht, dann sollen künftig physische und virtuelle Messe events nebeneinander stattfinden“, so die Bloggerin. Ein Wunsch, den Harald Friedrich und Antonio Terrada Sally gerne erfüllen wollen.
„Die virtuelle Messe soll grundsätzlich dazu beitragen, mehr Bosch-Partner und -Interessenten im Handel zu informieren und das multimedial“, betont Antonio Terrada. „Der Vorteil ist, man hat die Informationen Audio-visuell. Es fehlt allerdings der persönliche Kontakt“, fasst Harald Friedrich zusammen. „Deshalb stellen wir unsere virtuelle Präsentation auch nicht einfach ins Netz. Vielmehr nutzen unsere 30 Außendienstmitarbeiter diese virtuelle Show, um sie ihren Kunden persönlich vorzustellen. Auf diese Weise suchen wir den Dialog mit unseren Handelspartnern, greifen Fragen oder mögliche Kritik auf und gehen individuell im persönlichen Gespräch darauf ein.“ Und auch Harald Friedrich ist bei jedem Kundenmeeting dabei, zumindest virtuell, seine einleitenden Worte eröffnen die erste digitale Productund Innovation-Show der Marke Bosch. Diese ist übrigens technisch so aufgesetzt, dass sie europaweit angeschaut werden kann. Die Synchronisierung geht soweit, dass sogar die Mimik der Protagonisten auf die jeweilige Landesprache abgestimmt ist. Ein Feature, das selbst Sally begeistert, die erstmals miterleben konnte, wie sich ihre Lippen synchron zur französischen Sprache bewegen.
Die Präsentation ist in einzelne Themenbereiche unterteilt, so dass sich jeder die Bereiche aussuchen kann, die ihn interessieren, seien es die neuen Geschirrspüler, oder die Waschmaschine, die mit dem Trockner parliert, die Vorteile des Smart Homes via Home Connect oder auch die neuen Werbemittel. Deshalb lautet der Slogan für diese Darstellungsform auch:

VORTEILE der neuen Geschirrspüler-Generation, von Sally nachvollziehbar und authentisch auf den Punkt gebracht.


HOP ON, HOP OFF …

… so nähern auch wir uns virtuell den Bosch Neuheiten, z. B. dem neuen auffallend anpassungsfähigen und leistungsstarken Glas-Dunstabzug der accent line carbon black passend zu den flächenbündigen Kochfeldern. Wenn möglich verfügen die Kochfelder über die nahezu kratzresistente Glasprotect-Oberfläche ein USP, mit dem sich die Marke Bosch alleine schmücken kann. Der Glasdunstabzug sieht nicht nur gut aus, und lässt sich mithilfe eines LED-Moduls, das die Glasplatte von unten angestrahlt, via Home Connect App auch noch farblich individualisieren. Bedienbar ist sie zudem per Sprachassistent oder ganz einfach von Hand.
Apropos: Home Connect, das vor sechs Jahren eingeführte System, ist natürlich Part der neuen virtuellen Bosch-Präsentation. Sally übernimmt auch die Präsentation dieses eigentlich sehr technischen Parts in der ihr eigenen Art, Technik anschaulich begreifbar zu machen. Die Home Connect-App liefert Hilfestellungen in der Geräteführung: Welches Spülmaschinen- oder Waschmaschinenprogramm ist das richtige, wie finde ich interessante Rezepte, die sogar direkt an den Backofen weitergeleitet werden können. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Ferndiagnose, im Falle eines Bedienungsfehlers oder eines Defekts. Der Techniker kann sich via App mit dem vernetzten Gerät verbinden und die Ursache sofort feststellen und die notwenigen Schritte vorbereiten. Home Connect ist ein nutzenorientiertes System, das verbindet. „Weitere Vorteile für Home Connect-User bieten natürlich auch unsere Partner“, betont Harald Friedrich. „Wir haben heute über 40 externe Partner. Einer unserer Partner ist Sally mit Sally’s App, die Rezepte dort z.B. sind top aktuell. Wenn alles vorbereitet ist, wird die Information über das Gargut via Sally’s App direkt an den Backofen weitergeleitet. Ein Service, der vor allem von jüngeren Menschen gerne genutzt wird.“
Wir zappen weiter durch das Video. Uns interessiert vor allem die neue Geschirrspüler-Generation, auf die uns Antonio Terrada und Harald Friedrich bereits im Vorfeld aufmerksam gemacht haben. Und auch deren Vorteile bringt Sally für jeden leichtverständlich auf den Nenner. „Das Gerät bietet jetzt noch mehr Leistung bei weniger Energieverbrauch“, schwärmt sie und kommt gleich auf den Punkt: „Das gelingt mit zwei Weltneuheiten: einem dritten Korb, der rund 25 Prozent mehr Stellfläche für kleinere Geschirrteile schafft. Und der Extra Clean Zone für besonders gründliche und sparsame Reinigung, ohne erhöhte Temperatur. In Kombination mit dem bewährten Zeolith-Trocknen können alle Geschirrteile ohne weiteres direkt in den Schrank!“ Und auch wir finden das Ganze: einfach praktisch.
„Unser Ziel ist es, dem Fachhandel und dem Verbraucher den technischen State of the art der Geräte, die ihm den Alltag erleichtern, auf kommunikative Weise näher zu bringen“, betont Antonio Terrada. Sally Özcan ist dafür prädestiniert, Menschen zu erreichen“, ergänzt Harald Friedrich, „was sich auch in Umsatz und Markenbekanntheit niederschlägt.“

DER RUN AUF HAUSGERÄTE – CHANCE UND HERAUSFORDERUNG

AUCH DER WASCHTROCKNER
wird von Sally aktiv in ihren Alltag als Hausfrau und Bloggerin eingebunden.


Die digitale Präsentation hat nicht nur uns überzeugt, mittlerweile kamen Händler in aller Welt in den Genuss der virtuellen Innovation-Show. Aber kann man damit Ordervolumen prognostizieren? „Generell lassen sich Ordervolumen in Form von Auftragseingängen, die in bestimmten Zeiträumen erfolgen, messen, das werden wir auch in diesem Jahr tun. Dabei sollte man berücksichtigen, dass das Küchengeschäft ein kontinuierliches Geschäft darstellt und kein Spot-Geschäft, bei dem im Herbst die Läger gefüllt werden und die Auftragseingänge explodieren. Für den Elektrohandel war die IFA bis dato immer eine Ordermesse, aber auch hier stellt man mehr und mehr fest, dass sich ein continuous replenishment durchsetzt“, schildert Harald Friedrich seine Erfahrung.
Aber in diesem Jahr ist sowieso alles anders, was Harald Friedrich bestätigt: „Als der Lockdown kam, standen wir alle vor einer noch nie dagewesenen Situation. Keiner wusste so recht, wie sich das Ganze auf das Jahr auswirken würde. Doch vor allem der Fachhandel entwickelte sich weiter, führte seine Beratungsgespräche zum teil digital. Der Küchenfachhandel konnte sogar ausliefern und die verkaufte Ware montieren. Der E-Commerce als auch der Fachhandel entwickelten sich während der Pandemie mehr und mehr zu den Gewinnern. Die Großfläche, die schließen musste, fiel als Abnehmer erst einmal aus. Das führte zu einer senkrechten Talfahrt. Als der Lockdown jedoch wieder aufgehoben wurde, kehrte sich die Situation um. Die Konsumenten verbrachten mehr Zeit zu Hause, man fuhr nicht in Urlaub, sondern investierten lieber in die eigenen vier Wände und somit auch in neue Elektrogeräte, Küchen und Möbel. Aus dieser Entwicklung ist ein unerwarteter Nachfragetrend entstanden und zwar international. In Deutschland begann die Nachfrage bereits im Mai/Juni anzusteigen. In anderen Ländern kam der Turnaround ein/zwei Monate später, aber … mit der gleichen Wucht. Unsere Fabriken arbeiten mit voller Kraft, dennoch können wir nicht alles termingerecht bedienen. Das ist für den einen oder anderen Konsumenten sicherlich ärgerlich. Für die Branche bzw. die Wirtschaft ist diese Situation jedoch besser als wenn wir die Aufträge zählen müssten.“
„Wird das so bleiben?“, wollen wir von dem versierten Branchenkenner wissen. „Die einzelnen Branchen und damit auch die hier arbeitenden Menschen sind von den Auswirkungen der Pandemie unterschiedlich stark betroffen und der Markt ändert sich extrem schnell. Im März hätten wir eine komplett andere Einschätzung für das Gesamtjahr abgegeben als drei Monate später. Was dann passiert, wenn die Mehrwertsteuer wieder steigt und dieser psychologische Effekt ausbleibt, ob die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes ausreicht, um den Menschen eine Grundsicherheit zu vermitteln, kann man derzeit noch nicht absehen.
Dieses Jahr wird unseres Erachtens gut durchlaufen. Bereits der August lag deutlich über dem Vorjahr. Was die überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach unseren Produkten anbelangt, wird sich diese im Laufe des kommenden Jahres sukzessive wieder einpendeln. Was jedoch bleiben wird, ist meiner Meinung nach der gestiegene Stellenwert des eigenen Zuhauses bei den Konsumenten.“ www.bosch-home.com