Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

TECHNIK: NVIDIA Shield TV Im Test


TecTime Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 14/2019 vom 15.11.2019
Artikelbild für den Artikel "TECHNIK: NVIDIA Shield TV Im Test" aus der Ausgabe 14/2019 von TecTime Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TecTime Magazin, Ausgabe 14/2019

Die neuen Nvidia Shield-TV Mediaplayer sind inzwischen beim Fachhandel angekommen.

Zwei Modelle gibt es: den Nvidia Shield TV Pro für 219,00 Euro, mit einem identischen Design wie das Vorgängermodell, und den brandneuen 159,99 Euro teuren Nvidia Shield TV.

Beide verfügen nun neben HDR10 und Dolby Atmos-Audio auch über Dolby Vision.

Die Fernbedienung wurde komplett neu gestaltet. Das andere neue Feature ist ein KI-gestütztes Upscaling-System, das 1080p-Inhalte detaillierter aussehen lässt und der 4K-Qualität näherkommt.

Nach ein paar Tagen ausführlicher Tests des röhrenförmigen Shield TV entstand der ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von TecTime Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 14/2019 von TECHNIK: Gigablue UHD Trio 4K Im Test. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TECHNIK: Gigablue UHD Trio 4K Im Test
Titelbild der Ausgabe 14/2019 von TECHNIK: US-Luftwaffe erlaubt Hackern einen umlaufenden Satelliten zu entführen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TECHNIK: US-Luftwaffe erlaubt Hackern einen umlaufenden Satelliten zu entführen
Titelbild der Ausgabe 14/2019 von INTERNET: Internetnutzer fürchten diese 9 Bedrohungen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
INTERNET: Internetnutzer fürchten diese 9 Bedrohungen
Titelbild der Ausgabe 14/2019 von INTERNET: 6 Tipps für die IT-Sicherheit. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
INTERNET: 6 Tipps für die IT-Sicherheit
Titelbild der Ausgabe 14/2019 von RASPBERRY: Vier aktuelle Raspberry-Pi-Alternativen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RASPBERRY: Vier aktuelle Raspberry-Pi-Alternativen
Titelbild der Ausgabe 14/2019 von SDR: Malachit-DSP. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SDR: Malachit-DSP
Vorheriger Artikel
TECHNIK: Gigablue UHD Trio 4K Im Test
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TECHNIK: US-Luftwaffe erlaubt Hackern einen umlaufenden Satellite…
aus dieser Ausgabe

... Eindruck, dass dieses Produkt nicht nur die Heimkino-Besitzer anspricht, sondern ein wesentlich breiteres Publikum, das wegen der schieren Leistung des Gerätes und der gut durchdachten Software sich vom Nvidia Shield TV angezogen fühlt.

Sowohl der Shield TV Pro als auch der Shield TV beinhalten den Tegra X1+ Chip von Nvidia, der bis zu 25 Prozent schneller ist, als der Chip des Vorgängers. Der Shield war schon immer stark, wenn es um die Leistung ging und wir glauben nicht, dass man nirgendwo ein schnelleres Android-TV-Erlebnis finden wird. Diese Art von Geschwindigkeit und Fluidität wird nur vom Apple TV 4K übertroffen. Netflix, YouTube, Prime Video und andere Apps öffnen sich fast sofort. Der Google Assistent reagiert schnell und Android TV kann nun in die mit der Google Home App erstellten Routinen integriert werden.

Der Startbildschirm sieht gut aus und ist nicht mit Anzeigen wie bei Roku oder Fire TV bestückt. Uns gefällt, dass man direkt auf dem Startbildschirm durch aktuelle Videos aus dem persönlichen YouTube-Abonnements scrollen kann. Aber nicht viele Apps bieten diese horizontalen Karusselle an. Sprachbefehle über den Google Assistent und Ama

zons Alexa funktionieren zuverlässig. Google verbesserte auch endlich den Play Store auf Android TV für eine einfachere Auffindbarkeit.

Jedes intelligente Gerät verlangt jetzt, dass man einer Reihe von Bedingungen zustimmen muss, bevor man es nutzen kann. Hier eine Liste, die vor der Inbetriebnahme abgearbeitet werden muss:
• Google Nutzungsbedingungen
• Google-Datenschutzbestimmungen
• Google Play Nutzungsbedingungen
• Nvidia Nutzungsbedingungen
• Nvidia Datenschutzerklärung

Die folgenden Vereinbarungen sind freiwillig:
• Standortdaten
• Diagnostik

Endgültige Zählung: fünf verbindliche Vereinbarungen und zwei oder mehr optionale Vereinbarungen.

Das Design des Shield TV ist sicherlich unkonventionell. Man wird dieses Ding nicht mit einem Apple TV oder Roku verwechseln. Und mit über 15,24 Zentimetern Länge ist der Shield TV keineswegs ein Streaming „Stick“. Es ist nicht dazu gedacht am HDMI-Anschluss des Fernsehers zu hängen. Stattdessen glaubt Nvidia, dass die meisten Kunden ihn hinter dem Fernseher verstecken werden.

An beiden Enden des Rohres (anders kann man den Sheiled TV kaum bezeichnen) befinden sich verschiedene Anschlüsse: HDMI, microSD und eine Suchertaste auf der einen Seite und Ethernet und Netzteil auf der anderen

UpscalingAUS

UpscalingAN

Seite. Der microSD-Steckplatz befindet sich so nah am HDMI-Anschluss, dass der Zugriff mit ziemlicher Sicherheit durch das Gehäuse eines HDMI-Steckers behindert wird, so dass man das Kabel möglicherweise entfernen muss, wenn man eine SD Card mit neuen Filmen oder anderen Inhalten laden möchte. Trotzdem sollte man dem Hersteller danken, dass er hier erweiterbaren Speicherplatz eingebaut hat, da der Shield TV selbst nur 8GB an Bord hat.

Der Shield TV Pro, der über ein traditionelles Set-Top-Box-Design verfügt, bietet den doppelten Speicherplatz (16 GB) und mehr RAM (3 GB statt 2 GB auf dem Shield TV). Diese Zahlen erscheinen uns jedoch immer noch als zu niedrig für ein 219 Euro teures Gerät. Der Pro ist der einzige der beiden, der als Plex Media Server verwendet werden kann, und er hat auch zwei USB 3.0-Ports zum Anschluss externer Laufwerke, Tastaturen/Mäuse oder Samsungs SmartThings Link. Neben dem schnelleren Prozessor und Dolby Vision gibt es wirklich nicht viel Neues, und dem Shield TV Pro fehlt Wi-Fi 6 und HDMI 2.1.

Keine der beiden Versionen wird mehr mit einem Gamecontroller ausgeliefert. Das Shield Gamepad kann weiterhin separat erworben werden und der Shield TV unterstützt auch Sonys DualShock 4 und Microsofts Xbox One Controller. Nvidia‘s GeForce Now Game Streaming Service ist im Lieferumfang enthalten und ist - vorerst - noch kostenlos während der Beta-Phase. Googles eigener Stadia-Service wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr auf Android TV erscheinen.

Die mitgelieferte Fernbedienung wurde erheblich verbessert. Sie verfügt nun über Tasten für Power, Lautstärke und schneller Vor- und Rücklauf. Die Tasten für die Sprachsuche, die Home- und die Retour-Taste sind weiterhin vorhanden und am unteren Rand befindet sich eine spezielle Tastenkombination für Netflix. Netflix ist der einzige Service, der diese Sonderbehandlung erhält. Auf Anfrage hieß es, die Bevorzugung von Netflix sei der starken Verbreitung dieses Streaming-Anbieters geschuldet.

In der oberen rechten Ecke der Fernbedienung befindet sich eine Schaltfläche, die man anpassen kann, um eine beliebige Anwendung zu öffnen (wir gehen davon aus, dass Plex und Kodi beliebte Optionen sein werden), das Einstellungsmenü zu starten, einen Screenshot zu machen oder eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Die Tasten der Fernbedienung sind hintergrundbeleuchtet und werden aktiviert, wenn eine Bewegung erkannt wird. Sie benötigt zwei AAA-Batterien und verfügt über Bluetooth (zur Kommunikation mit dem Shield) und IR (zur Steuerung des Fernsehers und der Soundbar).

Die Shield Modelle 2019 unterstützen Dolby Vision, HDR10 (nicht HDR10+), Dolby Atmos und Dolby Digital Plus Surround Sound. So findet man viele 4K HDR-Filme und TV-Shows von allen gängigen Verdächtigen. Und die Netflix-App gibt endlich Atmos an den Slield TV aus. Aber es gibt eine Enttäuschung: Der Shield TV wird HDR von YouTube nicht abspielen,

Für alle Inhalte, die nicht in 4K vorliegen, lohnt es sich, die neue KI-gestützte Hochskalierung von Nvidia auszuprobieren. Die Hochskalierung erweckt den Eindruck erwecken, dass man Inhalte in einer höheren Auflösung als das ursprüngliche Quellmaterial ansieht. Alles wirkt klarer und detaillierter. Aber Fernseher und Streaming-Gadgets neigen dazu, einen unterdurchschnittlichen Job daraus zu machen. Nvidia sagt, dass es ein „tief lernendes neuronales Netzwerk“ trainiert hat, um 1080p- und sogar 720p-Videos auf 4K hochzurechnen und es führt dieses neuronale Netzwerk in Echtzeit aus, wenn man Videos auf dem Shield TV und Shield TV Pro abspielt.

Funktioniert das? Ja! Das System von Nvidia macht einen spürbaren Unterschied, und es ist nicht nur eine einfache Überlagerung. Die KI-Hochskalierung funktioniert nicht fbei 60fps-Videos, noch funktioniert sie bei Spielen. Aber für alles andere kann man die Hochskalierung jederzeit nutzen, um das On-Screen-Bild zu optimieren. Und wir waren sehr beeindruckt.

Der Shield TV 2019 schießt sofort an die Spitze unserer Empfehlungsliste für diejenigen, die ein erstklassiges Streaming-Erlebnis in ihrem Wohnzimmer wünschen. Mit 159,99 Euro nicht gerade ein Schnäppchen, doch dafür bekommt eine durchdachte Software, einen extrem schnellen Mediaplayer und eine tatsächlich funktionierende Hochskalierung.

POSITIV

• Extrem schnell
• Beeindruckendes 4K-Upscaling
• Bessere, ergonomischere Fernbedienung

NEGATIV

• HDR für YouTube ist nicht geeignet.
• Keine signifikanten Hardware-Verbesserungen im Vergleich zum alten Shield TV
• Kein HDR10+, Wi-Fi 6 oder HDMI 2.1