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Telezooms


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 08.08.2018

Tamron 4/70-210 und Nikon 4/180-400: Für diese neuen Telezooms unterbrechen wir unsere Serie der Top-Objektive. Beide Newcomer bieten Blende 4, doch während das Tamron mit einem Preis von 750 Euro richtig günstig ist, kostet das Nikon mit eingebautem 1,4x-Konverter 12 000 Euro.


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Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 9/2018

Nikon AF-S Nikkor 4/180-400 mm E FL ED VR TC1,4

Gemessen an Nikon SLR, 24 MP, APS-C:
Die 12 000 Euro teure Nikon-Optik zeigt am APS-Sensor die für Telezooms typische Konstanz über das Bildfeld, also einen nur geringen Randabfall bei Auflösung und Kontrast. Dies gilt für alle drei Brennweiten bei offener Blende. Am kurzen Ende hebt ...

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Gemessen an Nikon SLR, 24 MP, APS-C:
Die 12 000 Euro teure Nikon-Optik zeigt am APS-Sensor die für Telezooms typische Konstanz über das Bildfeld, also einen nur geringen Randabfall bei Auflösung und Kontrast. Dies gilt für alle drei Brennweiten bei offener Blende. Am kurzen Ende hebt Abblenden die Messwerte für die Ecken moderat an. Zu den längeren Brennweiten hin werden an den Rändern abgeblendet ein paar Werte sogar ein wenig kleiner. Zugleich sinken bei den Brennweiten 270 und 400 mm die Messwerte für die Bildmitte um 50 bis 100 Linienpaare gegenüber 180 mm. Zur Ausstattung gehören der erwartete Bildstabilisator, ein Ultraschallmotor sowie ein integrierter 1,4x-Konverter. Die Leistung dieses Telezooms genügt für eine Empfehlung, für den stolzen Preis hätten wir aber mehr erwartet.

Nikon AF-S Nikkor 4/180-400 mm E FL ED VR TC1,4

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB: Am Kleinbildsensor haben wir das Nikon-Objektiv mit und ohne 1,4x-Konverter gemessen. Der Konverter ist in die Optik integriert und darum nicht nur im Kaufpreis von 12 000 Euro enthalten, sondern auch immer dabei. Aus dem 4/180-400er wird damit ein 5,6/252-560er. Ohne Konverter verhält sich das Telezoom am KB-Sensor ähnlich wie am APS-CSensor. Bei allen drei gemessenen Brennweiten ist bereits die offene Leistung über das ganze Bildfeld sehr konstant. Allerdings ist auch bei diesem Zoom nicht die entscheidende längste Brennweite die stärkste, sondern wir haben die beste Leistung mit der kürzesten Brennweite gemessen. Beim Abblenden ändert sich an der Abbildungsqualität kaum etwas. Lediglich bei einer Brennweite von 270 mm sinkt die Abbildungsleistung in den Ecken bei Blende 8 ein wenig ab.


Der Telekonverter entäuscht jedoch, denn sowohl offen als auch abgeblendet sinken Kontrast und Auflösung bei allen drei gemessenen Brennweiten sichtbar. Bei 5,6/560 mm beträgt die Auflösung in der Bildmitte noch 1760 LP/BH, bei 180 mm messen wir 2100 LP/BH. Der Randabfall bleibt offen gering, steigt aber bei den längeren Brennweiten abgeblendet an – doch Blende 11 ist bei 560 mm ohnehin wenig attraktiv.
Am Ende steht eine Empfehlung für das 180-400er und seine gute optische Leistung, aber keine für den Konvertereinsatz.

Tamron 4/70-210 mm Di VC USD

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB:
An den Vollformatsensoren von Canon und Nikon zeigt das Tamron 4/70-210 mm seine beste Leistung im mittleren Brennweitenbereich um 120 mm. Offen fallen Kontrast und Auflösung zu den Rändern hin ab. In den Ecken fehlt es offen an Zeichnung. Abgeblendet passt alles bis in die Ecken. Die kurze Brennweite von 70 mm kann offen bei Auflösung und Kontrast nicht mithalten, abgeblendet bewegt sie sich dann in der Bildmitte an beiden Kameras auf dem Niveau der mittleren Brennweite. Der Randabfall bleibt jedoch stärker. Am langen Ende passt in der Bildmitte offen wie abge-blendet fast alles. Am Canon-Sensor ist der Randabfall stärker als am Nikon-Sensor. Dies bleibt auch abgeblendet so. Auch bei Blende 8 erreicht das Tamron in der Telestellung so nicht die Randqualität der mittleren Brennweite, liefert aber dennoch ein gutes Resultat. Für 750 Euro mit Bildstabilisator ist diese Optik ein sehr guter Kauf.

Die Bildqualität in der Bildmitte passt durchgehend – obgleich wir raten, bei 70 mm abzublenden. Wenn die Zeichnung bis in die Ecken sichtbar sein soll, ist Abblenden sogar unabdingbar. An Canon-Kameras sollte zudem der Autofokus etwas schneller arbeiten. Das Tamron-Zoom erhält für beide KB-Sensoren eine Empfehlung.

Tamron 4/70-210 mm Di VC USD

Auch an den beiden APS-C-Sensoren von Canon und Nikon schneidet die mittlere Brennweite des Tamron 4/70-210 mm am besten ab. An beiden Kameras passt die Bildmitte offen wie abgeblendet bei Auflösung und Kontrast. Abblenden bringt jedoch besonders an der Canon ein sichtbares Plus in den Bildecken. Die 70-mm-Stellung kommt in der Bildmitte abgeblendet auf ähnliche Messwerte wie die mittlere Brennweite bei offener Blende – auch dies gilt an beiden Kameras. Offen fehlen ihr dagegen 50 bis 130 Linienpaare, zudem fällt dann der Kontrast schwächer aus. Am Canon-Sensor ist der Randabfall bei der 70-mm-Brennweite offen wie abgeblendet niedriger als bei 120 mm. An der Nikon ist er durchgängig höher. Bei 210 mm dreht sich das Bild: Am Nikon-Sensor erreicht die Bildmitte erneut erst abgeblendet das Niveau der 120-mm-Stellung. Zudem ist der Randabfall offen deutlich stärker. Abgeblendet erzielt die 210-mm-Stellung jedoch auch am Rand die Ergebnisse der mittleren Brennweite. An Canon schneidet zwar die Bildmitte offen wie abgeblendet ähnlich ab; doch der Randabfall bleibt auch abgeblendet höher. Außerdem stören bunte Säume das Bild. Erzielt also bei Nikon die kürzeste Brennweite das schlechteste Ergebnis, trifft es bei Canon die längste – und damit die wichtigste bei einem Telezoom. Unsere Empfehlung gilt deswegen nur für den Nikon-Anschluss bei APS-C-Sensoren.