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TesT AlfA Romeo Stelvio QuAdRifoglio: Rote Versuchung


Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 12.02.2019

Sechs Zylinder, 510 PS und ein Klang, der ganze Ortschaften zum Erzittern bringt: Alfa Romeo zeigt mit dem Stelvio Quadrifoglio eindrucksvoll, wie viel Emotion in einem Power-SUV stecken kann.


Artikelbild für den Artikel "TesT AlfA Romeo Stelvio QuAdRifoglio: Rote Versuchung" aus der Ausgabe 3/2019 von Off Road. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Off Road, Ausgabe 3/2019

Die moderne Mobilität dreht sich zunehmend um Abgaswerte, Effizienz und einen möglichst niedrigen Verbrauch. Das mag eigentlich alles sinnvoll sein. Trotzdem ist es enorm erfrischend, wenn sich ein Autobauer traut, diese Diskussionen mit einem ohrenbetäubenden Auspuffsound im Keim zu ersticken, und politisch inkorrekt die Fahne der Emotion hochhält. Und kaum einer tut das so leidenschaftlich wie die Italiener von ...

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Die moderne Mobilität dreht sich zunehmend um Abgaswerte, Effizienz und einen möglichst niedrigen Verbrauch. Das mag eigentlich alles sinnvoll sein. Trotzdem ist es enorm erfrischend, wenn sich ein Autobauer traut, diese Diskussionen mit einem ohrenbetäubenden Auspuffsound im Keim zu ersticken, und politisch inkorrekt die Fahne der Emotion hochhält. Und kaum einer tut das so leidenschaftlich wie die Italiener von Alfa Romeo mit dem Stelvio. Wobei wir hier natürlich nicht von dessen vierzylindrigen Varianten reden, sondern vom reifenmordenden Topmodell mit dem doppelt aufgeladenen Sechszylinder-Aggregat und dem zungenbrecherischen Beinamen „Quadrifoglio“. Noch während man versucht, diesen Namen fehlerfrei auszusprechen, ist der Vollgas-Junkie Stelvio schon bei Tempo 100 …

PURE DYNAMIK

Schuld daran sind die stolzen 510 PS, die das 2,9-Liter-Triebwerk ab 6500 Umdrehungen freilässt und dank des Allradantriebs in eine Beschleunigung umsetzt, die viele Sportwagen bis auf die Fahrgastzelle blamiert. Denn unter Idealbedingungen braucht der Quadrifoglio nur 3,9 Sekunden, die magische Marke zu durchbrechen, und natürlich wird der brachiale Vortrieb bis zur Höchstgeschwindigkeit von 283 km/h nicht familientauglicher. Unablässig drückt der Alfa seine Passagiere in die mit Alcantara bezogenen Sitze – untermalt von einer martialischen Klangkulisse, die der einer mittelgroßen Sprengung gleicht. Vor allem mutige Fahrer, die das Modus-Wahlrad ganz nach rechts drehen, werden von den Alfa-Ingenieuren mit einer traumhaften Kombination aus Fahrdynamik und Klangkulisse belohnt. Blitzschnell reagiert der Stelvio Quadrifoglio auf jeden Gasstoß, über das mit Carbon verzierte Volant lässt sich das 1,9-Tonnen-SUV präzise und bei jedem Tempo kinderleicht um den Scheitelpunkt zirkeln. Die Dämpfer geben dabei ein grandioses Feedback vom Untergrund und bestärken den Piloten in der Beschleunigungsorgie. Aber Vorsicht: Wer den Schriftzug RACE lesen kann, fährt ohne Netz und doppelten Boden. Denn dann mischt sich kein elektronischer Helfer in den wilden Tanz mit den 510 Pferden ein, vielmehr sind wie in den (vermeintlich) guten alten Zeiten Mensch und Maschine wieder direkt miteinander verbunden. Nervenkitzel garantiert. Vor allem dann, wenn der Quadrifoglio die Umwelt in ei- nem wahnwitzigen Tempo an den Seitenscheiben vorbeiziehen lässt und eine enge Kurve auf den Boliden zufliegt.

Herzstück: Aus 2,9 Litern Hubraum quetscht der Stelvio dank zweier Turbolader stattliche 510 PS und 600 Nm Drehmoment.


Puristisch: Das dunkle Cockpit punktet durch die Carbon-Details.


Knallhart: Der Race-Modus verspricht Fahrspaß.


KOSTSPIELIGE EXTRAS

Doch auch daran haben die emotionalen Italiener gedacht. Schließlich schafft es für schlappe 7500 Euro extra ein echtes Rennsport-Feature in die SUV-Welt: die Carbon-Keramik-Bremsen aus dem Hause Brembo. Sind diese einmal auf Temperatur, verzögert der forsche Italiener beim beherzten Tritt aufs Bremspedal mindestens genauso brachial, wie er vorher beschleunigt hat. Und das ist auf der Suche nach der besten Rundenzeit (oder einer schnellen und sicheren Fortbewegung) ebenso wichtig wie der Schub nach vorne. Nur zu Beginn der Ausfahrt sollte man es vor allem bei nasser Fahrbahn eher sanft angehen lassen. Denn kalte Nässe und Keramik können den Bremsweg immens verlängern. Die Alternative dazu ist der Verzicht auf die optionale Anlage. Darüber mag sich vielleicht der Geldbeutel freuen, emotionale Rennsport-Fanatiker dürften aber enttäuscht die Augen verdrehen. Zumal der Stelvio Quadrifoglio auch ohne das 7500-Euro-Extra ganz und gar kein Schnäppchen ist. Mindestens 89000 Euro werden fällig, wenn man das PS-Monster hierzulande bewegen will, unser nahezu voll ausgestatteter Testwagen landet bei üppigen 104910 Euro – der Fahrspaß ist aber wirklich jeden Cent wert. _

T | Bastian HambalgoF | Markus Kehl

Klangvoll: Die vier Auspuffrohre sorgen bei Vollgas für eine einzigartige Soundkulisse.