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Test: Austrian Audio Hi-X65


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Beat - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 02.11.2022

Features

Studio-Kopfhörer

offenes System

ohrumschließend

Frequenzbereich: 5 - 28000 Hz

Impedanz: 25 Ohm

Abmessungen: 200 x 170 x 85 mm

Gewicht: 310 g

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Bildquelle: Beat, Ausgabe 12/2022

Alternativen

AKG K-712 195 Euro

Beyerdynamic DT-1990 Pro 439 Euro

Neumann NDH 30 629 Euro

Austrian Audio ist ein relativ junges Unternehmen, trotzdem wirken die Produkte sehr reif und professionell. Das liegt daran, dass Austrian Audio von ehemaligen AKG-Mitarbeitern gegründet wurde, nachdem die AKG-Zentrale in Wien vom amerikanischen Mutterkonzern Harman geschlossen wurde. Es steht daher geballtes Know-how auch im Bereich Kopfhörer zur Verfügung, weshalb wir mit durchaus hohen Erwartungen den Hi-X65 einem Test unterzogen haben.

Offener Studio-Kopfhörer

Der Kopfhörer ist zwar ohrumschließend, arbeitet aber in offener Bauweise. Damit ist er als Recording-Kopfhörer oder für unterwegs weniger gut geeignet, da er den nach außen gehenden Schall bei Aufnahmen nicht so ...

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... gut isoliert (Playback/Klick/ Mitbewohner) und auf der anderen Seite auch weniger gegen störende Einflüsse von außen schützt. Zum Abhören, Mixen und Mastern im Studio sind offene Kopfhörer aber in der Regel besser geeignet, weil die Schallwandler ohne die Dämpfung schneller und präziser arbeiten können und unerwünschte Resonanzen vermieden werden.

Sehr gute Verarbeitung

Der Kopfhörer von Austrian Audio ist im schlichten, funktionalen und zeitlosen Design gestaltet, wobei viel Metall für ausreichende Robustheit sorgt. Trotzdem ist der Kopfhörer nicht zu schwer und trägt sich angenehm, wofür neben einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung auch die großen ohrumschließenden Muscheln mit dünnwandiger Verkleidung sorgen. Im Lieferumfang des Kopfhörers, dessen Muscheln sich für den Transport praktischerweise klappen lassen, befinden sich neben einer Tasche zwei hochwertige verriegelbare Kabel mit unterschiedlichen Längen sowie ein Schraubadapter von 3,5mm auf 6,3mm Klinke.

Professionelles Klangbild

Für den guten Ton sorgen dynamische Treiber nach dem Tauchspulprinzip, die niedrige Impendanz von nur 25 Ohm sorgt auch an schlappen Kopfhörerverstärkern z. B. von Mobilgeräten für ausreichende Lautstärke. Technisch gesehen entspricht die Ausstattung dem geschlossenen Kopfhörer Hi-X55 aus gleichem Hause, sodass man gut die Klangunterschiede zwischen beiden Bauweisen vergleichen kann. Die offene Bauweise sorgt tatsächlich auch für einen offeneren, luftigeren Sound vor allem in den höheren Frequenzen. Und da im offenen System die Impulse etwas schneller und präziser wiedergegeben werden können, wirkt sich dies auch positiv auf die unteren Mitten und Bässe aus, die druckvoll und trocken wiedergegeben werden.

Eine leichte Badewanne/Hifi-Loudness-Ausprägung sorgt für ein wenig mehr Spaß beim Abhören, ohne den Mix zu verfälschen. Auch das Stereobild ist angenehm ausgeglichen. Das erinnert klanglich schon alles sehr an die AKG-Kopfhörer der gehobenen Klasse, und das ist sehr positiv gemeint – insbesondere in Hinblick auf den günstigen Preis des Hi-X65.

Flexibel einsetzbar

Die guten Klangeigenschaften kann der Kopfhörer übrigens auch an weniger guten Kopfhörerverstärkern in günstigen Soundkarten und mobilen Devices umsetzen, was im Desktop-Studio durchaus ein wichtiger Punkt ist. Im Praxistest zeigte sich der Kopfhörer auch nicht extrem offen, sondern kann eine gewisse akustische Isolierung in Richtung halboffen vorweisen. Damit ist er also nicht komplett für Aufnahmen disqualifiziert, sondern kann durchaus eine hybride Alternative für empfindliche Sänger darstellen, die ansonsten vom eigenen Stimmklang bei komplett geschlossenen Kopfhörern zu sehr irritiert werden und auch mit weniger lautem Playback klarkommen.

Fazit

Der Hi-X65 ist ein hervorragender Studio-Kopfhörer zum bezahlbaren Preis. Die AKG-Gene hört man deutlich heraus: Der Klang ist nüchtern, präzise und ehrlich, aber nicht langweilig oder anstrengend. In Verbindung mit dem guten Tragekomfort sind auch längere Mixing- und Mastering-Sessions gut damit zu meistern, und selbst als Recording-Kopfhörer ist der Hi-X65 in gewissem Umfang nutzbar. Das offene System klingt besser als vergleichbare geschlossene Modelle und macht den Hi-X65 damit zu unserer Empfehlung in dieser Preisklasse, wenn die Studioumgebung keine komplette klangliche Isolation zur Außenwelt voraussetzt. r

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Focusrite

Vocaster Two

Die neue Vocaster-Serie besteht aus zwei speziell für das Anwendungsgebiet Podcasts entwickelten Audio-Interfaces. Vocaster One muss dabei mit einem Signalweg auskommen, während das von uns getestete Vocaster Two über einen zweiten Kanal auch Gäste mit in die Aufnahme einbinden kann. Beide Interfaces gibt es für Neueinsteiger auch als günstige Bundles mit passendem Broadcast-Mikrofon und geschlossenem Kopfhörer.

Vocaster Two ist mit ca. 22,5 x 50 x 11 cm angenehm groß und gut bedienbar, aufgrund des geringen Gewichts von unter einem Pfund aber leicht transportierbar. Die schwarz-mattierte Oberfläche sorgt in Verbindung mit der roten Umrandung für ein schickes Design. Zum Anschluss an den Computer dient eine USB-C-Buchse, ein Kabel auf USB-A wird mitgeliefert. Auch die Stromversorgung kann der Computer darüber übernehmen, alternativ über ein externes Netzteil. Praktischerweise gibt es auf der Vorderseite zwei getrennte Kopfhöreranschlüsse für den Host und für den Gast des Podcasts. Die beiden zugehörigen Mikrofoneingänge sind als XLR mit zuschaltbarer Phantomspeisung auf der Rückseite, ebenso wie die beiden Klinkenausgänge zum Anschluss an die Monitore. Ebenso praktisch für das Einsatzgebiet sind die Anschlüsse für Telefon (Eingang über Miniklinke oder Bluetooth 5.0) und Kamera (Miniklinke). Gut gelöst ist auch die Bedienung über den zentralen großen Endlosregler mit LED-Kranz, der mit großem Metallanteil einen sehr wertigen Eindruck hinterlässt. Das Enhance-Feature passt automatisch sowohl Pegel als auch Klang der Stimmen an, sodass du dich allein auf den Podcast und deinen Gast konzentrieren kannst. Über die kostenlose Software Vocaster Hub lassen sich weitere Einstellungen vornehmen und dank Control-Room die Pegel der bis zu 12 Tracks (je zwei Mikro/Aux/Phone/Bluetooth/Kamera und zusätzlich Loopback) anpassen.

Fazit

Vocaster Two bietet eine sehr gute Ausstattung gepaart mit einer durchdachten und einfachen Bedienung sowie sinnvollen Presets und Hilfsmitteln wie Autogain. Die Klangqualität passt ebenso wie die Verarbeitung und der Preis, sodass sich Vocaster durchaus im eng umkämpften Markt der Podcast-Interfaces durchsetzen kann.

Hersteller: Focusrite

Web:

Vertrieb: ADAM Audio

Preis: 329 Euro

Focal

Solo6 ST6

Vor allem die sehr gelungene Höhenabbildung sowie die hervorragende Tiefenstaffelung haben uns vor ein paar Jahren davon überzeugt, den Vorgänger Focal Solo6 SM6 in der limitierten Auflage dauerhaft ins Studio zu integrieren. Weiteres Argument: Die Boxen klingen auch bei geringerer Lautstärke überzeugend und die unangestrengten Höhen erlauben längeres Abhören ohne große Ermüdung des Gehörs. Deshalb waren wir auch sehr gespannt auf den Nachfolger und wurden nicht enttäuscht: Detailverbesserungen machen die Boxen noch überzeugender, der gute Grundklang ist aber geblieben. Hierfür ist vor allem der Beryllium-Hochtöner verantwortlich, der im Vergleich zum bei der Konkurrenz verwendeten Material eine besonders hohe Steifigkeit aufweist und die neutrale Wiedergabe bis hinauf zu 40.000 kHz ermöglicht.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Kalotte beim neuen Modell noch etwas leichter und steifer, was eine noch bessere Impulsabbildung und weniger Verzerrungen ermöglicht – keine klanglichen Welten, aber je nach Ausgangsmaterial kann man die Verbesserung z. B. bei Kicks mit sattem Punch schon hören. Auch der Tieftöner wurde verbessert und besitzt jetzt einen erweiterten Frequenzbereich bis 10 kHz, was für den neuen Focus-Modus interessant ist. Focus schaltet von 2-Wege auf 1-Weg, der Basstreiber übernimmt dann allein einen Übertragungsbereich von110 Hz bis 10 kHz. So wird die schwierige Übergangsfrequenz umgangen, die dadurch verursachte Mittenbetonung ist wie eine akustische Lupe, um Gesang oder Gitarren im Detail detailliert zu bearbeiten und Probleme herauszuhören. Zuletzt sei noch die das optimierte Gehäuse genannt, dessen dickeren Wände ebenfalls eine Verbesserung der akustischen Eigenschaften versprechen. Und schick aussehen können die Boxen mit der Kombination aus schwarzgrauem Gehäuse mit rotbraunen Holzseiten ebenfalls, die Verarbeitung ist hervorragend.

Fazit

Die Neuauflage der Focal Solo6 bietet wie der Vorgänger auch bei moderater Abhörlautstärke ein ausgeglichenes und ruhiges Klangbild mit sehr guter Detailwiedergabe, angenehmen Höhen und hervorragender Tiefenstaffelung, wobei der optimierte Hochtöner sowie der neue Focus-Modus die Boxen noch einmal aufwerten. Die Studiomonitore klingen nüchtern, aber nie langweilig und vermitteln bei gelungenen Aufnahmen das Gefühl, dass die Musiker direkt vor dem Zuhörer aufspielen. Bei elektronischer Musik hört man alle Feinheiten, die gute Klangerzeuger und hochwertige Effektgeräte von weniger guten Exemplaren unterscheiden. Deshalb empfehlen sich die relativ kompakten Monitorboxen auch für das Desktop-Studio, wenn es das Budget zulässt.

Hersteller: Focal

Web:

Bezug: Fachhandel

Preis: 1.329 Euro

Apogee

Boom

Ein Audio-Interface des renommierten Herstellers Apogee in einem Preisrahmen, der auch für Hobby-Produzenten machbar ist - das mussten wir uns natürlich genauer anschauen. Design und Haptik der sehr griffigen und robusten Hardware wissen direkt zu gefallen, die Bedienung über den großen Regler mit Klick-Funktion zum Einpegeln etc. funktioniert ebenfalls gut. Es gibt zwei Eingänge auf der Vorderseite, eine XLR/Klinke-Kombibuchse für Mikrofon, Instrument oder Line sowie einen Klinkeneingang für Instrument/Line. Beide lassen sich für Stereoaufnahmen auch verlinken. Verbunden wird das Interface via USB-C-Buchse auf der Rückseite, hier finden sich auch die zwei symmetrischen Klinkenausgänge für die Monitorboxen und eher unpraktisch auch der Kopfhörerausgang. Direct-Monitoring kann für latenzfreies Abhören aktiviert werden, ebenso eine 48V-Phantomspeisung für Kondensatormikrofone.

Nach Registrierung der Hardware kannst du neben Treibern auch die Control2-App herunterladen, mit der du vollen Zugriff auf alle Funktionen erhältst. Das ist deshalb so interessant, weil Apogee Boom für jeden Kanal einen voll ausgestatteten und sehr gut klingenden Channel-Strip mit EQ, Kompressor, Filter und Drive zur Verfügung stellt, der vom internen DSP berechnet wird und deshalb nahezu latenzfrei und ohne Belastung des angeschlossenen Computers arbeitet. Das entlastet schwache Rechner bei der Aufnahme natürlich enorm! Für Podcasts und andere Streaming-Anwendungen ist eine flexible Loopback-Funktion vorhanden.

Klanglich spielt Boom wie von Apogee nicht anders zu erwarten ganz oben mit. Das fängt schon beim kräftigen Kopfhörerverstärker an, der auch für hochohmige Hifi-Kopfhörer noch genug Power bietet. Die Eingänge verkraften auch sehr laute Pegel ohne hörbare Einbußen, andererseits kann der Mikrofonvorverstärker mit einer Verstärkung von 62 dB selbst leise Quellen klar und deutlich zu erfassen. Und die Wandler bieten in beide Richtungen den bewährten transparenten Apogee-Sound.

Fazit

Apogee Boom gehört zwar nicht zu den günstigsten 2/2-Audio-Interfaces, bietet dafür aber auch einiges an Mehrwert: Verarbeitung und Haptik sind sehr gut, die Wandler und Verstärker sind hervorragend und der Onboard-Channelstrip entlastet den Rechner, was vor allem bei mobilen Anwendungen ein großer Vorteil ist. Ein gelungenes Gesamtpaket im schicken Design.

Hersteller: Apogee

Web:

Bezug: Fachhandel

Preis: 369 Euro