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TEST Autoversicherungsportale Zufall, Willkür, Verbrauchertäuschung


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2012 vom 26.10.2012

Vergleichsportale im Internet können helfen zu sparen. Doch einen vollen Marktüberblick kann kein Portal bieten. Sogar günstige Tarife „verschwinden“ schon mal, wie eine Analyse von ÖKO-TEST zeigt.


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Foto: Greg Nicholas/istockphoto.com

Im November ist Jagdsaison. Autofahrer können ihre Kfl-uersicherung bis zum 30.11. jeden Jahres kündigen und sind auf der Jagd nach möglichst günstigen Policen. Und die Versicherer sind auf der Jagd nach Kunden. Denn noch immer gibt es in der Kfl-uersicherung einen beinharten Wettbewerb. Zwar steigt das Preisniveau insgesamt, doch wer eine sehr teure Autoversicherung hat, ...

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... kann immer noch fast 60 Prozent pro Jahr sparen.

Für Autofahrer wie für die Versicherungen werden Vergleichsportale im Internet immer wichtiger. Nach der Studie der Unternehmensberatung YouGov aus Köln erfolgten 2011 bereits 64 Prozent aller Onlineabschlüsse über Vergleichsportale. Während im vorigen Jahr 750.000 Kunden über Vergleichsportale kamen, sollen es 2012 schon eine Million werden, hofft die Branche. Die Chancen stehen gut, denn die meisten Kunden müssen in diesem Jahr mit einer Erhöhung ihrer Kfz-Versicherung rechnen.

ÖKO-TEST hat in den vergangenen Jahren mehrfach Vergleichsportale untersucht – mit katastrophalen Ergebnissen. „Abgesoffen“ haben wir unseren Test im vergangenen Jahr überschrieben, und die Überschrift lässt das Testergebnis erahnen. „Insgesamt sind nur 27 von 80 ausgewiesenen Tarifen mehr oder minder korrekt. Umgekehrt liegen die Vergleicher bei über 65 Prozent mehr oder weniger stark daneben“, mussten wir im November 2011 feststellen.

Trotzdem ist ohne die Portale die Suche nach einem günstigen oder sogar dem günstigsten Tarif ein hoffnungsloses Unterfangen. Mit unserem Test in diesem Jahr wollten wir daher zum einen feststellen, ob die Qualität der Vergleiche besser geworden ist. Zum Zweiten wollten wir wissen, ob es sich lohnt, mit dem Versicherungswechsel bis zum letzten Moment zu warten. Denn in den vergangenen Jahren haben die Versicherer ihre Preise während der Jagd- und Wechselsaison zum Teil mehrmals gesenkt.

Daher haben wir an vier Wochenenden im September und Oktober 2012 die ersten zehn Preisränge bei den sechs Vergleichsportalen Check 24.de, Geld.de, fss-online.de, Ino24. de, Toptarif.de und Transparo. de ermittelt. Insgesamt wurden 220 Jahresbeiträge analysiert, denn auf Geld.de konnten wir an den zwei Testtagen im September noch keine Berechnung für den Versicherungswechsel zum 1. Januar 2013 durchführen. Abgefragt haben wir die Prämien für das immer gleiche Risiko: Ein Ehepaar mit einem VW Touran. Die Tarife müssen in der Kaskoversicherung bei grob fahrlässigen Fahrfehlern leisten. Zudem gilt die freie Werkstattwahl.

Das Testergebnis


Es wird immer günstiger: Die zweite Frage ist schnell beantwortet. Deutlich zeigt sich, dass es sinnvoll ist, möglichst spät zu wechseln. Empfehlenswert ist die zweite oder dritte Novemberwoche, also etwa 14 Tage vor dem regulären Kündigungstermin am 30. November. Denn von Woche zu Woche sanken die Preise. Bei Check24 beispielsweise kosteten die fünf günstigsten Tarife am 22. September durchschnittlich 542 Euro, am 13. Oktober waren es noch 516 Euro, ein Minus von fünf Prozent. Das Abschmelzen der Beiträge könnte sich noch fortsetzen, denn erst mit dem Test zum 13. Oktober hat die HUK-Coburg Gruppe (HUKCoburg, HUK24, Bruderhilfe) ihre Prämien ins eigene Vergleichsportal Transparo.de eingestellt. Andere Versicherer dürften darauf reagieren und ihre Preise nochmals absenken.
Viele falsche Ergebnisse: Auch die Antwort auf die erste Frage fällt leicht: Die Trefferquote hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert. Zwar sind sich alle Portale am 6. und am 13. Oktober einig, dass die Direkt Line mit ihrem Klassik-Tarif am günstigsten ist. Doch schon ab dem zweiten Rang findet sich ein wildes Sammelsuri- um von unterschiedlich teuren Tarifen.
Durch Zufall der Beste: Allein fss-online trifft in allen Testläufen das zur fraglichen Zeit günstigste Angebot am Markt. Doch das ist ein Zufall. Verändert man die Anforderungen an die Tarife ein wenig und wünscht eine Reihe von Zusatzleistungen, ist der Classic-Tarif der HUK24 mit 567,43 am günstigsten. Laut fss-online ist dagegen der Tarif EasySmart KomfortPlus des Volkswohlbund mit rund 581 Euro Vergleichssieger. Wie in den vergangenen Jahren verzichtet ÖKO TEST daher bewusst auf eine Bewertung der Portale. Denn die Ergebnisse sind – auch im Langzeittest – immer lediglich eine Momentaufnahme.
Kein Portal hat alle Tarife. Tatsächlich ist kein Portal in der Lage immer oder auch nur in der Mehrzahl der Fälle den günstigsten Tarif auszuweisen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Versicherer HUK-Coburg, HDI-Direkt und WGV 2011 das Vergleichsportal Aspect-Online übernommen haben. Seither stellen diese Anbieter, die in vielen Fällen zu den günstigsten gehören, ihre Daten anderen Portalen in der Regel nicht mehr zur Verfügung. Denn sie bieten über Transparo einen eigenen Vergleich an. Transparo seinerseits bekommt keine Informationen vom ADAC, von AllSecur (Allianz), Asstel, BavariaDirekt, CosmosDirekt, DEVK, Hannoversche Direkt, R+V24 und etwa 30 weiteren Versicherern. Verbraucher müssen somit auf jeden Fall auf Transparo und mindestens einem anderen Vergleichsportal rechnen.
Pleiten, Pech und Pannen: Selbst wenn ein Versicherer beim jeweiligen Portal am Vergleich teilnimmt und einen günstigen Tarif anbietet, muss er nicht unbedingt in den Ergebnislisten auftauchen. So war in beiden Testläufen im September der EasySmart Komfort des Volkswohlbundes für unser Testehepaar mit rund 489 Euro das günstigste Angebot. Marktführer Check24 listet zwar den Versicherer als Vergleichsteilnehmer, konnte den Tarif aber nicht finden. Gegenüber ÖKO-TEST erklärte Check24-Vorstand Björn Weikert, dass der Versicherer „massive Lastprobleme“ gehabt habe. Im gleichen Zeitraum konnte fss-online den Tarif aber berechnen. Das galt auch für Transparo, wenn auch mit leicht abweichender Prämie. Auch der Basil-uchutz der ComosDirekt tauchte nicht auf, obwohl der Tarif je nach Testlauf auf den Rängen 2, 3 oder 4 hätte gelistet werden müssen, wie eine zeitgleiche Berechnung bei fssonline zeigt. Hier gab es laut Check24 „aufgrund von Schnittstellenanpassungen zeitweise Ausfälle“. Überrascht stellten wir zudem fest, dass der Tarif Standard der Hannoverschen im Test am 6. Oktober fehlte. Dabei hätte dem Tarif bei Check24 Rang 2 gebührt, wie die Berechnung von Ino24 zeigt. Auch Toptarif listet das Angebot, wenn auch mit einer etwas abweichenden Prämie. Nachdem wir Check24 am 12. Oktober auf das Verschwinden des Tarifs des Direktanbieters aus Hannover aufmerksam gemacht hatten, erschien das Angebot im Test am 13. Oktober wieder. Auch hier ver wies Check24 auf technische Probleme.
Ein fragwürdiger Testsieg. Umso erstaunter waren wir über eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) aus Hamburg. Das ist ein „Marktforschungsinstitut“ oder „Mediendienstleister“, der unter anderem für die Nutzung seines „Testsiegels“ Geld bekommt. Wie viel, das konnten wir trotz wiederholter Anfragen nicht in Erfahrung bringen. Das wirft allerdings die Frage nach dem Grund für die Geheimniskrämerei aller Beteiligten auf. Ausgerechnet Check24 wurde von DISQ jetzt zum Testsieger ausgerufen. Das Portal habe am häufigsten den günstigsten Tarif gefunden und „insgesamt die günstigsten Tarife“ geliefert. In unserem Test hat Check24 dagegen wegen der zeitweilig auftretenden technischen Probleme wesentlich schlechtere Ergebnisse erzielt. Das zeigt: Der Check24- Testsieg bei DISQ ist nur das Ergebnis eines Zufalls. Trotzdem schmückt sich das Portal mit dem Label des DISQ – und verweigert jede Auskunft über die Kosten. Dabei liefert sogar die DISQ -Untersuchung selbst Belege für die Zufälligkeit der Ergebnisse. So untersuchte DISQ unter anderem die Portale Aspect-Online, Transparo und Finanzen. Obwohl laut Aspect-Online diese Vergleichsrechner „exakt dieselben Ergebnisse liefern“, weil sie alle von der gleichen Technik gespeist werden, stellte DISQ in seinem Test Abweichungen fest und bewertete die Portale unterschiedlich. Wie es zu diesen Ergebnissen kam, war nicht zu klären. Doch sicher ist: Die Portale arbeiten zuverlässig und liefern normalerweise die gleichen Ergebnisse. Das stellte auch DISQ-Geschäftsführerin Bianca Möller bei einem erneuten Test fest, den sie auf unsere Nachfrage hin durchführte. Dass Zufälle wie der Testzeitpunkt das Ergebnis beeinflussen, belegen auch die von DISQ festgestellten Unterschiede zwischen Check24 und Financescout24. Die Ergebnisse sollten eigentlich gleich sein, so Check24- Vorstand Weikert: „Financescout24 nutzt unseren Rechner, das Ergebnis ist identisch.“ Auf Nachfrage räumt er allerdings ein, in den Monaten August und September habe Check24 wegen einer rechtlichen Auseinandersetzung mit einem Dienstleister eine ganze Reihe von – teilweise sehr günstigen – Tarifen auf Financescout24 nicht freischalten dürfen. Im Klartext: Wissentlich hat Check24 unvollständige Daten an Financescout24 geliefert, aus denen irreführende Ergebnisse resultieren.
Ein fragwürdiger Service. Selbstverständlich haben wir nachgefragt, ob das Portal, das der Telekom gehört, davon wusste. Man sei informiert gewesen, habe den Vergleich aber nicht abgeschaltet, teilt uns die zuständige PR-Managerin mit. Financescout24, das mit einer „Tiefpreisgarantie“ und dem Slogan „Vergleichen Sie beim Testsieger“ wirbt, sei nämlich kein „Makler für die günstigsten Angebote“, sondern eine „Serviceplattform“. Ein toller Service, der bei Redaktionsschluss immer noch unvollständige Vergleiche lieferte, denn zu diesem Zeitpunkt wurde die Ergo-Direkt nicht angezeigt. Auch dafür hatte Check24-Vorstand Weikert eine Erklärung: Der Versicherer nehme erst seit Kurzem am Vergleich teil und erscheine daher zunächst nur bei Check24 selbst.
Die Vergleichsergebnisse sind manipulierbar. Solche Aussagen sprechen Bände: Vergleichsportale können Tarife willkürlich ab- und anschalten – etwa, um bestimmte Tarife zu puschen. Die
Dummen sind die Verbraucher. Tatsächlich veränderten sich die Ergebnisse in den Portalen im Laufe des Tests massiv. Grund sind teilweise nachvollziehbare Preisanpassungen oder technische Mängel. In Fachkreisen wird aber immer wieder darüber spekuliert, ob Portale Verkaufsaufträge für bestimmte Policen bekommen. Fallen dann besser gelistete Angebote weg, kommen schlechtere zum Zug. Die Betreiber der Portale weisen jede Manipulation aber weit von sich.
Finger weg von Geld.de , es ist derzeit das einzige große Portal, das keinen anonymen Test zulässt. Der Kunde muss seine Daten dem Portal, das zur Unistergruppe gehört, preisgeben – was uns umgehend einige Werbemails eingebracht hat.
Kein Versicherer ist durchweg günstig. Der harte Wettbewerb am Markt findet auch innerhalb der Tarife statt. Viele Versicherer suchen nach einem Segment, in dem sie günstiger als die Konkurrenz sein können. So „schlägt“ die Allianztochter AllSecur den Basistarif des großen Konkurrenten HUK24, wenn unser Testehepaar, das seit 21 Jahren Auto fährt, eine schlechte Schadenbilanz durch einen geringen Schadenfreiheitsrabatt aufweist. Vollkommen aus dem Rennen ist die im Normalprofil günstige Direct Line, wenn das Testehepaar ihren 18-jährigen Sohn mitfahren lässt. Während die HUK24 Basis die drei Nutzer für rund 727 Euro pro Jahr versichert, verlangt die Direct Line 1.046 Euro – ein Aufschlag von rund 562 Euro.
Große Preisunterschiede: Für unser Testehepaar, das im günstigsten Fall knapp unter 500 Euro für den Versicherungsschutz zahlen sollte, liegen die teuersten Angebote zwischen 870 Euro für den Axa mobil Komfort (Toptarif) und 1.205 Euro für den Generali Komfort (Transparo). Die Analyse von 110 Tarifen für unser Musterprofil durch www.nafi-auto.de zeigt, dass die Versicherer im Schnitt eine Jahresprämie von knapp 750 Euro verlangen. Rund 44 Prozent aller Tarife lagen darüber. Betrachtet man das teuerste und günstigste Angebot, ergibt sich für Umsteiger ein Sparpotenzial von knapp 680 Euro oder 58 Prozent. Liegt der Autofahrer mit seiner bisherigen Versicherung eher im Marktdurchschnitt, ergibt sich immer noch ein Sparvorteil von 253 Euro oder 34 Prozent.

Jede Menge Testsiege hat Marktführer Check24 eingefahren und rührt damit kräftig die Werbetrommel. Es stellt sich allerdings oft die Frage, wie ein Testsieg zustande gekommen ist. Zudem ist auf kein Portal 100-prozentig Verlass, ja nicht einmal 50-prozentig. Daher kann es eigentlich ohnehin keine Testsieger geben.


ÖKO-TEST rät

• D er Zeitpunkt eines Vergleichs bestimmt maßgeblich das Ergebnis. Für diesen Wechselherbst (Kündigungsstichtag 30.11.) gilt: Je später man vergleicht und den Versicherer oder den Tarif wechselt, desto günstiger ist die Prämie.
• K ein Portal findet immer den günstigsten Tarif. Vergleichen lohnt sich daher – nicht nur zwischen den Produkten, sondern auch zwischen den Portalen. Je öfter und in je mehr Portalen man testet, desto sicherer findet man den optimalen Tarif.
• K ein Versicherer ist immer der günstigste, und ein heute günstiger Tarif kann im nächsten Jahr schon wieder unterboten werden. Daher sollten Sie den Versicherungsschutz regelmäßig überprüfen.

Vergleichsportale richtig nutzen

Gegen vermeintliche und echte technische Pannen oder manipulierte Vergleiche, können sich Verbraucher intelligent wehren. So ist es sinnvoll, bei möglichst vielen Vergleichsportalen eine Abfrage zu starten. In der Regel kann das Profil gespeichert werden oder man erhält, wie bei Ino24, eine E-Mail mit einem Link, der es erlaubt, die Berechnung einige Tage später erneut aufzurufen. Damit ist für jeden ein eigener „Langzeittest“ möglich, wie ihn auch ÖKO-TEST durchgeführt hat. Kurz vor dem Ende der regulären Kündigungszeit, oder bei Beitragserhöhungen vor dem Ablauf eines Monats nach Eingang der Rechnung, sollte man dann den günstigsten Anbieter wählen

Autoversicherung richtig kündigen

Regulär kann die Autoversicherung in aller Regel noch bis zum 30. November 2012 gekündigt werden. Bei einer Beitragserhöhung gilt ein Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung ist innerhalb eines Monats nach Eingang der Rechnung möglich. Ganz wichtig: „Es kommt nicht auf den Gesamtbetrag an. Der Kunde hat ein Wahlrecht. Schon wenn eine Sparte, etwa die Haftpflicht minimal steigt, kann der gesamte Vertrag gekündigt werden, auch wenn gleichzeitig die Vollkasko deutlich billiger wird“, erläutert Ulrich Loske, Fachanwalt für Verkehrsrecht aus Duisburg.