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TEST Babyfone: Mama Mia!


ÖKO-TEST Jahrbuch Kinder und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 1/2010 vom 14.01.2010

Eigentlich sind Babyfone dazu da, die Kleinsten zu schützen. Leider produzieren die meisten Geräte im Test aber so viel Elektrosmog, dass sie sogar schaden könnten. Zum Glück gibt es auch einige „sehr gute“ Modelle.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Jahrbuch Kinder und Familie, Ausgabe 1/2010

Den ersten Schrei tut ein Baby meistens gleich nach der Geburt – ein Moment, auf den fast alle werdenden Eltern sehnsüchtig warten. Erst zu Hause merken Mama und Papa, dass auch für sie ein neues Leben beginnt. Volle Windeln, rotierende Waschmaschinen und schlafl ose Nächte gehören ebenso dazu wie die Angst, das Wehklagen ihres kleinen Rackers fehlzuinterpretieren oder gar zu überhören. Zum ...

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Den ersten Schrei tut ein Baby meistens gleich nach der Geburt – ein Moment, auf den fast alle werdenden Eltern sehnsüchtig warten. Erst zu Hause merken Mama und Papa, dass auch für sie ein neues Leben beginnt. Volle Windeln, rotierende Waschmaschinen und schlafl ose Nächte gehören ebenso dazu wie die Angst, das Wehklagen ihres kleinen Rackers fehlzuinterpretieren oder gar zu überhören. Zum Glück gibt es Babyfone, die das verhindern können. Der Haken an der Sache: Die meisten Geräte erzeugen be- trächtlichen Elektrosmog und können so selbst zu Schlafstö-rungen und gesundheitlichen Schäden beitragen. ÖKO-TEST hat insgesamt 19 Produkte eingekauft und de- ren Strahlung messen lassen. Darüber hinaus haben wir sie einem umfangreichen Praxis- test unterzogen.

Das Testergebnis

• …geht uns gehörig auf den Sender: Fast die Hälfte der Babyfone ist „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Schuld daran ist vor allem die DECT-Techno- logie. DECT-Babyfone arbeiten mit gepulsten hochfreqenten Mikrowellen – und das als Dauersender. Studien ergaben, dass gepulste Strahlung unter anderem die Hirnströme ver- ändern und das Krebsrisiko erhöhen kann. Dass es ohne deutlich besser geht, beweisen die vier „sehr guten“ analogen Geräte im Test.
• Etliche Hersteller werben mit „Eco-Mode“ oder „strah-lungsarm“. In Wirklichkeit ist davon oft wenig zu spüren. Ein Beispiel: BeimAudioline Baby Care 5 wurde noch in zwei Metern Abstand zum Sender eine elektromagnetische Strah- sind.

Alarmstufe Rot: Olympia Schnurloses DECT Babyüberwachungsgerät, Modell Nany

Da strahlt jede „Super Nanny“: Vier Wiegenlieder stehen auf Baby seite zur Auswahl, und das Elterngerät ist mit einem „Babyfütte- rungsalarm“ ausgestattet. Allerdings währt die Freude nicht lange: Das vom Hersteller gegebene Versprechen „Eco-Mode“ wird nicht erfüllt. Stattdessen gibt es Dauerbeschuss mit gepulsten Mikrowel- len. Da sind auch die guten Ergebnisse im Praxistest kein Trost.

Voll auf Sendung: Audioline Baby Care 5

Im Testergebnis Gerät gehört das AudiolineBaby Care 5 zu den Beste vor allem die Sprachqualität überzeugt. Ganz anders bei der Strah lungsmessung: Mit dem Schlagwort Eco-Mode wirbt der Hersteller und betont, das Gerät funktioniere mit erheblich reduzierter Sendeleistung. Der Eco-Mode ist jedoch eine echte Täuschung: Das Babyfone arbei-tet mit DECT-Standard und sendet nonstop gepulste Strahlung.

Zwei in einem: DNT Young 500

DasDnt Young 500 ist ein PMR- beziehungsweise mobiles Funkgerät, das als Babyfon genutzt werden kann. Dazu stellt man über das Menü ein Gerät auf „Mama-Mode“ und das andere auf „Baby-Mode“. Die Sendeleistung ist auf Wunsch reduzierbar. Trotzdem reicht es in der Strahlungsprüfung nur für ein „ausreichend“. Da hilft es auch nicht, dass das Gerät in Sachen Reich- weite weit vorn liegt.
Gesamturteil „ausreichend“

Schaltet nicht: Chicco Baby Control Digital

Viele Lautstärkestufen, gute Sprach- qualität und Verständlichkeit – was den Klang betrifft, kann sich dasChicco Baby Control Digital sehen lassen. Leider ist die Ansprechschwelle nicht verstellbar und die Strahlungsbelastung viel zu hoch.

Der Strahlemann: Enox Baby Watch Sound

DasEnox Baby Watch Sound punk-tet im Praxistest mit Störfestigkeit und kinderleichter Bedienung. Nach der Strahlungsmessung bleibt vom positiven Eindruck des DECT-Ba- byfons nichts mehr übrig. Auch das Netzteil überschreitet die TCO- Computerbildschirm-Norm deutlich – der Grenzwert für magnetische Wechselfelder w als das Dreifac überschritten.

Geht zu weit: Brennenstuhl PMR-Babyphone BRX 5000 mit Vox Funktion

Das Elternteil desBrennenstuhl PMR-Ba- byphone BRX 5000 mit Vox-Funktion kann wie ein mobiles Funkgerät zur Kommunikation mit anderen Nutzern von PMRs (Privaten Mobilfunk- stationen) benutzt werden. Die Reichweite ist enorm – leider fällt auch die elektromagnetische Strahlung entsprechend hoch aus.

Alles Roger: Vivanco Babyfon BM 440 Eco Plus

Das erste wirklich strahlungsreduzierte Gerät, das auf dem Markt erhältlich war, verkauft sich laut Herstel- ler immer noch gut. Zu ändern gibt es auch nicht viel: Die elektromagnetischen Funkwellen in einem Meter Abstand betragen weniger als ein Zehntel der von uns als Vorsorgewert gewünschten 100 Mikrowatt pro Quadratme- ter. Da kann man auch eine verhältnismäßig geringe Reichweite im Außenbereich in Kauf nehmen.

Wer stört: Intercom Babymonitor BBM/BBR 212

DerIntercom Babymonitor BBM/BBR 212 von Oregon Scientific strahlt noch in zwei Metern Abstand mit gepulsten DECT-Wellen einer Stärke von mehr als 300 Mikrowatt pro Quadratmeter. Und die Laufzeit des Elternteils im Akkubetrieb ist mit zwölf Stunden sehr kurz. Immerhin: Die Bedienung geht leicht von der Hand, und dank Wechselsprechfunktion können die Eltern beruhigend auf ihr Kind einwirken.

Dicke Luft: Philips Avent DECT SCD 530/00

„Völliges Wohlbefinden“ schreibt der Hersteller auf der Verpackung. Raumtemperatur- und Feuchtig- keitsanzeigen sollen auf Baby- und Elternseite für ein gesundes Raumklima sorgen. Zumindest was baubi- ologische Anforderungen bezüglich der Strahlung be trifft, ist das DECT-Gerät von Philips weit von diesem pruch entfernt. Scha-e, dabei machte es in nserer Praxisprüfung ne gute Figur.

Spricht nicht an: Topcom Kidzzz Digital Babyphone Babytalker 2000

Positiv fallen die gute Übertragungsqualität und Verständlichkeit sowie die einfache Bedienung auf. Aber derTopcom Kidzzz Digital Babyphone Babytalker 2000 strahlt nonstop mit gepulster elektromagnetischer Strahlung. Deshalb können wir das Gerät gar nicht empfehlen. Außerdem ist die An- sprechschwelle nicht verstellbar.

Zwei Test-Urteile: Ansmann Babyphone Barcelona

Je nach Einstellung sendet dasBabyphone Barcelona (89 Euro) mit zwei unterschiedlichen Strahlungsstär- ken. Aus diesem Grund haben wir für das Gerät der Firma Ansmann Accu-Technik auch zwei Gesamturteile vergeben. Tatsächlich sendet das Babyteil im „Eco-Mode“, wenn der Schalter „Transmission Power“ auf „Low“ steht, mit einer reduzierten Strahlungsstärke von nur 50 Mikrowatt pro Quadratmeter in einem Meter Abstand. Dadurch verringert sich allerdings auch die Reichweite im Innenbereich von fünf auf zwei Wände sowie im Freien von 275 auf 125 Meter. Im Normalbetrieb liegt die Strahlungsstärke bei mehr als 100 Mikrowatt, was wir mit einer Note Abzug quittieren. Egal ob „Eco-Mode“ oder Normalbetrieb – für die Reichweitenkontrolle in kurzen Intervallen und eine elektrische Feldstärke von mehr als zehn Volt pro Meter im Abstand von einem Meter gibt es zwei Noten Abzug. Die Technik- prüfer lobten unter anderem die lange Akkulaufzeit des Elternteils, unterm Strich bleibt hier sogar die Note 1,6 im Testergebnis Gerät. Kleine Mängel gab es nur bei der Tonqualität und beim Stromverbrauch (3,4 Watt).

Der letzte Schrei: Angelcare AC401 Geräusch- & Bewegungsmelder

DerAngelcare AC401 Geräusch- & Bewegungsmelder verfügt über eine abschaltbare Reichweitenkontrolle und bietet im Störfall acht Kanäle zur Auswahl. Außerdem kann man mithilfe einer Sensormatte, die unter die Matratze des Bettes gelegt wird, die Bewegungen des Babys erfassen. Zwar hat das Ganze seinen Preis (159,99 Euro). Dafür erzeugt das Gerät kaum Elektrosmog.

Perfekte Welle: Angelcare Babyphon AC420D

Unser beauftragtes Labor bestätigt: ein maximal Elektrosmog-reduziertes Baby- fon. Darüber hinaus verfügt dasAngel-care AC420D über eine gute Sprachqua-lität. Die Reichweitenkontrolle lässt sich einfach an- und – wichtig damit es nicht dauernd sendet – wieder abschalten. Klei- nes Manko: Von Mikrowellen und Handys in näherer Umgebung lässt sich das Gerät besonders leicht stören.

Hart im Nehmen: Philips Avent Baby Monitor SCD 470/00

DerPhilips Avent Baby Monitor SCD 470/00 erweist sich als störfest gegenüber anderen Geräten und stabil im Falltest. Leider kann die akustische Ansprech schwelle nicht verstel werden. Außerdem verfügt das Gerät nur über zwei Kanäle. Dadurch bleibt wenig Spielraum, wenn zum Beispiel Nachbarn dieselbe Übertragungsfre- quenz nutzen und man plötzlich dere Baby schreien hört.

Der Wackelkandidat: Reer Babyfon Rigi

DasReer Babyfon Rigi ist preisgünstig (34,95 Euro) und lässt sich leicht bedienen. Ansonsten ist die Mängelliste relativ lang: Sender und Emp- fänger können leicht umfallen, der Stromverbrauch ist vergleichsweise hoch, und alle zwei Sekunden sendet das Gerät ein Reichweitensignal aus – das macht um die 20.000 unnötige Funkimpulse pro Nacht.