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TEST Babynahrung: Eins, zwei, Brei


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2010 vom 01.03.2010

Das Abenteuer Essen beginnt fur die meisten Kinder mit dem ersten Brei. Den konnen Eltern neuerdings fix und fertig aus bruchsicheren Kunststoffbechern futtern. Trotz neuem Herstellungsverfahren zeigten sich in unserem Test aber einige altbekannte Probleme und Schadstoffe, die fur schlechte Noten sorgen.


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Foto: stockbyte

Bis vor Kurzem sollten in Babys erstem Brei noch diverse Lebensmittel vorsichtshalber gemieden werden. Heute lautet der Rat gerade andersherum: „Früher Kontakt mit möglichen Allergenen wie Fisch, Eier, Kuhmilch, Milchprodukte, Weizen und Nüsse kann sogar vor späterer Überempfindlichkeit ...

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Bis vor Kurzem sollten in Babys erstem Brei noch diverse Lebensmittel vorsichtshalber gemieden werden. Heute lautet der Rat gerade andersherum: „Früher Kontakt mit möglichen Allergenen wie Fisch, Eier, Kuhmilch, Milchprodukte, Weizen und Nüsse kann sogar vor späterer Überempfindlichkeit schützen“, fasst Dr. Mathilde Kersting, stellvertretende Leiterin des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) in Dortmund zusammen. „Vielseitig, fleisch-sowie glutenhaltig dürfen, ja sollen die Babys schon ab dem fünften bis siebten Lebensmonat essen.“

Inzwischen ist sich die Fachwelt auch einig, dass – zumindest in Industrienationen – der erste Brei schon nach dem vierten Monat sinnvoll ist. Bisher lautete die Empfehlung vielfach, wenn möglich bis zum vollendeten sechsten Monat voll zu stillen. Zum Gewöhnen an die Beikost war es üblich, erst mal nur ein gut verträgliches Gemüse wie Karotte zu geben, und dann lange nichts. Heute empfehlen die Experten Abwechslung von Anfang an. „Der fünfte und sechste Monat scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, um den Körper an mögliche Allergene zu gewöhnen“, erklärt Prof. Berthold Koletzko, Spezialist für Kinder- und Jugendernährung am Universitätskrankenhaus München. Das frühe Experimentieren mit vielen unterschiedlichen Lebensmitteln könnte allerdings beim Nachwuchs auf Wiederstand stoßen. Den sollten Eltern zwar ernst nehmen, aber dennoch immer wieder einen Versuch starten, Neues einzuführen. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Kleinen teilweise erst nach dem siebten oder achten Versuch Gefallen an bestimmten Geschmacksrichtungen finden. Ist diese Hürde geschafft, essen sie auch mit zunehmendem Alter gerne vielseitig und abwechslungsreich.

Neben Inhalt und Verpackung ist auch das Herstellungsverfahren der Babykost in den Kunststoffbechern neu. Die Zutaten werden einzeln dampfgegart und erst danach gemischt. Wenige Minuten unter starker Hitze reichen bei dem von Nestlé eingesetzten Verfahren, um die Produkte steril zu machen, so dass sie zirka ein Jahr haltbar sind. Hipp und Bebivita antworteten uns auf die Frage zur Sterilisation schwammig: Temperatur und Zeit würden immer so gewählt, dass ein Maximum an Sicherheit gewährleistet ist, aber Nährwert und Geschmack optimal geschont werden. In der Glasverpackung sind die Breie üblicherweise eine halbe bis zu einer Stunde hohen Temperaturen ausgesetzt.

Wir wollten wissen, ob die neue Verpackung und das neue Verfahren nur eine Marketingstrategie für mehr Absatz sind oder sich möglicherweise auf „altbekannte“ Schadstoffe wie Benzol und Furan auswirken. Ganz wichtig war uns außerdem, ob die Kunststoffverpackung sicher ist. Sieben Produkte von drei Anbietern wurden deshalb in diversen Laboren gründlich durchgecheckt.

Das Testergebnis

■ …reicht von „sehr gut“ bis „ungenügend“. In einigen Breien fanden die von uns beauftragten Labore die krebserregenden Stoffe Benzol und Furan in nennenswerten Mengen. Das führt dazu, dass über die Hälfte der Produkte nur „ausreichend“ bis „ungenügend“ abschneiden. Lediglich der Nestlé-Obstbrei war rundum in Ordnung.


Furan und Benzol bilden sich in vielen Fertigbreien, weil sie hoch und teilweise lange erhitzt werden


■ Nur imHipp Kartoffelpüree mit Früh-Karotten & zartem Bio-Rind analysierte das von uns beauftragte Labor einen erhöhten Benzolgehalt. In den restlichen Produkten steckten Spuren. Benzol ist bekannt als Benzinbestandteil und Luftschadstoff sowie als Ausgangsstoff für diverse Chemikalien. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe entdeckte Benzol 2008 per Zufall in Karottensäften für Babys. ÖKO-TEST wies den Schadstoff 2009 in Karottenbreien für die Kleinen nach. 86 Prozent der Produkte enthielten erhöhte Mengen. Ausschlaggebend für die Höhe der Gehalte sind die verwendeten Zutaten – Karotten scheinen die Benzolbildung zu fördern – und die Dauer der Erhitzung.Bebivita Karotten-Kartoffel-Brei mit zartem Rindfleisch undNestlé NaturNes Karotten, Kartoffeln & Rind bleiben diesmal unter unserer strengen Abwertungsgrenze. Möglicherweise liegt das an dem neuen Herstellungsverfahren.

■ Die Furangehalte sind in drei Produkten erhöht, imHipp Kartoffelpüree mit Früh-Karotten & zartem Bio-Rind sogar stark erhöht. Furan ist im Tierversuch krebserregend und entsteht bei der Verarbeitung von Lebensmitteln unter sehr großer Hitze, beispielsweise beim Rösten von Kaffee. Die hohen Temperaturen bei der Fertigung der Breie begünstigen offenbar die Bildung von Furan. Verglichen mit unseren Untersuchungen von Fertigbrei in Gläschen zeigt sich bezüglich des durchschnittlichen Furangehaltes kein wesentlicher Unterschied.


Die Anbieter sparen am teuren Fleisch. Es versorgt die Babys aber mit wertvollem Eisen und Zink


■ Alle Hersteller sparen in ihren fleischhaltigen Menüs an der teuren Zutat Fleisch. Meistens sind gerade mal die gesetzlich geforderten acht Prozent Fleisch drin, in denHipp Bio-Schinkennudeln mit Tomatensauce zehn Prozent. „Zu wenig“, sagt Professor Berthold Koletz-ko. „Mit einem Fleischanteil von um die zwölf Prozent würden die Kinder besser mit Eisen versorgt werden“, so der Experte. „Außerdem steckt im Fleisch Zink, das wichtig ist für das Wachstum“, ergänzt Koletzko.

Die neuen Ernährungsempfehlungen fur Babys machen es den Eltern sehr viel einfacher als fruher


Foto: corbis RF

In den ersten Monaten sind gestillte Babys über Muttermilch gut mit Eisen versorgt. Nach vier bis sechs Monaten reicht diese Quelle aber vielfach nicht mehr. Eisen muss mit der Nahrung zugeführt werden. Eisen aus Fleisch nimmt der Körper besonders gut auf. Um herauszufinden, ob acht Prozent Fleisch für eine gute Eisenversorgung reichen – so wie die Hersteller es behaupten – wurde am Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund die DINO-Studie (Dortmunder Interventionsstudie zur Optimierung der Säuglingsernährung) durchgeführt. Das Ergebnis fasst Dr. Mathilde Kersting so zusammen: „Kinder, die in den ersten vier Monaten voll gestillt wurden, haben mit einem höheren Fleischanteil tendentiell einen besseren Eisenstatus. Diejenigen, die schon früher Säuglingsanfangsnahrung bekommen, sind auch mit den acht Prozent ausreichend versorgt.“ Denn Säuglingsanfangsnah rung und Folgenahrung sind mit Eisen angereichert. Den Versuch von Anbietern, Fleischmenüs mit zugesetztem Eisen aufzupeppen, hält sie für keine gute Idee. „Natürliche eisenreiche Lebensmittel wie Fleisch sind der Anreicherung immer vorzuziehen“, resümiert die Wissenschaftlerin.

■ Gemüse und Getreide tragen in starkem Maße zur allgemeinen Belastung mit dem Schwermetall Cadmium bei. Pflanzen nehmen das Cadmium aus dem Boden auf. Weil die tolerierbare Aufnahmemenge aber mit einer täglichen Breiration noch nicht überschritten wird, werten wir nicht ab.
■ Eine rundum gute Nachricht gibt es auch zu vermelden. Die von uns beauftragten Labore fanden keinerlei Rückstände von Pestiziden oder bedenkliche Keime. Die gefundenen Gehalte an Nitrat waren sehr gering. Die Pflanze benötigt Nitrat zum Wachstum. Zu viel davon kann sich aber im menschlichen Körper zu giftigem Nitrit und krebserregenden Nit rosaminen umformen.


In den Verpackungen stecken weder Weichmacher noch andere bedenkliche Stoffe


Schon ganz früh übt sich, wer später ein guter Esser werden will. Babys sollen früh die verschiedensten Geschmäcker probieren.


■ Die Prüfung der Verpackung ergab keinerlei Auffälligkeiten. Die von uns beauftragten Labore fanden weder Weichmacher noch andere bedenkliche Stoffe. Kritische Fachleute bleiben der Kunststoffverpackung gegenüber dennoch skeptisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas in das Lebensmittel migriert, sei bei Gläsern sehr viel geringer, argumentieren sie. Doch vor einigen Jahren gab es einen Aufschrei in der Branche, weil schädliche Stoffe aus der Dichtung des Deckels ins Lebensmittel übergingen. Mittlerweile ist das Problem aber gelöst.

So reagierten die Hersteller

■ Bebivita teilte uns mit, dass der Eisengehalt desKarotten-Kartoffel-Brei mit zartem Rindfleisch niedriger liegt als deklariert und deshalb angepasst wird.
■ Alle drei untersuchten Hersteller schrieben uns sinngemäß, dass Furan bei Erhitzungsprozessen von Lebensmitteln unvermeidbar entsteht und in den bekannten Spuren keinerlei schädliche Wirkung hat. ÖKO-TEST hatte schon im vergangenen Jahr zum Vergleich selbst gekochten Karotten-Kartoffel-Brei auf Furan getestet. Ergebnis: Bei der üblichen Kochdauer von 20 Minuten enthält der Brei kein Furan. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe machte ähnliche Versuche, hielt den Brei nach dem Kochen aber noch eine Stunde warm. Erst dann bildeten sich erste, sehr geringe Mengen des Schadstoffes.
■ Bebivita und Hipp verwiesen auf die Aussage des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: „Nach derzeitigem Kenntnisstand ist bei den gefundenen Furangehalten nicht von einer akuten Gesundheitsgefahr auszugehen.“ Die Sätze im entsprechenden Bericht davor und dahinter haben die Anbieter vorsichtshalber weggelassen. Sie lauten folgendermaßen: „Die Ergebnisse zeigen, dass Furan in einer Vielzahl von Lebensmitteln vorkommt. Dies ist insofern von Bedeutung, da Furan von der WHO als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft ist (…) Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes ist aber eine Minimierung der Gehalte in Lebensmitteln, vor allem für sensible Verbraucher wie Säuglinge und Kleinkinder, notwendig.“

Hella Hansen

So haben wir getestet

Der Einkauf

Babykost im Plastikbecher anstatt im Glaschen? Da reibt sich manche Mutter die Augen. Was ist von der neuen Produktkategorie zu halten, die es bisher erst von den drei Firmen Bebivita, Hipp und Nestle gibt? Wir haben je Firma ein fleischhaltiges Menu fur die ganz Kleinen nach dem 4. Monat und eines fur Babys ab dem 8. Monat eingekauft. Reines Obst gibt es im Plastikbecher nur von Nestle. Deshalb erganzt ein Obstprodukt die Palette.

Problematische Inhaltsstoffe

Wie sicher ist die neue Verpackung? Das war im Vorfeld eine der wichtigen Fragestellungen. Denn in der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass unerwunschte Stoffe aus der Verpackung in das Lebensmittel ubergehen. Deshalb ging das beauftragte Fachlabor auf Spurensuche nach moglicherweise problematischen Stoffen. Weil die Industrie ein groses Geheimnis aus ihren Plastikbechern macht und die Rezepturen der Verpackungsmaterialien nicht offenlegt, wird diese Suche zur Detektivarbeit. Zunachst erfolgte ein Screening des Kunststoffes auf die darin enthaltenen Substanzen, beispielsweise auch auf Weichmacher und andere bedenkliche Stoffe. Anschliesend wurde der Inhalt des Bechers auf Substanzen untersucht, die moglicherweise ins Lebensmittel ubergehen.
Parallel zur Verpackung pruften unsere Speziallabore den Inhalt. In den klassischen Glaschen bilden sich – je nach Gemusesorte – die krebserregenden Stoffe Furan und Benzol, weil lange und hoch erhitzt wird. Klar, dass wir ganz gespannt waren, ob sich die Werte durch das neue Herstellungsverfahren verandert haben. Babys reagieren auf Schadstoffe sehr empfindlich und werden deshalb auch vom Gesetzgeber durch strenge Grenzwerte geschutzt. Wir uberpruften, ob die Werte fur Nitrat, Ruckstande von Pestizidwirkstoffen und moglichen Befall durch Keime eingehalten werden. Das Schwermetall Cadmium wurde vor Kurzem von Wissenschaftlern wesentlich kritischer eingeschatzt, als lange Zeit gedacht. Da es haufig in Gemuse und Getreide steckt, liesen wir auch das messen. Da in den meisten Produkten Reis, Mais oder Soja als Zutat aufgefuhrt wird, war auch die Prufung auf gentechnisch veranderte Bestandteile notwendig.

Die Bewertung

Benzol und Furan sind krebserregende Stoffe, von denen das Bundesinstitut fur Risikobewertung sagt, dass sie zwar nicht vermeidbar sind, aber minimiert werden sollten. Offizielle Grenzwerte gibt es nicht. Hier bewerten wir aufgrund der verfugbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Europaische Behorde fur Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zum Beispiel ein Modell erstellt, mit dem genotoxische und kanzerogene Verbindungen entsprechend ihres moglichen Risikos fur den Menschen eingeordnet werden. Das Modell bezieht sowohl die geschatzte tagliche Aufnahmemenge als auch die Gefahrlichkeit mit ein. Demnach ist Furan beispielsweise als sehr kritisch einzuschatzen. Fur Benzol gibt es einen Grenzwert fur Trinkwasser, der bei einem Mikrogramm pro Liter (1 μg/l) liegt. Weil Trinkwasser ein Leben lang aufgenommen wird, die Babynahrung aber nur eine kurze Zeit und in kleinen Mengen, bekommen Werte daruber nur eine moderate Abwertung. Wir bemangeln auch, wenn eine wertgebende Zutat wie Fleisch in geringer Menge enthalten ist. Die Deklaration der Produkte muss stimmen. Weichen die auf dem Etikett genannten Nahrwerte um mehr als 20 Prozent vom analysierten Wert ab, fuhrt das zu Punktabzug unter „Weiteren Mangeln“.

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: n.u.nicht untersucht, weil sich dieser Parameter durch die Zusammensetzung des Produkts erübrigt.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 142.
Anmerkungen: 1) Der analysierte Eisengehalt liegt mehr als 20 Prozent unter dem deklarierten Wert.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: a) ein stark erhöhter Furangehalt von über 14 pg pro Tagesportion (190 g = 1 Becher). Referenzperson ist ein 7 Kilogramm schweres Baby, wenn es sich um Beikost handelt, die empfohlen ist für „nach dem vierten Monat“. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein erhöhter Furangehalt von über 7 bzw. 8 pg pro Tagesportion (190 g = 1 Becher bzw. 200 g = 1 Becher bzw. 220 g = 1 Becher). Referenzperson ist ein 7 Kilogramm schweres Baby, wenn es sich um Beikost handelt, die empfohlen ist für „nach dem vierten Monat” oder ein 8 Kilogramm schweres Baby, wenn es sich um Beikost handelt, die empfohlen ist „ab achten Monat“. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Ein erhöhter Benzolgehalt von über 1 pg/kg; b) ein geringer Fleischgehalt von unter 12 Prozent. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: Messwert des wertgebenden Inhaltsstoffes Eisen mehr als 20 Prozent unter dem deklarierten Wert. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das befriedigend ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Aerobe Gesamtkeimzahl: ISO 4833:2003. Die Untersuchung erfolgte nach Bebrütung der geschlossenen Verpackung für 14 Tage bei 30 °C. Gesamtfett: ASU L 17.00-4. Eisen: Aufschluss: DIN EN 14084:2003, Eisen: ASU L 00.00-19/2, modifiziert.Pestizide: GC/MS-Pestizidscreening: ASU § 64 LFGB L 00.00-34, weitere Pestizide: LC/MS/MS-Screening: ASU § 64 LFGB L.00.00-113. Nitrat und Nitrit: HPLC/IC-Verfahren, nach ASU L 26.00-1, modifiziert. Benzol: Headspace-Trap-GC/MS. Furan: Headspace-GC/MS. Cadmium: Elementbestimmung mittels ICP-MS. Gentechnisch veränderte Bestandteile: Qualitativer Nachweis: Extraktion in Anlehnung an § 64 LFGB; Analyse mit konventioneller oder RealTime-PCR mit 45 oder 50 Zyklen. Dabei wurden die Produkte im ersten Schritt mit drei allgemeinen Screeningtests (35S CaMV Promotor, NOS Terminator, FMV Element) analysiert. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse. Materialscreening auf Phthalate, Adi-pate, freie und freigesetzte phenolische Verbindungen in der Verpackung: GC/MS nach Extraktion mit Aceton/Ethylacetat und Derivatisierung. Screening Antioxidantien in der Verpackung: HPLC/DAD.
Antioxidantien ins Produkt: HPLC/DAD. Anbieterverzeichnis: siehe unter www.oekotest.de
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

Unsere Empfehlungen

Brei aus dem Plastikbecher oder aus dem Glas: Das konnen Eltern nach personlichen Vorlieben und Geschmack entscheiden. Die von uns untersuchten Babybreie im Glas sind im Schnitt ahnlich belastet wie Produkte im Plastikbecher.

Selbst hergestellte Breie sind frei von Furan und Benzol. Trotz der gefundenen Schadstoffe in der Fertignahrung mussen Eltern mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keine Angst haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Die Mengen an gefahrlichen Stoffen sind sehr klein. Doch Babys und Kleinkinder sind diversen Umweltgiften ausgeliefert. Durch Schadstoffe aus verschiedenen Quellen kann das Fass irgendwann uberlaufen – deshalb bewerten wir streng.

Fur Fertigkost spricht: Sie wird von den Herstellern streng auf Pestizide und andere Schadstoffe wie Nitrat kontrolliert.