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TEST BABYSCHLAFSÄCKE: SICHERE SACHE


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 31.01.2019

Im Babyschlafsack betten Eltern ihre kleinen Kinder am sichersten zur Ruhe. Keiner im Test ist wirklich spitze. Doch vier können wir noch mit „gut” empfehlen. Ein Produkt ist besonders stark mit Schadstoffen belastet.


Artikelbild für den Artikel "TEST BABYSCHLAFSÄCKE: SICHERE SACHE" aus der Ausgabe 2/2019 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 2/2019

Wir haben 13 Babyschlafsäcke auf ihre Sicherheit und auf Schadstoffe hin prüfen lassen.
Viel Mittelmaß. Vier Produkte können wir mit der Note „gut” empfehlen. Schlusslicht ist ein Schlafsack, der mit „mangelhaft” durchfällt.
Gefährlich weit. Eine Durchrutschgefahr für den Kopf besteht bei den Produkten von Baby Walz und Lotties, sofern die Träger verlängert werden. Bei allen anderen ...

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Wir haben 13 Babyschlafsäcke auf ihre Sicherheit und auf Schadstoffe hin prüfen lassen.
Viel Mittelmaß. Vier Produkte können wir mit der Note „gut” empfehlen. Schlusslicht ist ein Schlafsack, der mit „mangelhaft” durchfällt.
Gefährlich weit. Eine Durchrutschgefahr für den Kopf besteht bei den Produkten von Baby Walz und Lotties, sofern die Träger verlängert werden. Bei allen anderen Produkten ist der Halsausschnitt so bemessen, dass sich weder groß gewachsene Kinder beengt fühlen, noch dass ein Kind hineinrutschen kann.
In der Klemme. Eine geringe Klemmgefahr durch Reißverschlüsse besteht bei fünf Produkten. Bei vier davon wird der mittig am Halsausschnitt liegende Reißverschluss von unten nach oben geschlossen. Diese Schließrichtung birgt die Gefahr, dass im Halsbereich Haut eingeklemmt wird. Bei einem Schlafsack ist zusätzlich das nicht abgedeckte Ende des seitlichen Reißverschlusses das Problem.
Es drückt. Der Liegekomfort in der zum Schlafen empfohlenen Rückenlage kann sich beim Lotties-Schlafsack als eingeschränkt erweisen: Das Produkt hat einen umlaufenden Gummizug und eine umlaufende Kante durch ein Inlet, das eingeknöpft werden kann. Das werten wir ab.
Positiv: Kein Produkt hatte verschluckbare Kleinteile oder war mit Schnüren oder Bändern ausgestattet, die eine Strangulationsgefahr darstellen könnten. Auch war kein Schlafsack zu schwer. Ein solcher Schlafsack kann die Bewegungsfreiheit des Babys einschränken.
Unzureichende Warnhinweise. Sichere Babyschlafsäcke sind ein wichtiger Präventionsfaktor gegen den plötzlichen Säuglingstod. Da ein Babyschlafsack jedoch nur sicher ist, wenn Eltern ihn auch richtig anwenden wird, sollten Gebrauchsund Warnhinweise am Schlafsack nicht fehlen. Dazu gehört etwa ein Hinweis, auf Löcher zu achten, die Fangstellen für die Finger oder Zehen bilden können.
Mit Schadstoffen belastet. Die meisten Schlafsäcke weisen problematische Substanzen auf und erhalten dafür ein bis vier Notenabzüge. Der Alvi Kinder-Kugelschlafsack Thermo Stars, beige ist so stark mit Problemstoffen belastet, dass er mit „mangelhaft” durch den Test fällt: Daraus lösten sich stark erhöhte Gehalte an Antimon. Das giftige Halbmetall gelangt durch Polyester der Gewebe oder Füllungen in die Babyschlafsäcke. Andere Tests von ÖKO-TEST zeigen: Es sind Polyestergewebe und-füllungen erhältlich, die kaum oder kein Antimon abgeben. Zudem monieren wir im Alvi-Schlafsack umstrittene halogenorganische Verbindungen und überflüssige optische Aufheller im Futterstoff. Letztere können sich aus dem Gewebe lösen; manche verursachen zusammen mit Sonnenlicht allergische Reaktionen. Auch sind die Aufheller schwer abbaubar und belasten die Umwelt, wenn sie ins Abwasser gelangen.


Babyschlafsäcke können das Risiko des plötzlichen Kindstods mindern. Sie müssen aber auch sicher sein.

ÖKO-TEST RÄT

► Wählen Sie einen Babyschlafsack mit einem nach unten zu schließenden Reißverschluss und einem abgedeckten Reißverschlussende, damit das Baby sich nicht verletzen kann.
► Die richtige Größe ergibt sich aus der Faustformel: Körpergröße minus Kopflänge plus zehn Zentimeter. Für Neugeborene passt in der Regel ein Schlafsack mit einer Länge von 50 bis 55 Zentimetern.
► Der Halsausschnitt hat die richtige Größe, wenn ein Erwachsenenfinger zwischen Hals und Halsausschnitt passt.

SO TESTET ÖKO-TEST

Wir haben 13 Babyschlafsäcke für rund 8 bis 85 Euro eingekauft, die möglichst übers ganze Jahr zum Einsatz kommen können. Überwiegend die Größe 70 Zentimeter, die in der Regel vom siebten bis zum elften Lebensmonat passt. Die meisten Produkte sind aus Baumwolle mit einer Füllung aus Polyester. Auch zwei Schlafsäcke mit Schurwolle sind dabei. Unser Labor hat alle Produkte nach der Fachinformation „Der sichere Baby-Schlafsack” beurteilt. Danach ist ein sicherer Babyschlafsack eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen den plötzlichen Säuglingstod. Sind die Hals-und Armausschnitte passend für die angegebene Konfektionsgröße? Besteht ein Verletzungsrisiko durch Reißverschlüsse? Halten alle Farben stand, wenn das Baby daran nuckelt oder schwitzt? Zudem schauten wir, ob die Anbieter ihre Produkte mit Gebrauchs-und Warnhinweisen wie „Nicht verwenden, wenn der Kopf des Kindes durch den Halsausschnitt passt” ausstatten. Experten haben alle Produkte umfangreich auf Schadstoffe wie lösliches Antimon, Weißmacher, krebserregende oder allergisierende Farbbausteine und hautreizende Textilausrüstung wie Formaldehyd untersucht. Teile aus Schurwolle ließen wir zusätzlich auf Pestizidrückstände, die aus dem Lager-und Transportschutz von Rohwolle stammen können, untersuchen. Die Funktionalität vieler Babyschlafsäcke wird lediglich durch fehlende Gebrauchs-und Warnhinweise eingeschränkt. Problemstoffe wie giftiges Antimon oder optische Aufheller verderben bei etlichen Produkten jedoch ein besseres Gesamturteil. Die genauen Testmethoden finden Sie im Internet unter oekotest.de → „Aktuelle Hefte” →„Inhalt anzeigen”.

Ein Reißverschluss, der am Ende nicht abgedeckt ist, birgt eine Klemmgefahr.


Foto: Labor


Foto: imago/Westend61