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TEST Betriebliche Altersvorsorge: Viel Spreu, wenig Weizen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2015 vom 28.08.2015

Geht es nach Arbeitsministerin Andrea Nahles, sollen künftig Betriebsrenten für ein auskömmliches Einkommen im Alter sorgen. Doch der ÖKO-TEST zeigt: Das Gros der Tarife zur Entgeltumwandlung kann diesen Anspruch nicht erfüllen. Denn sie sind zu teuer, zu unflexibel und völlig intransparent. Eine Minireform reicht daher nicht. Notwendig ist der Abbau aller Fehler im System.


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Foto: picture-alliance/dpa

Nach der gesetzlichen Rente will die Bundesregierung nun auch die Betriebsrente reformieren, um im Kampf gegen Altersarmut zu punkten. Denn das gesetzliche Rentenniveau sinkt, das ist politisch gewollt. Doch ...

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... trotz Förderung greifen die Deutschen weder bei der Riester-Rente noch bei Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung begeistert zu. Bislang ist zum Beispiel jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland noch ohne betriebliche Zusatzversorgung. Das möchte Arbeitsministerin Andrea Nahles gerne ändern – und zwar am liebsten mithilfe der Tarifparteien.

Für das Modell eines Tariffonds können sich aber weder die Arbeitgeber noch die Gewerkschaften so richtig erwärmen. Die Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersvorsorge, aba, macht sich stattdessen für eine „echte” Reform der Betriebsrente mit verbesserter steuerlicher Förderung, einem betrieblichen Zulagenmodell für Geringverdiener und einer „Enthaftung” der Arbeitgeber stark.


Ob sich die Entgeltumwandlung für Mitarbeiter lohnt, danach fragt keiner


Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft, GDV, favorisiert dagegen das Opting-Out-Modell, bei dem Arbeitnehmer automatisch eine Betriebsrente aus Entgeltwandlung über den Arbeitgeber abschließen, wenn sie sich nicht ausdrücklich dagegen entscheiden.

Der Arbeitnehmerflügel der CDU geht noch einen Schritt weiter und will eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge einführen. Welchen Weg die Regierung letztlich einschlagen wird, ist derzeit noch völlig offen. Offiziell wartet Andrea Nahles noch auf ein wissenschaftliches Gutachten. Das soll klären, warum es vor allem in Klein-und Mittelbetrieben mit der Bereitschaft zur Einführung von Betriebsrenten hakt. Die Frage, ob sich die angebotenen Modelle auch für Arbeitnehmer lohnen, bleibt in der aktuellen Diskussion allerdings weitgehend auf der Strecke. Dabei gilt: Bislang sind Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung eher ein Verlustgeschäft. Was wir aufgrund unserer Tests schon seit Längerem vorhergesagt hatten, mussten jetzt die „Pioniere” feststellen, die 2002 mit der seinerzeit eingeführten Entgeltumwandlung starteten und jetzt ins Rentenalter gekommen sind.

ÖKO-TEST hat daher jetzt wie in den Vorjahren 418 Offerten von 32 Versicherern und 17 Pensionskassen unter die Lupe genommen. Dabei handelte es sich um 50 Tarife für klassische Direktversicherungen, darunter 31 Einzel-und 19 Kollektivtarife, 41 Tarife für fondsgebundene Direktversicherungen, darunter 26 Einzel-und 15 Kollektivtarife sowie 21 Tarife von Pensionskassen, davon 9 Einzeltarife und 13 Kollektivtarife.

Das Testergebnis

■ Beim Gros der Tarife geht die Leistung zurück. Laut Koalitionsvertrag soll die Betriebsrente helfen, die Leistungsabsenkung bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Doch das wird schwierig mit Tarifen, die – wie das Gros der untersuchten Direktversicherungen – Jahr für Jahr immer weniger Leistung bieten. So sank die garantierte Monatsrente für unseren 30-jährigen Musterkundenin nur einem Jahr um durchschnittlich über 15 Prozent.
■ Viel zu hohe Vertragskosten. Laut Bundesregierung sind Betriebsrenten angeblich besonders kostengünstig. Doch die Testergebnisse zeigen: Mit durchschnittlichen Vertragskosten von 13,22 Prozent sind viele Offerten genauso teuer wie private Rententarife.
■ Mangelnde Flexibilität. Laut Gesetz können Arbeitnehmer bei Entgeltumwandlung jedes Jahr neu entscheiden, wie viel Beitrag sie für ihre spätere Betriebsrente aufwenden wollen. Das bedeutet, sie haben das Recht, auch mal Zahlpausen einzulegen oder den Beitrag zu reduzieren. Doch so viel Flexibilität wie das Gesetz ermöglicht, lassen die meisten Tarife zur Entgeltumwandlung gar nicht zu.
■ Unzureichende Transparenz. Sowohl die Kosten-wie die Leistungsprobleme sind für die Betriebe und ihre Mitarbeiter kaum erkennbar. Denn die Angaben in den Vertragsunterlagen sind genauso nebulös und undurchsichtig wie bei der Riester-Rente oder ungeförderten privaten Rententarifen.
■ Fehler im System: Die durch Gehaltsverzicht angesparte Betriebsrente ist nicht nur voll steuerpflichtig. Wer als Rentner gesetzlich krankenversichert ist, muss darauf auch noch die vollen Beiträge zur Kranken-und Pflegeversicherung abführen – und zwar den Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil. Zudem sinkt die gesetzliche Rente, denn die Entgeltumwandlung mindert das sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen.
■ Wenige Lichtblicke: Unter den getesteten über 400 Offerten konnte ÖKO-TEST sieben Nettotarife bei den Direktversicherungen und sechs Tarife bei den Pensionskassen entdecken, die kostengünstig, schlank, transparent, flexibel und leistungsstark sind. Sie zeigen, dass die Betriebsrente zum Erfolgsmodell werden könnte. Dazu müsste der Gesetzgeber die Fehler im System beseitigen und vor allem die Belastung der Betriebsrentner mit vollem Kranken-und Pflegeversicherungsbeitrag abschaffen. Außer dem müssten die Kosten gedeckelt und wirkliche Transparenz geschaffen werden.


Das Gros der Tarife ist zu teuer, zu unflexibel und völlig intransparent


Ein Blick auf die Rentenauskunft zeigt schnell: Die gesetzliche Rente allein reicht im Alter nicht.


Foto: imago/Gerhard Leber

Das Testergebnis Leistungen

■ Immer weniger Leistung für das gleiche Geld. Konnte ein 30-jähriger Mann, der bis zur Rente mit 67 monatlich auf 100 Euro Gehalt verzichtet, vor einem Jahr bei klassischen betrieblichen Direktversicherungen durchschnittlich mit einer garantierten Bruttorente von rund 182 Euro rechnen, so sind ihm heute im Schnitt nur noch 154 Euro garantierte Rente sicher. Inklusive Überschuss sind im Schnitt statt 288 nur noch 255 Euro drin. Das sind gut 15 bzw. knapp 13 Prozent weniger – in nur einem Jahr.
■ Keine Geld-zurück-Garantie. Auf Basis der garantierten Rentenleistungen können mittlerweile weder Männer noch Frauen sicher sein, das eingezahlte Geld bei klassischen Direktversicherungen zurückzuerhalten. Lag die Rentenrendite bei den Vorjahrstarifen mit 0,06 Prozent bei den 30-jährigen Männern und 0,43 Prozent bei den Frauen wenigstens noch im positiven Bereich, so sind Arbeitnehmern bei den neuen 2015er-Tarifen nur noch Verluste sicher. Die Rendite auf die garantierte Rentenleistung liegt mit durchschnittlich minus 0,47 Prozent bei Männern und minus 0,09 Prozent bei Frauen nur noch im negativen Bereich.
■ Sogar der Staat bietet mehr. Die ÖKO-TEST-Analyse von klassischen Direktversicherungen zeigt daher deutlich: Die Leistungen der im Vertrieb beliebten Einzeltarife reichen nicht, um Lücken bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Im Gegenteil. Sogar der Staat bietet bei der gesetzlichen Rente mehr Ertrag. Unter Anrechnung der jährlichen Rentensteigerung waren hier bislang Rentenrenditen von 3,0 bis 3,4 Prozent drin, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen Ende 2014 mitteilte. Auch in Zukunft wird die Rendite bei der Rente vom Staat langfristig mindestens zwischen zwei bis drei Prozent liegen, wie Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung, erst im Juli in einem Interview bekräftigte.
■ Das dicke Ende kommt zum Schluss. Auch wer sich zu Rentenbeginn für die Kapitalabfindung anstelle der Rente entscheidet, macht ein schlechtes Geschäft. Im Schnitt sind dem 30-jährigen Musterkunden lediglich 48.938 Euro Kapitalabfindung garantiert. Das entspricht einer garantierten Verzinsung von mageren 0,51 Prozent. Selbst bei einem mickrig verzinsten Sparbuch käme nach 37 Jahren wahrscheinlich mehr heraus. Im vergangenen Jahr war es auch schon wenig, aber im Schnitt lag die garantierte Sparrendite immerhin noch bei 0,96 Prozent.
■ Haftungsrisiko für Arbeitgeber. Ältere können sich nicht einmal sicher sein, das eingezahlte Kapital zu Rentenbeginn zurückzuer-halten. Denn bei Verträgen mit kürzerer Laufzeit sind die Abschluss-und Verwaltungskosten oft höher als die garantierte Verzinsung. Im Schnitt, so das Ergebnis der ÖKO-TEST-Analyse von klassischen Direktversicherungen, bekommt der 55-jährige Musterkunde bei Einzeltarifen nach zwölf Jahren von eingezahlten 25.200 Euro lediglich 24.548 Euro brutto als garantierte Kapitalabfindung zurück. Damit liegt die Sparrendite mit minus 0,44 Prozent in den roten Zahlen. Erwirtschaftet der Versicherer keine Überschüsse, bringen solche Tarife sogar den Arbeitgeber in die Bredouille. Denn das Gesetz schreibt bei Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung – genau wie bei Riester-Renten – mindestens den Kapitalerhalt zu Rentenbeginn vor. Wird der nicht erreicht, muss der Betrieb unter Umständen für die Differenz haften.
■ Konkurrenzfähig sind nur Nettotarife. Erträge wie bei der Rente vom Staat können Arbeitnehmer aber auch bei der Rente vom Betrieb erzielen. Allerdings nicht mit den gängigen Tarifen, sondern nur dann, wenn ihr Chef bei Direktversicherungen anstelle eines teuren Einzeltarifs einen kostengünstigen Kollektivvertrag für die Belegschaft abschließt oder – besser noch – einen Nettotarif wählt, der ganz ohne Abschlussprovisionen kalkuliert ist. Dann sind trotz Niedrigzinsphase immerhin bis 169 Euro garantierte Monatsrente drin (Nettotarif der DirectRente Klassik der Stuttgarter Lebensversicherung) und bis zu 308 Euro prognostizierte Monatsrente möglich (Nettokollektivtarif LNKK von myLife). Das Problem: Echte Nettotarife sind bislang eine Rarität. Lediglich sieben der untersuchten 32 Versicherer haben sie bereits im Angebot.
■ Pensionskassen: Alternative mit Pferdefüßen. Leistungsstarke Betriebsrenten finden sich auch bei Pensionskassen, insbesondere bei den älteren Kassen in Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG). Hier sind – verglichen mit der klassischen Direktversicherung – sogar 193 Euro garantierte Monatsrente drin (Kölner Pensionskasse und Selbsthilfe Pensionskasse) sowie 322 Euro Rente mit Überschuss (Pensionskasse für die deutsche Wirtschaft). Einzelne Kassen wie Soka Bau, die Dresdener Pensionskasse und die Hannoversche Kasse bieten teilweise sogar noch bessere Leistungen.


Es geht auch anders: mehr Leistung für die Mitarbeiter bei Wahl von Nettotarifen


Denn sie dürfen noch mit höheren Rechnungszinsen (bis zu 2,25 Prozent) kalkulieren. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld stellt sich aber die Frage, ob und wie lange sie die überdurchschnittlich hohen Garantiezinsen halten können. Da dies ohne detaillierte Angaben zur langfristige Zahlungsfähigkeit (Solvabilität) und zur Qualität der Kapitalanlage nicht verlässlich beurteilt werden kann, hat ÖKO-TEST auf eine Bewertung dieser Tarife verzichtet.

Darüber hinaus gilt – und zwar für alle Pensionskassen: Von dem Mehrertrag der Pensionskassentarife profitieren nur Arbeitnehmer, die auch als Rentner privat krankenversichert sind. Gesetzlich Versicherte müssen auf die späteren Leistungen dagegen vollen Kranken-und Pflegeversicherungsbeitrag zahlen. Anders als bei Direktversicherungen gilt das sogar, wenn sie den Vertrag nach Ausscheiden aus dem Betrieb später privat fortführen. So hat jedenfalls das Bundessozialgericht in drei Fällen entschieden. Das ist ein dickes Manko, das Pensionskassentarife für die Entgeltumwandlung derzeit in vielen Fällen unattraktiv macht.

Das Testergebnis Kosten und Flexibilität

■ Kein Kostenvorteil für Betriebsrenten. Laut Bundesregierung sind Betriebsrenten angeblich besonders kostengünstig. Doch die Testergebnisse zeigen: Vor allem die im Vertrieb beliebten Direktversicherungen sind oft genauso teuer wie private Tarife. Im Schnitt, so die ÖKO-TESTAnalyse, gehen 13,22 Prozent vom maximal möglichen Garantiekapital allein in der Ansparphase für Vertragskosten drauf. Das sind bei unserem 30-jährigen Musterkunden umgerechnet rund 7.400 Euro. Kollektivtarife sind fünf Prozent kostengünstiger, Nettotarife sogar 7,5 Prozent. Hinter den Durchschnittswerten verbergen sich allerdings große Abweichungen. So kann der Vertrag für den 30-jährigen Arbeitnehmer, wie bei der Generali im Einzeltarif R011, auch schon mal 10.417 Euro kosten. Die MyLife kommt dagegen bei ihrem Netto-Kollektivtarif LNKK mit 1.699 Euro aus.
■ Staatlich verordnete Vernebelungstaktik statt Durchblick. Zwar müssen die Versicherer seit Jahresbeginn die Gesamtkosten ihres Vertrags bündeln und in Form der so genannten Renditeminderung durch Kosten ausweisen – auch Effektivkosten genannt. Schon vor Einführung hatten Verbraucherschützer wie der vzbv und der Bund der Versicherten ebenso wie ÖKO-TEST allerdings gewarnt, diese Effektivkosten seien „in hohem Maß manipulationsanfällig”. Unsere Testergebnisse untermauern diese Warnung eindrucksvoll. So ermöglicht und erlaubt es die Berechnung der Renditeminderung der Gothaer Versicherung, sich im Musterfall unseres 30-Jährigen mit ihrem Klassiktarif RR412M1 und Effektivkosten von bescheidenen 0,34 Prozent als einer der kostengünstigsten Anbieter im Test darzustellen. In Wahrheit zählt die Gothaer jedoch mit 8.449 Euro oder umgerechnet 15,08 Prozent Gesamtkosten zu den teuersten Direktversicherern. Das verrät aber nur ein Blick auf die von ÖKO-Test nach einheitlichem Schema berechnete Gesamtkostenquote (Reduction in Payment).
■ Ausreichende Flexibilität ist Mangelware. Vertraut man den Aussagen der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung, aba, sind Betriebsrenten ausgesprochen effizient. Die ÖKO-TEST-Untersuchungen belegen aber schon seit Jahren, dass diese Aussage für das Gros der Tarife zur Entgeltumwandlung keinesfalls zutrifft. Selbstverständlich können Arbeitnehmer die Beiträge jederzeit nach oben anpassen, auch zwischenzeitliche Zuzahlungen sind jederzeit möglich. Doch wenn Arbeitnehmer ihren Beitrag für die Zukunft reduzieren wollen, sei es, weil die finanzielle Belastung durch Heirat, Hausbau oder Kinder steigt, weil Arbeitnehmer auf Teilzeit umsteigen oder womöglich Kurzarbeit droht, wird es eng. Das Gros der Tarife lässt Flexibilität – mit Ausnahme der Elternzeit – entweder gar nicht zu oder nur für eine befristete Dauer von sechs bis maximal 24 Monaten. In anderen Fällen muss der Vertrag schon ein bestimmtes Volumen erreicht haben, sonst sind Zahlpausen oder Beitragsfreistellung nicht möglich. Und wenn Flexibilität möglich ist, gibt es sie oft nicht zum Nulltarif, sondern nur mit happigen Stornoabschlägen. Das Gleiche gilt bei Beitragsreduzierung. Dann wird der Vertrag oft überproportional teuer. Denn bereits einkalkulierte Abschlusskosten werden keinesfalls reduziert. Solche Stolperfallen lassen sich auf Anhieb aber gar nicht erkennen. Das verrät nur ein Blick tief hinein ins Kleingedruckte der Offerten – oder ein Blick auf die von ÖKO-TEST bewertete Vertragsflexibilität.

Testergebnis Transparenz und Tricks

■ Transparenz unerwünscht. Die gesamten Kosten werden von den Anbietern auch bei Betriebsrenten niemals offen ausgewiesen. Je mehr der Gesetzgeber auf Kostentransparenz drängt, desto stärker werden die Bemühungen von den Versicherern unterlaufen. Zwar weisen alle Anbieter mittlerweile die Abschlussund Verwaltungskosten in den Produktinformationsblättern (PiB) pro forma wie vom Gesetzgeber gefordert in Euro und Cent aus. In den Beträgen sind aber längst nicht alle Kostenpositionen enthal-ten. So gibt zum Beispiel die Nürnberger Lebensversicherung im Tarif NR2801V nur die „unmittelbar einkalkulierten” Verwaltungskosten in einer Summe von 55,25 Euro pro Jahr an. Daneben werden aber noch „mittelbar einkalkulierte” Verwaltungskosten von 0,20 Prozent des jeweils erreichten Vertragswerts pro Jahr sowie „sonstige einkalkulierte Kosten” von jährlich 11,56 Euro pro Jahr während der Ansparphase fällig. Mehr noch: Weil das Lebensversicherungsreformgesetz die Anbieter zwingt, die einkalkulierten Abschlusskosten zu deckeln, sehen die Verträge in der Ansparphase teils sogar günstiger aus als bislang. Dafür wird – wie ÖKO-TEST feststellen musste – immer öfter an der Kostenschraube in der Auszahlphase gedreht. Der Grund ist simpel: Bislang ist der Ausweis der Kosten im Rentenbezug noch keine Pflicht, geschweige denn fließen sie in die üblichen Kostenkennziffern mit ein, mit denen der Gesetzgeber die Kostentricks der Branche durchleuchten und unterbinden will. Das verführt zur Verschiebetaktik. Begnügte sich das Gros der Branche in der Auszahlphase bislang mit Verwaltungskosten in Höhe von 1,0 bis 1,5 Prozent der Jahresrente, so werden jetzt im Schnitt bereits 1,5 bis 1,9 Prozent der Jahresrente verlangt. Vereinzelt sind die Kosten sogar auf 2,4 Prozent geklettert.
■ Fast wie die Caritas. Vor allem bei fondsgebundenen Tarifen wird aber auch an anderen Stellen getrickst, dass sich die Balken biegen. Anbieter wie die Axa, die Bayerische und HDI-Gerling tun gerade so, als wären sie eine wohltätige Institution, die nicht nur zum Nulltarif arbeitet, sondern den Kunden noch etwas schenkt. Denn sie stellen mit Kapitalrenditen von 4,0 bis 4,39 Prozent bei den fondsgebundenen Kollektivtarifen mehr Ertrag in Aussicht, als die Fonds nach Kosten selbst abwerfen. Das bedeutet: Sie wollen nicht nur sämtliche Vertragskosten durch den Anlageerfolg kompensieren, sondern darüber hinaus weitere Überschüsse erwirtschaften, die natürlich alle in voller Höhe den Kunden zufließen. Wer das glaubt, steht dumm da. Um solchen Tricksereien auf die Schliche zu kommen, hat ÖKOTEST einen Mustervertrag gebildet, anhand des Fondsund Garantieteils der Police die Rendite nach Kosten ermittelt – und die vom Anbieter in Aussicht gestellten Ablaufrenditen damit verglichen. Ergebnis: Laut Mustervertrag könnten die Anbieter unserem 30-jähriger Arbeitnehmer lediglich Kapitalrenditen von etwa 2,22 Prozent in Aussicht stellen. Im Schnitt versprechen sie jedoch 0,90 Prozentpunkte mehr, vereinzelt sogar bis zu 1,48 Prozent . Dabei gilt: Je höher die Abweichung der vom Anbieter in Aussicht gestellten Kapitalrendite von der Nettorendite des Mustervertrags, desto mehr Überschüsse und Kostengewinne (insbesondere durch Kick-backs aus gemanagten Fonds) sind in dem Angebot einkalkuliert. Und desto mehr Skepsis ist angesagt: Ob die in Aussicht gestellten Leistungen wirklich erreicht werden, ist dann selbst bei guter Börsenentwicklung fraglich. Im Zweifel handelt es sich hier um werbewirksam geschönte Prognosen.
■ Versprochen wird das Blaue vom Himmel. Auch für die Klassiktarife stellen fast alle Direktversicherer üppige Überschüsse in Aussicht – obwohl die Branche öffentlich stöhnt, diese angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase gar nicht mehr erwirtschaften zu können. In den Angebotsunterlagen sieht das aber noch ganz anders aus. Da werden Zins-, Kosten und Risikogewinne sowie eine Beteiligung an den Bewertungsreserven in Aussicht gestellt, die die Rentenrendite – auf Basis der prognostizierten Leistung – bis auf 2,53 Prozent für Männer und 2,62 Prozent für Frauen nach oben hebeln sollen. Bei Wahl der Kapitalabfindung soll die Rendite im Schnitt gar auf 2,96 Prozent steigen. Das bedeutet: Über den Garantiezins von 1,25 Prozent hinaus wollen die Anbieter noch weitere 2,45 Prozent Überschussertrag erwirtschaften. Das ist in der momentanen Niedrigzinsphase ein ambitioniertes Ziel, das so gar nicht zum Jammern der Branche passt.

Anmerkungen: 1) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme u. Datenkontrolle ablehnt. 2) Tarif für Arbeitgeber u.a. aus den Branchen Metall-u. Elektroindustrie, Stahlindustrie, Holz-, Kunststoff-, Textilbranche. 3) Honorartarif, nur über Makler u. Honorarberater erhältlich. 4) In den Berechnungsbeispielen wurde eine Entwicklung von 4 % p.a. für Fonds u. Indexpartizipation unterstellt. 5) Kalkuliert mit ETF-Fonds + Wertsicherungsfonds DWS Garant 80 FPT; Honorartarif auf Anfrage auch direkt beim Versicherer erhältlich. 6) Kalkuliert mit einer Bruttoanlagerendite vor Kosten von 3,65 %. Honorartarif, nur über Makler u. Honorarberater erhältlich 7) Nettotarif, auf Anfrage auch direkt beim Versicherer erhältlich. 8) Kalkuliert mit ETF-FondsComStage MSCI World; Nettotarif, auf Anfrage auch direkt beim Versicherer erhältlich. 9) Netto-Kollektivtarif, für alle Arbeitgeber ab 10 Personen (Mitgliedschaft in der entsprechenden Arbeitgebervereinigung – hier im Verein zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft – notwendig), nur über Makler u. Honorarberater erhältlich. 10) Wird der Vertrag im Rahmen der GrünenRente abgeschlossen, sichert die Stuttgarter auch für den Teil des Vertragsguthabens, der im Deckungskapital angelegt ist, zu, im Rahmen der gesetz lichen Anlagevorschriften in soziale u. ökologische Projekte u. Kapitalanlagen zu investieren. 11) Honorartarif nur über Makler u. Honorarberater erhältlich. Wird der Vertrag im Rahmen der GrünenRente abgeschlossen, sichert die Stuttgarter auch für den Teil des Vertragsguthabens, der im Deckungskapital angelegt ist, zu, im Rahmen der gesetzlichen Anlagevorschriften in soziale u. ökologische Projekte u. Kapitalanlagen zu investieren. 12) Honorartarif nur über Makler bzw. Honorarberater erhältlich, der eine entsprechende Vertriebsvereinbarung mit dem Versicherer abgeschlossen hat. Berücksichtigung nachhaltiger Anlagekriterien bei den Eigenanlagen des Versicherers, bei Fondsanlage frei wählbar. 13) Renten aus Vergleichsgründen auf Basis des garantierten Rentenfaktors aus Garantie-u. Überschusskapital berechnet. Kapitalerhaltsgarantie primär durch Garantiefonds abgesichert. 14) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme u. Datenkontrolle ablehnt. Kollektivtarif, erhältlich für Mitglieder im Arbeitgeberverein für Unternehmen der EDV-u. Kommunikationsbranche.

Anmerkungen: 1) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme und Datenkontrolle ablehnt. 2) Tarif für Arbeitgeber der Branche „Eisenbahn + Verkehrswirtschaft”. 3) Auch als grüne Rente mit komplett nachhaltiger Anlagepolitik erhältlich. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme und Überprüfung der erhobenen Daten ablehnt. 4) Bei Nichterreichen der Mindestrente von 300 € p. a. wird anstelle der Monatsrente eine Kapitalabfindung gezahlt. 5) Honorartarif mit Kollektivrabatt (ab 10 Personen), nur über Makler bzw. Honorarberater erhältlich. 6) Honorartarif, auf Anfrage auch direkt beim Versicherer erhältlich. 7) Honorartarif, nur über Makler bzw. Honorarberater erhältlich. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme und die Überprüfung der erhobenen Daten ablehnt. 8) Honorartarif, nur über Makler bzw.
Honorarberater erhältlich. 9) Keine Investitionen in Wertpapiere von Herstellern von Minen, insbes. Anti-Personen-Minen, Hersteller atomarer, biologischer, chemischer Waffen, uranhaltiger Munition und keine Investition in Finanzprodukte für Agrarrohstoffe.10) Nettotarif, bei Anfrage auch direkt beim Versicherer erhältlich. 11) Tarif nur über Honorarberater erhältlich. 12) Tarif nur über Honorarberater erhältlich. Wahlweise auch als GrüneRente erhältlich. Dann wird der Sparanteil aller Versicherungsbeiträge im Rahmen der gesetzlichen Anlagevorschriften in soziale und ökologische Projekte und Kapitalanlagen investiert. Das Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen, INAF e. V., prüft die Nachhaltigkeit konkreter sozialer und ökologischer Anlageprojekte für die GrüneRente und sichert so die Qualität der Projektauswahl. 13) Vor Rentenbeginn findet die Beitragsfreistellung auch unter der Mindestrente statt. Zum Rentenbeginn kann bei Nichterreichen der Mindestrente von 300 € p.a. anstelle der Mindestrente eine Kapitalabfindung gezahlt werden. 14) Wahlweise als GrüneRente erhältlich. Dann wird der Sparanteil aller Versicherungsbeiträge im Rahmen der gesetzlichen Anlagevorschriften in soziale und ökologische Projekte und Kapitalanlagen investiert. Das Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen, INAF e. V. prüft die Nachhaltigkeit konkreter sozialer und ökologischer Anlageprojekte für die GrüneRente und sichert so die Qualität der Projektauswahl.
Legende: Basis für die Gesamtnote ist Rentenrendite auf die garantierte Rentenleistung. Tarife mit gleicher Gesamtnote sind nach Höhe der Rentenrendite aufgeführt.
Stand: August 2015 Die Testmethoden finden Sie auf www.oekotest.de → Suchen → „M1509” eingeben.

ÖKO-TEST rät

• Lassen Sie sich als sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer bei Angeboten zur Entgeltumwandlung immer vorrechnen, wie viel Ihnen später netto von der Betriebsrente bleibt. Greifen Sie nur zu, wenn die Förderung höher ist als die Abgabenlast.
• Lassen sie die Finger von der Entgeltumwandlung, wenn der Betrieb keinen kostengünstigen Kollektiv-oder Nettotarif anbietet. Fragen Sie den Chef auch detailliert nach der Vertragsflexibilität.
• Achten Sie als Arbeitgeber darauf, Ihr Haftungsrisiko zu minimieren. Lassen Sie sich bei der Produktauswahl unbedingt von unabhängigen Experten beraten, im Zweifel von einem Versicherungsberater, der sich auch bei Betriebsrenten auskennt.

Echte Förderung sieht anders aus

Betriebsrenten werden vom Vertrieb gerne mit dem Hinweis auf die hohe Förderung in der Ansparphase verkauft. Schließlich können Arbeitnehmer jährlich bis zu 4.704 Euro steuerfrei in eine Betriebsrente einzahlen und bis zu einem Betrag von 2.904 Euro bleibt der Gehaltsverzicht zugunsten der Betriebsrente sogar sozialabgabenfrei. Das bedeutet: Ein Großteil vom Bruttogehaltsverzicht wird durch Ersparnisse bei den Steuern und Sozialabgaben finanziert.

Doch der Pferdefuß folgt in der Rentenphase. Denn Vater Staat hat nichts zu verschenken. Zumindest für Arbeitnehmer gilt: Die Zahlungen werden nur ins Rentenalter verschoben. Wer seine Betriebsrente steuerfrei anspart, muss die spätere Auszahlung voll versteuern. Pflichtversicherte in der gesetzlichen Krankenkasse müssen von der Betriebsrente zudem Krankenund Pflegeversicherungsbeiträge abführen. Anders als im Berufsleben wird ihnen dabei aber nicht nur der Arbeitnehmeranteil abgeknöpft, sondern sie müssen auch den Arbeitgeberanteil zahlen. Das heißt je nach Beitragssatz werden für die Krankenkasse zwischen 14,6 bis 15,5 Prozent und für die Pflegeversicherung – je nachdem ob der Betriebsrentner kinderlos ist oder nicht – zwischen 2,32 bis 2,55 Prozent fällig, ab 2017 kommen weitere 0,2 Prozentpunkte hinzu. Macht künftig insgesamt bis zu 18,25 Prozent, die später von der Betriebsrente zusätzlich abgehen. Unterm Strich bleibt Betriebsrentnern bei der Vorsorge via Entgeltumwandlung daher oft weniger Nettorente als bei einem ungeförderten privaten Rentenvertrag.

Obendrein bauen Arbeitnehmer bei Entgeltumwandlung auch geringere Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung auf. Weil sie durch den Gehaltsverzicht weniger in die staatliche Rentenkasse einzahlen, verzichten sie auf einen Teil der staatlichen Altersrente. Auch die Erwerbsminderungsrente vom Staat fällt niedriger aus als ohne Entgeltumwandlung. Darüber hinaus drohen Abstriche beim Kranken-und Arbeitslosengeld. Denn diese Lohnersatzleistungen werden auf Basis des verbliebenen sozialabgabenpflichtigen Gehalts berechnet.

Diese Nachteile bei Entgeltumwandlung werden Arbeitnehmern vom Vertrieb aber gern verschwiegen, wie ÖKO-TEST in den vergangenen Jahren mehrfach kritisierte. Mittlerweile macht sich allerdings auch der Branchenverband aba für die Abschaffung dieser „ungerechten Sonderlast” stark. Der VdK-Sozialverband Deutschland klagt zudem gegen die Urteile des Bundessozialgerichts, denen zufolge sich Betriebsrentner der Abgabenlast bei Pensionskassen auch bei privater Fortführung des Vertrags niemals entziehen können.

Reformvorschläge zulasten der Arbeitnehmer

Foto: Oliver Krato/picture alliance/dpa

Arbeitnehmer haben das Recht, sich durch Entgeltumwandlung eine Betriebsrente zusammenzusparen, die Arbeitgeber dürfen den Durchführungsweg, den Anbieter und den Tarif bestimmen. So steht es bislang im Gesetz. Aus gutem Grund: Egal wie und wo der Arbeitgeber die Betriebsrente abwickelt, letztlich muss der Betrieb dafür haften, wenn die jeweilige Versicherung die zugesagte Leistung nicht erbringen kann.

Umso wichtiger ist es für Arbeitgeber, auf die Zahlungsfähigkeit des Versicherers und die richtige Tarifauswahl zu achten. Denn Tarife, bei denen Arbeitnehmern zu Rentenbeginn weniger als die Summe der Einzahlungen als Garantiekapital zur Verfügung stehen, bergen ein erhebliches Haftungsrisiko für sie. Schließlich hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht seinen Mitarbeitern gegenüber. Das bedeutet: Er muss dafür sorgen, dass bei Tarifen zur Entgeltumwandlung wenigstens der Kapitalerhalt gewährleistet ist. Das steht teilweise sogar expressis verbis im Gesetz. Auch bei einem Arbeitgeberwechsel müssen zumindest annähernd hohe Rückkaufswerte gewährleistet sein, wie sie der Gesetzgeber und die Gerichte bei privaten Tarifen vorschreiben – allerdings ohne die bei Pri vattarifen üblichen Stornokosten. Aufgrund seiner Fürsorgepflicht muss der Arbeitgeber auch umfassend und intensiv über seine Angebote zur Entgeltumwandlung informieren. Dazu gehören auch Warnpflichten, wie zum Beispiel die Information über die Nachteile durch die Sozialabgabenersparnis in der Auszahlphase. Falls der Arbeitgeber dies unterlässt und der Mitarbeiter oder gar der Betriebsrat dies nachweisen kann, drohen dem Betrieb unter Umständen hohe finanzielle Risiken.

Politik und Wirtschaft sind allerdings zunehmend bereit, die Arbeitgeber künftig aus der Haftung zu entlassen, um die Verbreitung von Betriebsrenten zu fördern. Beim Modell der Nahles-Rente sollen daher die Tarifpartner das Haftungsrisiko schultern. Die aba möchte die Betriebe sogar komplett entlasten. Stattdessen soll ein externer Träger oder der Pensions-Sicherungs-Verein das Haftungsrisiko übernehmen. Die Gefahr dabei: Das Haftungsrisiko wird nicht nur verlagert, sondern zugleich wird auch das Schutzniveau für Arbeitnehmer abgesenkt. In diesem Fall werden Betriebsrenten aus Entgeltumwandlung für die Beschäftigten aber vollends unattraktiv.