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Test: Cyrus One Cast & Neat Acoustics Ekstra: Team Spirit


Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 13.12.2019

In der Vergangenheit wussten sowohl die Lautsprechermanufaktur Neat als auch die Elektronik- Schmiede Cyrus zu überzeugen. Die Erwartungen an die Kette aus Cyrus One Cast und Neat Ekstra sind daher entsprechend hoch. Zumal gleich zwei Redakteure überzeugt werden wollen.


Artikelbild für den Artikel "Test: Cyrus One Cast & Neat Acoustics Ekstra: Team Spirit" aus der Ausgabe 1/2020 von Audio Test. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 1/2020

1 Eine physische Abschirmung von der Hauptplatine erfährt der Ringkerntrafo nicht 2 Auch deutsche Bauteile finden bei Cyrus Verwendung: Kondensatoren des Berliner Herstellers WIMA 3 Die Wandlertechnik im One Cast kommt von ESS – bekannt für ihren Sabre-Chip


Der HiFi-Vertrieb Bellevue Audio um Werner Berlin hat uns in der Vergangenheit ...

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... bereits öfter sein gutes Gespür für hochwertiges Audio-Equipment unter Beweis stellen dürfen. Vor allem die britischen Hersteller Cyrus und Neat Acoustic wussten uns schon des öfteren zu überzeugen. So auch auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen im November 2019. Auch hier standen die beiden britischen Hersteller im Mittelpunkt. Daher wollen wir uns erstmals auch der Untersuchung eines Ensembles aus Neat-Schallwandler und Cyrus-Elektronik widmen. Dabei wird die Kette gleich zwei Autoren gegenüber ihr Können präsentieren dürfen. So wird Alex Röser Ihnen zu Beginn seinen Eindruck des Streaming-Verstärkers Cyrus One Cast vorstellen, während Redaktions- Kollege Johannes Strom Ihnen den Standlautsprecher Neat Ekstra näherbringen wird.

Cyrus One Cast

Die englische HiFi-Werkstatt Cyrus hat zuletzt immer wieder ob großer Funktionalität und pu ristischer Aufmachung brillieren können. Vor allem der 8.2 DAC aus der letzten Ausgabe und der Phono-Preamp Phono Signature (AT 05/18) überzeugten obendrein durch bodenständige Audiophilie und waren in der Lage in der Endwertung die 90 Prozent-Hürde zu knacken. Dass die Briten auch in Sachen Lautsprecherbau oben mitspielen können, demonstrierten sie mit dem Duett aus Vollverstärker One HD und dem Kompaktlautsprecher One Linear. Der Regallautsprecher bestach vor allem durch ein herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis, während der One HD sich als kompetente Weiterentwicklung des Cyrus One in unser HiFi-Herz zu spielen vermochte. Mit unserem aktuellen Testmuster wollen wir die Reihe nun komplettieren. Denn mit dem Cyrus One Cast beehrt uns der letzte Vertreter dieser Geräte-Kollektion mit einem Besuch. Beziehungsweise war Werner Berlin nach der ausgiebigen Präsentation des One Cast zu den Mitteldeutschen HiFi-Tagen so freundlich, uns das Gerät noch für ein paar Tage zu überlassen, sodass wir uns noch einmal in Ruhe einen Eindruck des One Cast verschaffen konnten.

Wesentliches Upgrade

Auf den ersten Blick scheint sich der One Cast kaum von seinen Geschwistern One und One HD zu unterscheiden. Das puristische Gehäuse kommt in halber Rackbreite daher und konzentriert sich in Puncto Bedienelemente auf das Wesentliche: Lautstärke und Quellenwahl. Dies wird, wie bereits bei den anderen Modellen der One-Serie, anhand zweier ausladender Drehregler bewerkstelligt. Auf ein Display wird auch beim One Cast verzichtet. Dafür lässt der One Cast mit Blick auf seine Anwendbarkeit keine Wünsche offen. Digital ermöglicht der Amp eine Ansteuerung per USB, HDMI, Lichtleiter- oder Koaxialkabel, während für die analoge Anbindung ein Cinch-AV-Anschluss und sogar eine Phonovorstufe zur Verfügung stehen. Wie auch der One HD vermag der Wandler im Innern des One Cast, digitale Signale mit einer Auflösung von bis zu 32 Bit zu 192 Kilohertz (kHz) umzusetzen. Über den USB-Port kann somit auch der One Cast DSD-Files bis DSD128 zum Besten geben. Für die Verklanglichung des Materials zeichnet sich auch beim One Cast ein Class-D-Hybridverstärker verantwortlich. Dieser gibt an 6 Ohm gesunde 100 Watt (W) pro Kanal aus. Hervorzuheben ist dabei, dass die Verstärker der Cyrus One-Reihe und somit auch der One Cast über eine hauseigene Technologie namens Speaker Impedance Detection verfügen. Dies soll heißen, dass das Gerät in der Lage ist, die Eingangs-Impedanz des angeschlossenen Schallwandlers zu eruieren, um selbstständig die Ausgangsleistung entsprechend anzupassen. Lediglich in der Ausstattung mit Lautsprecheranschlüssen hat Cyrus beim One Cast im Vergleich zum One und One HD abgespeckt. Diese ermöglichten nämlich den Betrieb eines Lautsprechers im Bi-Wiring-Mo- dus. Der One Cast verwehrt diese Option ob des Fehlens eines zweiten Paares Schraubklemmen. Als Nachteil wollen ihm das jedoch nicht in Rechnung stellen. Denn dafür wurde dem Cyrus Cast ein signifikantes Upgrade spendiert. Denn während sowohl der Cyrus One als auch Cyrus One HD sich lediglich via Bluetooth aptX-Codec kabellos anspielen ließen, kann der Nutzer den One Cast problemlos ins lokale Netzwerk integrieren. Per Google Home lässt sich unser Testmuster also ohne Weiteres auch als Teil eines Multiroom-Ensembles betreiben. Ein Feature, welches wir sehr begrüßen, hebt es die One-Kollektion endlich auf den Stand der Zeit. Auch die drei gängigsten Sprachassistenten Alexa, Google und Siri können nun mit der Steuerung des One Cast beauftragt werden, sofern sich ein entsprechendes Gerät im selben Netzwerk befindet. Wie gut das funktioniert, erfahren Sie gleich.

Die Fernbedienung des One Cast deckt alle essentiellen Funktionen ab


Auf ein Display verzichtet Cyrus auch beim One Cast. Vollkommen zurecht, wie wir finden – die Steuerung des Amps funktioniert auch ohne wunderbar


Usability

Zunächst wollen wir näher auf das Setup des Cyrus One Cast eingehen. Dieses geht denkbar einfach vonstatten. Sobald das Gerät ans Stromnetz und Lautsprecherpaar angeschlossen und die Google Home-App heruntergeladen ist, führt einen die App Schritt für Schritt durch die Installation. Verstärker und Tablet, beziehungsweise Smartphone stellen zunächst eine Bluetooth-Verbindung her. Die App sucht und findet den Verstärker im Handumdrehen. Nun lässt sich das Gerät einer gewünschten Location zuordnen. Als nächstes verbinden wir den One Cast mit unserem Redaktions- Netzwerk. Das war es schon. Unser Testmuster ist nun einsatzbereit. Wir können den Amp nun entweder via Google Home-App oder auch per Fernbedienung steuern. Letztere ist vor allem dann vonnöten, wenn wir vom Netzwerk auf eine physische Signalquelle umschalten wollen. Für die Regelung der Lautstärke empfehlen wir jedoch Smartphone oder Tablet. Denn über die Fernbedienung lässt sich der Pegel leider nicht stufenlos einstellen. Wir konsultieren für diesen Test übrigens den Smart Speaker VC-PX30 von Onkyo, um die die Möglichkeit der Sprachsteuerung des One Cast zu überprüfen. Diese arbeitet wie nach Lehrbuch. Wir erteilen den Befehl „Alexa, spiele die Beatles im Office“ (so haben wir den One Cast der Einfachheit eingerichtet) und schon spielt unser Testmuster von Cyrus die bekanntesten Hits der Pilzköpfe aus Liverpool. Ebenso funktioniert die Ansteuerung via Apple Siri oder Google Assistant ohne Probleme. Wir bespielen den One Cast jetzt über die Spotify-App auf dem iPhone. Hier lässt sich der One Cast nun entweder via AirPlay oder als Multiroom-Komponente auswählen – beides funktioniert tadellos. Dabei legt der One Cast klanglich die Cyrus-typische Aufgeräumtheit an den Tag und bringt unsere zunächst angeschlossenen Referenzlautsprecher auch ordentlich auf Trab. Der energieeffiziente Class-D-Verstärker erweist sich als durchaus muskulös. Dabei unterlässt es der Amp jedoch, eine individuelle Färbung des Sounds vorzunehmen. Auch bei der Ansteuerung über die analogen Eingänge zeigt sich sich der Amp kräftig aber uneigennützig. So verbinden wir den One Cast beispielsweise mit einem Plattenspieler, welcher ebenfalls per Standard zur Überprüfung in unserem Testlabor eingerichtet ist. Die MM-Phono-Vorstufe gibt sich lebendig und klangstark, ohne sich jedoch durch individuelle Charakteristik zu profilieren. Im direkten Vergleich gibt sich der One Cast tendenziell etwas kühler als eine Class-A-Maschine. Dennoch weiß der Sound durchaus zu gefallen. Jedoch interessiert uns natürlich besonders die Performance des Cyrus-Amps im Zusammenspiel mit dem Standlautsprecher Neat Extra.

Beschaulich gestaltet sich die Ausführung des Anschlussterminals des One Cast. Lobend erwähnen wollen wir jedoch die Möglichkeit zur Phono-Kopplung


Neat Ekstra

Während beim Cyrus One Cast das Motto eher “Thinking outside the box” lautet, sollten wir uns die Neat Acoustics Ekstra wohl besser “inside the box” vornehmen, denn von außen wird der technologische Aufwand, den man hier betrieben hat, nicht offenkundig. Bei den Ekstra handelt es sich nämlich im Prinzip um ein 2.2-System, wenn wir die Nomenklatur-Regeln sehr exakt nehmen. Wie das? Nun, jeder Lautsprecher besteht im Grunde aus zwei Kammern, die akustisch voneinander getrennt sind. Die obere Kammer beherbergt einen 50 Millimeter Bändchen-Hochtöner und einen 134 Millimeter Tief-Mitteltöner. Beim letzteren handelt es sich im Übrigen um den selben Treiber, der auch in Neats preisgekrönten Motive und Iota Alpha Modellen verwendet wird. Auch Hochtöner und Tief-Mitteltöner sind natürlich noch einmal voneinander in separaten Kammern untergebracht. In der unteren Kammer, die für den Bass verantwortlich ist, befindet sich ebenfalls ein 134 Millimeter messender Polyethylen-Tieftöner, der nach unten abstrahlt. Nicht zu sehen jedoch ist der zweite Basstreiber, der sich im inneren der Kammer befindet und der darüber hinaus einen Bassreflex-Kanal antreibt. Es handelt sich also um ein sogenanntes isobarisches System ähnlich dem Neat Ultimatum XL6 (Test in Ausgabe 4/19). Kurz zusammengefasst ermöglicht diese Anordnung bei einem gegebenen Gehäusevolumen eine tiefere untere Grenzfrequenz zu erreichen. Theoretisch ist so die gleiche untere Grenzfrequenz mit dem halben Gehäusevolumen möglich. Jedoch verringert dafür ein solches Design den Wirkungsgrad, wodurch isobarische Konstruktionen den Ruf erlangt haben, „leistungshungrig“ zu sein, was wir nicht bestätigen können. Im Gegenteil. Die Konstruktion sorgt für ein druckvolles Erlebnis und mehr Kontrolle im Subbass. Dafür hat der Ekstra keinen Super-Tweeter, der den Raum nach oben öffnet. Das macht hingegen schon einen Unterschied. Im Gegensatz zum XL6 ist der Sweet-Spot nämlich deutlich fokussierter, was den Lautsprecher auch anfälliger für eine exakte Aufstellung macht. Sind Winkel und Wandabstand nicht gut ausgerichtet, kann der Ekstra nicht mit dem XL6 mithalten. Dafür ist der Ekstra schmaler und auch höher als sein Referenzkollege. Wirklich spannend finden wir auch die Dreipunkt-Lagerung des Gehäuses auf massiv und aus einem Stück gefrästen Füßen. Im Gegensatz zu vielen anderen Lautsprechern wird durch diesen Aufbau ein Kippeln oder Vibrieren von vornherein ausgeschlossen. Der Lautsprecher steht per Definition also immer sicher und wackelfrei. Natürlich sind die mitgelieferten Spikes dennoch in der Höhe anpassbar. Und sie sind natürlich auch obligatorisch, denn andernfalls kommt der für die Tieftöner benötigte Bodenabstand gar nicht erst zustande.

Ein LED-Ring zeigt die Quellenwahl des One Cast an. Erweitert wurde die nach dem Cyrus One HD um das um ein Netzwerk-Symbol


Der Bändchenhochtöner zeichnet ein lebendiges, mitreißendes Bild in den Höhen. Eine Wohltat für kritische Ohren. Dafür sollte man mit dem Gesamtpegel vorsichtiger sein.


Die Terminals sind massiv und klassisch. Gut zu erkennen, dass der Bass-Port in der oberen Basskammer liegt


Sound

Der Klang der uns vorliegenden Kette aus Cyrus One Cast und Neat Ekstra kann als warm und schmeichelnd bezeichnet werden. Der satte Grundton der Lautsprecher ist wirklich beeindruckend. Die Ekstra präsentieren einen Bass, den man von außen so nicht erwarten würde. Eine isobarische Überraschung also. Der Hersteller sagt, aufgrund der Bauform kann der Lautsprecher auch gut in Wandnähe oder in Ecken stehen. Das hat in unserem Fall nicht so gut funktioniert. Wir empfehlen einen Mindestabstand von 50 Zentimetern, denn bei zu naher Wandposition kann das satte Fundament unserer Einschätzung nach zum Übertönen und Dröhnen neigen. Zu den Tiefen und unteren Mitten gesellt sich ein klassischer Bändchen-Sound, der vor Lebensfreude und Spritzigkeit strotzt. Stimmen erklingen äußerst natürlich, Räume laden auf einen akustischen Rundgang ein. Der Cast unterstützt den Ekstra hier an genau den richtigen Stellen. Besonders ist uns das bei Jamie Woons 2011er Album “Mirrorwriting” aufgefallen. Der zwischen Soul, R&B, Deephouse und Dubstep anzusiedelnde Brite erstrahlt massiv und filigran zugleich. Die aufwändig programmierten Hallräume und sphärischen Drums und Pads wirken in Kombination mit den modernen Bässen und der hauchigen Stimme Woons surreal und einnehmend. In dieser Feinheit und Tiefe haben wir dieses Album des Keanu Reeves der Musikindustrie jedenfalls noch nie zuvor gehört. Beim Song “Gravity” zum Beispiel entdecken wir Timbres und Gitarrenslides, die viele andere Lautsprecher bisher verschlucken. Das spricht nicht nur für die Neats, sondern natürlich auch für den Cyrus One Cast. Aber auch auf dem zweiten Album “Making Time” aus dem Jahr 2015, das weniger elektronisch daher kommt, entdecken wir Shaker und Ghost Notes auf der HiHat, die vorher einfach nicht da waren. Zauberhaft! Bei all der transienten Feinauflösung und Impulstreue schaffen es die Bändchen des Lautsprechers musikalisch zu bleiben und die Signale nicht zu überspitzen. Detailliertheit ohne Reizüberflutung. Das macht Laune, denn so sind unangestrengte, stundenlange Hörsessions ohne Ohrenschmerzen möglich. Dabei bleibt das Gesamtbild relativ ausgewogen, auch wenn die Mitten für Bass und Höhen etwas Platz machen. Wer eine stark mittig abgestimmte Kette sucht, wird hier enttäuscht. Wer nach einem akustischen Boxspringbett ausschau hält, in das man sich entspannt zurückfallen lassen kann um die Seele baumeln zu lassen, ist hier an der richtigen Stelle. Der Cyrus One Cast zeigt sich in dieser Kombination als gesund überdimensioniert für den Ekstra. Das äußert sich vor allem dadurch, dass die Bändchen bei zu hohen Pegeln zu zerren anfangen. Also bitte keine Rammstein-Konzerte bei 120 dBA hören, das mögen die Hochtöner nicht. Die Ekstra sind etwas moderater, natürlicher und entspannter, als viele andere Lautsprecher. Fantastische Mikrodynamik. Hohe Auflösung auch bei geringer Lautstärke. Authentizität vor Effekthascherei. Die Ekstra-Cast-Kombi ist was für Genießer und Feinschmecker, die auf zeitgemäße Technologie und User Experience nicht verzichten wollen.

Die Neat stehen mehr als stabil. Dreipunkt- Lagerung und Spikes sei Dank


FAZIT

Der Netzwerk-Verstärker One Cast zeigt sich ganz als Kind des Hauses Cyrus. Ein großer Funktionsumfang von Phono über USB und Bluetooth hin zu Multiroom komplettiert die bereits bekannte One-Serie um die lang ersehnte Netzwerkkompetenz. Zeitgemäßes Handling via App und Sprachassistenz trifft nun auf die klangliche Qualität, welche bereits bei den vorangegangenen Modellen des Cyrus Cast auf ganzer Linie zu überzeugen wussten.

FAZIT

Die Neat Ekstra sind ein Lebensgefühl. Bei diesem Lautsprecher geht es nicht um Technokratie oder maximale Leistung, sondern um eine entspannte und dennoch natürliche Darstellung von akustischen Traumwelten. Nicht höher, schneller, weiter, sondern tiefer, feiner und bewegender ist hier die Devise. Nur allzu laut sollte man nicht hören, wenn man die Bändchen schonen möchte.


Bilder: Auerbach Verlag

Bilder: Auerbach Verlag

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