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TEST Dampfbügeleisen: Ein heißes Eisen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2011 vom 26.08.2011

Für ein Dampfbügeleisen kann man 12,99 Euro ausgeben – oder mehr als das Fünffache. Lohnt sich die Investition? Unser Test zeigt: Einigermaßen glatt bügeln sie alle. Doch wer ein Modell sucht, das Falten mit ordentlich Bumms bekämpft, das nicht gleich angekratzt ist, wenn’s mal über einen Reißverschluss ging und auf dessen ausgeglichene Temperatur Verlass ist, der sollte nicht zum Billigsten greifen.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 9/2011

Fensterputzen , Staubwischen, Spülmaschine ausräumen – Hausarbeit hat viele unschöne Seiten. Doch nur bei einer Disziplin schlägt die Unlust bei den meisten Menschen in echten Hass um: Bügeln. Selbst die ...

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Fensterputzen , Staubwischen, Spülmaschine ausräumen – Hausarbeit hat viele unschöne Seiten. Doch nur bei einer Disziplin schlägt die Unlust bei den meisten Menschen in echten Hass um: Bügeln. Selbst die spannendste DVD oder die Chance, endlich mal ein Hörbuch zu hören, ohne dabei einzuschlafen, kann diesen Menschen die ungeliebte Arbeit nicht schmackhaft machen.

Das ist wohl auch der Grund dafür, dass gerademal neun Prozent der Deutschen noch selbst bügeln. Das ergaben zumindest Befragungen des Statistischen Bundesamtes. Und das ist nicht nur den Familien geschuldet, in denen vor allem Mutti das Eisen für den Rest der Kompanie schwingt. Auch in Singlehaushalten tun’s demnach nur noch elf Prozent.

Man lässt heute am liebsten bügeln. Eine Lösung ist, die Haushaltshilfe mit anpacken zu lassen, die andere, auf Reinigungen und Wäschereien auszuweichen. Vor allem wenn es um Hemden geht, sind die Preise dort unschlagbar. Ab einem Euro ist man für ein Hemd teilweise schon dabei, waschen und Fleckenbehandlung inklusive. Wer allerdings nicht nur ein automatengebügeltes Hemd tragen möchte, sondern ein handgebügeltes, muss mit gut zwei Euro aufwärts rechnen.


Gut zwei Millionen Bügeleisen werden in Deutschland jährlich verkauft


Ein Bügeleisen steht dennoch in fast jedem Haushalt – jährlich gehen über zwei Millionen Stück über die Theken. Hinzu kommt noch eine knappe halbe Million Dampfbügelstationen. Diese Geräte arbeiten mit einem externen Wassertank und vor allem mit ordentlich Druck, auch schon bei niedrigen Temperaturen. Doppelt so schnell soll die Arbeit von der Hand gehen. Dafür muss man allerdings rund hundert Euro aufwärts investieren und ein bisschen mehr Platz brauchen das breitere Bügelbrett und der Dampfgenerator natürlich auch. Für Leute, die viel bügeln und auch beim Ergebnis keine Kompromisse machen, ist das durchaus eine gute Sache. Und es gibt sie noch, die Vielbügler. Nach Zahlen der Wiesbadener Statistiker kommen die, die’s noch tun, auf sage und schreibe sechs Stunden die Woche – im Schnitt.

Da es so ganz ohne Bügeleisen nun mal nicht geht und etwa alle fünf Jahre ein Neukauf ansteht, haben wir uns angesehen, was so auf dem Markt zu haben ist. Wir haben neun Dampfbügeleisen eingekauft, darunter besonders günstige für unter 20 Euro bis hin zum Markengerät für knapp 75 Euro. Die Geräte wurden nicht nur auf ihre praktischen Eigenschaften geprüft, sondern auch auf ihren Schadstoffgehalt.

Das Testergebnis

Glatt machen sie alle. Einigermaßen zumindest. Mit den etwas teureren Geräten im Test kommt man allerdings etwas komfortabler zu schrankfertiger Wäsche – und einen Tick besser ist das Bügelergebnis auch. Drei Bügeleisen bekommen Abzüge, weil in ihren Griffen Schadstoffe stecken.
Dampf alleine ist nicht alles. Das Bügelergebnis des Tefal Aquaspeed Autoclean 5350 überzeugte die Experten am meisten. Als einziges Geräte erzielte es – wenn auch knapp – ein „gutes“ Bügelergebnis und zeigte damit, dass man auch mit einer Dampfdosis von gut 30 Gramm die Minute Konkurrenten wie das sehr kräftige Siemens TB 11308/02 überholen kann, aus dessen Sohle in der Minute bis über 40 Gramm Wasser auf die Wäsche dampfen. Auf der anderen Seite der Skala zeigten die Geräte von AEG und Alaska, dass man mit einer allzu geringen Dampfdosis auch zu keinem richtig guten Bügelergebnis kommt. In den meisten Fällen erzielten die Bügeleisen Ergebnisse, die die Experten als „befriedigend glatt“ beurteilten, das heißt Kopfkissenbezug, Tischdecke und Herrenhemd waren schrankfertig, doch partienweise gab’s noch Knitter oder leichte Falten. Die Bewertung „vollkommen glatt, keinerlei Knitter, verzugsfrei“ erreichte bei den Prüfungen kein einziges Bügeleisen. Eine besondere Dampffunktion hat das Philips GC 3640 Energy Care: Um Energie zu sparen, holt es seine ganze Dampfkraft nur auf Kommando heraus, nämlich, wenn man den Griff kräftig herunterdrückt. Dampfdosis und Dampfstoß sind dann etwas höher als in der „normalen“ Einstellung, in der wir die Techniktests durchgeführt haben.
Nur bei Philips heizt sich die Bügelsohle gleichmäßig auf. Alle anderen Geräte haben mal mehr, mal weniger Probleme, die gesamte Bügelsohle auf eine einheitliche Temperatur zu bringen. Nicht nur bei den günstigen Geräten von Alaska und Clatronic wird vor allem der vordere Teil des Eisens heiß, auch beim Rowenta Focus DW5010 D1 bleibt der hintere Teil wesentlich kühler als der Rest. Ein weiteres Problem der Bügeleisen, die auf den hinteren Rängen landen: Sie nehmen’s mit der Temperatur nicht so genau. Die DIN-Norm für Bügeleisen gibt genau vor, in welchem Rahmen sich die Temperaturen in den drei Einstellungen bewegen dürfen. So unterschreitet das Severin Dampfbügeleisen BA 3242 in den zwei niedrigen Einstellungen „1 Punkt“ und „2 Punkt“ die Mindesttemperatur. Auch das AEG Dampfbügeleisen DB 5130 bleibt in der untersten Einstellung zu kühl. Die Geräte von Alaska und Clatronic dagegen heizen immer erst einmal zu stark hoch, wenn man eine neue Einstellung vornimmt. Das können schon mal 20 Grad über den maximalen Normwerten sein.

Mit Braun und Tefal geht’s besonders angenehm von der Hand. Bei Bügeleisen sind es Details, die für Freude oder Ärgernis sorgen. Das Braun TexStyle 5/520 und das Tefal Aquaspeed Autoclean 5350 kamen bei den Testern unter anderem deshalb besonders gut an, weil die Sohlen besonders gut über die Stoffe glitten, sich hier das Wasser vergleichsweise leicht einfüllen lässt, die Bedienelemente gut zu bedienen sind und auch das Bügeln leicht von der Hand geht.
Auch nach dem Falltest bügeln alle Eisen anstandslos weiter. Man muss nur aus Versehen über einen harten Knopf hinwegbügeln, schon kann man sich einen Kratzer in die Bügelsohle geholt haben. Und mit jedem Kratzer wird die Sohle anfälliger, es setzt sich schneller Dreck fest, das Gerät gleitet schlechter. Die Sohle des Braun TexStyle 5/520 zeigte sich nahezu unanfällig gegenüber den Ritzversuchen der Tester, auch dem Tefal Aquaspeed Autoclean 5350 konnte man kaum etwas anhaben, die restlichen Geräte erwiesen sich als etwas empfindlicher. Sollte eines der Geräte einmal vom Bügelbrett fallen, muss man sich keine Gedanken machen. Selbst mit gefülltem Wassertank machen das alle ohne größere Blessuren mit.
Nicht alle Bügeleisen sind leitungswassertauglich. Deshalb sicherheitshalber einen Blick in die Anleitung werfen. Während destilliertes Wasser frei von Ionen, Spurenelementen und Verunreinigungen ist, ist demineralisiertes Wasser nur frei von Mineralien. Bügelwässer aus Drogerien enthalten häufig Parfüm – und das mögen viele Eisen nicht.

So reagierten die Hersteller

■ Die Verteilung der Wärme wurde mit einer einfachen Methode gemessen: Bügeleisensohle auf weißem Papier. Das ist nach Meinung derGroupe SEB , die hinter den Marken Tefal und Rowenta steht, nicht dazu geeignet, die effektive Wärmeverteilung während des Bügelns zu beurteilen, da Dampflöcher die Wärme zusätzlich durch den heißen Dampf übertragen. Auch werde das Bügeleisen „üblicherweise beim Bügeln über den Stoff bewegt, sodass konzentrische Zonen geringerer Temperatur sich nicht nachteilig auf das Bügelergebnis auswirken“. Man bügelt allerdings nicht immer mit Dampf – und dann möchte man mit der gesamten Fläche plätten, nicht nur mit dem vorderen Drittel.

Braun TexStyle 5/520

Ist schnell auf Temperatur und durchweg robust, so schnell holt man sich hier keine Kratzer. In Sachen Handhabung gehörte es zu den Lieblingen der Tester. Die Bedienelemente sind dank leichter Gummierung schön griffig – und das ganz ohne Schadstoffe. Hemden bekamen die Tester mit dem Braun richtig gut hin. Das Gerät ist für einen Aufpreis auch mit der Funktion „automatische Selbstabschaltung“ erhältlich. Preis: 51,05 Euro.
Gesamturteil „gut“

Tefal Aquaspeed Autoclean 5350

Erzielte nicht nur die besten Bügelergebnisse, sondern war auch in Sachen Handhabung einer der Favoriten der Tester, auch wenn es nicht gerade ein Leichtgewicht ist. Die Keramiksohle gleitet besonders gut und ist kaum anfällig für Kratzer. Qualität kostet – in diesem Fall 74,99 Euro.
Testergebnis „gut“

Rowenta Focus DW5010 D1

Braucht ein bisschen, bis es Dampf macht – dann geht es aber kräftig zur Sache. Die Temperatur, die man einstellt, bekommt man auch, allerdings heizt die Sohle vor allem im vorderen Drittel auf. Praktisch: Die ausgeprägte Spitze der Bügelsohle. Mit gefülltem Wassertank wiegt es 1,8 Kilo, ein echtes Schwergewicht, zum Bedienen der Knöpfe ist ein bisschen Kraftaufwand nötig. Preis: 55,63 Euro.
Gesamturteil „befriedigend“

Alaska Dampfbügeleisen SI 2010 C 2100 W

Gar nicht mal so übel für diesen Preis. Das Leichtgewicht – selbst mit gefülltem Tank wiegt es gerade mal ein gutes Kilo – ist gut zu handhaben, wenn auch der Verschluss des „Tankdeckels“ nicht immer zuverlässig einrastet. Beim Dampfbügeln dampft es eher schwach aus der Sohle, die auch nur sehr ungleichmäßig heiß wird. Beim Umschalten auf eine neue Temperaturstufe heizt das Gerät erst einmal ordentlich hoch, bevor es die richtige Temperatur findet. Das Bügelergebnis war insgesamt „befriedigend“. Preis: 12,99 Euro.
Gesamturteil „befriedigend“

Philips GC 3640 Energy Care

Auf die Temperatureinstellung ist Verlass, die Bügelsohle wird ausgeglichen erhitzt. Beim Bügeln punktet es mit komfortablen Bedienelementen. Die Sohle gleitet nicht ganz so gut und ist etwas kratzempfindlich. Praktisch: das extralange drei Meter lange Kabel. Besonders: die Energiesparfunktion. Es holt nur dann seine volle Dampfleistung heraus, wenn man den Griff herunterdrückt. Ansonsten dampft es aber auch im stromsparenden „Eco-Modus“ noch akzeptabel. Preis: 54,39 Euro.
Gesamturteil „gut“

Siemens TB 11308/02

Das Gerät mit der stärksten Dampfdosis im Test. Der große Tank sorgt dafür, dass man nicht ständig nachfüllen muss – dennoch ist es auch vollgetankt nicht allzu schwer. Mit ihm lässt sich komfortabel bügeln, die Bügelsohle gleitet gut, ist aber ein wenig anfällig für Kratzer. Dank 2,5 Metern Kabellänge wird vielleicht auch das Verlängerungskabel überflüssig. Preis: 49,99 Euro.
Testergebnis „gut“

AEG Dampfbügeleisen DB 5130

Kommt recht zügig auf Temperatur, dabei wird die Bügelsohle allerdings nur ungleichmäßig warm. Der Dampfstoß ist nur mäßig stark, das Bügelergebnis letztlich akzeptabel. Das Bedienen der Knöpfe fordert Kraft. In der kühlsten Einstellung ist das AEG ein bisschen zu kühl. In den Griffen stecken erhöhte Werte an PAK. Ärgerlich: Es gibt keine Info, welches Wasser man einfüllen soll. Positiv: die dreistufige automatische Sicherheitsabschaltung. Preis: 49,00 Euro.
Gesamturteil „befriedigend“

Clatronic Dampfbügelautomat DB 3329

Gut für Leute, die ab und an mal schnell etwas bügeln möchten. Es heizt schnell hoch, dampft dann in noch akzeptabler Stärke – die Bügelsohle wird allerdings stark ungleichmäßig heiß, darüber hinaus muss man Anheizspitzen beim Einstellen einkalkulieren. Beim Bügeln selbst gut zu handeln, nervig ist das Betanken, da der Deckel etwas hakt. Dafür ist die Bügelqualität, die am Ende herauskommt, durchaus akzeptabel. Wichtig: Es darf nur mit destilliertem Wasser betankt werden. Im Griff wies das Labor Brom nach, wohl ein Hinweis auf bromierte Flammschutzmittel. Preis: 18,99 Euro.
Gesamturteil „befriedigend“

Severin Dampfbügeleisen BA 3242

Braucht nicht allzu schnell, um auf Temperatur zu kommen und dampft dann auch kräftig. In den unteren Einstellungen bleibt es etwas zu kühl. Bügeln selbst lässt es sich gut mit ihm, die Bedienelemente kamen bei den Testern aber weniger gut an. Nicht nur das Bügelergebnis fiel im Vergleich mit den anderen am schlechtesten aus – auch die Materialprüfungen: im Griff stecken stark erhöhte Werte polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe. Preis: 21,99 Euro.
Gesamturteil „ausreichend“

ÖKO-TEST rät

• Wer nur selten bügelt und nicht ganz so anspruchsvoll ist, kann durchaus auch mit einem Billigheimer glücklich werden. Wer allerdings mehrere Stunden die Woche am Bügelbrett steht, für den lohnt sich ein hochwertigeres, dampfkräftigeres Gerät.

• Die meisten Bügeleisen arbeiten heute mit Leitungswasser, vorausgesetzt es ist nicht allzu kalkhaltig. Die Wasserhärte kann man leicht über die Homepage des Wasserversorgers herausfinden.

So haben wir getestet

Der Einkauf
Dampfbügeleisen sind trotz des wachsenden Trends zur Dampfbügelstation noch immer der Normalfall in deutschen Haushalten. Die Zahl der marktbedeutenden Firmen hält sich in Grenzen. Wir haben neun Geräte eingekauft, die jeweils im mittleren Preissegment des Herstellers liegen.

Die technischen Prüfungen
Bei der Prüfung der technischen Eigenschaften hielt sich das beauftragte Labor an die Bügeleisen-Norm. Danach wird die Aufheizdauer bis zum Austritt von Dampf nach dem zweiten Heizintervall gemessen. Wie stark ein Bügeleisen dampfen kann, die sogenannte Dampfdosis, wird ermittelt, während das Gerät auf einem Gestell nach vorne und hinten bewegt wird – so wird das Bügeln simuliert. Neben der Dampfdosis interessierte uns auch der Dampfstoß, den man aktivieren kann, wenn eine Falte mal eine heftigere Behandlung braucht.
Heizt sich die Sohle gleichmäßig auf? Um as zu prüfen, stellten die Tester das Eisen auf ein Blatt Papier. Geprüft wurde auch, ob die Bügeleisen in den drei Einstellungen die nach Norm vorgegebenen Temperaturbereiche einhalten. Die Kratzfestigkeitsprüfungen an den Bügelsohlen waren echte Härtetests. Die Sohlen wurden mit unterschiedlich harten Materialien bearbeitet – je weniger Kratzer sich zeigten, desto besser.

Beim Philips GC 3640 heizt sich die Sohle gleichmäßig auf, das Alaska-Gerät (rechts) hat so seine Schwierigkeiten.


Fotos: Labor (2)

Der Anwendertest
Drei Testerinnen prüften die wesentlichen Funktionen der Bügel eisen. Ein Fragebogen gab vor, worauf zu achten war, etwa: Wie gut lässt sich Wasser einfüllen? Sind die Bedienelemente gut zu betätigen? Gebügelt wurde natürlich auch. Ein Experte beurteilte im Anschluss, wie gut ein Gerät Tischdecken und Kopfkissenbezüge aus Baumwolle und Herrenhemden mit Synthetikanteil glatt bekommt.

Die Materialprüfung
Etliche Bügeleisengriffe sind mit weichen Gummieinlagen versehen. Diese „Weichteile“ ließen wir auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Weichmacher untersuchen. Alle Geräte wurden sowohl außen als auch innen auf Schwermetalle und bromierte Flammschutzmittel untersucht sowie auf PVC/ PVDC/chlorierte Kunststoffe.

Die Bewertung
Die Bügelqualität, die ein Gerät erzielt, hat mit 40 Prozent einen hohen Anteil an der Beurteilung der praktischen Eigenschaften. Die Technik geht zu 30, die Handhabung zu 20, die Haltbarkeit zu zehn Prozent ein. Nicht alle Infos, die Sie in der Tabelle finden, haben wir bewertet. Bei Gewicht und Größe eines Bügeleisens etwa gehen die Vorlieben der Anwender auseinander. Auch den Stromverbrauch haben wir nicht berücksichtigt, denn hier kommt es vor allem auf die Bügeltechnik des Einzelnen an, weniger auf das Gerät. Kein Pardon gab es bei der Materialprüfung, die 30 Prozent des Gesamturteils ausmacht. Besser als das Ergebnis Praxisprüfung geht’s allerdings nicht.


Foto: ArTo/Fotolia.com