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TEST: E-Ternity V250: ALLES KÖNNER


FMT Flugmodell und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 29.08.2019

Zur neuen Modellreihe E-Ternity gehören drei Elektrosegler mit unterschiedlichen Spannweiten: V200, V250 und V300. Allen gemeinsam soll die Allround-Eignung für Thermik, Hang oder Kunstflug sein. Exemplarisch testen wir hier die mittlere Version mit 2,5 m Spannweite.


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Bildquelle: FMT Flugmodell und Technik, Ausgabe 9/2019

Fix und fertig

Der E-Ternity wird als ARF-Modell in Voll-GFK-Bauweise geliefert. Alle GFK-Teile einschließlich Dekor sind in der Form lackiert. Die Oberfläche ist frei jeglicher Poren oder Lufteinschlüsse und hochglänzend. Der Rumpf ist seitlich mit je einem Kohle-Band verstärkt, die Rumpfnaht ist sehr fein und kaum fühlbar. Der Motorspant ...

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... und die CFK-Stäbe zur Aufnahme der V-Leitwerkshälften sind bereits eingeharzt. Der Kabinenhaubenausschnitt sowie die Aufnahme für den Tragflächenverbinder und Steckerdurchführung sind fertig ausgefräst. Die Kabinenhaube ist fertig beschnitten, schwarz eingefärbt und schon mit einem längs laufenden Stahldraht als Arretierung versehen. Sämtliche Bohrungen für die Stifte der Verdrehsicherung sind in Rumpf, Tragflächen und Leitwerk gesetzt. Ebenfalls betriebsfertig eingebaut ist der Multi Lock zur werkzeuglosen Sicherung der Tragflächen am Rumpf.

Das hält

Der Tragflächenverbinder besteht aus einem GFK/CFK-Sandwich mit Balsakern, misst satte 20×14 mm und ist damit recht massiv. Dieser ist schwimmend gelagert, das heißt er hat bei angesteckten Tragflächen keine Verbindung zum Rumpf, sodass keine Kräfte von der Tragfläche her auf den Rumpf einwirken können.

Die Tragfläche verfügt über einen massiven Holm aus einem GFK/CFK-Verbund und Balsaholz, dessen Maserung stehend angeordnet ist. Die Servoschächte sind fertig ausgefräst und auf der Innenseite der Oberschale mit CFK verstärkt. Die Ruderklappen sind fertig abgetrennt und mittels Elastic-Flaps auf der Unterseite fertig angeschlagen. Zur Spaltabdeckung verfügen alle Ruder über ein an der Vorderseite des Ruders angeklebtes halbrundes GFK-Profil.

Zweigeteilte Querruder

Bei den Querrudern zeigt sich eine Besonderheit: Sie sind zweigeteilt. Die Trennstelle liegt etwa 140 mm vom Randbogen entfernt und damit entsteht ein kleines Rest-Querruder in der Form eines sich stark verjüngenden Trapezes. Ein solches Gigaflap soll die Strömungsverhältnisse beim Ruderausschlag am Randbogen verbessern und so den Widerstand minimieren.

Der Vorfertigungsgrad der Leitwerkshälften entspricht denen der Tragflächen, mit dem Unterschied, dass diese auf der Oberseite angeschlagen sind. Das enthaltene Zubehör umfasst alle notwendigen Teile für die Ruderanlenkungen, einschließlich der Servoschachtabdeckungen und Gestängeverkleidungen aus farbigem GFK. Nicht vorhanden waren bei mir zwei von vier benötigten M2-Gewindestangen zur Endbestückung der CFK-Schubstangen. Vermisst habe ich ein Servobrett für die Leitwerks-Servos, das gehört nicht zum Lieferumfang.

Anleitung und Fertigstellung

Mit Hilfe von zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos und erklärendem Text wird der noch nötige Ausbau des Modells beschrieben. Allerdings sind die Fotos teilweise unscharf und sehr dunkel, so dass Details nur schwierig erkennbar sind. Wenngleich dieser Segler für den fortgeschrittenen Modellbauer gedacht ist, hätte ich mir für manche Arbeitsschritte noch Tipps gewünscht, etwa zu den Giga-Flaps, dem Einbau der Anlenkung in den Ruderklappen des Leitwerks und zur Gestängedurchführung für die Querruder- und Wölbklappenanlenkung. Das Modell selbst ist fertig gebaut, es sind nur noch die CFK-Stifte der Verdrehsicherung in die Wurzelrippe der Tragflächen und Leitwerkshälften einzukleben. Sonst ist nur noch der Einbau von Antrieb, RC-Komponenten und Ruderanlenkungen notwendig.

Bei unserem Testmuster war beim Aufund Abwärtsbewegen der Querruder und Wölbklappen stellenweise ein ganz leichtes Klemmen spürbar. Offensichtlich schleift hier die Dichtlippe an manchen Stellen am überstehenden Laminat der Oberschale. Auswirkungen im Betrieb durch das Servo habe ich nicht festgestellt. Wen es aber stört, der kann Abhilfe schaffen, indem der Rand der Oberschale auf deren Innenseite leicht schräg angeschliffen und so besser an den Radius der Dichtlippe angepasst wird.

Die Ruderklappen der beiden Leitwerkshälften erreichten nach unten nur einen Ausschlag von knapp 10 mm, was etwa ⅔ des in der Bauanleitung angegebenen Ausschlags entsprach. Der Grund lag darin, dass die Dichtlippe innen an der Oberschale anstieß und so das Ruder blockierte. Zur Abhilfe wurde das Ruder nach oben geklappt und die Kante der Dichtlippe etwas geschliffen. Außerdem habe ich (wie beim Querruder) den Rand der Unterschale leicht schräg angeschliffen.

Stirnrunzeln gab es zunächst in Sachen Giga-Flaps, da die Montageanleitung hierzu keine Erklärung bereithält. Bei einem von mir vor Jahren gebauten Modell sollten die Giga-Flaps mit einem Tesafilm elastisch mit dem Querruder verbunden und so von diesem mitgenommen werden. Diese Lösung habe ich für den E-Ternity einfach übernommen. Zur Befestigung der Leitwerkshälften am Rumpf schlägt die Anleitung Tesafilm vor. Damit konnte ich mich nicht anfreunden – und habe deswegen eine kleine Blechschraube von der Unterseite her in den CFK-Verbinder eingedreht. Und so habe ich es gemacht: Zunächst wurde die Lage der Bohrung zur Auf nahme des CFK-Verbinders auf der Unterseite angezeichnet und im Abstand von 35 mm zur Wurzelrippe mit aufgestecktem Leitwerk eine 1,5-mm-Bohrung gesetzt. In diese Bohrung kam anschließend eine 2-mm-Blechschraube mit einer Länge von 6,5 mm. Beim Anbringen der Bohrung ist darauf zu achten, dass diese zwar ausreichend tief ist, aber nicht aus Versehen bis zur Oberseite durchgebohrt wird.

Die Bohrungen und Durchbrüche am Flächenübergang des Rumpfs sind allesamt fertig vorbereitet. Die Buchse für die Servo-Verkabelung hängt bei meinem Modell lose aus dem Rumpf.


In der Wurzel der Tragfläche ist der Multi Lock schon eingebaut. Die beiden CFK-Stifte zur Verdrehsicherung müssen noch eingeklebt werden, den MPX-Stecker habe ich fest eingeklebt.


Der Ausschlag des Querruders verläuft durch den Giga Flap gleichmäßig abnehmend zum Randbogen hin.


Die Ruder am Leitwerk sind ebenfalls mit Giga Flaps ausgestattet.


Entgegen der Herstellerempfehlung fixiere ich das Leitwerk mit einer kleinen Blechschraube, die von der Unterseite in den CFK-Verbinder eingedreht ist.


Um einen sauberen Lauf der Ruderklappen an Tragfläche und Leitwerken zu erreichen, sollte die überstehende Kante innen leicht schräg angeschliffen werden.


Die Ruder am Leitwerk ließen zunächst nur ⅔ des geforderten Ausschlags zu. Verantwortlich dafür war die Spaltabdeckung, die an der Innenseite anschlug.


Herstellen einer Gestängedurchführung

Nachdem das Servo fertig eingebaut ist, muss die Lage der Gestängedurchführung an der Flächenoberseite markiert werden. Dazu wird in der Flucht zum Servoarm direkt vor der Abschlussleiste eine kleine Bohrung gesetzt.

Von dieser Bohrung aus wird auf der Oberseite die Durchführung angezeichnet. Die Mittellinie wird auf das Ruder mit übertragen zur Vorbereitung der Bohrung für das Ruderhorn.

Die Durchführung wird nun vorsichtig ausgefräst, in diesem Fall beträgt die Länge der Durchführung etwa 25 mm. Das Ruderhorn besteht aus einem Messing-Drehteil mit einer Querbohrung für den Gabelkopf und am unteren Ende einem M3-Gewinde. Die Bohrung im Ruder liegt 2 mm hinter der Dichtlippe und wird mit 2,5 mm gebohrt.

In diese Bohrung lässt sich das M3-Gewinde des Ruderhorns wie eine Schraube eindrehen. Damit hält das Ruderhorn ohne weitere Fixierung. Zum endgültigen Festkleben wird das Ruder um 90° nach unten bewegt. Der so sichtbare Gewindestumpf wird mit einem Batzen von eingedicktem Epoxid satt im Ruder verklebt. Dabei ist darauf zu achten, dass kein Harz auf die Scharnierlinie läuft.

Beim Einbau des Anlenkgestänges ist auf dessen Freigängigkeit zu achten, es darf auch in der Endstellung nirgends anlaufen, eventuell muss die Dichtlippe vor dem Ruderhorn entsprechend ausgefräst werden.

Der Gestängeaustritt wird mit einer formschönen Hutze verkleidet. Ich habe die Hutze mit Epoxid verklebt – im Gegensatz zur Montageanleitung, die eine Fixierung mit Tesa vorschlägt.

Ruderanlenkungen und Servos

Den größten Arbeitsposten bei der Fertigstellung des Modells nimmt die Herstellung der Ruderanlenkungen ein. Beginnend bei der Tragfläche, werden die Servos für Querruder und Wölbklappen in Servorahmen montiert, die einfach in die Servoschächte einzukleben sind. Da die Ruder über Kreuz angelenkt werden, die Ruderhörner sich also auf der Oberseite der Ruderklappe befinden, wird eine Gestängedurchführung auf der Oberseite der Tragfläche notwendig. Wie man eine solche Durchführung an die richtige Stelle bekommt und wie das Ruderhorn verklebt werden soll, ist in der Anleitung nicht behandelt. Wie man es macht, erkläre ich oben im Kasten. Für die Montage der beiden Leitwerksservos muss noch ein Servobrettchen ausgesägt werden. Dabei ist zu beachten, dass dieses möglichst tief im Rumpf eingesetzt wird, damit die Anlenkungen unter dem Tragflächenverbinder verlaufen können; aber eben noch so hoch, dass für die Servogehäuse genügend Platz nach unten bleibt.

Das Anbringen der Anlenkhebel in den Leitwerken stellt sich nicht so einfach dar, mit Loch bohren und Anlenkhebel einkleben ist es nicht getan. Der Anlenkhebel besteht aus einem um 30° abgewinkeltem Alu-Profil mit quadratischem Querschnitt. Die Ruderklappe muss von der Wurzelrippe aus der Scharnierlinie entlang aufgefeilt und die spätere Klebefläche an der innen liegenden Vorderseite der Ruderklappe sauber eben gefeilt werden. Der Anlenkhebel wird dann von vorne in die Ruderklappe mit eingedicktem Epoxid eingesetzt. Dabei ist die Länge des Anlenkhebels, der aus der Ruderklappe herausragt, von besonderer Bedeutung. Auf den Anlenkhebel wird die Kugel des Kugelgelenks geschraubt. Die beiden CFK-Rohre für die Ruderanlenkung des Leitwerks sind an einem Ende mit M2-Gewindestangen bestückt. Hier habe ich die Pfanne des Kugelgelenks aufgedreht. Für die andere Seite der CFK-Rohre fehlten die M2-Gewindestangen, ich habe sie aus eigenen Beständen ergänzt. Nach dem Einkleben in die CFK-Rohre wurden die Gabelköpfe aufgedreht, die an den Servos eingehängt werden. Der Heckkonus soll gemäß Montageanleitung mit Epoxid festgeklebt werden. Damit wird jedoch die Möglichkeit vertan, die Ruderanlenkungen am Leitwerk zu Servicezwecken jemals wieder zu erreichen. Im Gegensatz dazu habe ich den Heckkonus mit zwei Tröpfchen Sekundenkleber fixiert, eine Lage Tesafilm übernimmt die endgültige Festlegung.

Die Länge des überstehenden Teils des Anlenkhebels ist entscheidend, denn in diesem Bereich geht es sehr eng zu, hier kommt es auf den Millimeter an.


Der Heckkonus verschließt den Rumpf nach hinten und verdeckt damit die Ruderanlenkungen. Hier sind noch Anpassungsarbeiten nötig, damit die Anlenkungen genügend Freiraum haben.


Die Servos für Querruder und Wölbklappen (Bild) werden in Servorahmen montiert. Der Servoarm sollte zur maximalen Ausnutzung der Servoauflösung möglichst kurz gewählt werden.


Der vom Hersteller vorgeschlagene Wölbklappen-Ausschlag ist gewaltig. Um Beschädigungen beim Landen zu vermeiden, sollten die Klappen kurz vor dem Aufsetzen etwas eingefahren werden. Oder man verkleinert den Ausschlag.


Bei den Angaben zu den Rudereinstellungen fehlen die Werte der Flugphasen. Außerdem habe ich die allgemeinen Ruderausschläge nach den Erfahrungen im Flugbetrieb angepasst. Die mit dem Testmodell erflogenen Werte stehen in der Tabelle. Wer ein um die Längsachse sehr agiles Modell haben möchte, kann in der Speed-Einstellung die Wölbklappen zum Querruder noch gleichsinnig mitlaufen lassen. Dabei sollte die Größe des Wölbklappenausschlags etwa der Hälfte des Querruders entsprechen.

Unsere Antriebs-Lösung

D-Power empfiehlt seinen hauseigenen Außenläufer AL 35-08. Aufgrund des geringen Rumpfquerschnitts und der daraus folgenden Enge muss beim Einbau des Motors mit größter Umsicht vorgegangen werden. Wichtig ist eine peinlich genaue Kabelverlegung, um ein Schleifen der Kabel an der sich drehenden Glocke auszuschließen. Diesen Umstand haben wir mit D-Power diskutiert und nach anderen Lösungsansätzen gesucht. Fündig wurden wir schließlich bei Hepf Modellbau, bei denen die bekannten AXI-Motoren im Vertrieb sind. Die Wahl fiel auf den AXI 2826/10 Cyclone 920. Äußerlich sieht er aus wie ein Innenläufer, tatsächlich ist es jedoch ein Außenläufer in „Käfighaltung“: Hierbei befindet sich der Außenläufer in einem Metallmantel, der ein Berühren der Glocke unmöglich macht. Die Anschlusskabel befinden sich dabei anwenderfreundlich am hinteren Lagerschild. Ein kleiner Nachteil dieses Motors sind die etwas größeren Abmessungen und ein etwas höheres Gewicht gegenüber dem AL 35-08

Da AXI die zulässigen Stromstärken für seine Motoren eher konservativ beschreibt und sich damit auf der sehr sicheren Seite befindet, ist es möglich, im Kurzzeitbetrieb die Stromaufnahme durch einen etwas größeren Propeller zu erhöhen. In diesem Fall wurde eine 13×8“-Luftschraube gewählt, die eine Stromaufnahme von 45 A bewirkt bei einer Leistungsaufnahme von 470 W.

Für die Lagerung des Akkus habe ich vor den Servos ein passendes Brettchen eingeharzt. Wird als Motor der AL 35-08 verwendet, so dürfte es mit der Schwerpunkteinstellung keine Probleme geben, der 3s-2.200-mAh-LiPo lässt sich zur Feinabstimmung noch in gewissen Grenzen verschieben. Durch das rund 60 g höhere Gewicht des AXI ist eine Schwerpunkteinstellung allein durch Verschieben des Akkus nicht möglich. Wenn der Akku am Servobrettchen ansteht, sind noch 25 g Trimmgewicht im Heck des Modells notwendig. Ich habe dazu eine Bleiplatte in winzige Stücke geschnitten, in den Heckkonus abgefüllt und mit einem kleinen Stück Schaumstoff fixiert. Der Schwerpunkt wurde bei 102 mm eingewogen (Angabe der Anleitung: 100 bis 105 mm) und später auch nicht mehr verändert. Das Abfluggewicht des fertigen Modells liegt so ausgestattet bei 2.014 g, wobei das geringe Mehrgewicht von 71 g allein zu Lasten des schwereren Motors geht.

Als Akkuauflage habe ich ein passendes Brett im Rumpf eingeharzt. Ein Stück Anti-Rutschmatte verhindert ein Verrutschen des Akkus, das Klettband fixiert ihn.


Der AXI 2826/10 Cyclone 920 passt leistungsmäßig sehr gut zum E-Ternity. Zudem lässt er sich leicht montieren und man muss sich um die Kabelführung keine Sorgen machen.


Ist strömungstechnisch und optisch ohne jegliche Beanstandung: Der Spinner-Rumpf-Übergang.


Die Leitwerksservos müssen soweit wie möglich hinten im Kabinenausschnitt montiert werden. Dahinter ist der Empfänger untergebracht.


Los geht’s in die Luft

Das Modell habe ich am heimischen Flugplatz zunächst sorgfältig eingeflogen und dabei die Größe der Ruderausschläge optimiert (siehe Tabelle). Bei einem Trip nach Kärnten zum Rottenstein, dem Hausberg des Hotels Glocknerhof, konnte dann die ganze Leistungsfähigkeit des Modells abgerufen werden. Erste Erkenntnis: Der E-Ternity ist vollgasfest, da flattert nichts und verbiegt sich nichts. Verblüffend ist die besonders gute Gleitflugleistung, für die man das Modell jedoch laufen lassen muss. Der Versuch, das Modell langsamer zu machen, bedeutet in dieser Disziplin einen deutlichen Leistungsabfall.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, sich Flugphasen für Thermik und Speed zu programmieren. In der Thermikstellung kann der E-Ternity deutlich langsamer geflogen werden, was das Kurbeln in der Thermik erleichtert. Die Stellung Speed macht am Hang am meisten Sinn: Der Segler legt dann in der Geschwindigkeit noch einige Zähne zu und lässt es ordentlich „kacheln“. Werden jetzt noch die Wölbklappen zum Querruder gemischt, hat man von der Quirligkeit her schon fast einen vollwertigen Kunstflugsegler.

Ach ja, der Start: Völlig problemlos, das Modell steigt quasi aus der Hand nach oben, wobei der Pilot den Steigwinkel je nach Gusto mit Tiefe etwas abflacht. Und die Landung ist auch kein Problem, vorausgesetzt, man hat in der Butterflystellung genügend Tiefe dazu gemischt. Und lieber einen Tick mehr, denn etwas Ziehen ist einfacher, als dass sich die Fuhre aufbäumt und einem Strömungsabriss nahe kommt.

Ein Jedermann-Modell

Der E-Ternity V250 liegt irgendwo zwischen zwischen Hotliner und Thermiksegler: Er kann beide Aufgaben gut und ist damit ein ausgesprochenes Universalmodell. Und zwar mit einem völlig problemlosen Handling, das Modell ist sehr robust und transportfreundlich. Dabei wird auch die Fertigungsqualität den hohen Ansprüchen gerecht, wenn man mal vom sehr leichten Klemmen der Ruder absieht. Einzig die Montageanleitung verdient eine Überarbeitung durch den Hersteller.