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TEST Erdnüsse: Lecker Nüsschen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 26.08.2021

RATGEBER

1 Fans salziger Erdnüsse haben die Wahl zwischen 16 „sehr guten“ und zwei „guten“ Produkten.

2 Ungesalzene Nüsse sind zum Knabbern die gesündere Wahl.

3 Kleinkindern bis vier Jahren keine ganzen oder stückigen Nüsse geben. Sie können leicht in die Atemwege gelangen und Erstickungsanfälle verursachen.

Artikelbild für den Artikel "TEST Erdnüsse: Lecker Nüsschen" aus der Ausgabe 9/2021 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Erdnüsse sind Kalorienbomben. 100 Gramm Nüsse bringen es auf rund 600 Kalorien. Sie liefern aber auch Mineralstoffe wie Magnesium. Damit können Chips und Salzstangen nicht dienen. Der hohe Eiweißgehalt macht Erdnüsse zudem für die vegane Küche interessant. In Maßen genossen sind Erdnüsse also gesund. Sofern sie nicht mit Schadstoffen belastet sind. Vor allem Schimmelpilzgifte kommen in Nüssen häufig vor. Doch wir können Entwarnung geben: Die meisten der 21 gesalzenen und gerösteten Erdnüsse im Test haben unsere Schadstoffprüfung tadellos bestanden. Nur drei Mal bemängeln wir ...

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... Mineralölbestandteile.

Mineralöl über Orientierungswert

Die meisten gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOSH-Analoge) hat das von uns beauftragte Labor in den Alnatura Erdnüsse geröstet & gesalzen festgestellt – mehr noch als Lebensmittelproduzenten und Überwachungsbehörden als Orientierungswert für Erdnüsse vereinbart haben. Einen gesetzlichen Grenzwert für MOSH in Lebensmitteln gibt es bisher nicht, nur das erklärte Ziel, die Belastungen vorsorglich möglichst gering zu halten. Die gefundenen Gehalte in den Ja! Erdnüsse geröstet und gesalzen von Rewe und den-XOX Erdnüsse geröstet gesalzen lagen zwar deutlich niedriger, in einem Bereich, den wir als „leicht erhöht" bewerten. Aber es geht noch besser. Das zeigen nicht zuletzt alle anderen Erdnüsse im Test, die allenfalls Spuren an MOSH aufweisen. Eine gute Nachricht ist auch, dass das Labor in keinem Produkt die bedenklicheren aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) gefunden hat. Mineralölbestandteile können zum Beispiel aus Schmierölen an Produktionsanlagen stammen. Auch Übergänge von chemisch sehr ähnlich aufgebauten Stoffen, sogenannten POSH, aus Verpackungskunststoffen sind denkbar.

Und wie problematisch sind MOSH-Belastungen für Verbraucher? Sicher ist, dass MOSH sich in menschlichen Organen wie der Leber ansammeln. Noch unklar sind mögliche langfristige Folgen für die Gesundheit.

Entwarnung für Schimmelpilzgifte

Nüsse können mit Aflatoxinen belastet sein. Das sind Schimmelpilzgifte, die zum Teil krebserregend sind und die sich besonders in feucht-warmen Klima bilden. In den Erdnüssen im Test waren zum Glück überhaupt keine Aflatoxine nachweisbar. Auch mit Schwermetallen wie Blei und Cadmium gab es keine Probleme.

„Schimmelpilzgifte sind in Nüssen ein Riesenproblem. Die Produzenten im Test haben es im Griff !“

Meike Rix ÖKO-TEST-Redakteurin

WISSEN

So sind Erdnüsse gesund

Bohne mit Nusseigenschaften Eine Handvoll gemischte Nüsse am Tag empfehlen Experten als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Nüsse zu essen wirkt sich positiv auf die Blutfettgehalte aus und beugt Diabetes vor. Erdnüsse sind zwar botanisch gesehen keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Trotzdem gehören sie zur gesunden Handvoll dazu.

Mit Baumnüssen kombinieren Geröstete Erdnusskerne bestehen zu einem guten Viertel aus Eiweiß und enthalten relativ viel B-Vitamine und Folsäure. Am besten neben Erdnüssen auch verschiedene Baumnüsse wie heimische Walnüsse essen, denn die enthalten mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Nussmus für die Kleinen Nach aktuellen Empfehlungen zur Allergieprävention dürfen schon Babys im Beikostalter Erdnussproteine kennen lernen. Das geht zum Beispiel in Form von etwas purem Erdnussmus ohne Zucker-und Salzzusatz im Brei.

Erstickungsgefahr für Kinder

Unsere sonstigen Kritikpunkte beziehen sich auf die Verpackungsinformationen. Wir meinen, dass Erdnüsse einen Warnhinweis zur Erstickungsgefahr tragen sollten. Für Spielzeuge mit kleinen verschluckbaren Teilen ist ein solcher Warnhinweis für Kinder unter drei Jahren verpflichtend. Tatsächlich verursachen aber Erdnüsse in der Praxis deutlich mehr Erstickungsanfälle. Deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Herstellern bereits seit 2009, auf den Verpackungen von Nüssen über die Gefahr zu informieren. Der Hinweis ist zwar nicht gesetzlich verpflichtend, auf der Mehrzahl der Dosen und Tüten haben wir die Warnung aber gefunden. Nur auf vier Produkten fehlt sie.

Mehr Salz als draufsteht

In zwei Erdnüssen lag der im Labor ermittelte Salzgehalt deutlich über dem auf der Verpackung deklarierten, in dreien deutlich darunter. Auf die Nährwertangaben sollte aus unserer Sicht Verlass sein.

Die Salzgehalte der Nüsse sind unterschiedlich hoch. Am wenigsten Salz enthalten mit 0,41 Gramm pro 100 Gramm die K-Bio Erdnüsse geröstet und gesalzen, am meisten mit 1,64 Gramm die XOX Erdnüssen geröstet gesalzen.

Die Deklaration der XOX-Erdnüsse fiel uns zudem durch einen im Vergleich sehr niedrigen Gehalt an gesättigte Fettsäuren auf. Wir ließen deshalb die Fettsäurezusammensetzung im Labor prüfen, und siehe da: Die Erdnüsse enthielten ähnlich viel ungesättigte Fette wie die anderen auch. Auch das aus unserer Sicht ein Deklarationsmangel. Ein Hersteller hat uns bereits angekündigt, die Packungsangaben zu verbessern.

Wir haben getestet

Wir haben 21 beliebte geröstete und gesalzene Erdnussmarken eingekauft, darunter 16 aus konventionellem Anbau und fünf Bio-Produkte. Die meisten haben als zweite oder dritte Zutat neben Erdnusskernen und Salz Sonnenblumenöl deklariert, je eines Palmöl (Rapunzel) und Palmfett (Alnatura). Ein Produkt (Dennree) kommt ohne Fettzusatz daher. Die Snacks kosten zwischen 78 Cent und 3,49 Euro pro 200 Gramm.

In Lebensmittellaboren ließen wir die Erdnüsse auf krebserregende Schimmelpilzgifte und problematische Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber testen. Außerdem analysierten die Prüfer die Nüsse auf die Fettschadstoffe 3-MCPD und Glycidol sowie auf Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen. Letztere können unter anderem aus den Verpackungen auf das Lebensmittel übergehen oder bei Kontakt der Nüsse mit Schmierölen während der Produktion.

Bei den Informationen für Verbraucher auf den Verpackungen achteten wir besonders auf den aus unserer Sicht wichtigen Warnhinweis, dass Kleinkinder an Nüssen ersticken können. Außerdem ließen wir den Salzgehalt messen, um ihn mit dem deklarierten abzugleichen.

Die Verpackungen untersuchte das von uns beauftragte Labor auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen, welche in der Produktion und Verbrennung die Umwelt belasten.