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TEST FLUORIDTABLETTEN: STARKE ZÄHNE


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 80/2019 vom 25.07.2019

Fluorid ist schon für Milchzähne wichtig, um sie vor Karies zu schützen. Ob Tabletten oder aber fluoridierte Zahnpasten besser sind, darüber streiten sich die Experten. Sie entscheiden sich für Tabletten? Wir haben sechs „sehr gute“ Mittel.


Die gute Nachricht: Die Zähne von Kindern sind besser geworden. Bei fast 80 Prozent der Zwölfjährigen in Deutschland sind die bleibenden Zähne frei von Karies. Die schlechte Nachricht: Karies ist trotzdem ein großes Problem – und zwar ausgerechnet bei kleinen Kindern. 13,7 Prozent der Dreijährigen haben Löcher in den Milchzähnen, das ist etwa jedes siebte Kleinkind. ...

Artikelbild für den Artikel "TEST FLUORIDTABLETTEN: STARKE ZÄHNE" aus der Ausgabe 80/2019 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 80/2019

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... Im Schnitt sind drei Zähne oder mehr befallen, so das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege.

Die neuen Zahlen sind alarmierend. Umso schlimmer, dass sich die Experten nicht einigen können, wie Eltern denn nun am besten dafür sorgen, dass die Zähne ihrer Kinder gesund bleiben. Seit Jahren streiten Kinderärzte und Zahnärzte darüber, ob Fluoridtabletten oder aber fluoridierte Zahnpasten der beste vorbeugende Kariesschutz für die kleinen Milchzähne sind. Unstrittig ist: Fluoride wirken. Sie lagern sich auf der Schmelzschicht an und schützen den Zahn vor Säureattacken. Außerdem fördern Fluoride die Wiedereinlagerung von Mineralien aus dem Speichel in den Zahnschmelz. Unstrittig ist auch: Fluoride sind in der geringen Konzentration, in der sie normalerweise aufgenommen werden, nicht giftig. Strittig ist, in welcher Form Fluoride am besten schützen.


Etwa jedes siebte Kleinkind hat schon Löcher in den Milchzähnen.


Kinderärzte raten zu Fluoridtabletten, häufig in Kombination mit Vitamin D, um damit Karies und Rachitis vorzubeugen. Sie lehnen Zahncreme für Kleinkinder ab, weil kleine Kinder den Schaum noch nicht richtig ausspucken können und so einen Großteil verschlucken. Zahnärzte hingegen empfehlen, schon ab dem ersten Zähnchen mit fluoridhaltigen Zahncremes zu putzen. Sie argumentieren für die Pasten, weil das Fluorid so zumindest während der Zeit des Putzens direkt am Zahn wirken kann.

Fluorid alleine kann es nicht richten. Auch eine gesunde Ernährung mit wenig Süßem und ohne gezuckerte Getränke gehört zur Kariesvorbeugung.


Foto: Evgeny Atamanenko/shutterstock

So interpretieren die Zahnärzte die neuen Zahlen zu frühkindlicher Karies in ihrem Sinne: „Wir sehen ja hier, dass die Tabletten keine ausreichende Wirkung haben“, sagt Prof. Ulrich Schiffner von der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde. Es sei eindeutig bewiesen, dass Fluorid lokal am besten wirke. Mit Tabletten sei ein gewisser Effekt nur zu erreichen, wenn sie gelutscht würden. Das allerdings schaffen kleine Kinder in der Regel nicht.


Welchen Sinn und Nutzen die Fluoridtabletten haben, darüber sind Kinder- und Zahnärzte unterschiedlicher Meinung.


Die Kinderärzte dagegen sehen weiter deutliche Argumente für die Tabletten. „Eine neue Arbeit zeigt gerade, dass die Einnahme von Fluoridtabletten im ersten Lebensjahr das Risiko für Zähnschäden mit zehn Jahren signifikant reduziert“, sagt Prof. Berthold Koletzko vom Haunerschen Kinderspital in München. „Jeder Monat mehr scheint zu einem stärkeren Schutzeffekt zu führen.“

Die immer noch gültige Leitlinie zu „Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe“ bescheinigt auch den Fluoridtabletten ganz klar eine kariesvorbeugende Wirksamkeit für das Milchgebiss. Zwar ist diese Leitlinie fünf Jahre alt und wird gerade überarbeitet. Aber wie das am Ende ausgehen wird, steht noch in den Sternen. Ist ein Kompromiss oder gar eine Einigung zwischen Kinder- und Zahnärzten in Sicht? Schiffner, der an der Koordination der Leitlinie beteiligt ist, will keine Prognose wagen: „Der Wille ist eigentlich von allen Seiten da, aber es ist einfach eine Bewertungsfrage“, sagt er. Er gibt aber zu, dass die aktuelle Situation mit zwei unterschiedlichen Standpunkten „kein guter Zustand“ sei.

Denn bislang – und vielleicht auch in Zukunft – müssen Eltern entscheiden, welchen Expertenargumenten sie folgen. Denn Tabletten plus fluoridierte Zahnpasten, das ist zu viel. Immerhin darin sind sich die Experten einig. Zuviel Fluorid für Kleinkinder kann nämlich zu hellen Flecken auf den Zähnen führen, auch auf den bleibenden Zähnen.

Wer sich für die Fluoridtabletten entscheidet, kann mit unserem Test gute von schlechten Mitteln unterscheiden. ÖKO-TEST hat neun Präparate in der Apotheke eingekauft. Wir haben sie von Experten vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Goethe-Universität Frankfurt am Main begutachten lassen und einen kritischen Blick auf die Deklaration geworfen.

Sehr gut oder mangelhaft, nichts dazwischen. Die sechs Kombinationspräparate mit Fluorid und Vitamin D3 für Säuglinge und Kleinkinder schneiden alle mit der Bestnote ab, für die drei reinen Fluoridtabletten dagegen gibt es nur die Bewertung „mangelhaft“.

Für Kinder bis zwei Jahre: Die sechs „sehr guten“ Kombipräparate versorgen Säuglinge und Kleinkinder ausreichend mit Fluorid und folgen in ihren Anwendungshinweisen und der Altersobergrenze (für Kinder bis zwei Jahre) den Ratschlägen der Kinderärzte in der Leitlinie. Dort wird zur täglichen Einnahme eines Fluoridsupplements „im Säuglings- und Kleinkindalter“ geraten. Vitamin D3 zur Rachitisprophylaxe empfehlen die Kinderärzte bis zum zweiten erlebten Frühsommer.

Ab drei Jahren ist Schluss mit Tabletten. Spätestens nach dem dritten Geburtstag ist es Zeit für den Wechsel zu einer fluoridhaltigen Zahncreme. Dann können die Kinder zuverlässig ausspucken. Die drei Fluoridmonopräparate von Zentiva Pharma sind aber für Kinder jenseits dieses Alters gedacht – das ist nicht mehr im Sinne der Leitlinie.

Wichtiger Hinweis auf Zahncreme fehlt. In den Beipackzetteln der Fluoridmonopräparate von Zentiva fehlt der Hinweis, zu den Fluoridtabletten keine fluoridierte Zahnpasta zu verwenden. Der ist wichtig, weil Zahncreme mit Fluorid plus Fluoridtabletten zu viel Fluorid bedeutet, was unter anderem zu weißen Flecken auf den Zähnen führen kann. Zentiva schreibt zwar, dass es nur eine orale Form der Fluoridgabe geben sollte. Bei der Aufzählung anderer Fluoridquellen aber fehlen ausgerechnet die Zahncremes.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 128.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Deklarationsmängel: Empfehlung, dass die Anwendung während der ersten zwölf Lebensjahre konsequent durchgeführt sollte und bis in das Erwachsenenalter hinein empfehlenswert sei; kein Hinweis auf fluoridhaltige Zahnpasten. 3) Im Falle einer Malabsorption des Darms empfiehlt der Anbieter das Produkt auch für Kinder vom 3. bis zum 6. Lebensjahr mit zwei Tabletten pro Tag. Die Preisberechnung erfolgt auf Basis einer Tablette pro Tag. 4) Das von uns eingekaufte Produkt trägt den Anbieternamen Sanofi-Aventis. Laut Anbieter Zentiva Pharma ist Zentiva Pharma seit Oktober 2018 Anbieter der unveränderten Produkte. Lediglich die Verpackung habe sich geändert und trage nun den Namen Zentiva. Der Altbestand werde noch abverkauft.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Unter dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel führt zur Abwertung um zwei Noten: eine Empfehlung des Produktes über das Kleinkindalter (bis drei Jahre) hinaus. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Deklarationsmangel: zweifelhafte Empfehlung, dass Anwendung während der ersten zwölf Lebensjahre konsequent durchgeführt sollte und bis in das Erwachsenenalter hinein empfehlenswert sei; b) Deklarationsmangel: kein Hinweis auf fluoridhaltige Zahnpasten. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel. Eine Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, führt zu keiner Verschlechterung des Gesamturteils.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de → Hefte → ÖKO-TEST Magazin. Wählen Sie die Ausgabe aus und scrollen Sie ans Seitenende.
Preisberechnung basiert auf dem kleinsten Produktangebot.
Einkauf der Testprodukte: Mai 2019.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST RÄT

► Fluoridtabletten gibt es rezeptfrei. Verschreibt sie aber der Kinderarzt, zahlen die Krankenkassen die Kosten.
► Tabletten lutschen lassen, damit sie direkt an den durchgebrochenen Milchzähnchen wirken. Lutschen klappt nicht? Tablette in etwas Wasser auflösen und mit dem Kind üben, das Wasser ein wenig im Mund zu behalten.
► Auf jeden Fall nur eine Fluoridquelle nutzen, Tabletten oder Zahnpasta – sonst ist es zuviel des Guten.

ÖKO-TEST

„Es ist wirklich an der Zeit, diesen jahrelangen Streit zwischen Kinder- und Zahnärzten zu beenden und eine gemeinsame, eindeutige Empfehlung zu finden.“

Birgit Schumacher, ÖKO-TEST-Redakteurin

SO VIEL FLUORID IST DRIN

Fluorid ist ein Spurenelement – also ein Mineralstoff, der nur in sehr kleinen Mengen im Körper vorkommt und den der Körper nur in sehr kleinen Mengen braucht. Trotzdem ist der Stoff wichtig, denn er sorgt für das Wachstum und die Stabilität der Knochen. Außerdem härtet er den Zahnschmelz, macht die Zähne resistenter gegen Säuren und hemmt Karies, weil er das Wachstum der Mundbakterien unterdrückt. Zu viel Fluorid aber kann auch schaden: Es bilden sich dann Flecken auf den Zähnen, die nicht mehr verschwinden, und der Zahnschmelz wird weniger widerstandsfähig (Dentalfluorose). Bei extrem hohen Fluoridaufnahmen kann es sogar zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit kommen (Skelettfluorose). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA sieht die optimale Dosis mit dem höchsten kariesvorbeugenden Effekt bei gleichzeitig geringem Risiko bei 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag – aus allen Aufnahmequellen.
Nahrungsmittel: Fluorid ist hier meist nur in kleinen Mengen enthalten. Es steckt vor allem in manchen Seefischen wie Kabeljau und Hering, in Algen und Meerestieren, in Sojaprotein, Walnüssen und Schweineleber. Schwarzer und grüner Tee ist mit Gehalten zwischen 0,34 und 5,4 Milligramm je Liter (mg/l) im verzehrfertigen Getränk dagegen sehr reich an Fluorid.
Trinkwasser: In Deutschland wird das Trinkwasser nicht, wie beispielsweise in den USA, fluoridiert. Gleichwohl steckt das Spurenelement in geringen Mengen im Leitungswasser. Wie hoch der Wert ausfällt, hängt von den geologischen Gegebenheiten der Region ab, Sie können den Wert beim jeweiligen Wasserversorger erfragen. Erlaubt ist nach der Trinkwasserverordnung ein Maximalgehalt von 1,5 mg/l. Bei den letzten, allerdings schon etwas älteren Untersuchungen lagen die meisten Trinkwasserproben aus Deutschland weit darunter, die meisten kamen noch nicht einmal auf 0,3 mg/l.
Mineral- und Tafelwasser: Die Anbieter müssen den Fluoridgehalt nicht deklarieren. Trotzdem gibt es im Kleingedruckten Anhaltspunkte: Ein Mineralwasser, das als „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ gekennzeichnet ist, darf nur weniger als 0,7 mg/l enthalten. Und wenn ein Mineralwasser als „fluoridhaltig“ ausgelobt ist, enthält es mehr als 1 mg/l Fluorid. Mineralwässer, in denen mehr als 5 mg/l Fluorid stecken, dürfen in Deutschland nicht verkauft werden.
Speisesalz: Jodiertem Speisesalz dürfen die Anbieter, neben Folsäure, auch Kalium- oder Natriumfluorid zusetzen. Erlaubt sind 310 mg/kg Fluorid. Ob ein Salz Fluorid enthält und wie viel, ist auf der Verpackung deklariert.

Foto: imago images/Niehoff

SO TESTET ÖKO-TEST

Wir haben neun Fluoridpräparate rezeptfrei in der Apotheke gekauft. Sechs sind Kombipräparate, die sowohl Fluorid als auch Vitamin D3 gegen Rachitis enthalten. Sie werden für Kinder bis zwei Jahren empfohlen. Drei Produkte sind reine Fluoridtabletten mit unterschiedlichen Gehalten.
Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz und Dr. Mario Wurglics vom Institut für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main haben die Studienlage zu Fluorid und Vitamin D ausgewertet. Sie prüften, ob die Präparate dem aktuellen Forschungsstand und den Empfehlungen der Kinderärzte entsprechen. Kinder- und Zahnärzte streiten zwar darüber, ob nun Tabletten oder fluoridhaltige Kinderzahnpasten besser sind – an der Wirksamkeit der Fluoride besteht aber kein Zweifel. Und auch die Kinderärzte empfehlen Tabletten nur für Säuglinge und Kleinkinder.
In den Beipackzetteln haben wir nach Hinweisen zum Fluoridgehalt des Trinkwassers und zu fluoridhaltigen Zahnpasten gesucht. Auch die Hilfsstoffe der Tabletten nahmen wir unter die Lupe, so achteten wir zum Beispiel auf problematische Farbstoffe.

Fragwürdiger Hinweis: Dieser Ratschlag auf dem Beipackzettel widerspricht allen medizinischen Empfehlungen.


Foto: ÖKO-TEST

WARUM GESUNDE MILCHZÄHNE SO WICHTIG SIND

Die fallen doch dann sowieso aus, was soll’s? Stimmt, aber trotzdem sind gesunde Milchzähne wichtig. Zum einen sind sie Platzhalter für die bleibenden Zähne. Muss der Zahnarzt einen kaputten Milchzahn ziehen, wächst der nachfolgende Zahn eventuell falsch heraus. Zum anderen besteht die Gefahr, dass kariöse Milchzähne auch bleibende Zähne „anstecken“ werden. „Gesunde Milchzähne sind auch für die Sprachentwicklung und das Kieferwachstum wichtig“, betont Professor Stefan Zimmer, Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin. Mal ganz abgesehen davon, bereiten kariöse Milchzähne Kindern auch Schmerzen.