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TEST Gartendünger: Nicht mit rechten Düngern


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2015 vom 24.04.2015

Mit Universaldüngern soll eine bequeme Rundumversorgung für Obst, Gemüse und Sträucher möglich sein. Doch nur zwei von 20 Produkten im Test können wir empfehlen. Die anderen tragen zu viele Schwermetalle in den Boden ein oder sind unzureichend deklariert.


Artikelbild für den Artikel "TEST Gartendünger: Nicht mit rechten Düngern" aus der Ausgabe 5/2015 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: imago/imagebroker

Auf dem Papier liest sich richtiges Düngen so leicht: Man gibt der Pflanze die Nährstoffe, die sie braucht. Im eigenen Garten dagegen wollen Rosenstock und Rhododendron einfach nicht so herrlich blühen wie in der Werbung. Auch wenn für das Pflanzenwachstum ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen, lässt sich der Ertrag ...

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... umweltbewusst verbessern – durch bedarfsgerechtes Düngen.

Bedarfsgerecht Düngen heißt, der Pflanze genügend Nährstoffe für ihr Wachstum bereitzustellen, ohne gleichzeitig Böden und Gewässer damit zu überfrachten. Wie wichtig dieser ökologische Aspekt ist, zeigt die Überhandnahme des Hauptnährstoffs Stickstoff: Jährlich 4,2 Millionen Tonnen reaktiven Stickstoffs gelangen laut Umweltbundesamt in Deutschland in den Umweltkreislauf – eindeutig zu viel. Als Folge davon verunreinigen zu viel Nitrat und Ammoniak unsere Umwelt. Sicherlich hat die kommerzielle Landwirtschaft daran den Löwenanteil. Und dennoch können auch Hobbygärtner dazu beitragen, Überdüngung zu verhindern. Schließlich können zu viele Nährstoffe nicht zuletzt auch ihren Pflanzen schaden: „Sind Pflanzen mit Stickstoff überversorgt, können sich manche Schädlinge wie Blattsauger auf ihnen stärker vermehren“, sagt Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie.


Phosphat ist eine wertvolle Ressource und wird doch häu fig verschwendet


Auch für andere Hauptnährstoffe gilt: Zu viel davon ist nicht nur teuer, sondern schädlich. Schwefel etwa kann bei Überdüngung zu Problemen bei der Bodenfruchtbarkeit durch Versauerung und Entkalkung führen. Und Phosphor ist eine wichtige, aber zugleich endliche Ressource, die gleichwohl verschwenderisch über Gärten und Äckern ausgestreut wird. Phosphate, die nicht von den Pflanzen aufgenommen werden, können in Gewässer gelangen und dort zu Eutrophierung führen, also zu einer Anreicherung von Nährstoffen, die übermäßiges Algenwachstum auf Kosten anderer Organismen nach sich zieht.

„Gezieltes Düngen ist nur nach einer Bodenuntersuchung möglich“, betont deshalb Erika Brunken. Erst dann weiß der Gärtner, welche Nährstoffe in seinem Boden vorhanden sind und welche er durch Düngung nachliefern muss. Für eine solche Bodenuntersuchung nimmt man im Frühjahr oder Herbst Bodenproben aus dem eigenen Garten und schickt sie an die landwirtschaftlichen Untersuchungsund Forschungsanstalten der Länder oder an private Labore. Diese überprüfen den Nährstoffgehalt und geben Düngeempfehlungen. Wer optimal düngen will, kann dem Boden je nach Ergebnis der Bodenprobe per Einzelnährstoffdünger die fehlenden Nährstoffe zuführen. Vielen Hobbygärtnern ist das zu umständlich, sie greifen zu Spezialdüngern oder zu universal einsetzbaren Volldüngern, deren enthaltene Nährstoffe den Bedürfnissen ihres Bodens entsprechen sollen.

ÖKO-TEST rät

• Die beiden „sehr gut“ getesteten Blaudünger empfehlen wir mit der Einschränkung, dass Boden und Pflanze die angegebenen Nährstoffkonzentrationen so benötigen. Dies lässt sich nur über eine Bodenanalyse feststellen.

• Auf der Webseite des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten finden Sie unter „Links“ eine Liste von Laboren, die Privatproben untersuchen: www.vdlufa.de

• Gezielte Informationen und persönliche Beratung zu allen Gartenfragen, auch zum bedarfsgerechten Düngen, geben die Gartenakademien der Bundesländer, beispielsweise die Niedersächsische Gartenakademie montags und freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0 44 03 / 98 38 11 oder die Bayerische Gartenakademie, montags und donnerstags von 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr unter 09 31 / 9 80 11 47. Mehr Infos unter www.gartenakademien.de

Während Spezialdünger auf die Bedürfnisse einer speziellen Pflanzenkultur ausgerichtet sind, enthalten Volldünger alle wichtigen Nährstoffe, angegeben in Prozenten von Stickstoff (N), Phosphat (P), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Spezialdünger lohnen sich vor allem dann, wenn von einer Kultur viel vorhanden ist, beispielsweise Rasen oder Rosen. Auch für Hortensien und Rhododendren, die saure Böden mögen, ist er besonders sinnvoll. Der universale Volldünger sollte ein phosphatreduzierter sein, rät Erika Brunken, etwa mit einem NPK-MgVerhältnis von 155202: „In mehr als 90 Prozent der Gärten befindet sich schon mehr als genug Phosphat.“

Damit Hobbygärtner bedarfsgerecht düngen können, müssen sie wissen, was in den Produkten steckt. Wir haben 20 Universaldünger im Labor untersuchen lassen – nicht nur auf die Gehalte der Hauptnährstoffe, sondern auch auf schädliche Stoffe wie Pestizide, Salmonellen, Cadmium oder Uran.

Das Testergebnis

Viel Schatten, wenig Licht . Nur die beiden mineralischen Dünger von Obi und Toom halten unserer strengen Bewertung mit „sehr gut“ stand. Ihnen folgt ein breites Mittelfeld, in dem die meisten Produkte deshalb landen, weil sie Schwermetalle in den Boden eintragen, Chlorat oder Perchlorat enthalten und häufig auch noch Mängel in der Deklaration aufweisen. Vier Dünger, alle mit organischem Anteil, sind „mangelhaft“, Beckmann im Garten Gartendünger und Euflor Orgamin Universaldünger fallen mit „ungenügend“ durch.
Zu hohe Schadstoffakkumulation: 13 Dünger tragen mehr als dreimal so viel an Schwermetallen in den Boden ein, als ihm im Laufe einer Vegetationsperiode entzogen werden kann. Das werten wir ab, da sich Schwermetalle im Boden anreichern. „Im Laufe der Zeit erhöht sich so der Schwermetallgehalt der erzeugten Produkte, zudem besteht die Gefahr des Eintrags ins Grundwasser“, erklärt Professor Ewald Schnug, Hochschullehrer an der Technischen Universität in Braunschweig und Präsident des Internationalen Wissenschaftlichen Zentrums für Düngemittel (CIEC). Fünf Dünger weisen einen Urangehalt über der vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenze von 50 Milligramm pro Kilogramm Phosphat aus. Uran wird wie auch Cadmium durch Rohphosphat in die Dünger eingetragen. Die Tatsache, dass wir uns wie schon beim Test vor zwei Jahren an diesem nicht gesetzlichen Grenzwert orientieren müssen, offenbart dringenden Handlungsbedarf: Seit Jahren wird über einen gesetzlichen Grenzwert für Uran in Düngemitteln diskutiert, doch geschehen ist bislang nichts.
Verschwendung einer Kostbarkeit: Erstmals haben wir auch Dünger abgewertet, die mehr als dreimal so viel Phosphat in den Boden einbringen, als ihm entzogen werden kann. Der Hintergrund: Behördliche Messungen haben gezeigt, dass in den allermeisten Gärten bereits genug Phosphat enthalten ist, in manchen sogar zu viel. „Wird Phosphat ausgewaschen, kann es zur Überdüngung der Gewässer beitragen“, sagt Düngerexperte Ewald Schnug. „Dabei müssten wir mit Phosphat besonders haushalten: Es wird aus fossilen Lagerstätten gewonnen, die langsam aber sicher zur Neige gehen, gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach Dünger.“

Organisch, mineralisch oder organisch-mineralisch?

Foto: Elena Elisseeva/Shutterstock

Ob organische Dünger, mineralische oder die Mischform aus beiden – der Pflanze ist es grundsätzlich egal, woher sie ihre Nährstoffe bezieht, insofern können richtig angewendet alle Dünger für ihr Wachstum sorgen. Organische Dünger enthalten recycelte Produkte, sie bestehen aus tierischen und pflanzlichen Abfallstoffen wie Horn, Knochenmehl, Kakao-, Raps- oder Getreideresten. Mineraldünger hingegen werden synthetisch produziert. Ein wichtiger Unterschied: Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe erst nach einem mikrobiellen Abbau im Boden ab. Besonders Stickstoff steht dadurch tendenziell langsamer – aber auch längerfristiger – zur Verfügung als aus mineralischen Düngern. Letztere können in relativ kurzer Zeit relativ viel Stickstoff freisetzen, was etwa stark zehrenden Pflanzen wie Kohl zugute kommt. Beim Phosphat kommt es darauf an, in welcher Form es vorliegt. Rohphosphate oder Phosphat aus Knochenmehl in organischen Düngern sind für die Pflanzen erheblich schlechter verfügbar als beispielsweise wasserlösliche Düngersalze. Die wichtigste Frage beim Phosphat lautet jedoch: Muss ich meine Pflanze überhaupt damit düngen – oder ist schon genug davon im Boden?

Expertin

Lieber etwas vorsichtiger düngen als zu viel

Foto: Kühne

„Wie oft und wie viel gedüngt werden sollte, ist jeweils abhängig von der Pflanzenkultur. In der Regel reicht eine Düngung im Frühjahr aus. Ausnahmen: Rosen brauchen nach der Hauptblüte noch eine kleine Düngung, Sommerblumen (Beetund Balkonpflanzen) sollten laufend nachgedüngt werden, damit sie durchblühen. Rasen kann viermal im Jahr gedüngt werden, damit er sich gut bestockt und Moos keine Chance hat, sich zu vermehren. In der Menge kann man sich generell nach den Anwendungshinweisen der Anbieter richten, ich empfehle allerdings, lieber etwas vorsichtiger zu düngen als zu viel.“

Erika Brunken ist Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Aus der großen Auswahl an Gartendüngern haben wir 20 Universaldünger eingekauft, die für Gemüse und Zierpflanzen geeignet sind. Getestet wurden neun organisch-mineralische, fünf rein organische und sechs mineralische Dünger.

Die Inhaltsstoffe

Vor dem Hintergrund hoher Perchloratund Chloratwerte in Lebensmitteln haben wir erstmals alle Dünger auf Perchlorat und Chlorat untersuchen lassen. Auch auf Schwermetalle wie Uran, Cadmium oder Arsen sowie auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen manche krebserregend sind, wurden alle Produkte überprüft. Alle Dünger mit organischem Bestandteil ließen wir auf Dioxine, Pestizide, E.coli und Salmonellen untersuchen. Für alle Mineraldünger wurden Natrium- und Chloridgehalte ermittelt.

Bestimmung des Phosphatgehalts im Labor: Phosphat wird als gelbes Ammoniummolybdatophosphat gefällt und abfiltriert, getrocknet und ausgewogen.


Foto: Labor

Die Deklaration

Wir haben für alle Dünger die Gehalte der wichtigen Nährstoffe Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium und Schwefel ermitteln lassen und sie mit der Deklaration auf der Verpackung verglichen. Außerdem ließen wir prüfen, ob einzelne Nährstoffe oder Schwermetalle hätten deklariert werden müssen.

Die Bewertung

Wie in vergangenen Tests orientieren wir uns bei der Bewertung der Schwermetalle nicht nur an gesetzlichen Grenzwerten. Wir haben auch berechnen lassen, wie hoch die Menge der Schwermetalle ist, die im Boden zurückbleibt, wenn man Ernten, Bodenabtrag oder Auswaschung berücksichtigt. Nach diesem „Eintrag gleich Austrag“-Konzept werten wir die Anreicherungen von Schwermetallen und Phosphat in all den Fällen ab, in denen mehr als die dreifache Menge, die dem Boden pro Jahr entzogen werden kann, im Boden zurückbleibt.

Nachweis von Perchlorat und Chlorat : Seit unserem Gartendüngertest im Jahr 2013 wurden Rückstände von Perchlorat und Chlorat in mehreren Proben von Obst und Gemüse gefunden. Beide Stoffe können unter anderem die Aufnahme von Jodid in die Schilddrüse hemmen. Als eine mögliche Eintragsquelle in Nahrungsmittel gilt Dünger. Tatsächlich wies das von uns beauftragte Labor in zwölf Düngern Chlorat nach, sechs enthielten Perchlorat. Die gemessenen Gehalte sind nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft zwar zu gering, als dass sie schädliche Auswirkungen zeigen könnten. Dennoch werten wir sie ab, da die Belastung völlig überflüssig ist.
Bis zu sechs Pestizide pro Produkt : Pestizide werden durch organische Bestandteile in den Dünger eingetragen. Hier wurde das Labor in neun Fällen fündig, in zwei Produkten wies es sogar je sechs verschiedene Pestizide nach. Dioxine, eine Gruppe von toxischen, schwer abbaubaren Stoffen, enthielten alle organischen Dünger, wenn auch nur in Spuren. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen einige krebserregend sind, fanden sich nur im Beckmann-Produkt in auffälligen Mengen. In Bezug auf E.coli-Bakterien und Salmonellen fiel keiner der getesteten Dünger auf.
Steht drauf, ist aber nicht drin : Wollen Hobbygärtner genau nach Bedarf düngen, haben sie bei den meisten Düngern schlechte Karten – zu groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was auf der Verpackung behauptet wird, und dem tatsächlich gemessenen Gehalt. Abweichungen im Nährstoffgehalt von mehr als 50 Prozent oder mehr als einem Prozentpunkt fanden wir in mehr als der Hälfte der Produkte. Einige Dünger wurden abgewertet, weil die Hersteller Nährstoffe oder Schwermetalle laut Düngemittelverordnung hätten kennzeichnen müssen, es aber nicht taten. Bis auf fünf Ausnahmen verschlechtert sich so über die Deklarationsabwertung die Endnote aller Produkte. Der ASB Greenworld Gartenvolldünger Blau war besonders auffällig: Die Werte für Stickstoff und wasserlösliches Phosphat weichen je um mehr als zwei Prozentpunkte ab, die Spurennährstoffe Bor und Zink erreichen nicht einmal zehn Prozent der gekennzeichneten Werte – eine klare Täuschung des Verbrauchers.

So reagierten die Hersteller

Anbieter Compo schreibt, die nachgewiesenen Pestizide im Bio-Dünger stammten aus pflanzlichen Stoffen aus der Lebensmittelproduktion. Hier handle es sich um Weintrauben, die mit geringen Anteilen in der Produktrezeptur enthalten seien. Das Cadmium stamme ausschließlich aus dem Seevogel-Guano, dort hinein gelange es über die Nahrung der Vögel, namentlich Fische.
Kölle sind die von uns festgestellten Abweichungen der Gehalte gegenüber der Deklaration besonders im Bereich Phosphat und Kalium „nicht erklärbar“. Man habe daher ein weiteres Produkt aus der Charge zur Analyse ins Labor gegeben. Bis Redaktionsschluss lagen uns zu dem Ergebnis keine weiteren Informationen vor.
Oscorna erklärt den gegenüber der Deklaration erhöhten Gehalt an Phosphat mit „schwankenden Gehalten bei natürlichen Rohstoffen“. Ein vom Anbieter übersandtes Prüfprotokoll aus 2014, das allerdings nicht die von uns getestete Chargennummer enthält, bescheinigt dem Produkt einen unauffälligen Phosphatgehalt.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema Volldünger finden Sie im Test Gartendünger aus dem ÖKOTEST- Magazin 5/2013. Sie können das Heft unter Tel. 0 69 / 3 65 06 26 26 bestellen beziehungsweise den Test unter www.oekotest.de herunterladen.