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TEST Gesichtsmasken: GESICHTSMASKEN: Schön Frisch


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019

Gesichtsmasken versprechen eine kleine Auszeit für die Haut. Die Extraportion Pflege können Sie sich bedenkenlos gönnen: 22 der 51 getesteten Feuchtigkeitsmasken sind „sehr gut“ – darunter sowohl Naturkosmetika als auch konventionelle Produkte.


RATGEBER

1 Mit Naturkosmetik liegen Sie bei den Gesichtsmasken meist richtig. Auch „sehr gut“ und noch dazu sehr günstig sind einige konventionelle Tuch- und Crememasken von Drogeriemärkten.

2 Greifen Sie am besten zu Masken aus Tuben oder Tiegeln. Das vermeidet unnötigen Müll. Außerdem können Sie damit die Menge beliebig dosieren.

3 Do-it-yourself-Maske gegen müde ...

Artikelbild für den Artikel "TEST Gesichtsmasken: GESICHTSMASKEN: Schön Frisch" aus der Ausgabe 1/2020 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 1/2020

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... Haut: Dünne Gurkenscheiben aufs Gesicht legen. Oder ein Stück Gurke pürieren und mit einem Esslöffel Quark mischen. Das haftet besser.

Kurzurlaub für die Haut“, „Frischekick“, Soforteffekt“ – in unseren hektischen Zeiten trifft die Werbung einen Nerv: Wer sich eine schnelle Extraportion Pflege gönnen will, legt eine Gesichtsmaske auf. Besonders beliebt derzeit: Tuchmasken, ein Trend aus der koreanischen Schönheitspflege (K-Beauty).

Grünes Licht
Weite Teile unserer Tabellen sind grün. Sprich: Wer sich mit einer Feuchtigkeitsmaske schnell etwas Gutes tun will, hat die Auswahl zwischen 22 „sehr guten“ und sieben „guten“ Produkten. Soweit die gute Nachricht. Zur Wahrheit gehören aber auch die tiefroten Schlusslichter im Test: fünf Mal haben wir das Gesamturteil „ungenügend“ vergeben – für die Tuchmasken häufiger als für die Crememasken.

Häufigster Kritikpunkt
Auf umstrittene PEG-Verbindungen stoßen wir in beinahe jedem Kosmetiktest; bei den Gesichtsmasken insgesamt 17 Mal. Meistens haben sie als Emulgatoren die Funktion, Fette und Wasser in cremiger Kosmetik zu verbinden. Sie können jedoch Fremdstoffe in die Haut einschleusen.

Gereizt
Fünf Masken im Test enthalten den Konservierungsstoff Chlorphenesin. Die Substanz gehört zur großen Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und gilt als hautreizend.

Nase voll
Ein schöner Duft macht Kosmetik attraktiv. Doch etliche Duftstoffe sind bekannt dafür, dass sie relativ häufig Allergien auslösen. Der Duftstoff Hydroxycitronellal in der Maske von Judith Williams ist so ein Fall. Das quittieren wir mit einer Note Abzug.

Weitere Duftstoffe führen wir nur in der Tabelle auf, weil sie seltener Allergien auslösen oder dafür sensibilisieren können. Zudem kritisieren wir in vier Masken den Duftstoff Lilial. Dieser Stoff steht im Verdacht, die Fortpflanzung zu beeinträchtigen. Wir werten ihn um zwei Noten ab

Belastend fürs Wasser
Die Marken Dr. Jart und Merz enthalten die problematische Silikonverbindung Cyclopentasiloxan. 2018 haben die Behörden diesen Stoff in Kosmetika wie Shampoos oder Duschgel auf geringe Gehalte beschränkt. Denn Cyclopentasiloxan baut sich nur schwer ab, reichert sich deshalb in der Umwelt an und gefährdet das Leben im Wasser.

Umweltproblem Plastik
Etliche konventionelle Masken enthalten synthetische Polymere, die – anders als feste Kunststoffpartikel – in gelöster Form vorliegen. In der Tabelle bezeichnen wir sie als weitere Kunststoffverbindungen. Das Problem: Synthetische Polymere sind zum Teil schwer abbaubar und können das Abwasser unnötig belasten. Falls sie in der Kläranlage herausgefiltert werden, landen sie mit dem Klärschlamm auf Feldern und so in der Umwelt.

Hautgefühl
Stecken in den Crememasken größere Mengen an Silikonen oder Paraffinen, dann kritisieren wir das unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Das ist in den Masken von Merz und La Roche-Posay der Fall. Silikone sollen unter anderem für ein angenehmes Hautgefühl sorgen. Doch tatsächlich kommt die Hautpflege dabei zu kurz. Denn sie integrieren sich nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut wie natürliche Fette und Öle.

Verkaufsmasche Anti-Aging
Kosmetika mit Anti-Aging-Versprechen verkaufen sich gut. Auch die Masken der Marken Alterra, Eucerin, Garnier, Judith Williams und Logona werben auf ihren Verpackungen mit Anti-Age-Aussagen und legen nahe, ihre Produkte könnten Fältchen mildern oder Falten mindern, feine Linien glätten und hätten einen Lifting-Effekt. Als Beleg wollen wir in solchen Fällen von den Herstellern überzeugende Studien mit Ergebnissen für das jeweilige Produkt sehen. Kein Hersteller lieferte jedoch eine solche. Meistens hieß es, man gewähre lediglich den Kontrollbehörden Zugang zu den Studien. Das Unternehmen Cura Marketing sendete zwar Unterlagen, aber keine vollständige, produktbezogene Studie.

ZAHLEN

rund um die Maske

Knapp 20 Prozent aller Frauen gaben an, in den letzten sieben Tagen eine Gesichtsmaske verwendet zu haben. 22,7 Prozent der Verwenderinnen legen sich einmal im Monat oder häufiger eine Gesichtsmaske auf; knapp 61 Prozent dagegen selten oder nie.

Auf die Frage: „Was tun Sie für eine schöne Haut?“, antworteten 81 Prozent der Männer und Frauen: „ausreichend trinken“. Insgesamt 34 Prozent der Befragten gaben an, eine Gesichtsmaske zu verwenden – 59 Prozent der Frauen und immerhin 9 Prozent der Männer.

Koreanerinnen müssen früh aufstehen: Das K-Beauty-Pflegeritual umfasst täglich acht Schritte: 1. Zweifache Reinigung; 2. Peeling; 3. Toner; 4. Essenz; 5. Serum; 6. Gesichtsmaske; 7. Augenpflege; 8. Gesichtspflege

Quellen: Statista; lebensmittelpraxis.de; Kosmetik-Report

Ex und hopp
Liebe Hersteller, schon mal was von Zero Waste gehört? Das Gros der Masken steckt in aufwendig gestalteten, folienbeschichteten, teils glänzenden Sachets, die nach einmaliger Verwendung im Müll landen. Das gilt auch für benutzte Tuchmasken. Wir haben Einzelverpackungen und Tuchmasken zwar nicht abgewertet. Aber: da ist noch Luft nach oben. Verpackungsoptimierung, Müllvermeidung, gut abbaubare Materialien – das interessiert Verbraucher immer mehr. ÖKO-TEST nimmt diese Themen regelmäßig in den Blick, wir haben aber noch keine Methode entwickelt, um Verpackungen umfassend zu vergleichen. Wir bleiben dran. Und raten: Wer weniger Müll hinterlassen möchte, greift zu Masken aus Tuben und Tiegeln.


“Schnelle Pflege für zwischendurch – gern! So viel Verpackungsmüll – nein danke!”


Annette Dohrmann Redakteurin ÖKO-TEST

Welche Maske für wen?

1
Mitesser, Pickel und ein fettiger Glanz: Die Haut von Teenagern spielt gern verrückt. Ist sie unrein, empfiehlt sich eine Reinigungsmaske mit Peelingeffekt. Wohltuend sind auch Masken mit Heilerde, da sie entzündungshemmend wirken.

2
Schön wäre es, wenn die Haut möglichst lange so strahlend bliebe wie in den Zwanzigern. Dafür lässt sich einiges tun. Mit einem gesunden Lebensstil, konsequenter Reinigung und Feuchtigkeitspflege. Zum Beispiel in Form von Feuchtigkeitsmasken.

3
In den Dreißigern zeigt das Gesicht erste Spuren der Zeit. Die Haut verliert allmählich an Elastizität, es bilden sich die ersten Falten an der Stirn und zwischen den Augen. Ein kleines Zusatzprogramm einmal pro Woche lässt den Teint wieder strahlender erscheinen. Erster Schritt: eine Reinigungsmaske, die abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Anschließend trägt man – je nach Hauttyp – die gewohnte Tagespflege auf.

4
Auch wenn sich die meisten Frauen in ihren Vierzigern jung und aktiv fühlen, zeigt die Haut doch erste Ermüdungserscheinungen. Wirkstoffe wie Hyaluronsäure spenden Feuchtigkeit und machen die Haut elastischer. Konzentriert stecken sie etwa in Hydrogelmasken, die relativ neu auf dem Markt sind.

5
Reife Haut – der Terminus wird gern im Zusammenhang mit Frauen jenseits der 50 verwendet. Auch wenn Cremes, Tinkturen, Seren und Konzentrate die Zeit – allen Versprechen der Kosmetikindustrie zum Trotz – nicht zurückdrehen können. So profitiert reife Haut doch von sanfter natürlicher Pflege, etwa von Masken mit reichhaltigem Weizenkeimöl.

6
Für Eilige sehr praktisch sind Tuchmasken, die man sich einfach aufs Gesicht legt. Die produzieren allerdings noch mehr Müll als durch einzeln abgepackte Masken ohnehin schon entsteht. Besser: Crememasken aus der Tube oder dem Tiegel. Auch wenn es vielleicht einen Tick länger dauert.

So haben wir getestet

Wir haben 51 feuchtigkeitsspendende Gesichtsmasken eingekauft: 30 Crememasken sowie 21 Hydrogel- und Tuchmasken, darunter etliche, die als Naturkosmetik zertifiziert sind. Die mit Pflegeseren getränkten Tuchmasken bestehen aus Baumwolle, Bambusfasern, Zellulose, Viskose oder Hydrogel.

Die Liste der Inhaltsstoffe haben wir daraufhin überprüft, ob sie umstrittene oder bedenkliche Bestandteile wie umweltproblematische Kunststoffverbindungen enthält. Verschiedene Labors haben alle Produkte analysiert: Enthalten sie Duftstoffe, die Allergien auslösen oder die Haut reizen können? Oder problematische Konservierungsstoffe? Stecken Silikone oder Paraffine in den Produkten? Enthalten Produkte mit Paraffinen problematische Mineralölbestandteile wie MOAH, von denen manche möglicherweise Krebs auslösen?

Am wichtigsten sind für ÖKO-TEST die Inhaltsstoffe einer Maske: Für allergene Duftstoffe oder Konservierungsmittel ziehen wir Noten ab. Umweltbelastende Kunststoffverbindungen, PVC in der Verpackung oder aus unserer Sicht nicht belegte Aging-Versprechen verschlechterten das Gesamturteil.


Foto: Ada Summer/getty images

Fotos: Nina Rocco/ ÖKO-TEST; imago images / Westend61 Illustrationen: mayrum/Shutterstock