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TEST Glasreiniger: Ist doch glasklar


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 25.03.2021

Ein Glasreiniger hinterlässt glänzende Fenster. Er hinterlässt aber noch etwas: Kunststoff. Nicht nur die Plastikflasche. Die Hälfte der Produkte im Test enthält flüssige Kunststoffe.


RATGEBER

1 Sie haben die Wahl: Sechs Produkte sind „sehr gut“. Sie kommen ohne flüssige Kunststoffverbindungen in der Rezeptur aus und stecken noch dazu in einer Verpackung mit Rezyklatanteil.

2 Möglichst sparsam anwenden. Verpackung aufbewahren und nachfüllen – mit einem Konzentrat, Tab oder einer Flüssigkeit aus einem Nachfüllbeutel.

3 Vorsicht mit Computermonitoren: Sie haben oft spezielle Oberflächen, die manche ...

Artikelbild für den Artikel "TEST Glasreiniger: Ist doch glasklar" aus der Ausgabe 4/2021 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 4/2021

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... Reinigungsmittel beschädigen können.

Foto: MrKornFlakes/getty images

Praktisch sind sie. Mit ein paar Spritzern aus der Flasche ist mit Glasreinigern schnell das Fenster, der Spiegel oder die Duschkabine sauber und glänzend gewischt. Unser Test zeigt: Das funktioniert in der Praxis gut, zudem relativ schadstofffrei. 13 der 20 Produkte in unserem Test können wir mit „sehr gut“ oder „gut“ empfehlen.

Allerdings stecken in der Hälfte der Reiniger synthetische Polymere – flüssige Kunststoffe – die sich auf das Glas legen und so das Wiederanschmutzen verzögern. Die Mittel haben noch ein weiteres Plastikproblem: Mehr als ein Drittel der Verpackungen enthalten keine Rezyklatanteile. Sie bestehen also nicht aus wiederverwerteten, sondern aus frischen Kunststoffen. Beim Einkauf ist leider nicht direkt zu erkennen, ob der Glasreiniger synthetische Polymere enthält oder nicht. Die Stoffe sind nicht auf der Packung deklariert, sondern bloß auf dem im Internet abrufbaren Datenblatt. Es handelt sich bei ihnen zwar anders als bei Mikroplastik nicht um feste Partikel. Das Problem ist aber das Gleiche: Über den Regen oder das Abwasser gelangen sie über kurz oder lang in die Umwelt, wo sie sich nur schwer abbauen.

Flüssiger Kunststoff

Warum sind die Polymere überhaupt in den Reinigern enthalten? Die Anbieter begründen ihren Einsatz damit, dass durch den Film, den sie auf Scheiben, Spiegeln und anderen Oberflächen bilden, Schmutz weniger haften bleibe. Die behandelten Flächen blieben länger sauber, Wischen sei seltener nötig. Die Firma Henkel beispielsweise erklärte gegenüber ÖKO-TEST, die im Sidolin Streifenfrei Cristal eingesetzten Polymere sorgten dafür, dass weniger Wassertropfen auf den Scheiben zurückblieben. Dadurch entstünden weniger Kalkränder und bei Duschkabinen könne man auf häufigeres Trockenpolieren verzichten. Eines der in der Rezeptur vorhandenen Polymere (Polyethylenimin) besitze gar die Eigenschaft, kleinste Kratzer in den Glasoberflächen aufzufüllen.


„Am besten plastikfrei: In der Rezeptur keine Kunststoffe – und Verpackungen möglichst aus Rezyklaten.“


Frank Schuster ÖKO-TEST-Redakteur


Wir bleiben dabei: Erstens sind Polymere ein Umweltproblem. Zweitens sind sie unnötig. Denn unser Praxistest zeigt: Die Produkte, in deren Rezepturen keine Kunststoffverbindungen stecken, schneiden genauso gut beim Reinigen ab, teilweise sogar besser. Es braucht also keine Polymere für die Reinigung.

Ansonsten haben wir in puncto Inhaltsstoffe wenig zu bemängeln. Nur im Saubermax Glasreiniger Meeresfrische analysierte das Labor den problematischen Duftstoff Lilial. Zudem findet sich in seiner Rezeptur das umstrittene Lösemittel Aminoethanol, das die Atemwege reizen kann.

Fast streifenfrei sauber

Im Praxistest schnitten alle Produkte „gut“ ab, Almawin Glas & Fenster „sehr gut“. Mit allen lässt sich Fensterglas so reinigen, dass nahezu keine bis kaum Streifen oder höchstens geringfügige Streifenrückstände bleiben. Im Labor wischten die Tester jeweils vergleichbar verschmutzte Fensterinnenflächen sauber. Anschließend leuchteten sie die Scheiben aus und beurteilten das Reinigungsergebnis hinsichtlich Streifenbildung und Glanz. Sie bezogen in ihrer Bewertung auch mit ein, wie häufig ein Nachwischen nötig war, bis das Fensterglas sauber war.

Bei der Prüfung der Reiniger auf Badezimmerspiegeln bewegten sich die Ergebnisse zwischen „sehr gut“ und „befriedigend“. Die Tester trugen zwei verschiedene Schmutzarten auf die Spiegelflächen auf: Abdrücke von fettig eingecremten Fingern sowie Zahncreme-Wasser-Spritzer. Letzteren rückten sie mit den zehn Produkten zu Leibe, deren Sprühkopf eine für hartnäckigen Schmutz vorgesehene Schaumfunktion besitzt. Bei allen Reinigern jedoch prüften sie die Antibeschlageigenschaften, also wie großflächig und wie lange die vorher gereinigte Spiegelfläche nach ordentlich Eindampfen mit Spezialgerät beschlug.

Doch was nutzt der beste Glaseiniger, wenn er unschöne Flecken auf dem Fensterrahmen hinterlässt? Um das zu prüfen, ließen die Tester die Mittel auf weißem Kunststoff und hellbraun lasiertem Holz jeweils bis zu drei Minuten und 24 Stunden einwirken. Am Ende Entwarnung: Fast alle Reiniger sind hier „sehr gut“. Auch die Handhabung prüften die Experten: die Ergonomie der Flaschen und der Sprühköpfe, wie viel Kraft für das Pumpen oder Sprühen nötig ist und wie gut sich die Mittel dosieren lassen. Ergebnis: einmal „sehr gut“, 15 Mal „gut“, vier Mal „befriedigend“.

Rezyklat in Verpackungen

Damit sich der Eintrag von Plastik in die Umwelt reduziert, halten wir es für wichtig, dass in den Verpackungen auch recycelte Kunststoffe aus der Wertstoffsammlung stecken und keine oder nicht nur neu produzierte (zu Rezyklat siehe auch Seiten 108 und 109). Das bewerten wir in diesem Test erstmals. Für elf der zwanzig Produkte im Test legten uns die Anbieter Nachweise darüber vor, dass ihre Verpackungen Anteile an Post-Consumer-Rezyklat (PCR) enthalten. Die Anteile liegen zwischen 35,9 und 67,5 Prozent, bezogen auf das Gewicht der Verpackung. Dass die Reiniger nicht noch bessere Werte erzielen, liegt an den Sprühköpfen. Diese setzen sich aus einem Mix aus mehreren Kunststoffen zusammen, darunter meist PE (Polyethylen) und Polypropylen (PP). Dafür gibt es auf dem Kunststoffmarkt kaum recyceltes Material.

1 Fettige Fingerabdrücke auf dem Spiegelglas sprühten die Tester im Labor ein, um zu prüfen, wie gut sie sich wegwischen lassen.


2 Hartnäckigen Schmutz wie Zahnpastaspritzer schäumten sie vorher ein.


Anders sieht es bei den Flaschenkörpern aus: Sie bestehen meist aus Polyethylenterephthalat (PET), Rezyklatanteil: teils 100 Prozent.

Eine weitere Möglichkeit, Verpackung zu sparen: Flaschen wiederverwenden und Nachfüllkonzentrate nutzen. Oder auch Tabletten wie den Blauen Helden Glasreiniger Power-Tab, dem einzigen Produkt im Test, das keine fertige Flüssigzubereitung ist, sondern in Wasser aufgelöst wird.

So haben wir getestet

Wir haben 20 Glasreiniger in Discountern, Bio- und Supermärkten eingekauft. Davon sind 19 Produkte Flüssigzubereitungen, eines ist ein Tab, das in Wasser aufgelöst werden muss.
Labore analysierten die Reiniger auf bedenkliche Formaldehyd/-abspalter, problematische Duft- und Konservierungsstoffe sowie halogenorganische Verbindungen. Die Rezepturen klopften wir auf Kunststoffverbindungen wie synthetische Polymere ab. Wir prüften, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Datenblätter mit den Inhaltsstoffen im Internet abrufbar sind, und ob die Deklarationen auf den Verpackungen Mängel aufweisen. Die Kunststoffflaschen ließen wir auf umweltschädliche chlorierte Verbindungen untersuchen. Zudem forderten wir von den Herstellern Nachweise über den Rezyklatanteil in den Verpackungen.
In einem Praxistest prüfte ein spezialisiertes Labor an Fenster- und Spiegelglas die Reinigungswirkung: Bleiben Streifenrückstände? Wie häufig ist Nachwischen nötig? Bei Sprühköpfen mit Schaumfunktion: Wie gut lassen sich damit Zahnpastaspritzer am Spiegel beseitigen? Wie steht es um die Antibeschlageigenschaften? Dazu bedampften die Experten Spiegel nach dem Reinigen und beobachteten, ob, wie großflächig und wie lange sie beschlagen. Bleiben Flecken auf Fensterrahmen? Dazu nutzten die Praxistester geeignete Materialien, die den Eigenschaften von weißen Kunststoffrahmen und hellbraun lasierten Holzrahmen entsprachen. Schließlich die Handhabung: Wie ergonomisch sind Flasche und Verschluss? Wie viel Kraft ist für das Pumpen oder Sprühen nötig? Wie gut lässt sich das Reinigungsmittel dosieren und wie treffgenau ist der Sprühstrahl?
Ein empfehlenswerter Glasreiniger enthält möglichst wenige Problemstoffe. Er soll aber auch gut reinigen. Inhaltsstoffe und umweltrelevante Eigenschaften fließen zu etwas höherem Anteil in das Gesamturteil ein als die Gebrauchseignung.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1) Deklarationsmangel: unzureichende Hinweise zur nachhaltigen Verwendung auf der Verpackung. 2) Das Produkt besitzt eine Schaumfunktion; der Parameter Entfernung von Zahnpastaspritzern wurde im Praxistest unter dem Prüfpunkt Reinigung Spiegel mitgeprüft. 3) Der exakte Wert des Testergebnis Praxisprüfung ist 1,483 und damit „sehr gut“. 4) Laut Anbieter ist geplant, bis 2025 den Anteil an recyceltem Kunststoff (PCR) auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen. 5) Laut Anbieter ist der Artikel bereits mit einer neuen Rezeptur und in einer neuen Flasche aus transparentem Kunststoff mit 60 Prozent Anteil an Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) im Handel. 6) Laut Anbieter ist der Reiniger bereits mit einer Rezeptur ohne Lilial und Aminoethanol sowie in einer Flasche mit Rezyklatanteil im Handel. Erkennbar sei das neue Produkt daran, dass auf der Verpackung kein UFI-Code mehr aufgedruckt ist. 7) Laut Anbieter sind seit Dezember 2020 keine anionischen Tenside mehr auf dem Etikett angegeben, da der Anteil unter 0,2% liege und damit unter der Berücksichtigungsgrenze. ÖKO-TEST hat das Produkt im November 2020 eingekauft. 8) Laut Anbieter kommt das Produkt ab Juni 2021 mit Hinweisen zur nachhaltigen Verwendung, zum Recycling und zu Nachfüllmöglichkeiten auf der Verpackung in den Handel. 9) Laut Anbieter wird die zusätzlich zu den Tabs erhältliche PET-Flasche ab Ende April 2021 zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) bestehen und einen neuen Sprühkopf erhalten. Dieser soll in der Handhabung in puncto Greifbarkeit und Kraftaufwand verbessert sein. Erkennbar sei der überarbeitete Sprühkopf an einem neuen Zusatz, einem vor die Düse klappbaren Netzelement für eine Schaumfunktion. 10) Laut Anbieter sollen bis 2025 mindestens 25 Prozent der in den Verpackungen eingesetzten Kunststoffe aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) bestehen. 11) Laut Anbieter nutzt Sonett kein Recyclingmaterial aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne, sondern verwertet seit 2019 Rezyklate von nicht mehr wiederbefüllbaren Sonett-Flaschen, die Kunden in Unverpackt-Läden zurückgaben. Flaschen mit 50-Prozent-Rezyklatanteil seien schon auf dem Markt. Die von ÖKO-TEST getestete Flasche enthalte keine Rezyklatanteile.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: Lilial (Butylphenyl Methylpropional). Zur Abwertung um eine Note führt Aminoethanol (Etha- nolamin). Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zu 40 Prozent aus dem Ergebnis Reinigung Fensterglas, zu 25 Prozent aus dem Ergebnis Reinigung Spiegel, zu 15 Prozent aus dem Ergebnis Fleckenbildung und zu 20 Prozent aus dem Ergebnis Handhabung zusammen. Das Ergebnis Reinigung Spiegel wird wie folgt in Schulnoten mit Nachkommastellen überführt: „nahezu keine Streifen = 1,5; „kaum Streifen“ = 1,7 bzw. 2,0; „geringfügige Streifenrückstände“ = 2,2 bzw. 2,5. Das Ergebnis Reinigung Spiegel setzt sich bei Reinigern mit Schaumfunktion zu jeweils gleichen Teilen zusammen aus den Beurteilungen zu den Prüfungen Entfernung von fettigen Fingerabdrücken, Entfernung von Zahnpastaspritzern und Antibeschlageigenschaften. Bei Reinigern ohne Schaumfunktion setzt es sich zu gleichen Teilen zusammen aus den Beurteilungen zu den Prüfungen Entfernung von fettigen Fingerabdrücken und Antibeschlageigenschaften. Verteilt wurden Noten mit Nachkommastellen: „gut“ = 1,5 bis 2,4; „befriedigend“ = 2,5 bis 3,4. Das Ergebnis Fleckenbildung setzt sich zusammen aus den Beurteilungen zu folgenden Prüfungen (in folgenden Verhältnissen): weißer Kunststoffrahmen/Kurzzeiteinwirkung (35 Prozent); weißer Kunststoffrahmen/Langzeiteinwirkung (15 Prozent); hellbraun lasierter Holzrahmen/ Kurzzeiteinwirkung (35 Prozent); hellbraun lasierter Holzrahmen/Langzeiteinwirkung (15 Prozent). Verteilt wurden Noten mit Nachkommastellen: „sehr gut“ = 1,0 bis 1,4; „gut“ = 1,5 bis 2,4. Das Ergebnis Handhabung setzt sich zusammen aus den Beurteilungen zu folgenden Prüfungen (in folgenden Verhältnissen): Ergonomie des Flaschenhalses/der Flasche (25 Prozent); Kraftbedarf beim Pumpen/Sprühen (25 Prozent); Auftragen/Dosieren des Reinigers (20 Prozent); Treffgenauigkeit des Sprühstrahls (20 Prozent); Öffnen, Vorbereiten der Reinigerflaschen (10 Prozent). Verteilt wurden Noten mit Nachkommastellen: „gut“ = 1,5 bis 2,4; „befriedigend“ = 2,5 bis 3,4. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um zwei Noten: als Kunststoffverbindungen eines oder mehrere der folgenden synthetischen Polymere: Acrylic Copolymer, Polyamine modified, Amphoteric Polyamine, CP Acrylat/Methacrylamidopropyl-CL NA, Polyethylenimin modifiziert. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Anteil von Post-Consumer-Rezyklat (PCR) in der Kunststoffverpackung von weniger als 30 Prozent in Relation zum Gesamtgewicht der Verpackung oder keine Angabe des Anbieters hierzu; b) Deklarationsmangel: auf der Verpackung unzureichende Hinweise zur nachhaltigen Verwendung beim Reinigen (hier: nur Verweis auf das Internet und/oder nur Logo von Cleanright); vorhanden sein sollten mindestens die Hinweise, das Produkt sparsam anzuwenden und nur zum Reinigen von kleinen Flächen zu gebrauchen. Das Gesamturteil setzt sich zu 60 Prozent aus dem Testergebnis Inhaltsstoffe und zu 40 Prozent aus dem Testergebnis Praxistest zusammen. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „mangelhaft“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht. Es wurde kaufmännisch gerundet.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de/M2104.
Einkauf der Testprodukte: November und Dezember 2020.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

TIPPS

Fenster putzen wie die Profis

Verdünnen

Die Glasreiniger im Test sind zum direkten Aufsprühen und trockenem Nachwischen gedacht. Zum Fensterputzen ist das auf Dauer eine teure Methode, die viel Reiniger verbraucht. Besser kleine Menge Reiniger in einen Eimer warmes Wasser geben. Es genügen auch ein paar Tropfen Spülmittel. Die Reinigungsflüssigkeit am mit einem Einwascher, also einem Wischer mit Textilüberzug, verteilen.

Abziehen

Mit einem Fensterabzieher mit Gummi vom Glas wischen. Flüssigkeit an den Fensterrändern entfernt gut ein Fensterleder. Ein Mikrofasertuch eignet sich zum Reinigen der Fensterrahmen.

Gegen Schlieren

Der Gummi des Wischers sollte keine Risse haben, sonst zieht man beim Putzen Schlieren. Eine Wischrichtung einhalten, vor allem bei größeren Flächen.


Fotos: Anja Wägele; (2) Labor Illustration: Wiktoria Matynia/Shutterstock