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TEST HÄCKSLER : HÄCKSENWERK


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2017 vom 28.09.2017

Keine Zauberei, sondern solide Technik: Die meisten Häcksler im Test leisten brauchbare Arbeit, sofern das Schnittgut nicht zu weich ist. Deutliche Unterschiede offenbaren sich allerdings in puncto Materialeinzug, Standfestigkeit und Lärm.


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Foto: Grahamphoto23/getty images

Wenn endlich Bäume beschnitten, Stauden gestutzt und Hecken getrimmt sind, stellt sich fleißigen Gärtnern die Frage: Wohin mit den botanischen Überresten? Eine Option: Ab damit in den Häcksler. Schließlich sind Reisighaufen zwar aus ökologischer Sicht wünschenswert, aber nicht in allen Gärten möglich. Und für die Grüngut-Annahmestelle ...

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... ist die nährstoffreiche Bio-Masse eigentlich zu schade. Für den Häcksler spricht: Er schafft Platz und zerkleinert Schnittgut so, dass man es wahlweise als Kompost, Mulch oder Belag für Wege verwenden kann. Allerdings sind Häcksler nicht ganz billig und Hobbygärtner nutzen sie selten häufiger als ein bis zwei Mal im Jahr.

Die Auswahl ist groß, sie reicht von Einsteigermodellen ab etwa 100 Euro bis hin zu Profigeräten für mehrere Tausend Euro. Die günstigste Preisklasse bilden Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss, für deren Betrieb ein Verlängerungskabel genügt. Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen Messer- und Walzenhäckslern (s. Info-Kasten, S. 138).


Walzenhäcksler kosten im Hobbysegment mehr als Messerhäcksler. Dafür zerkleinern sie auch besser, insbesondere Äste.


Hat ein Garten keinen Stromanschluss, helfen Modelle mit Verbrennungsmotoren. Verfügt er gar über Starkstrom, hält der Markt auch sehr leistungsfähige Alternativen bereit.

ÖKO-TEST wollte wissen, welche Qualität Einsteigermodelle für den Hobbygebrauch bieten. Wir haben dazu zwölf Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss in einem Praxislabor verschiedenes Schnittgut verarbeiten lassen. Und natürlich haben die Experten auch auf Ausstattung, Handhabung und Sicherheit geachtet.

DAS TESTERGEBNIS

Breites Mittelfeld: Neun von zwölf Geräten schneiden mit „befriedigend“ ab. Allerdings verpassen sechs die „gute“ Note nur knapp. Zwei Ausreißer nach unten schaffen nur ein „ausreichend“. Nur einen Häcksler können wir mit „gut“ empfehlen.

Bester Zerkleinerer: Nur der Bosch AXT 25 TC erhält von uns die Note „gut“. Das Gerät mit dem besonderen Walzensystem überzeugte die Prüfer beim Zerkleinern von Baum- und Strauchschnitt als einziges auf ganzer Linie. Als es an den Heckenund Staudenschnitt ging, offenbarte auch der AXT 25 TC Schwächen – wie alle Geräte im Test.
Mit Baum- und Strauchschnitt kommen die Walzenhäcksler am besten klar. Während man bei Messerhäckslern nachschieben muss, damit das Material zu den Messern gelangt, ziehen Walzenhäcksler Äste selbst ein. Das ist praktisch, Hobbygärtner können derweil schon nach dem nächsten Ast greifen. Holziges Material blockiert eher bei Messer- als bei Walzenhäckslern. Wenn das passiert, können Walzenhäcksler per Knopfdruck die Drehrichtung der Walze umkehren, häufig ist der Ast dann schon wieder frei. Bei Messerhäckslern ist es oft umständlicher, eine Blockierung zu lösen.
Laub offenbart Schwächen. Insbesondere Walzenhäcksler haben Probleme mit frischem laubreichem Material wie Hecken- und Staudenschnitt. Sie ziehen es schlecht ein und verstopfen leicht. Die Messerhäcksler schneiden in der Laubprüfung tendenziell besser ab, über ein „befriedigend“ kommt aber keiner hinaus. Wer laubhaltiges, eher weiches Material verarbeitet, sollte deshalb nicht zu viel auf einmal hineingeben und regelmäßig Äste nachschieben.
Was hinten rauskommt: Messerhäcksler zerkleinern das Material nahezu vollständig zu relativ kleinen Stücken mit glatter Schnittkante. Das Schnittbild von Walzenhäckslern zeigt sich im Vergleich dazu gröber. Nicht immer ist hier das Schnittgut sauber getrennt. Für den Kompost taugt das zwar allemal. Wer aber ein homogeneres Ergebnis erwartet, muss immer wieder den Abstand der Walze zur Andruckplatte nachjustieren. Die Qualität des Häckselguts können Gärtner leicht überprüfen, wenn der Fangbehälter transparent ist oder Sichtschlitze hat. Dies ist beim Scheppach GSH3400-20K nicht der Fall.
Ohren zu und durch! Alle Messerhäcksler beschallen die Nutzer während des Häckselns mit mehr als 100 Dezibel, die Modelle von Atika und Obi sogar mit knapp 110 Dezibel. Sie sind damit ähnlich laut wie Motorsägen. Walzenhäcksler lärmen weniger, Anbieter deklarieren sie deshalb gern als „Leisehäcksler“. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Alle Walzenhäcksler waren immer noch deutlich lauter als 80 Dezibel. Der Bosch AXT 22 D beschallt Nutzer sogar mit mehr als 90 Dezibel. Auch auffällig: Die Produkte von Mr. Gardener, CMI und Scheppach dröhnen selbst im Leerlauf noch mit mehr als 80 Dezibel. Das beauftragte Labor hat praxisnah mit einem Mikrofon direkt am Ohr eines 1,80 Meter großen Nutzers gemessen.
In puncto Ausstattung, Handhabung und Sicherheit schneiden nur vier Häcksler schlechter als mit „gut“ ab. Viele Walzenhäcksler haben den Nachteil, dass man nur umständlich an die Walze herankommt, etwa um hartnäckige Verstopfungen zu lösen oder sie zu reinigen. Bosch hingegen bietet für die Modelle AXT 25 TC und AXT 22 D einen leicht abnehmbaren Einfüllbereich, der einen einfachen und zugleich sicheren Zugang ermöglicht. Apro pos Sicherheit: In dieser Hinsicht zeigten sich glücklicherweise keine größeren Mängel. Den Prüfern fiel aber auf, dass sich hin und wieder einzelne Äste an der Einfüllöffnung stärker hin und her bewegen können. Lassen Hobbygärtner etwas Umsicht walten, sollte dies aber keine Gefahr darstellen.

ÖKO-TEST

An Walzenhäckslern zu arbeiten macht mir mehr Freude als an Messerhäckslern – vor allem weil sie die Äste selbst einziehen. Das Nachdrücken bei Messerhäckslern kostet Kraft und man kann dabei ziemlich durchgerüttelt werden.

Jörg Döbereiner, ÖKO-TEST-Redakteur


Foto: Anja Wägele

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar:
Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1)
Die im Lieferumfang enthaltene Astschere wurde von ÖKO-TEST nicht getestet.2) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Hammer.3) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Kreuzschlitzschraubendreher.4) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Schlitzschraubendreher, Hammer.5) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Torxschraubendreher.6) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Gabelschlüssel.7) Zusätzliches Werkzeug zur Montage benötigt: Gabelschüssel, Kreuzschlitzschraubendreher.8) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zu 40 Prozent aus dem Teilergebnis Ausstattung, Handhabung und Sicherheit zusammen und zu 60 Prozent aus dem Teilergebnis Häckseln. Es wird kaufmännisch gerundet. Das Teilergebnis Ausstattung, Handhabung und Sicherheit setzt sich aus folgenden Ergebnissen zusammen:
1. Ausstattung: in Ordnung = „sehr gut“. Zwei Minuspunkte gibt es für: weder Fangbox noch -sack im Lieferumfang enthalten. Jeweils einen Minuspunkt gibt es für: a) maximal häckselbarer Astdurchmesser unter 40 Millimeter, aber mindestens 30 Millimeter; b) mehr als 20 Minuten Montagezeit; c) Montage unnötig kompliziert aufgrund ungenauer Gebrauchsanweisung; d) Fangsack ohne Aufhängung, Häckselgut kann herausfallen; e) Fangbox nicht transparent und ohne Sichtfenster, keine einfache Kontrolle des Häckselguts möglich.
2. Handhabung: zwei Minuspunkte gibt es für: a) wenig standfest; b) eine gemessene Lautstärke von mehr als 100 dB(A) (Dezibel) beim Häckseln von Holz (in der Tabelle: „sehr laut beim Häckseln“). Jeweils einen Minuspunkt gibt es für: a) Beseitigung von Blockierungen etwas umständlich; b) Zugang zur Walze umständlich (bei Walzenhäckslern); c) Fangbox kann beim Ankippen zum Transport unbeabsichtigt mit dem Fuß herausgetreten werden, im Bewegungsablauf kann das Schienbein schmerzhaft gegen das Gestänge stoßen; d) eine gemessene Lautstärke von mehr als 80 dB(A) im Leerlauf (in der Tabelle: „auffallend laut im Leerlauf“); e) eine gemessene Lautstärke von mehr als 90 dB(A) bis 100 dB(A) beim Häckseln von Holz (in der Tabelle: „auffallend laut beim Häckseln“); f) Material nicht ganz zufriedenstellend zerteilt, Nachstellen der Andruckplatte nötig (bei Walzenhäckslern); g) eher wenig standfest. 3. Sicherheit: in Ordnung = „sehr gut“.
Die einzelnen Minuspunkte aus Ausstattung, Handhabung und Sicherheit werden addiert. 0–1 Minuspunkte = „sehr gut“; 2–4 Minuspunkte = „gut“; 5–7 Minuspunkte = „befriedigend“; 8–10 Minuspunkte = „ausreichend“.
Das Teilergebnis Häckseln setzt sich zu 70 Prozent aus dem Häckseln von holzreichem Baum- und Strauchschnitt zusammen und zu 30 Prozent aus dem Häckseln von Hecken- und Staudenschnitt mit hohem Laubanteil. Beim Häckseln von Baum- und Strauchschnitt entsprechen die Prüfergebnisse folgenden Noten: kraftvoller Einzug, sehr guter Durchzug, sehr geringe Blockierneigung = „sehr gut“; kraftvoller Einzug, guter Durchzug, sehr geringe oder geringe Blockierneigung = „gut“; Nachschieben erforderlich, guter Durchzug, eher geringe Blockierneigung = „befriedigend“; Nachschieben erforderlich, eher guter Durchzug, geringe oder eher geringe Blockierneigung = „befriedigend“; aufwendiges Nachschieben erforderlich, eher wenig Durchzugskraft, eher starke Blockierneigung = „ausreichend“; sehr aufwendiges Nachschieben erforderlich, wenig Durchzugskraft, starke Blockierneigung = „mangelhaft“. Beim Häckseln von Hecken- und Staudenschnitt entsprechen die Prüfergebnisse folgenden Noten: schwacher Einzug, hoher Laubanteil gut zu verarbeiten, eher starke Verstopfungsneigung = „befriedigend“; schwacher Einzug, hoher Laubanteil durchschnittlich (eher gut) zu verarbeiten, eher starke Verstopfungsneigung = „ausreichend“; schwacher Einzug, hoher Laubanteil eher schlecht zu verarbeiten, eher starke Verstopfungsneigung = „ausreichend“; schwacher Einzug, hoher Laubanteil schlecht zu verarbeiten, starke oder eher starke Verstopfungsneigung = „mangelhaft“. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ ist, verschlechtert das Teilergebnis Ausstattung, Handhabung und Sicherheit um eine Note.Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de → Suchen → „M1710“ eingeben.Einkauf der Testprodukte: Juni 2017.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikro filme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

BOSCH AXT 25 TC

Der Testsieger kostet laut Bosch-Homepage stolze 549,99 Euro, wir haben im Handel 383,90 Euro bezahlt. Er arbeitet mit einer – vom Hersteller als „Turbine Cut System“ bezeichneten – besonderen Walze (siehe Info-Kasten). Baum- und Strauchschnitt bewältigt er sehr gut, auch wenn andere schneller sind. Mit frischem laubreichem Hecken- und Staudenschnitt hat er Probleme, wie alle Walzenhäcksler. Clever gestaltet ist der Einfüllbereich, er lässt sich unkompliziert abnehmen und in der Fangbox verstauen. Das spart Platz und man gelangt einfach an das Häckselwerk.
Preis: 383,90 Euro

GESAMTURTEIL GUT

ATIKA AH 621 TYP LHF 2800

Ein solider Walzenhäcksler mit Fangbox. Baum- und Strauchschnitt verarbeitet er gut, mit frischem Laub kommt er schlecht zurecht – wie alle Walzenhäcksler. Das Material zerteilt er nicht immer zufriedenstellend und man gelangt nur relativ umständlich an die Walze. Mit 31 Kilogramm zählt er zu den schwereren.
Preis: 185,–Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

ATIKA TYP AMA 2500

Das zweitgünstigste Modell im Test lärmt von allen am lautesten: Die gemessenen 109 Dezibel dürften Nachbars Mittagsnickerchen ein nachhaltiges Ende bereiten. Baum- und Strauchschnitt häckselt der Messerhäcksler schnell und solide und sogar etwas besser als frischen Hecken- und Staudenschnitt. Die Beseitigung von Blockierungen gestaltet sich bisweilen umständlich. Mit 18,5 Kilogramm einer der leichteren, aber auch eher wenig standfest. Leider kann man den Fangsack nicht am Gerät aufhängen. Man stellt ihn lediglich darunter, Häckselgut kann daneben landen.
Preis: 108,90 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

BOSCH AXT 22 D

Am Preis-Leistungs-Verhältnis hapert es beim konventionellen Walzenhäcksler von Bosch. 419,99 Euro soll er laut Hersteller-Homepage kosten, wir haben im Handel immerhin noch knapp 350 Euro bezahlt. Im Vergleich mit dem „guten“ AXT 25 TC arbeitet der AXT 22 D zwar etwas schneller, dafür zerkleinert er unsauberer und deutlich lauter. Und er schafft nur Äste unter vier Zentimetern Durchmesser. Auch beim AXT 22 D lässt sich der Einfüllbereich leicht abnehmen, man gelangt also unkompliziert zur Walze.
Preis: 349,86 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

BOSCH AXT RAPID 2000

Der teuerste Messerhäcksler im Test, aber in puncto Häckseln auch der beste. Baum- und Strauchschnitt zerkleinert er etwas schlechter als Walzenhäcksler. Dafür verarbeitet er frisches Material mit hohem Laubanteil gut, wenngleich auch er zur Verstopfung neigt. Blockierungen sind etwas umständlich zu beseitigen. Mit 11,5 Kilogramm das Fliegengewicht im Test und wenig standfest. Er schafft nur Äste unter vier Zentimetern Durchmesser und lärmt mit über 100 Dezibel. Und er ist der einzige, der weder Fangbox noch Fangsack mitliefert. Kostet laut Bosch-Homepage sogar 259,99 Euro.
Preis: 191,45 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

GARDOL GLH-E 2845 B

Das Modell von Bauhaus verarbeitet Baum- und Strauchschnitt gut, frischen Hecken- und Staudenschnitt mit hohem Laubanteil schlecht. Das Material zerteilt es nicht ganz zufriedenstellend und der Zugang zur Walze ist relativ umständlich. Zum Aufbau sind Gabelschlüssel und Kreuzschlitzschraubendreher nötig, die im Lieferumfang fehlen. Dafür liefert Bauhaus eine Astschere mit.
Preis: 198,–Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

GÜDE GH 2800 SUPER SILENT

Der günstigste Walzenhäcksler im Test leistet gute Arbeit bei Baum- und Strauchschnitt, er war im Geschwindigkeitstest mit zehn Kilogramm Strauchschnitt sogar der schnellste. Mit frischem laubreichem Hecken- und Staudenschnitt hat er die üblichen Walzenhäcksler-Probleme. Das Material zerteilt er leider nicht ganz zufriedenstellend, der Zugang zur Walze ist zudem relativ umständlich. Negativ fiel den Testern die lange, unnötig komplizierte Montage auf.
Preis: 166,99 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

MR. GARDENER ELH 2842 B

Der Walzenhäcksler der Hagebau-Tochter Zeus schneidet durchschnittlich ab: „gut“ für Baum- und Strauchschnitt, den er schnell verarbeitet; „mangelhaft“ für frischen laubreichen Hecken- und Staudenschnitt. Wie bei anderen Walzenhäckslern ist auch bei ihm der Zugang zur Walze relativ umständlich und wird das Material nicht ganz zufriedenstellend zerteilt. Zudem dröhnt er bereits im Leerlauf auffallend laut. Mit nur 22 Kilogramm das leichteste Walzenmodell im Test. Der Mr. Gardener ELH 2842 B kostete 179 Euro, Hagebau hat ihn zum Zeitpunkt unseres Einkaufs für 149,–Euro verkauft.
Preis: 179,–Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

VIKING GE 135 L

Das teure Viking-Modell verarbeitet Baum- und Strauchschnitt gut und zügig, hat bei frischem laubreichem Hecken- und Staudenschnitt aber ähnliche Probleme wie andere Walzenhäcksler. Der Zugang zur Walze ist eher umständlich, das Material zerteilt er nicht ganz zufriedenstellend. Leider schafft das Gerät nur Äste unter vier Zentimetern Durchmesser. Die Montage dauert relativ lange, man braucht dafür zudem einen Torxschraubendreher, den Viking nicht mitliefert. Als unverbindliche Preisempfehlung hat uns Viking 399,–Euro mitgeteilt. Wir haben das Gerät im Handel günstiger gekauft.
Preis: 399,–Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

WOLF-GARTEN SDE 2800 EVO

Unterm Strich bester Messerhäcksler im Test, dafür relativ teuer. Er bewältigt Baum- und Strauchschnitt solide. Frischen laubreichen Hecken- und Staudenschnitt verarbeitet er nicht gut, aber etwas besser als die Walzenhäcksler im Test. Blockierungen sind etwas umständlich zu lösen. Wie die anderen Messerhäcksler fällt auch er durch viel Lärm auf. Mit 24 Kilogramm das schwerste Messer-Modell im Test, dafür aber auch das standfesteste. Kostet laut Anbieter-Homepage 279,99 Euro, wir haben im Handel deutlich weniger bezahlt.
Preis: 187,78 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

CMI C-EMH-2400/40

Das günstigste Gerät im Test schneidet am schlechtesten ab. Baum- und Strauchschnitt verarbeitet der Obi-Häcksler nur „mangelhaft“, frischen Hecken- und Staudenschnitt immerhin „befriedigend“. Insbesondere festes Material zerteilt er auffallend langsam, die Beseitigung von Blockierungen gestaltet sich etwas umständlich. Zudem ist das Zwölf-Kilogramm-Modell wenig standfest und es lärmt sowohl im Leerlauf als auch beim Häckseln.
Preis: 99,99 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

SCHEPPACH GSH3400-20K

Der Scheppach-Messerhäcksler hat mit Baum- und Strauchschnitt größere Probleme als die meisten Häcksler im Test. Frischen laubreichen Hecken- und Staudenschnitt schafft er grundsätzlich, er hat aber einen schwachen Einzug und neigt zur Verstopfung. Die Beseitigung von Blockierungen ist dabei eher umständlich. Trotz Fangbox ist er eher wenig standfest. Mit über 90 Dezibel hält er zudem den unrühmlichen Rekord des lautesten Geräts im Leerlauf. Häckselt er schließlich, verteilt der Hobbygärtner besser großflächig Gehörschutz. Kostet laut Scheppach-Homepage 159,–Euro.
Preis: 120,22 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

ÖKO-TEST RÄT

► Für holziges Material eignen sich Walzenhäcksler. Wem der „gute“ Bosch AXT 25 TC zu teuer ist, kann zu einem von vier Walzenhäckslern unter 200 Euro greifen.
► Beim Häckseln Handschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz und festes Schuhwerk tragen und das Gerät nur auf stabilen, waagerechten Untergrund stellen.
► Häcksler kann man auch mieten. Bei Fachhändlern für Gartentechnik und in Baumärkten kostet das zwischen 30 und 45 Euro pro Tag.

DREI VERSCHIEDENE SCHNEIDSYSTEME

Man unterscheidet Messer- und Walzenhäcksler. BeiMesserhäckslern (Bild rechts) zerkleinern auf einer schnell rotierenden Scheibe angebrachte Messer den Grünschnitt. Dabei entstehen Schnipsel, die gut zum Mulchen geeignet sind. In denWalzenhäckslern (unten links) zerquetscht und zerschneidet eine rotierende Walze das Grünzeug an einer Andruckplatte. Das entstandene Material eignet sich besonders für den Kompost. In diesem Bild ist zudem zu sehen, wie ein Walzenhäcksler verstopfen kann, wenn man zu viel weiches, laubreiches Schnittgut einführt. Eine besondere Form der Walze verbirgt sich im Bosch AXT 25 TC (Bild unten rechts, aufgenommen aus der Vogelperspektive bei abmontiertem Einfülltrichter). Von oben gelangt das Schnittgut in das sich drehende Schneidwerk und wird so besonders gut zerkleinert.

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Wir haben in Baumärkten, im Fachhandel und online zwölf Elektrohäcksler mit 230-Volt-Anschluss eingekauft: sechs Walzenhäcksler, fünf Messerhäcksler und ein Modell mit besonderem Walzensystem. Das teuerste Gerät kostet laut Hersteller-Homepage 549,99 Euro, wir haben dafür 383,90 Euro bezahlt. Das günstigste kostet knapp 100 Euro. Im Test sind drei Geräte von Bosch, weil alle drei in ihrer Klasse zu den beliebtesten zählen.

Die Praxisprüfung
In einem unabhängigen Prüfinstitut mussten die Häcksler sowohl relativ harten Strauch- und Baumschnitt als auch weicheren Hecken- und Staudenschnitt bewältigen. Die Experten prüften, ob es Probleme beim Einzug und Durchzug gab oder ob die Geräte häufig verstopften. Sie bewerteten unter anderem die Ausstattung der Häcksler, checkten verschiedene Sicherheitsaspekte und maßen die Lautstärke.

Die Weiteren Mängel
Ein Schadstofflabor prüfte Kunststoffteile, ob sich darin chlorierte Verbindungen befinden. Sie belasten die Umwelt bei ihrer Herstellung und Entsorgung.

Die Bewertung
Die Geräte müssen vor allem gut arbeiten, deshalb ist für das Gesamturteil die Praxisprüfung ausschlaggebend. Diese besteht zu 60 Prozent aus dem Teilergebnis Häckseln, 40 Prozent entfallen auf Ausstattung, Handhabung und Sicherheit. Das Häckseln von eher holzigem Baum- und Strauchschnitt gewichten wir deutlich stärker als das von Hecken- und Staudenschnitt mit hohem Laubanteil. Denn schlechte Ergebnisse mit laubreichem Material können Nutzer relativ einfach selbst verbessern, indem sie im Wechsel holziges Häckselgut verarbeiten.

Für die Lautstärkemessung häckselte ein Prüfer Kiefernholz. Ein Mikrofon misst den Schalldruckpegel an seinem Ohr.


Foto: Labor