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TEST Halsschmerzmittel: Hilft alles nix


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2010 vom 26.11.2010

Halsschmerzen sind oft das erste Symptom einer sich anbahnenden Erkältung. Pastillen und Lösungen versprechen Abhilfe – doch nur von einem Produkt ist diese auch zu erwarten.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 12/2010

Bestimmt kennen auch Sie jemanden, der nicht nur jedes anfliegende Erkältungsvirus mitnimmt, sondern den es dann auch noch mit voller Wucht erwischt: Halsschmerzen, Schnupfen, Husten. Währenddessen spazieren Sie praktisch erkältungsfrei durch den Winter. Begründet werden die unterschiedlichen Reakti onen mit der Schwäche oder Stärke des jeweiligen Immunsystems. Allerdings seien die Zusammenhänge anders als bislang gedacht, ...

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Bestimmt kennen auch Sie jemanden, der nicht nur jedes anfliegende Erkältungsvirus mitnimmt, sondern den es dann auch noch mit voller Wucht erwischt: Halsschmerzen, Schnupfen, Husten. Währenddessen spazieren Sie praktisch erkältungsfrei durch den Winter. Begründet werden die unterschiedlichen Reakti onen mit der Schwäche oder Stärke des jeweiligen Immunsystems. Allerdings seien die Zusammenhänge anders als bislang gedacht, verbreitete kürzlichDer Spiegel unter Verweis auf die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Jennifer Ackermann: Demnach soll eine schwere Erkältung sogar Ausweis ei ner überaus ge sunden Körperabwehr sein.

Für Professor Hans Wil -helm Doerr ist das allerdings „nichts Neues“. „Es ist richtig, dass Entzündungsreaktionen gegen die Infektion einen Großteil der Beschwerden bei Erkältungsund anderen Infektionskrankheiten ausmachen“, erklärt der Direktor des Instituts für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ob eine Erkältung mild oder heftig verläuft, hängt zudem davon ab, wie viele Erreger eingeatmet wurden und ob bereits eine gewisse Teilimmunität besteht, also ob die Abwehr schon einmal Kontakt mit dem aktuellen Erreger hatte.

Bedeutsam für die erste Abwehr ist das angeborene Immunsystem, das eingedrungene Erreger erkennt und ihnen den Garaus macht. Diese Immunität lasse sich durch gesunde vitaminreiche Ernährung langfristig stärken, betont Doerr. Auch regelmäßige Bewegung verringert das Erkältungsrisiko. Auf der anderen Seite schützt die Einhaltung einfacher Hy gieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen vor den Malaisen: Viren, die auf Türgriffen oder Händen kleben, werden via Schmierinfektion übertra gen. Streicht man sich dann mit der verkeimten Hand durchs Gesicht, bringt man die Mikroben praktisch direkt an ih re Eintrittspforten Nase, Mund und Augen.

Halsschmerzmittel sind verzichtbar

„Halsschmerzmittel zeigen in vielerlei Hinsicht eklatante therapeutische Schwächen, weshalb sie generell als verzichtbar eingestuft werden können.“

Professor Manfred Schubert-Zsilavecz , Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt/Main, berät ÖKOTEST bei allen Fragen zu Arzneimitteln.


Fast 25 Millionen Packungen mit Halsschmerzmitteln wurden 2009 gekauft


Ein schmerzender Hals ist oft das erste Anzeichen einer sich anbahnenden Erkältung. Aber nur eine Minderheit der Betroffenen sucht deshalb gleich einen Arzt auf. In Deutschland ist die wehe Kehle lediglich bei zwei Prozent aller Kontakte mit dem Hausarzt das Hauptanliegen des Patienten. Nur jeden sechsten Fall stuft der Arzt als schwerwiegend ein. Sind es tatsächlich die üblichen Erreger eines grippalen Infekts, dann schmerzt der Hals drei bis fünf Tage lang. Nach einer Woche ist der Spuk in der Regel vorbei, Komplikationen sind selten.

Der Griff zu Hausmitteln kann die Symptome lindern: Viel trinken, mit Salzwasser oder Salbeitee gurgeln, Kräuterbonbons lutschen oder Halswickel anlegen schafft in vielen Fällen Erleichterung – auch wenn der Nutzen dieser Maßnah-men wissenschaftlich nicht belegt ist.

Viele Menschen greifen lieber zu medizinischen Lutschtabletten aus Apotheke oder Drogerie. 24,9 Millionen Packungen mit Halsschmerzmitteln, die lokal betäubend, entzündungshemmend oder keimtötend wirken, wurden nach Angaben von IMS Health im Jahr 2009 gekauft. Damit erzielten die Präparate einen Umsatz von immerhin 194 Millionen Euro. Doch sind sie tatsächlich bes ser als die günstigen Haus mittel? Um das zu klären, hat ÖKO-TEST 20 Halsschmerzmittel eingekauft, vor allem Lutschtabletten und Pastillen, aber auch Sprüh- und Gurgellösungen. Alle sind als Arzneimittel zugelassen, eines davon als traditionelles Arzneimittel. Unseren wis senschaftlichen Bera ter, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz von der Uni Frankfurt, haben wir mit der Begutachtung der Präparate beauftragt.

Das Testergebnis

■ Das Geld können Sie sich sparen: Bis auf ein Produkt mit einem Gesamturteil „befriedigend“ schneiden alle anderen untersuchten Mittel mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab.
■ Egal ob die Präparate entzündungshemmend, keimtötend oder lokal betäubend wirken: Ihre Anwendung bei Halsschmerzen bringt dem Geplagten keine Vorteile. Sie wirken bestenfalls rein symptomatisch, ohne die Dauer der Halsschmerzen zu verkürzen. „Die Anwendung von Lutschtabletten, Gurgellösungen und Rachensprays mit Lokalantiseptika und/oder von Lo kalanästhetika oder An - ti biotika wird nicht empfohlen“, heißt es in einer aktuellen Leitlinie Halsschmerzen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Weder durch Lutschen noch durch Gurgeln, allenfalls durch Sprays werden tiefe Rachenregionen wie der Kehlkopf erreicht. Sinnvoll erscheint einzig bei starken Halsschmerzen der kurzzeitige Ge brauch derTrachisan Hals schmerztabletten mit dem lokal betäubend wirkenden Lidocain. Für dieses Produkt liegen belastbare Daten aus einer Studie vor, weshalb wir es unterm Strich mit „befriedigend“ beurteilen.

Kompakt

Patientenleitlinie

Ebenso ausführliche wie verständliche Informationen rund um das Thema Halsschmerzen bietet eine unter www.patientenleitlinien.de → Halsschmerzen zugängliche Leitlinie. Obgleich auf dem Stand von 2005, haben die Empfehlungen nichts von ihrer Gültigkeit verloren.

Mandelentzündung

Wem häufiger eine Mandelentzündung Halsschmerzen bereitet, fragt sich, ob er sich die Gaumen- oder Rachenmandeln nicht besser herausnehmen lässt. Infrage kommt eine Mandeloperation, wenn die Mandeln mindestens fünfmal pro Jahr entzündet sind und wenn die Entzündung auch auf andere Organe übergreift und beispielsweise zu Herzbeschwerden führt. Halsschmerzen können aber auch nach einer erfolgreichen OP auftreten.

Räusperzwang

Halsschmerzen gehen häufig mit Heiserkeit einher. Dann ist nicht nur die Rachenschleimhaut gereizt, sondern auch Stimmbänder und Kehlkopf sind angegriffen. Schließen die geschwollenen Stimmbänder beim Sprechen nicht richtig, klingt die Stimme heiser. Gerät die Schleimbildung im Hals aus den Fugen, kommt es zum Räusperzwang, dem berühmten Frosch im Hals.

Wenn’s keine Erkältung ist

Auch das pfeiffersche Drüsenfieber (Mononucleose) sowie Kinderkrankheiten wie Scharlach und Diphtherie gehen mit Halsschmerzen einher. Die vom Epstein-Barr-Virus ausgelöste Mononucleose klingt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab. Die Halsschmerzen können über drei bis fünf Tage sehr heftig sein, klingen dann aber innerhalb von sieben bis zehn Tagen ab. Komplikationen sind selten.

Bakterielle Halsentzündung

Schätzungsweise fünf bis zehn Prozent aller Rachenentzündungen bei Erwachsenen werden von sogenannten Gruppe-A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes) ausgelöst. Die Bakterien verursachen plötzlich einsetzende Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Hier kann der gezielte Einsatz eines Antibiotikums notwendig werden, das dann konsequent einzunehmen ist.


Die Anwendung von Mitteln gegen Halsschmerzen wird nicht empfohlen


Zu den keimtötend wirkenden Antiseptika zählen die Wirkstoffe Dequaliniumchlorid, Cetylpyridiumchlorid, Hexamidin-diisethionat, 2,4-Dichlorbenzylalkohol, Amylmetacresol, Benzalkoniumchlorid und Cetrimoniumbromid. Dazu schreibt die DEGAM: „Die Anwendung von Lokalantiseptika macht nachweislich keinen Sinn, da sie nur an der Oberfläche wirken können, während sich die wesentliche Infektion in der Tiefe des Gewebes abspielt.“ Die Substanzen gelangen also erst gar nicht an den Ort des Geschehens. Die Kombination zweier Antiseptika(Neo-Angin Halstabletten Zuckerfrei, Lutschtabletten, Dobendan Strepsils Cool, Lutschtabletten undWick Sulagil Halsspray) macht die Mittel nicht wirksamer, sondern erhöht unnötig die Gefahr von Nebenwirkungen, vor allem die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie auszulösen.


Antibiotische Wirkstoffe sind überflüssig, da vor allem Viren die Erreger sind


Die antibiotischen Wirkstoffe Fusafungin und Tyrothricin sollen Bakterien an ihrer Vermehrung hindern oder sie gleich dahinraffen. Auch damit treffen die Mittel nur selten ins Schwarze, sind doch 50 bis 80 Prozent aller Rachenentzündungen durch Viren und nicht durch Bakterien verursacht. Zudem moniert die DEGAM das Fehlen kontrollierter Studien, in denen Patienten und Präparate nach dem Zufallsprinzip zugeordnet (randomisiert) wurden. Wir werten die Substanzen daher um zwei Noten ab.

■ Bei einigen Präparaten ist die Anwendungsdauer im Beipackzettel nicht ausrei - chend begrenzt. Bei den drei DrogerieproduktenFran ziskus ,Das gesunde Plus sowieFit + Vital ist lediglich davon die Rede, die Halstabletten „nicht längerfristig“ einzunehmen. Das ist uns zu unpräzise, höchstens drei bis fünf Tage sollten die Mittel eingenommen werden. Die Einnahme derDorithricin Halstabletten, Lutschtabletten soll „noch einen Tag nach Abklingen der Beschwerden fortgesetzt werden“ – es scheint egal zu sein, wie lange die Beschwerden andauern.
■ Notenabzüge gibt es für einige Hilfsstoffe: für Alkohol in derLaryngomedin N Sprühlösung und imWick Sulagil Halsspray , für die gelben und roten Farbstoffe E 104 und E 124 in sechs Präparaten, für Paraffin in zwei Präparaten und für das Treibgas Norfluran imLocabiosol S Inhalierspray von Stada.

Unsere Empfehlungen

Halsschmerzen am besten mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen bekämpfen. Dabei die in den Gebrauchsinformationen angegebenen Dosierungsempfehlungen einhalten.
Kräuterbonbons lutschen (Salbei oder Eukalyptus). Mit Salzwasser (ein halber Teelöffel Salz auf ein Glas warmes Wasser) oder Salbeitee gurgeln.
Bei Heiserkeit die Stimme schonen, also nicht zu viel und nicht zu laut sprechen. Flüstern vermeiden. Stattdessen kurz und knapp in normaler Lautstärke reden.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wenn die Temperaturen sinken, haben Erkältungsviren Hochkonjunktur. Erstes Symptom einer Erkältung ist häufig ein rauer Hals, der schmerzt, Schluckbeschwerden bereitet und die Stimme in ungewohnte Tonlagen zwingt. Zuletzt haben wir vor drei Jahren Halsschmerzmittel getestet. Das Ergebnis war deprimierend. Jetzt wollten wir wissen, ob es neue Ansätze oder neue Studien zu den Präparaten gibt. Um das Testfeld überschaubar zu halten, haben wir uns auf als Arzneimittel zugelassene Produkte beschränkt.

Inhaltsstoffe und Deklaration

Wie üblich bei unseren Arzneimitteltests haben wir unseren wissenschaftlichen Berater gebeten, die Präparate zu begutachten. Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, derzeit Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, lehrt pharmazeutische Chemie an der Universität Frankfurt und leitet das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker. Er ist der Frage nachgegangen, wie es um die Wirksamkeit der Arzneimittel bestellt ist. Zwar argumentieren die Anbieter häufig, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ihrer Präparate seien durch die Zulassung belegt. Die Zulassungsbehörde trifft ihre Entscheidung aufgrund der vom Hersteller eingereichten Daten. Da ÖKO-TEST auch weitergehende Studien zur Bewertung heranzieht, können sich abweichende Einschätzungen hinsichtlich der Wirksamkeit ergeben. Die Gebrauchsinformation haben wir vor allem im Hinblick auf Anwendungsbeschränkungen sowie die deklarierten Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen.

Die Bewertung

Im Zentrum der pharmakologischen Begutachtung steht die Auswertung der publizierten Studien, aber auch Deklarationsmängel fließen hier ein. Doch selbst wenn die Hersteller noch so für ihre Produkte trommeln: Wo man auch hinschaut, werden Halsschmerzmittel fast durchweg für überflüssig gehalten. Eine Leitlinie Halsschmerzen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin lässt ebensowenig ein gutes Haar an den Produkten, wie auch das umfassende Arzneimittelkursbuch. Letzteres verweist gar darauf, dass die norwegische Gesundheitsbehörde bereits 1984 wegen unzureichend dokumentierter Wirksamkeit die Zulassung sämtlicher Halsschmerztabletten mit antibakteriellen, desinfizierenden oder anästhesierenden Wirkstoffen gelöscht hat. Inzwischen gibt es allerdings eine Studie, die Tabletten mit dem örtlich betäubend wirkenden Lidocain als zu bevorzugende Option zur Schmerzlinderung bei Halsschmerzen nennt. Diese Studie begründet auch das einzige „befriedigende“ Gesamturteil in diesem Test.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar:
Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 156.
Anmerkungen:
1) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. 2) 10.000 mg/kg Blei im Zubehör (hier: oranges Transporttäschchen). 3) Treibgas Norfluran R134a. 4) Traditionelles Arzneimittel. 5) Im Beipackzettel findet sich zur Anwendung bei Kindern lediglich der Hinweis, dass „diese die Fähigkeit des kontrollierten Lutschens bereits erworben haben“.Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Unter dem Testergebnis Pharmakologische Begutachtung führt zur Abwertung um vier Noten: die nicht ausreichend nachgewiesene Wirksamkeit gegen Halsentzündungen. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) eine nur teilweise nachgewiesene Wirksamkeit; b) unsinnige Kombination zweier Antiseptika; c) die halogenorganische Verbindung 2,4-Dichlorbenzylalkohol; d) antibiotisch wirkende Stoffe (Tyro thricin, Fusafungin); e) Benzocain. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) im Beipackzettel fehlende Angaben zur Anwendungsdauer; b) Benzalkoniumchlorid.
Unter dem Testergebnis Hilfsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) 1 Vol.-% oder mehr Alkohol, wenn das Medikament auch Kindern gegeben werden darf; b) Paraffine. Zur Abwertung um eine Note führen: die Farbstoffe E 104 und/oder E 124.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) 10.000 mg/kg Blei im Zubehör; b) Treibgas Norfluran (HFA 134a). Zur Abwertung um eine Note führt: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Pharmakologische Begut - achtung und dem Testergebnis Hilfsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten.
Testmethoden:
PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe/Blei: Röntgenfluoreszenzanalyse. Steht bei Analyseergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Nachweisgrenze“ der jeweiligen Testmethode.
Einkauf der Testprodukte:
September 2010. Preisberechnung basiert auf dem kleinsten Produktangebot.Anbieterverzeichnis: siehe www.oekotest.de
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