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TEST Hochwertige Öle


ÖKO-TEST Ratgeber Essen und Trinken - epaper ⋅ Ausgabe 95/2014 vom 16.05.2014

Das „sehr gute“

Artikelbild für den Artikel "TEST Hochwertige Öle" aus der Ausgabe 95/2014 von ÖKO-TEST Ratgeber Essen und Trinken. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Ratgeber Essen und Trinken, Ausgabe 95/2014

Allein das Dr. Budwig Omega-3 Leinöl schaffte es bei unserem umfangreichen Prüfprogramm der hochwertigen Öle auf den Spitzenplatz. In dem Bio-Produkt ließen sich weder Pestizide noch Mineralöl nachweisen; die Spuren von Weichmachern und polyzyklischen aromatischen Kohlen wasserstoffen im Öl sind so gering, dass wir nicht abwerten. In der Sensorik schneidet das Öl „gut“ ab – die Experten beschreiben den Gesamteindruck als „gut ausgewogen“. Wir gratulieren zum Gesamturteil „sehr gut“.

Die „guten“ Kürbiskernöle

Drei Kürbiskernöle erreichen in unserem Test die Note „gut“, eines davon, das Byodo ...

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... Premium Kürbiskernöl, gibt es in Bio-Qualität. In diesen Ölen stellten die beauftragten Labore einen erhöhten Anteil an Mineralöl fest. Wie das Mineralöl ins Speiseöl gelangt, ist noch weitgehend unklar. Von den Sensorikern bekamen das Byodo- und das Hamlitsch-Produkt die Bestnote. „Sehr ausgewogen“ lautete hier der Gesamteindruck. Beim Kürbiskernöl von Frank’s Naturprodukte gab es im Testergebnis Sensorik hingegen nur ein „befriedigend“, denn hier hieß das Urteil lediglich „noch ausgewogen“.

Die „guten“ Leinöle

Für Fans von Leinöl gibt es noch zweimal eine „gute“ Nachricht. Das Bio-Produkt von Teutoburger Ölmühle und das aus der konventionellen Produktion von Erfurter Ölmühle haben unter den Inhaltsstoffen auch nur einen Mangel zu verzeichnen. Wie in den „guten“ Kürbiskernölen fanden sich auch hier erhöhte Gehalte an Mineralöl. Das gibt Punktabzug. Das Teutoburger Ölmühle Vital 100 % Reines Leinöl beschrieben die Sensorikexperten als „gut ausgewogen“, das Leinöl aus der Erfurter Ölmühle noch als „ausgewogen“. Damit erreichen beide Produkte das Gesamturteil „gut“.

Unsere Kritik an schlechteren Produkten

■ Zwei Bio-Traubenkernöle sind derart mitPestizidrückständen belastet, wie wir es selbst in konventionellen Produkten selten gefunden haben. So enthält das Bio-Traubenkernöl des renommierten Reformhaus-Herstellers Fauser-Vitaquell 14 verschiedene Pestizide. Drei davon überschreiten – bezogen auf die Traubenkerne – sogar die Höchstmengen für sonstige Ölsaaten. Das Ausmaß der Belastung wird noch deutlicher, wenn man die Rückstände zusammenrechnet. Danach beträgt der Gesamtpestizidgehalt 2,866 Milligramm pro Kilogramm (mg/ kg) – das übersteigt den BNN-Orientierungswert für Bio-Ware von 0,01 mg/kg um fast das 300-Fache! Hochbelastet ist auch das Govinda Traubenkernöl. Es enthält elf Rückstände und kommt auf eine Gesamt pestizidbelastung von 1,666 mg/kg. Deutlich besser schneidet ausgerechnet das konventionelle Traubenkernöl der Firma Url ab. Es enthält sieben Pestizide in einer Gesamtmenge von 0,106 mg/kg. Traubenkernöl lässt sich somit schadstoffärmer produzieren, wenn bei der Ausgangsware stärker auf Qualität geachtet wird.

Das Brändle Vita Kürbiskern-Öl enthält mehr Dieldrin als gesetzlich erlaubt. Das Mittel gehört zu den Organochlorpestiziden, die aufgrund ihrer Langlebigkeit und der Bedenken für Mensch und Umwelt nur noch in begrenztem Maße angewendet werden dürfen. Das Problem bei Kürbiskernöl: Der Ölkürbis reichert Dieldrin und verwandte Substanzen bevorzugt im Kern an.

■ Die meisten Produkte sind mitMineralöl belastet, einige sogar erheblich. Ein Grund für die höheren Belastungen ist das Vorkommen langkettiger Mineralöle, die allgemein als weniger bedenklich gelten. Sie wurden deshalb weniger stark abgewertet als die kurzkettigen Vertreter (MOSH). Grundsätzlich sind Mineralöle in Lebensmitteln unerwünscht. Sie können sich in Leber, Lymphknoten und Herzklappen anreichern. Die Gruppe der aromatischen Kohlenwasserstoffe (MOAH) steht zudem unter Krebsverdacht – sie wurde in vier Ölen nachgewiesen. Wie die Mineralöle in Speiseöle gelangen, ist noch weitgehend unklar, erklärt Dr. Konrad Grob vom Kantonalen Labor Zürich. Denkbar sind Schmieröle aus der Produktion oder Umweltbelastungen, etwa durch Schmieröle von Dieselmotoren oder den Abrieb von Straßenbelägen.
■ Erneut verhagelnWeichmacher vielen Ölen ein besseres Test ergebnis. Dabei sind erneut Bio-Produkte überdurchschnittlich oft betroffen. Die Gehalte bleiben bei den üblichen Verzehrsmengen zwar weit unterhalb der Toleranzwerte. Trotzdem bewerten wir streng, da Phthalat -Weichmacher hormonelle Wirkungen entfalten können und einige als fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind. Als Eintragsquellen kommen Abfüllanlagen, Transportbänder, aber auch die Umweltbelastung in Betracht. Laut dem Lebensmittelchemiker und Fettexperten Dr. Christian Gertz kann es bei Walnussöl auch zu Übergängen aus Handschuhen kommen, die beim Sortieren der Nusskerne getragen werden. Das würde erklären, warum alle vier Walnussöle reichlich Phthalate enthalten.

Foto: PhotoSGH/Shutterstock

■ Im Neuco Linosan Leinöl wurde mehr Benzo(a)pyren nachgewiesen als erlaubt. Die Verbindung gehört zu denpolyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und steht im Verdacht, beim Menschen Krebs auszulösen. Sie gilt zudem als erbgutschädigend und fortpflanzungsgefährdend. Drei weitere Öle enthalten erhöhte PAK-Mengen von mehr als der Hälfte des Grenzwerts. Dennoch zeigen die Ergebnisse anderer Öle, dass stärkere Belastungen vermeidbar sind.
■ Das Walnussöl von Dittmann wurde offensichtlich erhitzt oder mit einemhitzebehandelten Walnussöl gemischt. Laut Etikett soll das Öl „nach alter traditioneller Art in Handarbeit hergestellt“ worden sein. Die übrigen Öle sind in dieser Hinsicht tadellos. Auch Beimengungen artfremder Öle wurden nicht festgestellt.
■ In derSensorik wurden ausgerechnet drei der schlechtesten Produkte im Test als „sehr ausgewogen“ beurteilt: das Vitaquell Traubenkernöl, das Neuco Linosan Leinöl und das La Tourangelle Walnussöl. Negativ aufgefallen ist den Sensorikexperten vor allem das Govinda Traubenkernöl – sie bemängelten deutlich wahrnehmbare Fehltöne wie stichig, essigartig und sauer. Geringe muffige Noten machten sie in den Ölen von Fandler, Naturata und Frank’s Naturprodukte aus.

So reagierten die Hersteller

Govinda bekräftigt, dass die Kerne für das Traubenkernöl von roten Trauben aus Bio-Anbau von der Mosel stammten. Durch den massiven Einsatz von Pestiziden im konventionellen Anbau von Trauben – auch aus der Luft – könnten die Anbaugebiete von Bio-Trauben nicht vor Pestiziden geschützt werden. Der Anbau von Bio-Trauben ist mit Sicherheit eine gute Sache, da dadurch nicht noch zusätzlich Schadstoffe eingetragen werden. Ob dies allerdings in einer Gegend sinnvoll ist, in der rundherum gespritzt wird, ist fraglich.
Argand’Or betont, dass das Arganöl aus traditioneller Handpressung stamme und erst vor wenigen Wochen die DLG-Auszeichnung in Gold erhalten habe. Das Ergebnis der sensorischen Prüfung sei daher nicht nachvollziehbar. Ein „etwas säuerlicher Geruch“ sei zudem typisch für Argan öl. Ein solcher war von den Testern festgestellt worden, hatte aber nicht zu den geringen sensorischen Abzügen geführt. Weiter teilte Argand’Or mit, dass bereits Verpackungen ausgetauscht worden seien. Aktuell lägen die Mineralölwerte bei null.
Byodo undRapunzel wollen den Ursachen der Mineralölbelastung ihrer Produkte weiter auf den Grund gehen. Vor allem mögliche Einträge vom Feld zum Produzenten stünden im Fokus, so Byodo. Rapunzel will beim Walnusslieferanten prüfen, ob die Verunreinigungen bei der Verarbeitung entstanden sein könnten.

Fett gedruckt sind Mängel.
Anbieterverzeichnis: siehe Seite 140.
Glossar: siehe Seite 144.
Anmerkungen: 1) Gehalt an Diethylhexylphthalat (DEHP) über dem spezifischen Migrationslimit (SML) von 1,5 mg/kg. 2) Gehalt an Dibutylphthalat (DBP) und Diisobutylphthalat (DiBP) einzeln oder in der Summe über dem SML von 0,3 mg/kg für DBP. 3) Weiterer Mangel: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 4) Weiterer Mangel: ein oder mehrere Pestizide in Gehalten über der Höchstmenge und/oder in Gehalten über dem BNN-Orientierungswert für Pestizide. 5) Weiterer Mangel: Gehalt des Weichmachers DEHP über dem BNN-Orientierungswert für Weichmacher von 3 mg/kg. 6) Weiterer Mangel: Gehalt des Weichmachers Diisononylphthalat über dem BNN-Orientierungswert für Weich macher von 5 mg/ kg. 7) Laut Anbietergutachten war das Pestizid, das die Höchstmenge überschreitet, in Waren eingangsprüfungen für das von uns getestete Öl nicht nachweisbar. Für ein chargengleiches Rückstellmuster legte der Anbieter kein Gutachten vor. 8) Laut Anbieter wurde der Artikel eingestellt. 9) Laut Anbietergutachten ent hält ein chargengleiches Rückstellmuster 1,9 μg/kg Benzo(a)pyren und unterschreitet damit den gesetzlichen Grenzwert von 2 μg/kg. Das von uns beauftragte Labor hatte 2,3 μg/kg gemessen. 10) Laut Anbieter bezieht sich die Herkunftsangabe der Leinsaat auf die getestete Charge. 11) Laut Anbieter stammen die Kürbiskerne gesichert aus Österreich. Das belegt er zwar nicht durch ein Gegengutachten, wohl aber durch Dokumente im Rahmen der Rückverfolgbarkeit. 12) Bio-Produkt. 13) MOSH erhöht. 14) MOSH stark erhöht. 15) MOSH sehr stark erhöht. 16) MOSH stark erhöht, zudem MOAH. 17) MOSH sehr stark erhöht, zudem MOAH. 18) MOSH erhöht, zudem MOAH. 19) Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe erhöht. 20) Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: Grenzwert überschritten. 21) Zwei Pestizide stark erhöht; drei Pestizide erhöht; sechs Pestizide in Spuren. 22) Drei Pestizide über Höchstmenge für „sonstige Ölsaaten“; sechs Pestizide erhöht; fünf Pestizide in Spuren. 23) Sieben Pestizide in Spuren. 24) Ein Pestizid über Höchstmenge für Kürbiskerne. 25) Hinweise auf Erhitzung.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Test ergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils fünf Noten: a) ein Pestizidgehalt in Traubenkernöl, der nach Berücksichtigung eines Verarbeitungsfaktors von 7 die gesetzliche Rückstandshöchstmenge für „sonstige Ölsaaten“ überschreitet; b) ein Pestizidgehalt in Kürbiskernöl, der nach Berücksichtigung eines Verarbeitungsfaktors von 2,3 die gesetzliche Rückstandshöchstmenge für Kürbiskerne überschreitet; c) ein Gehalt an Benzo(a)pyren über dem gesetzlichen Höchstgehalt von 2 μg/kg für Öle. Zur Abwertung um vier Noten führt: ein Gehalt an gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH) der Kettenlängen C17 bis C24 von mehr als 4 mg/kg („MOSH sehr stark erhöht“). Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein „stark erhöhter“ Pestizidgehalt in Traubenkernöl, der nach Berücksichtigung eines Verarbeitungsfaktors von 7 mehr als 50 Prozent der Rückstandshöchstmenge für „sonstige Ölsaaten“ erreicht, wenn diese bei 0,02 mg/kg oder höher liegt; b) ein Gehalt an Benzo(a)pyren und/oder an Benzo (a) pyren plus Cyclopenta (c, d) pyren (berechnet mit einem Äquivalenzfaktor von 0,1; in Anl. an die MAK-Liste, 45. Lieferung, Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2008), der mehr als 50 Prozent des gesetzlichen Höchstgehalts für Öle erreicht („Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe erhöht“); c) Phthalatgehalte über den spezifischen Migrationslimits (1,5 mg Diethylhexylphthalat (DEHP)/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz und/oder 0,3 mg Dibutylphthalat (DBP)/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittel simulanz) bzw. 0,3 mg Diisobutylphthalat (DiBP)/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz und/oder 0,3 mg DBP plus DiBP/kg Lebensmittel bzw. Lebensmittelsimulanz; Letzteres in Anl. an Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für Bedarfsgegenstände; d) der Nachweis aromatischer Kohlenwasserstoffe (MOAH), wenn nicht bereits wegen MOSH um vier Noten abgewertet wurde; e) ein Gehalt an MOSH C17 bis C24 von mehr als 2 mg/kg bis 4 mg/kg und/oder MOSH C25 bis C35 über 10 mg/kg („MOSH stark erhöht“); f) ein Gehalt an polymeren Triglyceriden von mehr als 0,1 Prozent und/oder ein Gehalt an Transfettsäuren (Summe) von mehr als 0,2 Prozent in einem Walnussöl, das auf dem Etikett als „nach alter traditioneller Art in Handarbeit hergestellt“ beworben wird („Hinweise auf Erhitzung“). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Gehalt an MOSH C17 bis C24 von 1 mg/kg bis 2 mg/kg und/oder an MOSH C25 bis C35 von mehr als 4 mg/kg bis10 mg/kg („MOSH erhöht“), falls nicht schon für MOSH C25 bis C35 um zwei Noten abgewertet wurde; b) ein „erhöhter“ Pestizidgehalt in Traubenkernöl, der nach Berücksichtigung eines Verarbeitungsfaktors von 7 mehr als 10 bis 50 Prozent der Rückstandshöchstmenge für „sonstige Ölsaaten“ erreicht, wenn diese bei 0,02 mg/kg oder höher liegt; d) fünf bis zehn in Spuren nachgewiesene Pestizide.
Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um vier Noten: ein unausgewo gener sensorischer Gesamteindruck. Zur Abertung um drei Noten führt: ein wenig ausgewogener sensorischer Gesamteindruck. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein ausgewogener oder noch ausgewogener sensorischer Gesamteindruck. Zur Abwertung um eine Note führt: ein gut ausgewogener und bei Arganöl mittelintensiver und ausgewogener sensorischer Gesamteindruck. In den sensorischen Gesamteindruck gingen Fehltöne, störende Noten und/oder positive produkttypische Attribute in unterschiedlichen Intensitäten ein.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) ein oder mehrere Pestizide in Gehalten über der Höchstmenge und/oder in Gehalten über dem BNN-Orientierungswert für Pestizide, wenn es sich um Bio-Ware handelt; b) Gehalte der Weichmacher DEHP und/oder Diisononyl-Phthalat (DINP) über den BNN-Orientierungswerten für Weichmacher, wenn es sich um Bio-Ware handelt. Zur Abwertung um eine Note führen: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. In das Gesamturteil gingen das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 60 Prozent und das Testergebnis Sensorik zu 40 Prozent ein. Es kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhalts stoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten.
DieTestmethoden finden Sie unterwww.oekotest.de → Suchen → „N1495“ eingeben.Bereits veröffentlicht: ÖKO-TEST-Magazin 5/2014. Aktualisierung der Angaben, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.

ÖKO-TEST rät

■ Wer vor allem ein gesundes Öl sucht, kann auch preisgünstiges Raps- oder Olivenöl kaufen.
■ Kaltgepresste Öle sollten nicht erhitzt werden, können aber warmen Speisen nach dem Garprozess – etwa zum Würzen – zugesetzt werden. Optimal ist die Verwendung in Salatdressings, kalten Saucen, Pesto und Süßspeisen.
■ Naturbelassene Öle halten sich am besten, wenn sie dunkel gelagert werden. Angebrochene Flaschen in den Kühlschrank stellen und innerhalb weniger Wochen aufbrauchen.