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TEST: HOLZ GEHT AB: rock4K von rs-aero.com


FMT Flugmodell und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 26.09.2019

Der rock4K ist die Weiterentwicklung des rock_it (vgl. FMT 11/2018). Rein optisch hat sich nicht viel verändert. Wer aber vermutet, dass nur eine Wölbklappe dazu kam, täuscht sich. Denn die Weiterentwicklung geht viel tiefer.


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Bildquelle: FMT Flugmodell und Technik, Ausgabe 10/2019

Allgemein betrachtet

Dem rock4K liegt eine sehr durchdachte Konstruktion zugrunde, in die der Hersteller eine Menge Hirnschmalz investiert hat. Auf die Besonderheiten wird in der Folge bei der Erklärung der einzelnen Bauabschnitte eingegangen. Der Bau des Modells geht leicht von der Hand, nicht zuletzt dank einem detaillierten Bauplan und der beigefügten Hellingteile. Beim Umgang mit ...

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... den einzelnen Bauteilen ist Behutsamkeit notwendig, da diese zum Teil filigran und sehr fragil wirken und leicht zerbrechen können. Sind die Bauteile aber erst einmal zusammengesetzt und verleimt, ergibt sich eine leichte, aber dennoch hochfeste und belastbare Zelle. Zum Bau des Modells ist deshalb eine gewisse Bauerfahrung notwendig, als Erstlingswerk ist der rock4K eher ungeeignet.

Trotz der sorgfältigen Konstruktionsarbeit traten beim Bau des Modells an drei Stellen Passungsprobleme auf: an der Tragflächenverschraubung, dem Rumpfdeckel sowie an der Tragflächensteckung. Die Probleme wurden mit dem Hersteller erörtert, die beanstandeten Teile durch ihn geändert und Neuteile zur Verfügung gestellt.

Die Qualität

Inhaltlich besticht der Baukasten hinsichtlich seiner Quantität als auch außerordentlich hoher Qualität. So ist der Ausstattungsumfang fast schon überkomplett, denn zu den zum Bau erforderlichen Bauteilen liegen noch die Helling zum Aufbau der Tragflächen sowie sämtliche Kleinteile für die Ruderanlenkungen, Flächensteckung und -verschraubung bei. Aber nicht nur das, zwei kleine Bögen Schleifpapier, Servokabel und Klarsichtfolie zum Abdecken des Bauplans gehören sogar dazu. Der beiliegende Bauplan wird ergänzt durch eine stimmige, knapp und treffend formulierte Bauanleitung mit vielen farbigen Baustufenfotos.

Der Bausatz besticht durch die hohe Qualität der Bauteile (bei Vorfertigung und Materialauswahl) und durch seinen reichhaltigen Lieferumfang.


Qualitativ erfreut der Inhalt des Bausatzes nicht nur durch die hohe Passgenauigkeit der gelaserten Bauteile, sondern auch durch die Auswahl der Materialien und die Vorbereitung der Bauteile. So wurden nur ausgesuchte Hölzer – zum Beispiel leichtes Balsa – verwendet und bei den Kiefernleisten für die Holme auf eine gleichmäßig verlaufende Maserung geachtet. Auch bei der Materialauswahl wurden neue Wege beschritten: So besteht die Beplankung der Tragfläche etwa aus 0,4-mm-Birkensperrholz, was eine sehr viel höhere Festigkeit gegenüber Balsaholz hat. Zudem sind alle Bauteile (auch die Beplankungsteile, Leisten und Ruderklappen) exakt auf die richtige Länge hin und im passenden Winkel geschnitten. Außerdem sind alle Leisten von Hand beschriftet, so dass die Verwendung immer klar ist.

Der Rumpf

Eine der konstruktiven Besonderheiten am Rumpf ist der zusätzlich zwischen Rumpfspitze und Tragflächenbereich eingezogene Zwischenboden. In dem so entstandenen Raum werden sämtliche Servokabel nach vorne in die Rumpfspitze zum dort später verbauten Empfänger geführt.

Das i-Tüpfelchen sind die handbeschrifteten Leisten, sodass es hier zu keinen Verwechslungen kommen kann. Diese Vorbereitung kann man geradezu als liebevoll bezeichnen.


Etwa im ersten Drittel der Tragfläche ist der Holm in seiner Größe verdoppelt und ein zweiter „Kamm“ dient der Holmverkastung. Die Stützfüße an den Rippenenden werden in die Ausnehmungen der Hilfsleiste gesteckt.


Zu Beginn des Rumpfbaus werden die Seitenteile aus Balsa mit den Seitenteilverstärkungen aus Sperrholz und diversen Aussteifungen in der Rumpfnase verklebt. Die Verstärkungen sind mit Aufnahmen für die Verzapfung mit den Spanten versehen. Insgesamt sind die Verzapfungen eher stramm ausgelegt, was der Vorgehensweise beim Aufbau des Rumpfes geschuldet ist: Hierbei sollen zunächst die Spanten mit dem Zwischenboden zusammengesteckt und das so entstandene Spantengerüst mit beiden Seitenteilen zugleich verleimt werden. Das genaue Ausrichten erfolgt, indem der Rumpf über den Grundriss am Bauplan gestellt und dabei die gleichmäßige Biegung der Rumpfseitenteile kontrolliert wird.

Um sicher zu gehen, dass das Spantengerüst auch tatsächlich problemlos mit den Verzapfungen der Seitenteilverstärkungen übereinstimmt, habe ich es in einem Seitenteil zusammengesteckt, ohne es mit ihm zu verkleben – und jenes quasi als Schablone genutzt. So kann die genaue Lage der Teile und die Winkligkeit zueinander zu 100% sichergestellt werden. Die einzelnen Teile des Spantengerüsts wurden mit ein paar Tropfen Sekundenkleber fixiert. Die endgültige Verklebung erfolgte erst nach dem Verleimen des Spantengerüsts mit den Seitenteilen (mit dünnflüssigem Sekundenkleber).

Dort wo die Steckungsteile in die Rippen eingeschoben werden, wird der Zwischenraum komplett mit eingedicktem Epoxid ausgegossen. Bei diesem Arbeitsgang wird auch gleich der gesamte obere Holm mit verklebt.


Zum Verschleifen der Nasenleiste liegen vier Schablonen bei, die bei den entsprechenden Rippen angelegt werden.


Neben einer hohen Festigkeit liegt ein weiterer Vorteil der Sperrholzbeplankung darin, dass sie an der Endleiste sehr spitz ausgeschliffen werden kann. Zudem ist die Kante sehr unempfindlich.


Die Rumpfspanten und der Zwischenboden werden zusammengesteckt und nur punktuell mit Sekundenkleber geheftet.


Unter dem Zwischenboden liegen die Servoleitungen. Vorteil: Das Innere des Rumpfs bleibt kabelfrei. Nachteil: Ein Wechsel der Leitwerkservos ist problematisch, da die Kabel kaum zurück gezogen werden können.


Die Motoraufnahme besteht aus vier miteinander verklebten Balsascheiben, die später entsprechend dem Motorspant rund verschliffen werden. Wird das Modell als reiner Segler gebaut, erstellt man aus diesen beigefügten Formteilen die Rumpfnase.


Nach dem Trocknen werden die restlichen Spanten im Leitwerksträger eingeklebt und die Bowdenzüge zum Leitwerk hin eingezogen. Die Motoraufnahme besteht aus vier 8-mm-Balsascheiben mit einer mittig angeordneten 30-mm-Bohrung und einer Nut für die Anschlusskabel. Die Scheiben werden zusammen zu einem Block verleimt und an dessen Vorderseite ein 38-mm-Sperrholzspant – der eigentliche Motorspant – geklebt. Diese Einheit wird dann am Frontspant verleimt. Soll das Modell als reiner Segler betrieben werden, liegen auch hierfür dem Bausatz vier vorgeschnittene Balsateile bei, welche zusammen geklebt, und zu einer Rumpfspitze verschliffen werden. Bevor der Rumpf auf Ober- und Unterseite beplankt wird, müssen die Servokabel unterhalb des Zwischenbodens eingezogen werden. Ein nachträgliches Einziehen der Kabel bei einem fertig beplankten Rumpf dürfte ein nahezu aussichtloses Unternehmen sein.

Das Leitwerk

Beim rock4K ist das V-Leitwerk in Voll-Balsa ausgeführt. Die Leitwerkshälften sind fertig ausgeschnitten und werden fest miteinander verklebt. Um Verzügen vorzubeugen, werden die Dämpfungsflächen und Ruder mit quer zur Maserung verlaufenden Leisten abgesperrt, die dafür erforderlichen Ausnehmungen und Leistenabschnitte sind einbaufertig vorbereitet. Als Ruderhorn findet ein zweifach abgewinkelter 2-mm-Stahldraht Verwendung, für den eine Nut in beide Ruder eingebracht werden muss. Auf das freie Ende des Stahldrahts soll eine Kugel für das Kugelgelenk aufgelötet werden.

Es empfiehlt sich, die Ruderblätter zunächst provisorisch am Leitwerk mit Klebeband zu befestigen und das Leitwerk am Rumpf mit Stecknadeln festzuheften. Werden nun noch die Stahldrähte der Bowdenzüge eingeschoben, kann so einfach die Länge der Ruderhörner bestimmt und die 2-mm-Stahldrähte exakt abgetrennt werden. Zum Befestigen der Kugeln auf den Stahldrähten habe ich nicht den Lötkolben, sondern Loctide 648 verwendet. Mit diesem Kleber kann man sogar Getrieberitzel auf einer Motorwelle fixieren, er erreicht eine hohe Festigkeit. Mit dieser Methode konfrontiert man das Bauteil auch nicht mit der Lötkolbenhitze. Zur Aufnahme des Leitwerks wird am Rumpfheck ein Balsaklotz mit einer V-förmigen Nut verklebt. In dieser Nut wird das Leitwerk verklebt und zusätzlich mit einer Dreikantleiste von oben verstärkt. Ich empfehle, das Leitwerk erst nach dem Bespannen mit dem Rumpf zu verleimen.

Die Tragfläche

Eine weitere konstruktive Besonderheit ist eine kammähnliche Leiste, auf welche die Rippen aufgesteckt und zusammen als Ganzes auf den unteren Hauptholm gesetzt werden. Dieser „Kamm“ hat demnach zwei Funktionen: Er stellt erstens eine Bauhilfe für die Winkligkeit der Rippen und deren genauen Abstand dar und zweitens bildet er nach dem Einlegen des oberen Hauptholms die Holmverkastung.

Das Leitwerk besteht aus Voll-Balsa und wird gegen Verzug mit dünnen Leisten abgesperrt.


Eine weitere Bauhilfe ist eine Leiste mit Einschnitten zur Aufnahme der Stützfüße an den Rippenenden, sie wird gemäß Plan auf das Baubrett geheftet. Da die Stützfüße leicht abbrechen können, empfiehlt die Bauanleitung das Verstärken mit einem Tropfen Sekundenkleber. Dies hat jedoch den Nachteil, dass sich später die Stützfüße nur schwer abbrechen oder abschneiden lassen. Ein unbeabsichtigtes Abbrechen der Stützfüße kann man vermeiden, indem man die Rippen zunächst vorsichtig in die Ausschnitte der Hilfsleiste einsetzt und erst dann die Rippe auf den unteren Hauptholm aufsteckt. Die Bohrungen zur Aufnahme der Tragflächensteckung in den Rippen, ist passgenau vorgefertigt. Um die Steckungsteile leichter einschieben zu können, sollten die Bohrungen etwas erweitert werden – in diesem Zusammenhang sprechen wir etwa von maximal 1/10 mm! Da alle Leisten und Beplankungsteile bereits genau abgelängt sind, entfällt ein aufwändiges Anpassen und Schleifen, diese Teile können aus der Schachtel heraus verbaut werden. Das Verschleifen der Nasenleiste stellt die größte Schleifarbeit an der Fläche dar. Zum Einhalten einer genauen Kontur liegen Schablonen bei, die eine einfache Kontrolle der Schleifarbeit ermöglichen. Hält man dann den fertigen Rohbau einer Tragflächenhälfte in den Händen, ist man gleich überrascht von der außerordentlich hohen Biege- und Verdrehsteifigkeit. Für eine einfache Rippenfläche ist das schon bemerkenswert.

Die Leitwerkshälften werden an der Verzahnung verklebt, die Überstände später abgeschliffen.


Unsere Antriebswahl

Der Hersteller empfiehlt Außenläufer mit einem Gewicht von etwa 70 g und als Akku einen 3s-LiPo mit 1.000 bis 2.400 mAh. Laut Bauplan soll der Akku in dieser Konfiguration etwa unter der Tragfläche liegen, der Empfänger sitzt dabei vorne hinter dem ersten Spant. Bei unserem Testmodell ließ sich dies so nicht verwirklichen. Um einen Schwerpunkt bei 60 mm einzustellen, musste der verwendete 3s-1.600-mAh-LiPo bis nach vorne knapp hinter den Motor geschoben werden. Selbst ein versuchsweise eingesetzter 2.200-mAh-LiPo musste bis weit unter den Rumpfdeckel nach vorne geschoben werden, um die vorgegebene Schwerpunktlage zu erreichen. Ein Einsatz leichterer Motoren und Akkus ist deshalb nicht empfehlenswert, da zum Erreichen einer korrekten Schwerpunktlage zusätzliches Trimmgewicht in der Nase eingebracht werden müsste. Mit einem 1.600-mAh-Akku bleibt das Abfluggewicht unter 1 kg, genauer gesagt bei 997 g.

Der Motor wird nun in die vordere Röhre eingeschoben und am Spant verschraubt. Die Montage ist einfach, da die Anschlusskabel in dem vorhandenen Kabelschacht sauber verlegt werden können und keine Schleif-Gefahr am Motor besteht. Den Regler habe ich hinter dem Motor mit Doppelklebeband an der Rumpfseitenwand befestigt.

Der verwendete AL 2835-7-Motor von D-Power mit einer 9×6“-Luftschraube zieht einen Strom von 16 A bei einer Eingangsleistung von 185 W. Mit einer 10×7“-Luftschraube steigt der Strom auf 24,5 A bei einer Eingangsleistung von dann 270 W. Für das Modell bedeutet das eine sehr potente Motorisierung.

Für das Verkleben des Ablenkdrahtes in der Ruderklappe muss eine passende Nut gefräst werden.


Für eine ausreichende Freigängigkeit der Kugelgelenke mussten die Rumpfseiten etwas aufgefeilt werden.


Die Servokabel verlaufen unter dem Zwischenboden. Die Anlenkdrähte für die Leitwerke wurden mittels eines Z-Anschlusses am Servoarm eingehängt.


Plätze getauscht. Wo eigentlich der Empfänger vorgesehen war, muss jetzt der Akku aus Schwerpunktgründen Platz nehmen.


Mein Finish

Wer oft auf rauen, steinigen Untergrund landen muss, sollte sich überlegen, die Rumpfunterseite mit einer 25-g-Glasmatte zu belegen, um der 2-mm-Balsabeplankung etwas mehr Widerstandskraft zu geben. Für Landungen auf Gras ist der Rumpfboden durch die Folie ausreichend geschützt. Das Modell habe ich komplett mit Oracover-Folie bebügelt. Die Bauanleitung gibt dabei vor, die Ruderklappen an Tragfläche und Leitwerk gleich mit anzubügeln. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, um die Ruder leichtgängig und spaltfrei anzuschließen. Und auch dafür stellt die Bauanleitung gute Tipps parat. Die Querruder werden auf der Oberseite, die Wölbklappen auf der Unterseite angeschlagen. So erhält man die größtmöglichen Ruderausschläge.

Die Buchstaben des beiliegenden Dekorbogens-Schriftzugs sind sauber geplottet und werden mit einer Transferfolie in genauem Abstand zueinander gehalten. Der Schriftzug wird von der Trägerfolie gelöst und am besten nass aufgebracht. So kann er auf der Oberfläche noch einfach positioniert werden. Wenn die Buchstaben ausreichend haften, kann man die Transferfolie vorsichtig abziehen.

Die Einschnitte in der Wurzelrippe für den vorderen CFK-Flächendübel, den Steckungsstahl und die Bohrung für den Stift der Verdrehsicherung passten ohne Nacharbeit.


Die Zuleitungen für die Flächenservos werden vor der Montage der Tragfläche auf dem Rumpf in die fest verklebten Buchsen gesteckt.


Einbau der RC-Komponenten

Auf allen Rudern wurden die 9-mm-Servos DS-140BB MG von D-Power verwendet. Für die Servokabel, die unter dem Zwischenboden verlegt werden, habe ich die beigefügten Kabel nicht eingesetzt, sondern Kabel mit einem dünneren Querschnitt von 0,34 mm², die einfach weniger Platz beanspruchen. Vor dem Schließen des Rumpfbodens sollten alle RC-Funktionen genau überprüft werden, dann ein späteres Nacharbeiten an diesen Kabelsträngen ist nicht möglich.

Die Leitwerkservos passen ohne Nacharbeit im Servobrettchen. Das Anlöten der Löthülsen/ Gabelköpfe habe ich mir gespart und die Anlenkungsdrähte per Z-Anschluss am Servo eingehängt. Zur Montage der Flächenservos sind auf der Flächenoberseite beplankte Rippenfelder vorhanden. Die Servos sollen hier einfach eingeklebt werden. Beim Wölbklappenservo funktioniert das gut, da die Anlenkung über Kreuz von unten auf die Oberseite geführt wird. Beim Querruder dagegen erfolgt die Anlenkung von der Unterseite her. Wenn man es so macht, würde der Servoarm einfach nur durch die Folienbespannung gesteckt werden. Um das zu vermeiden, habe ich eine Beplankung auf der Unterseite der Tragfläche eingeleimt und darauf das Servo verklebt. Der Servoarm schaut nun durch einen kleinen Schlitz der Beplankung – mit dem Vorteil, dass die Folienbespannung nicht weiter einreißen und zudem der Servoarm kürzer ausfallen kann. Die Größe der Ruderausschläge habe ich von der Bauanleitung übernommen und die Vorgaben für die Flugphasen Thermik, Speed und Butterfly eingestellt. Es handelt sich um erflogene Einstellungen, die nur noch in Nuancen an das persönliche Empfinden des Piloten angeglichen werden müssen.

Soft oder hot?

Das hängt von der Luftschraube ab: Mit der 9×6“ und deren geringer Stromaufnahme ist ein sicheres Steigen im 40°-Winkel möglich. Belohnt wird man durch eine lange Motorlaufzeit von fast vier Minuten. Diese Konfiguration ist deshalb auch für Hangflieger als Heimkehrhilfe gut geeignet, der Akku hält dann für viele Stunden Flugspaß. Mit der 10×7“ geht es dann richtig zur Sache, hier sind senkrechte Power-Aufstiege möglich.

Die Schwerpunktangabe von 60 mm liegt auf der sehr sicheren Seite, nach dem Anstechen fängt sich der Segler von selbst in einem engen Bogen wieder ab. Studiert man den Bauplan, so findet sich dort eine Angabe von 65 mm. Auf diesen Wert habe ich den Schwerpunkt zurückverlegt, indem ich den Akku wieder ein Stück nach hinten geschoben habe. Mit dieser Schwerpunktlage fängt sich das Modell in ganz leichtem Bogen noch selbst ab – so wie es sein soll.

Überrascht haben mich die sehr ausgewogenen Flugeigenschaften, von einem Hangflugmodell mit schnittigen, „schnellen“ Formen war das nicht unbedingt zu erwarten. Noch im langsamen Schleichflug reicht etwas Tiefe, um das Modell ins Laufen zu bringen. Die Ruderfolgsamkeit ist dabei in jeder Situation ausgezeichnet. Von der Gutmütigkeit her wäre das Modell auch als Querrudertrainer gut geeignet. Macht man das Modell sehr langsam, so fängt es um die Längsachse zu pendeln an; ein Zeichen dafür, dass man die Geschwindigkeit um einen Zacken erhöhen sollte. Der rock4K ist auch vollgasfest: Ein Anstechen aus 200 m Höhe mit abruptem Abfangen macht er klaglos mit, in der Luft dürfte er fast unzerstörbar sein. Beim Umsetzen von Geschwindigkeit in Höhe fehlt natürlich doch etwas der Durchzug, hier macht sich das geringe Gewicht bemerkbar.

Die Ruderhörner aus CFK-Plattenmaterial haben für Querruder und Wölbklappen unterschiedliche Formen. Die Wölbklappen werden über Kreuz von unten nach oben angelenkt, die Querruder auf der Unterseite.


Der Geschwindigkeitsbereich wird durch den Vier-Klappen-Flügel deutlich erweitert. Mit abgesenkten Wölbklappen und Querrudern in der Thermikstellung ist ein sehr langsames, flaches und enges Kreisen möglich. Zusammen mit dem geringen Modellgewicht wird so eine gute Thermikleistung erreicht. Soll es flotter zur Sache gehen, werden die Klappen in der Flugphase Speed nach oben gefahren. Der Geschwindigkeitszuwachs ist deutlich bei einem sehr gestreckten Gleitflug. Nimmt man noch die Wölbklappen zur Querruderfunktion hinzu, wird die eh schon gute Rollrate stark erhöht. Die Butterflystellung erzeugt eine sehr gute Bremswirkung, verlangt aber nach einer deutlichen Tiefenzumischung. Landungen sind damit sehr einfach und verlieren auch auf wenig gepflegten Wiesen ihren Schrecken.

Mehr Sein als Schein

Ach, ist ja bloß ein Holzflieger… Ja, aber was für einer! Fliegerisch hat der rock4K ein enormes, weitreichendes Potenzial. Und die Qualität des Baukastens ist sehr hoch, mit der hohen Vorfertigung der Einzelteile ist der Bau ein Genuss. Außerdem wird der Segler zu einem fairen Preis angeboten, das Preis/ Spaßverhältnis ist außerordentlich gut. Und sollte mal wirklich etwas schief gehen, so ein Holzflieger lässt sich mit einfachen Mitteln wieder reparieren.